Beiträge von Bolzbold

    Zweithandy und längere Klogänge, oder neben einer Wand sitzen, so dass man das Handy zwischen Oberschenkel und Wand nicht sehen kann. Dieses Schema haben wir dann früher oder später bemerkt.

    Als ich die jeweiligen Personen dann mittig und vorne platziert habe, war Ruhe. Interessanterweise kam trotz KI dasselbe (unterdurchschnittliche) Ergebnis heraus wie mit KI.

    Die KI kann in der Regel die inhaltlich-methodische Bearbeitung gar nicht so hinbekommen wie das in einer Klausur sein soll. Insbesondere dann, wenn der Text nicht vorher der KI "gefüttert" wurde.

    Man kann auch alle Schüler einmal bitten, ihre Handys mit beiden Händen über den Kopf zu heben - dann sieht man schnell die Smartwatches...

    Ich habe zunehmend den Eindruck, dass hier ist wieder einmal ein "Ich habe keinen Bock auf digitales Klassenbuch und erfinde jetzt Probleme, weil ich nicht möchte, dass irgendjemand überprüfen kann, ob ich meine Arbeit mache"-Thread.

    Auch ich kann mich nicht dieser Deutung entziehen.
    Eine solche Diskussion um das digitale Klassenbuch gabe es an den beiden Schulen, an denen ich das erlebt habe, nicht.

    Es gibt Admin-Zugänge, unter anderem für die SL, und wir können natürlich sehen, ob jemand etwas eingetragen hat und wann das war. Das wäre bei einem Blick in analoge Klassenbücher nicht anders. Und ja, es ist die Aufgabe der SL so etwas zu kontrollieren.

    Gemessen an den schnellen und teils großen Autos, für die man mit einem "normalen" Auto selbst bei geringfügigem Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit als Verkehrshindernis erachtet wird, machen diese "Mopedautos" doch einen verschwindend geringen Anteil aus. Da sind die PicNic-Fahrzeuge, die auf 50km/h reduziert sind, von der Häufigkeit her schlimmer...

    Was da gerade läuft ist ... interessant. Und kindisch. Irgendwie.


    Eine Frage, die in diesem Zusammenhang von Musk gestellt wurde, finde ich aber wirklich interessant, soweit mich die US-parteienpolitik interessiert: "Braucht (US-)Amerika eine neue Partei, die die Mitte vertritt?"

    Das würde voraussetzen, dass es diese Mitte gibt und dass die Demokraten diese Mitte nicht abbilden bzw. abdecken. Ich hätte die Demokraten jetzt eher in der Mitte verortet - zumindest nach unseren Maßstäben.

    Unsere SL macht keine Aufsichten, dafür sind sie sobald in ihren Büros sitzen für uns ansprechbar, dass schätze ich persönlich mehr, als das Gefühl, dass sie in einer Pausenaufsicht Repräsentanz zeigen, um das Gefühl von Gleichwertigkeit zu erzeugen.

    Ich denke, hier geht es weniger um Gleichwertigkeit als um den Aspekt, dass man sich für diese Tätigkeiten nicht zu schade ist.

    Wenn ich etwas von meinen KollegInnen erledigt haben möchte - gehe ich ganz bewusst hier und da mit gutem Beispiel voran, damit sie wissen, dass ich nicht nur "fordern" sondern auch "liefern" kann.

    Ich verfolge die Beiträge hier ein paar Tage lang und wollte mich eigentlich raushalten, aber jetzt muss ich auch noch meinen Senf beisteuern. Auf mich wirkt das mittlerweile wie eine Neiddebatte den Funktionsträgern gegenüber. Und das verstehe ich nicht: es ist doch jedem möglich, eine Funktionsstelle anzustreben, wenn dadurch so unliebsame Aufgaben wie Aufsichten vermieden werden können?
    Ich unterrichte nur läppische 14 Stunden. Ich habe nur eine Frühaufsicht, und ggf. mal Vertretung. Alles andere wäre auch schwierig, da ich oft schnell mal eine Pause zum Telefonieren brauche, mit der Sekretärin Dinge klären muss oder Termine und Gespräche habe, die sich nicht unbedingt an die Unterrichtsstunden koppeln lassen (Sorry, Frau xy, wir sprechen in 20 min weiter, nehmen Sie sich einen Kaffee, ich komme nach der Aufsicht zurück!)… Mein Kollegium hat mir noch nie gesagt, dass es das Gefühl hat, ich würde zu wenig Aufsichten machen. Ich halte ihnen immerhin in vielen Belangen den Rücken frei, sorge dafür, dass der Betrieb läuft usw. Sollte mich jemand darauf ansprechen, dass ich zu wenig Aufsichten mache und dass das zu den Dienstpflichten jeder Lehrkraft gehört, würde ich das reflektieren. Aber ich würde dann wohl auch darüber nachdenken, dass ich so einige Aufgaben nur deshalb übernehme, weil ich es effizienter, schneller und strukturierter schaffe als andere, und ich würde dann so einige Aufgaben delegieren, weil sie eigentlich zu den allgemeinen Dienstpflichten jeder Lehrkraft gehören und nicht per se an Funktion gebunden sind.

