Beiträge von Bolzbold

    Ok, ich präzisiere: Warum es anderen Schulen einfach komplett nicht klappen kann. Und kategorisch abgelehnt wird, es auch nur zu versuchen, mit dem Hinweis: Geht nicht.

    Ja, beim Thema "kategorisch ablehnen" bin ich dann wieder bei Dir. Meine Frau war an einer solchen Schule. Das hat wahrlich keinen Spaß gemacht.

    Da hast Du natürlich Recht. Es schadet m.E. aber auch nicht, wenn man über Stunden- und Vertretungsplanung soweit Bescheid weiß, dass man da auch mitreden kann. Und damit meine ich nicht die technische Umsetzung über Untis.
    Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die SL nämlich verantwortlich.

    Ab dem Moment, wo Du als stv. SL in der Regel (laut ADO) diese Verantwortung hast, musst Du über die geltenden Regelungen Bescheid wissen. Im Extremfall musst Du Dich dann über die bis dato gelebte Praxis hinwegsetzen und Dein Team anweisen, künftig anders vorzugehen. Das stelle ich mir als Externer schwierig vor. (Ich hatte das Glück, dass mein Team da super unterwegs war und ich dadurch einen angenehmen Einstieg hatte.)

    Wenn es an einigen Schulen geht, dann sehe ich nicht, warum es an anderen nicht gehen kann. Das hat sehr viel mit der allgemeinen Organisationsstruktur zu tun. Und die ist Sache der SL. Und wenn ich mir die Themen Schulleitungsqualifizierung in NRW ansehe, wundert es mich auch nicht, dass es mal klappt und mal nicht.

    Da muss ich deutlich widersprechen. Du führst oben an, dass von anderen, krasseren Bedingungen hier berichtet wurde - das passt dann aber eben nicht zu dem Generalvorwurf, dass Du nicht siehst, wieso es an anderen Schulen nicht gehen kann.
    Die SL hat auf viele Faktoren, die den Stundenplan beeinflussen, überhaupt keinen Einfluss. Sie kann versuchen, im Rahmen des Möglichen, unter den gegebenen Bedingungen das Beste herauszuholen. Aber das Beste an Schule A ist vielleicht nur Mittelmaß an Schule B - trotz gleicher Qualität der Schulleitung.

    Mit der SLQ hat das überhaupt nichts zu tun - oder andersherum: Sie ist dafür nicht verantwortlich. Stunden- und Vertretungsplanung lernt man dort nicht. Das ist auch nicht die Aufgabe der SLQ, weil sie dem EFV vorgeschaltet ist und damit gar nicht primär für stv. SL oder FunktionsstelleninhaberInnen, die das übernehmen sollen, gedacht ist. Es gibt zahlreiche Fortbildungen für Untis und andere Programme, die man unbedingt machen sollte, wenn man diese Aufgabe übernimmt. Vieles ist auch Learning by Doing, unterstützt durch ein im Idealfall bereits erfahrenes Team.

    Eine Beziehung ist Arbeit. Man muss kontinuierlich an seiner Beziehung arbeiten, um das metaphorische Feuer am lodern zu halten. Ab dem Zeitpunkt, wo ich meine/n Partner/in für selbstverständlich erachte und davon ausgehe, dass das einfach immer weiterläuft, ist der Grundstein für ein Scheitern gelegt.

    Was aus meiner Sicht nicht geht, ist, dass sich der Vater entweder seiner Verantwortung entzieht, oder dieser Verantwortung nicht nachkommen darf weil die Mutter es nicht will - oder etwas dazwischen. Wenn Kinder da sind, ist das eine lebenslange Verantwortung bzw. Verpflichtung - und diese geht über eine Partnerschaft oder Ehe mitunter hinaus.

