Beiträge von Djino

    Und du bist sicher, dass du nicht endlich deine Fernbeziehung um des "Fern" verringern willst?
    (Wenn denn du auf der Suche nach überzeugenden Gründen bist...)

    (Es gab auch schon den Grund, dass man vorhabe, irgendwann eine Beziehung aufzubauen, der Heiratsmarkt vor Ort aber aufgrund des Altersdurchschnitts weniger ergiebig war...)

    Sprich auf jeden Fall deinen Bezirkspersonalrat an (also nicht (nur) den SchulPR). Die können dann in der Behörde deinen Antrag mit Hintergrundwissen begleiten / ein Auge auf die Abwicklung haben.

    [Mal ganz davon abgesehen, dass alle in die Großsstädte, z.B. nach Göttingen, wollen & Versetzungsaträge dorthin häufig genug nicht erfolgreich sein können. Da sind dann zumeist die handfesten Gründe (z.B. räumliche Nähe zur Pflege der Angehörigen) am "überzeugendsten".]

    Falls du eine (Gesamt)Schule in Göttingen hättest, die genau dich haben möchte & dich anfordert, hast du auf jeden Fall bessere Chancen als wenn du einfach nur in irgendeinem Topf bist. Da hilft auf jeden Fall Klinken putzen.

    Und falls ganz viele den Ausweis vergessen:
    Ab 10 Personen gibt es ein Tages-Gruppenticket für Schüler. Kostet pro (vergesslicher) Nase 3,30 Euro. Eine Lehrkraft (pro 10 SuS) fährt ebenfalls zum Schülerpreis. (Gibt's natürlich nicht am Automaten...falls ihr ab Zoo, Nordbahnhof, irgendwo mit ("gutem") Schalter abfahrt, kann man das da kaufen. Übrigens auch als Nicht-Berliner-Schule.)

    Grundsätzlich zählt in den (Fremd-)Sprachen die sprachliche Leistung mehr als der Inhalt (z.B. 60 % Sprache, 40 % Inhalt (die KMK hat hier Empfehlungen, die Länder setzen diese um)). Das Verhältnis kann sich über die Jahre hinweg ändern (in den jüngeren Jahrgangsstufen wird die Sprache höher gewichtet (da kaum Wissen vorhanden sein muss, um Aufgaben zu beantworten), in höheren Jahrgangsstufen wird Inhalt wichtiger - aber nicht so wichtig wie die Sprache.

    PS: "Sprache" ist natürlich deutlich mehr als Rechtschreibung...

    1. Die Antworten auf die gestellten Fragen sind sachlich richtig - aber die Vokabeln falsch geschrieben.
    Für einen Antwortblock waren 4 Punkte vorgesehen - da sie jedoch alle Vokabeln innerhalb des Blocks falsch geschrieben hat
    Bekam sie 0 Punkte.

    Wenn ich in der 12. Klasse eine Aufgabe stelle und jede.einzelne.Vokabel falsch geschrieben ist, dann ist das schon erschreckend. Selbst mit LRS. Falls es in Sachsen eine "Sperrklausel" geben sollte, dann dürften vielleicht tatsächlich maximal 03 von 15 Notenpunkten gegeben werden.

    Wie handhabst du das als Lehrkraft in deinen Fächern? Auch in Kunst und Geschichte werden doch Klassenarbeiten geschrieben.

    "Engpass" heißt für mich: Das ist zeitlich begrenzt.
    Wäre es für dich denkbar, dass bis zum Halbjahresende, bis zum Schuljahresende zu unterrichten?

    Falls nicht: Dann fällt eben der evangelische Religionsunterricht aus, wenn keine Lehrkräfte zur Verfügung stehen. So wichtig ist Religion nun auch wieder nicht.

    Oder er wird irgendwie vertreten/ betreut, die Schüler freuen sich, dass sie in der Zeit ihre Mathe-Hausaufgaben machen können.