    Also ich habe, obwohl ich Funktionsstellenträger hier bin, in diesem Thread keine Neiddebatte verfolgen können. Die FunktionsstelleninhaberInnen haben deutlich gemacht, dass sie sich für die üblichen Tätigkeiten, die man als Lehrkraft hat, nicht zu schade sind, gleichwohl deutlich gemacht, dass es Situationen geben kann, in denen sie eben bestimmte Tätigkeiten wie Aufsichten nicht übernehmen können.

    Ich nehme wahr, dass Dich das dennoch getriggert hat und Du die Notwendigkeit gesehen hast, Dich hier zu rechtfertigen. Das ist überhaupt nicht notwendig.

    In der Tat sind wir uns in der Sache einiger als es beim ersten Überfliegen dieses Threads scheint.

    Das ist ein ziemlich schwaches Argument. Die SL hat bei sowas eigentlich kaum bis kein Mitspracherecht. Die personalführende Dienststelle schon mehr. Die Abordnungen kommen aber eher von weiter oben und die sind auch nicht so zahlreich, dass das System zusammenbricht.

    Im Prinzip ja. Wenn Dir aber im Laufe von drei Schuljahren oder so 2/3 der Fachlehrkräfte eines Mangelfachs "von oben" (oberhalb der Bezirksregierung) abgeordnet werden bzw. dauerhaft und endgültig nicht mehr da sind und Ersatz eben nicht auf Bäumen wächst, kommst Du als Schule schon hier und da an Deine Grenzen. Sollte dann auch noch eine von zwei verbliebenen Lehrkräften dieses Fachs über einen längeren Zeitraum krankheitsbedingt ausfallen, stehst Du vor der einen oder anderen Herausforderung.

    Die Ironie besteht allein schon darin, dass als SL hier pausenlos zu jeder Tag- und Nachtzeit geschrieben werden kann und solche langen threads verfolgt werden können…(oftmals auch vormittags) das wünschte sicher das ein oder andere Lehrerlein auch…keine Ahnung, an welchem System das möglich ist…

    Oh, das ist auch als Lehrkraft so - beispielsweise, wenn man Teilzeit hat, oder eine Freistunde, oder das ganz ungeniert im Unterricht macht. Ich gehe dann mal ein bisschen anteilig meine Schule leiten... 8)

    Es geht doch überhaupt nicht darum, ob das möglich und denkbar ist, sondern darum, inwiefern es sinnvoll ist, diese mit in die Aufsichten einzubinden. Mich befremdet noch immer der wertende Ansatz, die SL halte sich damit aus unliebsamen Aufgaben heraus und mache sich ein schönes Leben, wenn sie nicht in Aufsichten eingebunden ist. Ich kann versichern, dass oft wesentlich unliebsamere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen sind.

    Oh ja, oh ja, erst heute wieder. (Und trotzdem habe ich eine Aufsicht und diese Woche neben den drei Stunden bezahlte Mehrarbeit noch zwei weitere Vertretungsstunden. Gerade ist es eben personaltechnisch knapp.)

    Ich empfinde die Diskussion ehrlich gesagt auch als etwas neben der Spur laufend. Dass die (erweiterte) SL schlicht ein anderes Aufgabenspektrum als "normale" Lehrkräfte hat, liegt in der Natur der Sache. Dieses andere Aufgabenspektrum bedingt geradezu, dass neben den deutlich umfangreichen Leitungstätigkeiten andere Tätigkeiten entfallen müssen. Und diese Tatsache hat überhaupt nichts mit "sich als etwas besseres fühlen" zu tun.

    Ich stimme Dir grundsätzlich zu. Dennoch muss der Laden irgendwie laufen. Solange man sich als (e)SL nicht selbst kaputt arbeitet, gehört dazu auch, dass man seine Lehrkräfte nicht bis aufs Blut ausquetscht und dann auch mal eine Aufsicht, Bereitschaft o.ä. übernimmt.

    Was können sich denn die anderen von symbolischen Gesten kaufen? Man kann sowas doch einfach kommunizieren. WillG ich verstehe dein Anliegen hier ehrlich gesagt nicht.

    In der Tat ist es einigen KollegInnen wichtig, dass die (stv) SL auch mit anpacken - sei es bei Bereitschaften, Übernahme von langfristigen Krankheitsvertretungen, Aufsichten etc.

    Für mich ist das nicht nur Symbolik sondern auch der Hinweis für Führungskräfte, dass wir originär auch Lehrkräfte sind.

    Da bist also in 50% Teilzeit Schulleiter?

    Mußt Du dann nur noch 1,5 Stunden / Woche unterrichten, wo es vorher 3 gewesen wären? 3 Stunden ist jedenfalls die Unterrichtsverpflichtung eines Schulleiters bie uns. Der Rest der Aufgabe ist dann allerdings unteilbares Dienstgeschäft. :pirat:

    Also die Hälfte des Geldes für 1,5 Stunden weniger / Woche ist in meinen Augen ein schlechtes Geschäft. :gruebel:

    *seufz*
    Ich bin stv. SL in VZ. Meine Leitungszeit umfasst ein halbes Deputat, die andere Hälfte unterrichte ich.