    Auch wenn ich die Komplexität des Stundenplans überhaupt nicht anzweifeln möchte und wenn es gerade auch unser ständiges Thema als Personalrat ist, dafür zu sorgen, dass TZ Kräfte die Reduktion auch wirklic bekommen, die sie mit Gehaltseinbußen und geringerer Pension teuer erkaufen, möchte ich darauf hinweisen, dass die "lapidare" Formulierung, wie du sie nennst, es würde schon gehen, wenn man nur wollte, nichts anderes ist als die Umkehrung der ebenfalls sehr lapidaren Formulierung "Ging nicht anders!", die man oft von Stundenplanmachern hingeknallt bekommt, wenn man einen ungünstigen Stundenplan moniert.

    Kommunikation ist keine Einbahnstraße.

    "Ging nicht anders" ist tatsächlich eigentlich fast immer die Begründung für schlechte bzw. nicht wunschgemäße Pläne, auch wenn es sich meiner Ansicht nach gehört, das entsprechend zu erläutern und den betroffenen KollegInnen dies nicht erst bei Nachfrage sondern vor bzw. unmittelbar nach Austeilen oder Versand des Plans mitzuteilen. Alles andere habe ich auch schon am Rande bzw. hier im Forum gehört, aber das ist für mich eine völlig unvorstellbare Kommunikationsweise.

    Nee, meist sagen das die "Vatis", dass sie unabkömmlich in ihrem Job sind ...

    Sage ich ja - aber die sagen das dann auch gerne zu Hause und lassen die "Muttis" das dann ausbaden.


    Zitat

    Ich habe auch nicht gesagt, dass die Schule in irgendeiner Form für die private Aufteilung der Care-Arbeit zuständig ist, aber dass die Teilzeit aus familienpolitischen Gründen ja auch nicht ad absurdum geführt werden kann, indem verlangt wird, die Kita im Extremfall von 7-17 Uhr zu buchen, weil man stundenplantechnisch nicht entgegen kommen will. Mit anderen Stundenplanern und einer anderen Schulleitung ist das bei uns mittlerweile viel besser geworden, also es geht schon, wenn man will...

    Da bin ich als leidgeprüfter (oder -erprobter) Vater und Ehemann in der Sache ganz bei Dir. In der Vergangenheit mussten wir aber genau das tun - sprich wir mussten eine KiTa buchen, die um 7 Uhr anfing, weil wir sonst nicht zur 1. Stunde hätten anfangen können - und damals (also vor ca. 15 Jahren) hätten uns die StundenplanerInnen einen Vogel gezeigt, wenn wir entsprechende Wünsche geäußert hätten.

    Eben deswegen habe ich das als Stundenplaner durchaus auf dem Schirm. Problematisch werden aber Stundenplanwünsche von TZ-Kräften, die bei gleichzeitiger UV mit vielen Oberstufenkursen die erste Stunde und die Nachmittage kategorisch ausschließen (und bei TZ gerne trotzdem einen freien Tag haben möchten). Das lässt sich zwar erfüllen, aber sind die Auswirkungen auf den Gesamtstundenplan erheblich und führen mitunter zu anderen spürbaren Schwachstellen im Plan, welche die Eltern, SchülerInnen und auch von ungünstigen Plänen betroffene KollegInnen zu Recht monieren.
    Von daher ist mir ein "es geht schon, wenn man will", viel zu lapidar - ich beziehe das nicht auf Dich persönlich, aber in anderen Fällen ignoriert eine solche Aussage das komplexe Bedingungsgefüge der Stundenplanerstellung.

    Das sehe ich anders. Man arbeitet als Mutter ja Teilzeit, um weniger Stunden am Tag zu arbeiten und mehr Zeit für seine Kinder zu haben. In dem Moment, wo man Vollzeit buchen soll und der Schule quasi wie Vollzeit zur Verfügung stehen soll - worin besteht dann noch der Sinn in Teilzeit? Und was bitteschön sind "Mutti-Schichten", was soll das? Das klingt total abwertend und mal wieder so, als seien die "Vatis" überhaupt nicht verantwortlich...

