Um noch einmal auf die Schafe zu sprechen zu kommen:
Ich habe mich hier eines Bildes bedient, das in der einen oder anderen Lektüre zu Führung verwendet wird. Der Hirte, der zu diesem Bild dazugehört, hat ebenfalls eine klar definierte Rolle, die aber eben nicht die des despotischen Herrschers ist. Das Schaf, um sich einmal vom einem Extrem klar abzugrenzen, ist nicht das Kalb, das hinter der Trommel her trottet und das Fell für die Trommeln selber liefert.
In der Lektüre, die mir hierfür als Basis diente, wird eine Führungskraft als Hirte betrachtet, wobei Letzterem eine hohe Verantwortung für seine Herde zukommt. Die Herde wird hier ebenso wenig als trübe Verfügungsmasse erachtet, mit der man machen kann, was man will.
Ich begreife Führung nicht als "ich sage, wo es lang geht" und erachte mein Kollegium entsprechend auch nicht als Verfügungsmasse. Führung geht für mich in erster Linie mit Verantwortung einher - Verantwortung für die Lehrkräfte und für das Gelingen von Schule.
Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass es hier um bestimmte Mechanismen und Dynamiken innerhalb eines Kollegiums geht, bei denen die Frage nach Schafen oder Dritteln eher irrelevant sind - es sei denn, wir wollen hier primär eine Meta-Diskussion führen.