Beiträge von Susannea

    Mein Resümee der letzten Wochen:

    Diese Situation ist eine riesige Herausforderung und man kann nicht so tun, als ob alles so weiter laufen könnte wie ohne Corona. Daher

    1. machen meine Kinder nicht alle Aufgaben und ich beschwere mich regelmäßig bei den Lehrern über die Fülle, die diese Organisation etc. Damit bin ich zwar der Buhmann, aber das ist mir egal.

    2. Was meine eigene Arbeit angeht, lasse ich auch hier fünf gerade sein und werde nicht zögern, mir die Tage zu nehmen, wenn es nicht anders geht.

    Mir ist es wichtiger, psychisch einigermaßen gesund und im Familienfrieden aus dieser Krise heraus zu kommen als Pflichterfüllung.

    Danke, dass das noch jemand so sieht und es auch nicht alles von den Schulen so hinnimmt.

    UNd oh Wunder, da wir dies ja nun schon seit Ende des letzten Lockdowns so machen, zwei Lehrer schaffen es darauf einzugehen und beim Jüngsten gibt es somit keinerlei Probleme, obwohl erst Klasse 1, nur das Gymnasium ist einfach beratungsresistend und kriegt damit immer wieder entsprechende Antworten von mir. Denn das was die sich rausnehmen ist einfach eine Frechheit.

    Und bei der mittleren läuft nicht alles gut, aber bis auf einen Kollegen (bei dem ist aber auch in Präsenz Hopfen und Malz verloren, der weiß als Quereinsteiger nämlich eh alles besser als Kollegen und Schulleitung) geben sich die anderen wenigstens Mühe, wenn was nicht passt (auch wenn der Informationsfluss immer noch sehr zu wünschen übrig lässt, aber daraus lernen wir ja auch und kontaktieren eben nicht mehr den Klassenlehrer, sondern die Fachlehrer direkt, wenn was nicht passt, weil es sonst nicht ankommt). Mal davon abgesehen, dass sie eben auch ein finanzieller Verlust sind.

    Und warum man die Kind-Krank-Tage nicht nimmt (wenn man sie denn als Lehrer überhaupt hat, denn privatversicherte Kinder haben die nicht in allen Bundesländern!) ist doch ganz einfach, es ist erst Januar und keiner weiß genau, was kommt, also versucht man erstmal ohne auszukommen.

    Ich habe das gerade heute wieder gemacht, gut das Kind ist inzwischen 1. Klässler, aber es kam natürlich genau während der Videokonferenz und musste genau dann die Fernbedienung gefunden haben, aber auch die Großen sind nicht besser, neulich im Elterngespräch wollte die 14 jährige genau in dem Moment Eis und als sie das nicht durfte schmiss sie sich schreiend und kreischend auf den Boden. Durch sowas müssen dann meine Schüler oder auch die Eltern durch, auch Konferenzen werden von mindestens einem Kind unterbrochen mit "ich muss kacka.." o.ä. und das sind nicht mehr meine Kinder ;)

    Bei meinem Mann hatte der Chef in der Kundenfirma neulich das zweijährige Kind während der Besprechung auf dem Schoss. Es ist alles kein Spaß, aber es geht alles und man gewöhnt sich dran, aber ich mache eben auch nur noch ab und an Videokonferenzen.

    Wie habt ihr das mit der Ton- und Bildübertragung bei den Hybridkonferenzen geregelt?

    Wir haben Bild und Ton auf die Boards übertragen und ein Head-Set oder Mikrofon (wobei wir inzwischen wissen, dass da auch unsere Dokumentenkameras für gehen) je Raum gehabt.

    Ihr braucht doch für jeden Kollegen einen Platz mit zumindest Mikrofon und besser auch Kamera. Bei uns im Lehrerzimmer sind 100 Plätze, die dafür dann erst einmal verkabelt werden müssen. Wenn jeder sein eigenes unabhängiges Gerät mitbringt, gibt es ja Rückkopplungen ohne Ende.

    Nein, wir waren immer in der Gruppe der Kohorte, also ca. 5-6 Leute je Raum und die zuhause haben sich mit ihren eigenen Endgeräten dazugeschaltet.

    Wir haben tatsächlich zweigleisige Konferenzen getestet, also Präsenzkonferenzen und digital zugeschaltete KuK. Das hat erstaunlich gut funktioniert!

    Und die paar technischen Probleme (Lautstärke von Personen hinten im Raum, entfernt vom Mikro) ließen sich sicher gut technisch beheben. Das ist modern, das ist digital. Arbeiten von unterwegs, von zuhause....

    So haben wir die letzte Konferenz auch gemacht, allerdings in 10 Räumen verteilt (wegen der Kohorten) und über das verbotene Zoom, denn unsere Schulcloud kam damals nicht durch die Firewall der Schule, dass mussten wir erst freischalten lassen (konnten wir leider nicht selber einstellen). Aber seitdem wurde es auch immer öfter genutzt, zumal ja ständig einer der Beteiligten in Quarantäne war.