    Nun ja, es sind mitunter die "Muttis", die dann sehr deutlich sagen, dass die "Vatis" nicht können, weil sie in ganz wichtigen Berufen arbeiten, wo sie einfach unabkömmlich sind. Vielleicht wären da im Vorfeld zu Hause einige Gespräche notwendig, damit die TZ-Kolleginnen gar nicht erst in diese Rolle bzw. Position gedrängt werden. Die Schule ist dafür nicht verantwortlich.

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    Im Unterrichtsbesuch selbst plane ich, mit Auszügen aus den Cahiers de doléances zu arbeiten, um die unterschiedlichen politischen Interessen von Adel, Klerus und Drittem Stand herauszuarbeiten.
    Die Schüler*innen sollen arbeitsteilig Forderungen analysieren und anschließend vergleichen.

    Fangen wir hier einmal an.
    Was genau verstehst Du unter "analysieren"?
    Ein Vergleich ist zweifellos sinnvoll - wohin soll dieser aber dann führen? Möchtest Du nur Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausstellen oder noch etwas anderes mit den Ergebnissen anstellen?

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    Als mögliche Problemfrage denke ich derzeit an:
    1789: Reform oder Revolution – war die Krise der Monarchie noch lösbar?

    Und genau das kann man dann auf der Basis der Beschwerden diskutieren.
    Wenn Du mehr SchülerInnenaktivität möchtest, lässt Du alle SchülerInnen ihre Tendenzen graphisch an der Tafel (oder auf einem anderen geeigneten Medium) festhalten, damit nicht nur die leistungsstärkeren ihre Argumente vortragen können sondern auch die Streuung des gesamten Kurses thematisiert werden kann und dann alle SchülerInnen die Möglichkeit haben, jedem anderen Kursmitglied Fragen zu stellen, wie er/sie zu seiner/ihrer Einschätzung gekommen ist.

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    Am Ende der Stunde sollen die Lernenden ein historisches Urteil formulieren, z. B. indem sie die Reformchancen bzw. Konfliktintensität begründet einschätzen.

    Du kannst im Anschluss auf der Basis der Einschätzungen der SchülerInnen dann zu einem solchen Urteil hinführen. Dabei gibt es ja grundsätzlich drei Stoßrichtungen, wenn wir die Problemfrage als Hypothese erachten. Du kannst verifizieren, falsifizieren und relativieren.

    Ich sehe hier jedoch ein Zeitproblem. Das ist in einer 60'-Stunde oder einer 67,5'-Stunde vermutlich leistbar, je nach Umfang und Komplexität der Quellen dürfte das bei 45 Minuten extrem knapp werden. Das ließe sich damit lösen, dass die SuS' die Quellen als vorbereitende Hausaufgabe lesen. Dann könntest Du mit der "Huckepack"-Karikatur einsteigen, die Du im Idealfall in einer der vorangegangenen Stunden thematisiert hast und dann zur Problemfrage überleiten. Damit knüpfst Du an die vorangegangene Stunde an und hast die Schüler wieder voll im Thema drin.

    Hallo und herzlich willkommen hier im Forum.

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    Wie kann ich einen problemorientierten Einstieg gestalten, der die Leitfrage der Stunde klar eröffnet?
    Ist eine klassische arbeitsteilige Gruppenarbeit (2 Gruppen) mit strukturierter Sicherung im Plenum sinnvoller als ein stärkerals ein Gruppenpuzzle?
    Alternativ überlege ich eine Urteilsphase über eine Argumentenwippe (z. B. auf Tablets) mit anschließendem Gallery Walk.
    Ist ein solches Setting im UB eher gewinnbringend oder methodisch zu riskant?
    Reicht es als Transferleistung, wenn die Schüler*innen aus den Forderungen der Stände auf die Stabilität bzw. Krise der Monarchie schließen?
    Sollte der Kompetenzschwerpunkt klar auf der historischen Urteilskompetenz iegen? Würdet ihr bereits ein Werturteil bzw. einen Gegenwartsbezug anbahnen oder zunächst beim historischen Sachurteil bleiben?