    Und noch eine Bemerkung mit ganz viel Ironie:
    Evangelische Religion und katholische Religion haben ja leider so keinerlei Berührungspunkte oder Gemeinsamkeiten. Deshalb ist es wohl nicht möglich, auf dem Papier so zu tun, als wäre der Unterricht ökumenisch (oder kooperativ) und de facto katholischen Unterricht zu erteilen. Gerade, wenn es darum geht, nur einen vorübergehenden Engpass zu überbrücken.

    Mein Problem ist *nicht* Bewegungsmangel

    So hatte ich das auch nicht verstanden :)
    Das war eher der Gedanke, zwischen Phasen des Korrigierens gezielte / konzentrierte / geeignete Bewegungspausen einzubauen. (Das hört sich insgesamt nach (unterer?) "Rücken" an - den zwischendrin immer mal wieder zu bewegen / auszuhängen / geradezuziehen kann echt gut tun. Wenn's nicht zu schlimm ist, kann auch ein vernünftiger Massagestuhl helfen. (Ab einem gewissen Punkt sollte man sowas aber besser nicht mehr verwenden.))

    Das ist ja durchaus auch das Schicksal aller Korrekturfach-Lehrkräfte. Meine "Versuche" (neben den hier schon genannten):
    Mal umgekehrt auf den Stuhl setzen.
    Keinen Stuhl, sondern einen Hocker verwenden (so ein Ding mit "Wackelmodus" / ergonomisch / evtl. auch auf Rollen).

    (Statt "im Kreis zu rennen" vielleicht investieren in "echte" Fitnessgeräte: Laufband, Fahrrad (mit Beteiligung der Arme, z.B. ein Airbike), Fitnesstation mit geführten Gewichten.)


    (Korrekturfreundliche Arbeiten zu erstellen hört sich gerade in den Sprachen schwierig an - vielleicht geht das in Chemie teilweise leichter (?). Also lieber ein wenig mehr Zeit in die Erstellung der Arbeit stecken (z.B. zwei Gruppen), dafür dann ein paar mehr Multiple Choice Aufgaben?)

    Geschrieben wird aber auch bei ausgeschaltetem PC über die Software, die der Beamer an Bord hat.

    Dass kann ein Indiz dafür sein, dass das Problem (auch) woanders liegt.

    Ich habe zwei Dinge aus meinem Erfahrungshorizont vor Augen:
    Wir haben "fürchterlich" alte Boards im Gebrauch (von ca. 2006) mit entsprechenden Rechnern. Kein Problem.
    Wir haben vor nicht allzu langer Zeit High-end (4K) Laptops angeschafft und kombiniert mit Beamern, die nur halb so gut sind (aber eben auch aus dem selben Produktionsjahr stammen). Das Ergebnis ist zum Heulen. Egal, wo man sich im Raum aufhält (außer direkt vor dem Laptop): Schrift ist nicht lesbar. Erst dann, wenn die Auflösung auf dem Laptop so ungefähr angenähert wird an die Auflösung des Beamers, erhält man ein Ergebnis, mit dem man Unterricht versuchen kann.
    [<Ironie an>Schade, dass unsere IT-Abteilung das Problem nicht vorher schon gesehen hat. ... Aber stopp, wir haben ja gar keine IT-Abteilung; und schon gar nicht irgendeine, die sich mit entsprechender Ausbildung Vollzeit um unsere IT kümmert. </ Ironie aus>]

    Was für ein Rechner hängt am Beamer?

    Windows schafft es nicht, auf zwei unterschiedlichen "Monitoren" zwei unterschiedliche Auflösungen bereitzustellen.
    Heißt: Wenn der Monitor eines Laptops eine Auflösung hat, die stark von der Auflösung des Beamers abweicht, dann ist das Bild des Beamers miserabel.

    Grundsätzlich kann auch ein Beamer-Bild von 800x600 sehr scharf erscheinen - wenn denn ein "alter" PC das Bild zur Verfügung stellt.
    (Ich möchte also fast darum wetten, dass das Problem nicht der Beamer ist, sondern eher die Kombination von PC/Monitor/Beamer).