    Ich erhielt kürzlich an einem freien Tag von der SL um 5:30 Uhr eine Whatsapp, dass ich in die Schule kommen soll, zur ersten Stunde um 7:30 Uhr.

    Und tja, die Nachricht habe ich ob des Klingelton-abgestellten Handys nicht mitbekommen. Um 8:00 kam dann ein Anruf... Ich war nicht begeistert. Auch, weil meine SL mal wieder eine IDEE hatte. Mein SL war dann allerdings auch nicht begeistert, ob meines "etwas zögerlichen" Verhaltens :sterne:

    Tatsächlich bin ich dann noch zur Schule gefahren, aber erst deutlich später. Und Handy mache ich mittlerweile über Nacht bewusst aus. (...) Bevor ICH aufstehe, bin ich halt nicht erreichbar.

    An meinem freien Tag zur Schule, da muss es schon gebrannt haben oder irgendwas, wenn das dann auch noch kurzfristig kommt. (Oder Keller vollgelaufen über Nacht oder sowas, weswegen keine PCs mehr funktionieren) Sonst würde ich da gar nicht hinfahren.

    Denken ist ja schön und gut, aber die entsprechenden Verordnungen geben das nicht her. Schwimmer geht zur Zeit nicht, Sport und Chemie kann man auch in Distanz unterrichten.

    Aber vor Corona war man AFAIK i man als Sportlehrerin und Chemielehrerin hier in NRW nicht direkt vom Unterrichtsverbot betroffen, da kommt ja die GUV mit der Sicherheitsabschätzung/Risikoabschätzung und man wird dann ggfs nders eingesetzt (Volle Stellen Vertretungsbereitschaft oder so).

    Aber genau das sage ich doch, man muss dann in anderen Fächern eingesetzt werden und somit der Stundenplan anders gemacht werden. Und es wird doch jetzt keiner für den Distanzunterricht einen anderen Plan machen als für normal, sprich wenn man schon weiß, in Präsenz darf der nicht mehr in dem Fach eingesetzt werden (und es gibt keine Variante von zuhause aus zu unterrichten), dann wird man diejenige erst gar nicht so einplanen

    Für mich ist ein schlechter Stundenplan einer mit mehr als drei Tagen und früher als 2. Stunde und auch 2. Stunde mehr als zweimal Unterricht zu haben.

    Beim letzten Plan gab es vorher Terz, diesmal habe ich die Bedingungen angegeben bevor ich die Stundenzahl abgegeben habe, es ist mir zugesichert, dass das erfüllt wird.

    Nein, von unwichtig oder unwichtigste spricht niemand.

    Aber Gesundheit und Familie steht aktuell eben deutlich über allem.

    Achso und wir sprechen die Videokonferenztermine mit den Eltern ab, was für sie und die Familien passt, macht die Lehrerin meines Sohnes übrigens auch.

    Den Kindern zu suggerieren, Schule sei momentan ein untergeordnetes Thema, finde ich sehr befremdlich und nein, das vermittel ich weder meinen Kindern noch meinen Schülern.

    Glaube auch nicht, dass es in Berlin anders ist,

    Das ist deutschlandweit aktuell ein untergeordnetes Thema, wäre es das nicht wären überall alle Schulen um jeden Preis auf!

    Sind sie aber nicht, weil Gesundheit nun mal wichtiger ist!

    Wenn ein Kind dauerhaft Onlineunterricht hat, bekommt es ein Gerät dauerhaft zugeordnet und kann auch ganz schnell damit umgehen.

    Tja und da liegt das Problem, wir haben keine fünf Geräte für VKs.

    Das GS-Kind nicht, das ist klar.

    Ich habe zwei GS-Kinder ;)

    Und nein, auch das Große kann das nicht immer alleine, weil eben doch manchmal Technik-Probleme auftauchen.

    Das sehe ich (!) auch so. Ein verspäteter Beginn suggeriert m. E. (!) nach so etwas wie Ferien und Chillen. Ehe dann alle am Schreibtisch sitzen ist es fast Mittag.

    Nein, denn sie arbeiten dann ja trotzdem, aber es ermöglicht uns, die Arbeitszeiten drumrum zu packen, so dass wir die wichtigsten Dinge schon abgearbeitet haben und dann Zeit fürs Homeschooling haben.

    Aber ob ihr es versteht oder nicht ist mir auch ziemlich wurscht, es passt für uns und die Schulen MÜSSEN es so akzeptieren (aber die meisten Kollegen sehen es eh wie wir und empfehlen es genau so den Eltern, dass Schule nur ein untergeordnetes Thema gerade ist), denn unsere Familie und unsere Gesundheit ist und bleibt wichtiger als jede Note und jeder Lehrer drumrum.

    Die Gewerkschaften bieten in der Regel das Schulrecht auch als Werk mit entsprechenden Austauschlieferungen an, dann ist man immer auf dem neusten Stand (es sei denn die liegt noch auf dem Schreibtisch und ist nicht einsortiert, so wie es mir neulich bei der Beurteilung ging, als dann die Schulleitung gerade zur neuen AV Aufsicht was wissen wollte, das war ganz schön peinlich. Wobei viele andere das gar nicht gewusst hätten ;) )

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