    Was Du hier in ein paar Sätzen und Überlegungen ausführst, sind ziemlich komplexe Überlegungen mit Schnittstellen zwischen Methodik und Fachwissenschaft. Trotz 20 Jahren Erfahrung würde mich das sicherlich auch im direkten Gespräch mit einem/einer LAA(') mindestens eine halbe Stunde kosten.

    Ich gehe jetzt schlafen. Vielleicht finde ich morgen etwas Zeit dafür.

    Teilzeit heißt an meiner Schule auch nur weniger Unterrichtsstunden, es gibt keine Entlastungen bei Konferenzen, Projektwochen etc. Es klappt auch nicht, die SL darum zu bitten, erst zur zweiten Stunde zu unterrichten wegen Öffnungszeiten der Kita/GS Beginn. An anderen Schulen ist das wohl eine Option.

    Das kann man mal im Einzelfall machen, das kann und darf aber nicht die Regel sein, weil das bei der Stundenplanerstellung mitunter ganz erhebliche Einschränkungen bedeutet und damit auch einige KollegInnen, gerade in Schienen in der Oberstufe in den Nachmittag zwingt.
    Wenn dann eine TZ-Kollegin ankündigt, sie kann nur von der 2. bis zur 6. Stunde, sprich nur vormittags, und hätte gerne zusätzlich einen freien Tag, dann wird das bei 50% Deputat irgendwann schwierig, weil sich alle (!) anderen Pläne dann danach ausrichten müssten.

    Es ist eine Option, wenn es den Plan nicht zerschießt. Wenn mehrere TeilzeitkollegInnen entsprechende Wünsche äußern, lässt sich daraus kein sinnvoller Stundenplan mehr erstellen. Das Teilzeitkonzept und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch in Schule kein "Wünsch-Dir-Deinen-Stundenplan" - die Versorgung aller SchülerInnen mit dem ihnen zustehenden Unterricht ist oberste Priorität.

    Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist keine Einbahnstraße, sprich, es ist nicht alleinige Aufgabe der Schule, den TZ-Kräften die Teilzeitarbeit zu ermöglichen bzw. diese gegen klare entgegenstehende Interessen und Rechte zu erzwingen. Wenn ich einen Kindergarten wähle (eine Zuweisung wäre etwas anderes), der nur bis 13.30 Uhr oder so betreut, oder der erst ab 7.30 geöffnet hat, dann schaffe ich einen Teil des Problems selbst. (Daher haben meine Frau und ich damals eine KiTa gewählt, die ab 7 Uhr geöffnet hat - etwas anderes wäre gar nicht infrage gekommen - und unsere Schulen hätten uns einen Vogel gezeigt, wenn wir gesagt hätten, wir könnten erst ab der 2. Stunde...)

    Gegenfrage: Warum sollte ein gutes Sozialsystem kranke Kinder nicht tragen können?

    Die Frage ist ein Ablenkungsmanöver. Wir reden hier nicht vom Sozialsystem, wir reden hier von einer Lehramtsanwärterin, die im System Schule arbeitet. Das Sozialsystem trägt nebenbei kranke Kinder. Aber auch das kommt an seine Grenzen, wenn das Kind nicht fremdbetreut werden kann.

    Ich habe übrigens, was hier wohl untergegangen ist, immer Materialien geschickt, obwohl ich das nicht hätte machen müssen. Das ist freiwillig und richtig frech und anmaßend zu verlangen, dass man das dann immer zu machen hat.

    Nein, das ist nicht untergegangen - deshalb habe ich ja geschrieben, dass ich Dir gesagt hätte, dass Du das nicht musst, wenn Du krank bist. Wie ich hier in den letzten Jahren mehrmals geschrieben habe: Eine Schulleitung geht immer so weit, wie man sie lässt. Es wäre am Kollegium, sich dieser Weisung konsequent zu widersetzen, weil sie rechtswidrig ist.