    Man muss aber tatsächlich unterscheiden zwischen der DVD (bzw. CD) Version und der gestreamten Variante.

    Bei der Frage geht es nicht darum, ob man einen Film zeigen dürfte (für DVDs hat Schiri das oben ausführlich erläutert), sodern ob die AGB des Streamingdienstes dies gestatten.

    Habe den aktuellen Stand jetzt nicht nachrecherchiert: Es war mal so, dass zumindest für Amazon Prime eine solche Nutzung rechtlich nicht möglich war.
    Man kann also bei Amzn die DVD kaufen & sich liefern lassen. Dann darf man den Film (im unterrichtlichen Zusammenhang) zeigen. Den selben Film im Amzon Streaming-Angebot dürfte man nicht zeigen.

    Unterrichtszeiten sind auch davon abhängig, ob es eine offene oder (teil-)gebundene Ganztagsschule ist.

    Bei der offenen GTS: Haben alle vormittags "normal" Unterricht. Nachmittags nur AGs (und Unterricht in der Sek II).

    Bei den gebundeneren Varianten liegt vormittags mehr als Unterricht, was bedeutet, dass auch am Nachmittag "normale Fächer" im Plan sein können.

    Informatik könnte häufiger zu Einsatz am Nachmittag führen: Es wird am Gymnasium (leider) eher ab Jahrgang 11 unterrichtet. Die Stundenverpflichtung der SuS und ihre Wahlmöglichkeiten führen dazu, dass der "normale" Unterricht der 12. und 13. Klasse auch am Nachmittag liegen müssen. Informatik ist von der Verfügbarkeit eines PC-Raums abhängig, könnte also gewisse Zeiten erzwingen.
    Nur: Wer vorher außerhalb der Schule tätig war, hat auch da nachmittags gearbeitet. Ist also erst mal nicht das Problem.

    Mein Erfahrungswert: Die 23,5 Stunden werden so kompakt wie möglich über die Woche verteilt. An "langen" Tagen (mit 5 Unterrichtsstunden am Vormittag) freue ich mich über eine Pause zwischendrin. Das ist sonst wie im Hamsterrad, man hetzt von Raum zu Raum und führt zwischendrin noch ein Dutzend organisatorische Gespräche mit verschiedensten Kollegen und beantwortet die eine oder andere Schülerfrage auf dem Flur...
    Wünsche werden so weit als möglich berücksichtigt. Z.B. gibt es Kollegen, die nie die erste Stunde haben möchten, solange sie ihr Kind in den Kindergarten bringen müssen. Andere, die immer die erste Stunde haben möchten, weil das Kind früh aus der Schule zurückkommt. Eine Garantie auf Wunscherfüllung kann es jedoch nicht geben, da zu viele (identische) Wünsche einfach nicht erfüllbar sind.
    Hätte man tatsächlich mal acht Freistunden zwischendrin, gäbe es keine Anwesenheitspflicht. Direkt an die letzte Stunde am Vormittag angrenzend könnte es natürlich mal vorkommen, dass man zu einer Vertretungsstunde herangezogen wird (so wie in anderen Freistunden auch). Aber die Anzahl der möglicherweise anfallenden Vertretungsstunden pro Woche/Monat ist auch sehr begrenzt.

    Arbeitsgemeinschaften zählen übrigens wie normaler Unterricht zu den 23,5 Stunden Unterrichtsverpflichtung.

    Unser Stundenplaner kam in seiner Statistik mal auf 3,5 Freistunden pro Woche pro Lehrkraft (mit zwei Ausreißern, die er nicht mit in die Statistik aufnahm, da diese Personen ganz spezielle Wünsche an den Stundenplan geäußert hatten - und diese Wünsche erfüllt bekamen).

    Was macht man als Lehrkraft mit Freistunden?
    - Kaffeetrinken (echte Pausen hat man sonst als Lehrkraft nicht, die "Pausen" sind dies nur für Schüler)
    - Materialien für den Unterricht vorbereiten (Kopierer etc.)
    - wenn ein Arbeitsraum in der Schule vorhanden ist: vielleicht mal was korrigieren
    - weitere Aufgaben erledigen (Arbeit in Schule besteht nicht nur aus Unterricht, da gibt es eine ganze Reihe weiterer Aufgaben, die auf das Kollegium verteilt werden. Zum Beispiel die schulische PC-Ausstattung (Wartung Hardware & Software, Anschaffungen, ...))