    Chancengleichheit wird es niemals geben, dafür ist bereits das elterliche Verhalten im Kleinkindalter ein zu großer Einflussfaktor auf späteren Bildungserfolg. Wenn wir Studienplätze nach Sozialkriterien vergeben wollen, meinetwegen, dann aber bitte transparent und nicht über fragwürdig zustande gekommene Abschlussnoten. Letztlich bedeutet das eine Diskriminierung des oberen Spektrums aus sozialen Gründen - kann man drüber diskutieren, aber dem sollte eine offene, transparente Debatte vorausgehen, ob wir das gesamtgesellschaftlich wirklich wollen.

    Da bin ich weitgehend bei Dir. Aber von einer Diskriminierung des oberen Spektrums kann überhaupt nicht die Rede sein. Wer so privilegiert aufwächst, ggf. noch bewusst an eine Schule geht, an der man "unter seinesgleichen" ist, kann nun wirklich nicht von Diskriminierung sprechen. Das ist schon eine krasse Sichtweise, hier von Diskriminierung zu sprechen. Und selbst wenn man annimmt, dass es sie gibt, so wissen wir, dass Diskriminierung vor allem "unten" bzw. gegenüber Schwächeren oder gegenüber Minderheiten stattfindet.

    ...ich merke an dieser Stelle, ich hab langsam so gar keinen Bock mehr auf dieses gesamte System 🙈 Hier geht bildungstechnisch alles den Bach runter, während die Abiturquoten und -durchschnitte immer besser werden und das Ganze wird auch noch permanent mit irgendwelchen vermeintlich sozialen Notwendigkeiten schöngeredet. Und als Lehrkraft ist man bei dieser fröhlichen Fahrt gegen die Wand auch noch aktiver Antriebshelfer. An den meisten Tagen ist mir das mittlerweile überwiegend egal, an anderen frage ich mich, ob man sich diesen ganzen Blödsinn wirklich noch fast 3 Jahrzehnte geben will und kann..

    Ich wurde in einem anderen Thread als zu fatalistisch bezeichnet. Das dürfte hier auch der Fall sein. Ich glaube, dass wir Lehrkräfte je älter wir werden die nachkommenden SchülerInnengenerationen immer weniger verstehen und daher den bildungstechnischen Untergang des Abendlandes sehen. Ich muss mir regelmäßig klarmachen, dass diese Generationen anders, aber nicht unbedingt "schlechter" sein werden.

    BW, SEK. 1, Fremdsprachen: Thema verfehlt bei Freitextaufgaben (weil irgendwas auswendig gelernt und aufgeschrieben, was ein paar passende Schlagworte enthält) bedeutet null Punkte für die gesamte Aufgabe. Sprachpunkte gibt es dann also auch nicht, egal wie nett es sich lesen mag oder wie korrekt es geschrieben wurde.

    Das sind dann die offiziellen Korrekturvorgabrn des Landes für die Abschlussprüfungen in der SEK. 1, die zumindest an den Schulen, an denen ich bislang unterrichtet habe dann auch in 9/10 konsequent zur Anwendung kamen.

    Wenn ich hier mit den LK-Klausuren durch bin, schaue ich das für NRW noch einmal nach. Zwei Stück habe ich noch...

    Damit trägt man dazu bei, dass leistungsschwächere Absolventen leistungsstärkeren Absolventen ggf. Studienplätze wegnehmen. Finde ich überhaupt nicht gut und widerspricht dem System der Bestenauslese bei der Studienplatzvergabe. Interessant wäre, sich hier mal anzugucken, wie diese Mechanismen mit Studienabbrüchen einhergehen - etwas, was die Allgemeinheit letztlich auch Geld kostet.

    Wenn Du noch einmal liest, was ich geschrieben habe, dann trifft das nicht zu. Ich schrieb ja, dass diese Schüler ihr Abitur nicht geschenkt bekommen (und auch nicht geschenkt bekommen sollen.)

    Die "Bestenauslese" mag ihre Berechtigung haben, solange aber die Chancengerechtigkeit faktisch nur bedingt oder gar nicht existiert, wirkt das schon sehr selbstgerecht.

    Nochmal: Im Regelfall wird man mit auswendig gelernten Texten in einer Klausur oder gar der Abiturklausur nicht weit kommen.

    Interessant wäre tatsächlich die Frage, ob bei Texten, die wahlweise auswendig gelernt sind und/oder am Thema vorbei sind, auch gleichzeitig die Sprachpunkte (bei Klausuren in der Fremdsprache) herausgerechnet werden. Das müsste ich für NRW noch einmal recherchieren.

    Und dass du andererseits sagst, dass du trotz ungünstigerer Voraussetzungen deinen aktuellen Schülern teilweise schlechtere, aber den tatsächlich gezeigten Leistungen Noten gibst. Auch diese Schüler haben am Ende ein Recht darauf, objektiv, reliabel und valide bewertet zu werden.

    Dennoch finde ich das Korrigieren dieser Klausuren ziemlich frustrierend. Aber gut, muss man(n) eben durch.

Werbung