    Kinder werden nun mal krank. Die einen mehr, die anderen weniger. Ein gutes System kann das tragen. Für den Personalmagel und dass da im System Probleme sind können Einzelne nichts.

    Wenn man den Anspruch hat, dass "das System" das alles kompensieren soll, gebe ich Dir Recht. Deine resultatistische Betrachtungsweise (also vom nicht zufriedenstellenden Endergebnis her) hilft hier aber nicht. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Schule oder Betriebe in der freien Wirtschaft reihenweise "SpringerInnen" als flexible Reserve bei Erkrankungen bereithalten. Das kann das System eben nicht tragen. Und das muss es auch nicht.
    Würde ich diese Erwartungshaltung umkehren, dann müsste ich sagen, dass eine gut organisierte Lehramtsanwärterin ihre Probleme in den Griff bekommt. Das wäre als Äußerung aber völlig daneben.

    Na, normal wie die andere Schule auch, bei der ich vorher war. Da fiel kein böses Wort und man hatte eher Mitleid.

    Ich hatte es beim UB erst einmal, dass der Extremfall eingetreten war. Normal spreche ich mit der FL ab, dass wir die Unterrichtbesuche immer sehr früh legen, sodass die Chancen geringer sind, dass ein Anruf kommt, weil da ja berechenbarer ist, wie es ihm geht.

    Ich erlaube mir einmal einen Perspektivwechsel:
    Die Schule, beispielsweise der Verantwortliche für den Stunden- und Vertretungsplan wie ich einer bin, hat verständnisvoll zu sein. Fehlzeiten bis zu einem gewissen Maß sind in der Tat "normal" und können von der Schule kompensiert werden. In Deinem Fall sehe ich das anders, da die Fehlzeiten enorm zu sein scheinen und ein regulärer, über mehrere Wochen zuverlässig laufender Unterricht nicht möglich zu sein scheint. Da muss man als Schule irgendwann reagieren.
    Ich könnte nun hingehen und Dich dahingehend schützen oder unterstützen, dass Du kein Material schicken musst und Dich auskurieren kannst. Das wäre menschlich die naheliegende Vorgehensweise. Ab einer gewissen Menge an Fehlzeiten können das die Vertretungslehrkräfte aber nicht mehr kompensieren - ggf. fällt der Unterricht ja auch komplett aus, wenn er in Randstunden liegt. Dann sind auch irgendwann sowohl der Bildungserfolg der SchülerInnen gefährdet als auch die Geduld von SchülerInnen wie deren Eltern erschöpft.

    Da müsste ich mir dann spätestens im zweiten Halbjahr überlegen, ob man Dich noch mit eigenem Unterricht versorgen kann, gepaart mit dem Wissen, dass Du den im Rahmen Deiner (erfolgreichen) Ausbildung erteilen musst. Wenn noch dazukommt, dass Deine Leistungen eher durchschnittlich sind und man ggf. den Eindruck bekommt, dass Du Dich aus den bekannten Gründen wie ggf. aus anderen Gründen nicht voll reinhängen kannst, dann habe ich als Verantwortlicher zwei dicke Probleme, die ich nicht gelöst bekomme. Dennoch muss ich aber dafür geradestehen.

    Was würdest Du tun, wenn Du der verantwortliche (hier stv. Schulleiter) wärst?