    Zu einer bestimmten Zeit (z.B. 1 Stunde nach dem Abendessen) werden die Handys ausgeteilt und nach Ablauf dieser Stunde wieder eingesammelt.

    Hm. Hört sich ja ganz sinnvoll an, aber...

    Wenn ich als Lehrkraft Handys aufbewahre, bin ich für diese verantwortlich. (Was ist, wenn die allesamt geklaut werden? Oder da auf einmal ein Kratzer im neuen Handy ist, der (angeblich) vorher nicht da war?)

    Herbergseltern erzählten mal von der Klasse, die auf ihren abzugebenden Handys allesamt den Wecker einschalteten. Während der Nacht klingelte alle paar Minuten mal ein anderes Schülerhandy im Zimmer der Lehrkraft. (Am nächsten Morgen war dann spontan die Klassenfahrt beendet... wer als Lehrkraft so übernächtigt ist, kann auch nicht für nur einen weiteren Tag die Verantwortung übernehmen.)

    Helikopter-Eltern bei Klassenfahrten ist doch eigentlich DAS Stichwort für eine weitere Runde Anekdoten...

    In der 5. Klasse sprechen wir mit den Eltern immer ab, dass das Handy zu Hause bleibt. Nach ein wenig Diskussion klappt das auch immer. Nur die eine Mutter bestand darauf, dass ihre Tochter ein so massives Problem hat, wenn sie nicht ständig ihre Mutter erreichen kann. Nun gut - dann gibt es eben nach langer Diskussion eine Ausnahme für dieses "psychisch labile" Kind. Nach der ersten Nacht der Klassenfahrt ruft die Mutter recht früh morgens an und bittet darum, ihrer Tochter umgehend das Handy wegzunehmen & es ihr nicht vor Ende der Klassenfahrt zurückzugeben :) So viel telefonischen Kontakt wollte Mama dann wohl doch nicht zu nachtschlafener Zeit mit ihrer Tochter haben...

    Und dann war die Mutter, deren Tochter ein ganz und absolut massives Heimwehproblem hat. Aber die Tochter soll es doch wenigstens versuchen. Falls es nicht klappt, kann Mama vorbeikommen (3 Stunden eine Strecke...) und die Tochter abholen. Der erste Abend naht, die Klassenlehrerin kümmert sich rührend um das Kind. Die Mitschülerinnen auf dem Zimmer noch viel rührender. Mama erhält durch die Klassenlehrerin die Nachricht, dass alles bestens ist, das Kind hat nicht einmal geweint und schläft jetzt. Nachts, gegen drei Uhr, werden die Herbergseltern aus dem Schlaf geklingelt. Die Zimmertür der Klassenlehrerin lautstark malträtiert. Mama ist eingeflogen. Sie schwebt in das Zimmer ihrer (selig schlafenden) Tochter, packt (bei voller Beleuchtung, die alle anderen im Raum aufweckt) den Koffer ihrer Tochter und trägt das tatsächlich sich noch im Halbschlaf befindende Kind zum Auto. Damit war dann auch klar, wer in der Familie Trennungsängste / "Heimweh" hat (und wer nicht).

    Man müsste mit ausreichend Leuten fahren, dass man zumindest Schichten aufteilen kann.

    Wir machen unsere Fahrten mittlerweile fast ausschließlich als Jahrgangsfahrten (alle z.B. 5. Klassen fahren also zur selben Zeit in die selbe Jugendherberge). Da ist man dann mit mehreren Kollegen unterwegs - hat natürlich auch mehr SuS dabei. Trotzdem kann man so leichter die zusätzlich anfallenden Aufgaben verteilen (eine Kollegin nimmt die fünf kranken SuS mit zum Arzt, die anderen nehmen den Rest der Klasse mit zur Wanderung). Oder eben eine Absprache, wer diese Nacht zuständig ist, SuS morgens um 4 wieder zur Ruhe zu bringen und auf ihren Zimmern "festzuhalten".