    Genau das. Sie rufen sofort an. Einmal hatte ich gerade die Auswertung einer Hospi und musste sofort alles stehen und liegen lassen. Natürlich ist es eine planerische Katastrophe wenn man dann einen Tag da ist und dann wieder nicht. Ich verstehe, dass die Planung darauf irgendwann auch keine Lust mehr hat und es tut mir auch leid, aber was soll ich machen? Ich finde den Rat dass man notfalls die Versorgung abdecken muss bei Kind krank irgendwie auch sehr einfach dahin gesagt. Jeder der ein Kind hat weiß, wie sehr die quengeln, wenn sie krank sind und mich als Mutter brauchen. Unter uns finde ich es auch brutal mein hoch fieberndes Kind bei einer Betreuung abzugeben. In den letzten 5 Monaten hat sich mein Kleiner leider alles aufgesammelt, was es irgendwie in der Kita gab. Norovirus, Scharlach, Influenza. Die Kinderärztin fragt mittlerweile ob wir ein Dauerabo haben und als Mutter bekommt man dann ebenfalls die volle Ladung an Viren und Bakterien. Das Problem ist auch, dass der Übergang fließend ist. 5 Tage zu Hause, dann 4 Tage Kita, dann wieder 5 Tage zu Hause. Klar ist das ungünstig.

    Das hast Du jetzt vielfältig dargelegt. Dass weder Dein Kind noch Du etwas dafür können, wenn Ihr krank werdet, sollte hier auch Konsens sein.
    Wie wünschst Du Dir, dass die Schule damit umgeht, oder das Seminar, falls Du mal einen Unterrichtsbesuch hast?

    Es sind die Kleinigkeiten des Alltags, die die Menschen verraten. Sorry für das mögliche Off-Topic.

    Gestern an der Supermarktkasse:
    Ein reiferes Paar (60+) war vor mir dran, gerade dabei zu bezahlen und unterhielt sich kurz mit der Kassiererin, die ungefähr ähnlich alt war. Das Thema war der Ramadan und der Bericht aus dem Kreis Kleve. Kommentar der Kassiererin: "das ist nicht mehr mein Land."

    Ich spürte tatsächlich einen kleinen Stich in mir drin, obwohl ich weder Moslem bin noch sonstwie mit dem Thema zu tun hatte - und obwohl ich sowas von deutsch bin, wenngleich ich nicht so aussehe. Da ich mitunter zunächst als Orientale (also böse formuliert einer von den "schlechten Migranten") gelesen werde, bevor ich den Mund aufmache, fühlte ich mich aus unerfindlichen Gründen angesprochen. Immerhin haben mich alle drei Personen klar gesehen.

    Für einen Moment habe ich überlegt, ob ich fragen soll, ob auch ich dazu beitrage, dass das nicht mehr das Land der Kassiererin ist. Aufgrund meiner schulischen Funktion und des Umstands, dass ich im Ort lebe und arbeite, habe ich mir das dann verkniffen. Ich merke aber, dass sich hier und da die Stimmung wandelt und ungehemmter über MigrantInnen gesprochen wird.

    Diese Leute wählen womöglich (noch) nicht AfD, aber man spürt zunehmend, wohin wir uns in Deutschland entwickeln.

    Dass das Referendariat ein Beziehungskiller sein kann, konnten wir hier in den letzten 20 Jahren immer mal wieder lesen. Es ist eine intensive Zeit, die von der Partnerin oder dem Partner viel Verständnis und Geduld erfordert, da die Beziehung oft an zweiter Stelle kommt.

    Ich habe aber auch erlebt (als Außenstehender), wie sich dort auch Paare gebildet haben, die teils bis heute noch zusammen sind.

    Jedenfalls hat die Oberstufenleitung diese Klausur des Schülers nicht mit zurück gegeben, sondern ohne mein Wissen einem anderen Fachkollegen zur Zweitmeinung vorgelegt. Der ist zum Schluss gekommen, dass dort viele schön klingende aber unpassende Floskeln drin seien. Zudem einiges aus dem originalen Text entnommen sei. Und es seien zwar Stilmittel genannt worden aber nicht richtig in der Funktion erklärt… Und trotzdem hätte ich dem Schüler volle Punkte gegeben.
    Im Grunde hieß das, ich hätte mich durch einen schönen Schreibstil blenden lassen und gar nicht so genau geprüft, was die Klausur inhaltlich her gibt. Nun soll ich zum Gespräch antanzen. Ggf könnte das Ergebnis sein, dass die Oberstufenleitung von mir die Vorbereitung einer Feststellungsprüfung verlangt.