    (Eine Jugendherberge hatten wir mal, die hatten abends / nachts eine "Wache", die sich um die Einhaltung der Nachtruhe / das Verweilen im Zimmer kümmerte. Das ist natürlich Luxus für die begleitenden Lehrkräfte, führt es doch zu möglicherweise 6 Stunden ununterbrochenen Schlaf...)

    6. Teilnahme an Schulfahrten
    6.1 Die Teilnahme an Schulfahrten ohne Übernachtung ist für die beteiligten Lehrkräfte sowie für die Schülerinnen und Schüler verbindlich.

    6.2 Die Teilnahme an Schulfahrten mit Übernachtung ist für Lehrkräfte sowie für die Schülerinnen und Schüler freiwillig. Schülerinnen und Schüler, die an Fahrten ihrer Klasse oder Gruppe nicht teilnehmen, müssen in dieser Zeit nach Anweisung der Schule andere Unterrichtsveranstaltungen besuchen.

    Das ist in Niedersachsen eine ganz klare Regelung.
    Die Übernahme der Kosten der Lehrkräfte ist seit wenigen Jahren auch relativ gesichert (natürlich je nachdem, wie "ambitioniert" man das Programm vor Ort gestaltet...).

    "Frederik-Max is'n Troll."

    Könnte meine Beschwerde sein an den Vorgesetzten (hier: Moderator). Ist für mich mit ganz wenig Aufwand verbunden (formlos, fristlos, ...).

    Frederik-Max wird dann von seinem Vorgesetzten aufgefordert, zum Vorwurf Stellung zu nehmen. Schriftlich bitte. Innerhalb der nächsten drei Tage. Unter Angabe von nachvollziehbaren Argumenten. Belege sind in Kopie beizulegen.

    Selbst wenn bei FM der Vorwurf haltlos wäre, müsste er bearbeitet werden. Und wenn der Vorwurf außerhalb der Schule erhoben wird, macht er noch mehr Arbeit (schon allein in der Kommunikation mit dem Hausjuristen 100km entfernt).

    Deshalb:
    Ein guter Lehrer(*) muss keine Angst vor dem Ergebnis einer Beschwerde jedweder Art haben.
    Aber: Ein jedweder Lehrer hat besseres mit seiner Zeit zu tun, als haltlose Beschwerden in stundenlanger Arbeit zu widerlegen und vielleicht noch in Abhilfekonferenzen etc. zu verhandeln (und Protokolle zu verfassen, Bescheide zu versenden, ...).


    PS:
    (*) Was ist eigentlich ein guter Lehrer?


    PPS:
    Jedem, auch einem guten Lehrer, unterlaufen mal Fehler (z.B. bei der Eintragung der 400 Fachnoten, die man als einzelner Fachlehrer am Schuljahresende unter Zeitdruck am einzigen Zeugnisrechner in der Schule vornehmen muss). Da meldet sich dann halt kurz ein Schüler / ein Elternteil und teilt den Vertipper mit. Das alte Zeugnis wird eingesammelt, ein neues ausgestellt. Alles gut. (Schade nur, wenn Eltern an der Stelle gleich den Anwalt einschalten, der Klage einreicht. Ist doch echt nervig. Und nicht notwendig.)

    Man muss auf jeden Fall unterscheiden zwischen den verschiedenen Arten der Ganztagsschulen...

    Wir sind vor wenigen Jahren ebenfalls offene Ganztagsschule geworden. Es hat sich eigentlich wenig geändert, da wir auch zuvor bereits einige Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag angeboten hatten (manche Kollegen ohne Stundenanrechnung -> die bekommen ihre AGs jetzt bezahlt).

    Gerade eine *offene* Ganztagsschule sollte für alle Beteiligten so manche Vorteile bringen:
    Vormittags Unterricht nach Plan (keine Veränderung).
    Das Nachmittagsangebot ist freiwillig für SuS (allerdings hat man den Verwaltungsaufwand mit der Anmeldung der SuS zu AGs, Förderunterricht etc.).
    Für Eltern bedeutet das bei Bedarf eine verlässliche Betreuung der Kinder bis xy Uhr.
    Bei uns bieten nur die Lehrkräfte, die möchten, AGs an. (Wer nicht möchte, behält also seinen "alten" Plan).
    Das schöne an AGs: Deutlich weniger Korrekturaufwand :) (Dafür manchmal aber deutlich erhöhter Aufwand in der Vorbereitung...)
    Was sind unsere "außerunterrichtlichen Angebote"?: Arbeitsgemeinschaften, Förderunterricht, Forderangebote, "Betreuung" (also freies Spielen (drinnen und draußen), Hausaufgaben machen etc. unter Aufsicht)

    Zur Abrechnung:
    Arbeitsgemeinschaften zählen immer (auch außerhalb der GTS) als "normale" Unterrichtsstunde.
    Hinzu kommt: Die Aufsicht in der Mittagspause (die auch entsprechend gestaltet werden soll...) zählt ebenfalls als Unterrichtsstunde.
    Die Anzahl des Einsatzes im Ganztagsschulbereich ist natürlich abhängig von der Anzahl der Anwahlen/Anmeldungen. Bei uns nehmen die SuS freiwillig an rund zwei Angeboten / Nachmittagen teil (verteilt auf vier Angebotsstage). Entsprechend viele Kollegen werden eingesetzt (bzw. machen Angebote für den Stundenplan, der Vorschläge & Wunschtage gern aufgreift).

    Meine Vermutung zu Auswirkungen an einer Grundschule - wenn man denn als Lehrkraft Nachmittagsangebote anbietet:
    Vielleicht vormittags endlich mal eine nennenswerte Pause / Freistunde? (Falls Klassenräume unbelegt sind, kann man die vielleicht als Arbeitszimmer nutzen?)
    An manchen Grundschulen ist es (so habe ich gehört) schwierig, als Lehrkraft eine volle Stelle zu haben, da man aufgrund des ausschließlichen Vormittagsunterrichts kaum ausreichend Stunden zusammenbekommen kann. Mit den zusätzlichen Nachmittagsstunden lässt sich eine volle Stelle vielleicht leichter umsetzen?

    "Grundschule" ist ein weites Feld. Auf welchem Niveau würdest du die SuS sehen: 1. Klasse? 4. Klasse? Können sie lesen? (Falls nicht, kann man auch gut mit Fotos arbeiten / die SuS mal mit Kamera "losschicken" und Fotos zu einem Thema machen lassen...)

    Vielleicht hilft ein gemeinsames "Oberthema", von dem ausgehend ein doch etwas eigenes Thema bearbeitet wird. Evtl. mit entsprechendem Plakat für den gemeinsamen Klassenraum. Und durchaus auch fächerübergreifend/-verbindend gedacht.

    Z.B.
    Bedürfnisse: Was sind Bedürfnisse, was brauche ich (im täglichen Leben). (Könnte was Lebenspraktisches werden, Ernährung, ...)
    Einkommen -> Geld. Münzen, Geldscheine. Motive auf selbigen. Rechnen mit Geld. (Im 10er-Bereich?) Einkaufen.
    Familie: Wer ist in meiner Familie. Wie heißen diese Menschen. Familienstammbaum. Verwandschaftsverhältnisse. Bezeichnungen der Personen in der Familie. (Vater, Mutter, Tante, Großeltern, geht da noch mehr?)
    Freunde: Wer ist in meiner Klasse. Was mache ich mit meinen Freunden. Hobbies.

    Die Materialien des Persen-Verlags fand ich häufig genug ganz hilfreich. Die haben einiges im Grundschulbereich und im Bereich sonderpädigogische Förderung. Und vieles gibt es zum Download (hilft bei der Last-Minute-Unterrichtsplanung...)

Werbung