    Ist die Vermutung per se so falsch? Falls Du volle Punktzahl gegeben haben solltest, obwohl mehrere Kriterien nicht vollumfänglich erfüllt wurden, wäre die Frage, was Dich dazu bewogen hat, die Klausur so zu bewerten. Falls ein solcher Fehler passiert sein sollte, ist das nicht verwerflich, aber dann müsstest Du das nächste Mal sorgfältiger sein und Dich der Mittel bedienen, die die Verordnungen und die Schule für solche Fälle vorsehen.

    In NRW kannst Du als Fachlehrkraft nicht zu einer solchen Prüfung angewiesen werden. Die APO-GOSt besagt hier, dass im Einvernehmen mit der Schulleitung die Lehrkraft eine solche Prüfung ansetzen kann. Diese Prüfungen sind aber eben nicht für solche Fälle gedacht, da sie nur dann zum Tragen kommen, wenn die Bewertungsgrundlage zu dünn ist und sie ergänzt werden muss.

    In NRW würde ich in Deinem Fall das hier als Ausgangspunkt für weiteres Vorgehen wählen:

    https://nrwe.justiz.nrw.de/ovgs/ovg_nrw/j…s_20251118.html

    Zitat

    Wie findet ihr das? Ich finde es unverschämt, ohne mein Wissen und Zustimmung meine korrigierte Klausur einem anderen Kollegen vorzulegen. So aus dem Verdacht raus: Schüler XY ist überall schlecht, nur beim Kreidemeister gut. Da hat sich es Kreidemeister vielleicht beim Korrigieren leicht gemacht oder er ist einfach naiv oder will keinen Konflikt mit Schülern.

    Habt ihr das auch mal erlebt? Oder sehe ich das zu eng?

    Ich kann die Vermutung nachvollziehen. Letztlich bist Du der Einzige, der das wissen kann.

    Wenn ich ausfalle über Nacht, dann könnte er zu Freunden. Die müssen tagsüber aber auch arbeiten. Insofern wäre das nur eine Ausnahme. Die können ja nicht zu Hause bleiben, weil mein Sohn krank ist.

    Meine Nachbarin hat den Schlüssel und kann schauen, aber ich habe kein Oma-Opa Netzwerk im Sinne von einspringen oder Kind parken, wenn die Prüfungen anstehen.

    Wir fassen noch einmal zusammen:
    Du wirst an Deiner Schule gemobbt und Schulleitung, Personalrat und Lehrkräfte haben sich gegen Dich verbündet.
    Der Vater des Kindes sowie Deine Eltern stehen aufgrund von zerrütteten Verhältnissen zu Dir nichts zur Verfügung.
    Sowohl Du als auch Dein Kind sind häufig krank, so dass Du Deine Ausbildung womöglich nicht erfolgreich abschließen kannst.
    Dein Kind kann nicht fremdbetreut werden.

    Damit hast Du ein Netz von Problemen dargestellt, aus dem es vordergründig erst einmal keinen Ausweg gibt. Nicht zuletzt, weil Du viele Vorschläge und Optionen als undurchführbar erachtest. Die Probleme innerhalb des Netzes sind interdependent, d.h. dass man die Probleme augenscheinlich nicht angehen kann.

    Sei mir nicht böse, aber wir hatten hier bereits zwei Userinnen, die über einen längeren Zeitraum viele UserInnen beschäftigt haben und von ähnlichen Problemen berichteten; die für sie nach Lösungen gesucht haben und nichts war gut genug. Das Ganze endete dann in erheblichen Auseinandersetzungen, Meta-Diskussionen und letztlich auch viel Unfrieden.

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