Beiträge von Susannea

    Nichtsdestotrotz wechseln hier immer mehr Schulen in das "Szenario B", also das Wechselmodell, weil in den Orten die 7-Tages-Inzidenz über 100 liegt und Klassen/Jahrgänge/Kohorten vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt wurden.

    ZU beneiden, aktuell sind wir bei 220, aber nur gelb, damit noch nicht mal ein Verbot für klassenübergreifenden Unterricht.

    Ihr könnt euch das überlegen, so viel ihr wollt - dass Schulen großflächig und langfristig über den Winter in das Halbklassenmodell wechseln wird nicht passieren. Dafür müsste sich die Situation deutlich verschlechtern und danach sieht es nicht aus.

    Die gesellschaftlichen Kosten sind nach Auffassung der Politik und auch von einem Großteil der arbeitenden Bevölkerung zu hoch. Egal ob man tageweise oder wochenweise wechselt, 50% der Betreuungsarbeit wird von der Schule ins häusliche verlagert, dass ist mit einer beruflichen Tätigkeit idR der Mütter nur vereinbar, so lange man noch Resturlaub hat um das zu stemmen. Und das kann man nach 6-8 Wochen im Frühjahr eben nicht mehr voraussetzen.

    Das kann man ganz schrecklich finden und seitenweise drüber schimpfen, das ändert aber nichts an der Situation.

    Hm, also bei uns sind alle Kinder so wie jetzt auch von 8-13.30 Uhr betreut, das Problem haben nur die, die noch länger Hortzeit haben dann evtl. da weiß ich nicht so genau, wie das passieren soll. Besser als wochenweise zuhause zu sein wegen Quarantäne.

    In Nds. kam heute die Info, dass die Schulen Schüler erstmal selber ins Distanzlernen schicken sollen, wenn es zu Fällen kommt. Bis das Gesundheitsamt entscheiden kann, wie es weitergeht. Das zeigt doch, dass wir drüber sind.

    In Berlin sollen wohl generell die Schulen entscheiden, wer in Quarantäne geht, zumindest in einigen Bezirken.

    Das hat Palim doch geschrieben:

    Nein, es passt aber nicht, weil bei uns wird es für unnötig gehalten, obwohl eben kein Abstand eingehalten werden SOLL. Blick ins Heft, mit den Kindern gemeinsam Mittag essen usw. findet alles statt, denn der Abstand ist aufgehoben in der Schule. Nur körperliche Berührungen sollten nach Möglichkeit vermieden werden. (aber nicht im Sportunterricht, denn da ist Hilfestellung ja notwendig z.B.)

    Bei uns achten die meisten Lehrer durchaus drauf, dass die Kinder sich im Raum nicht umsetzen und nicht groß rumlaufen. Wenn sie im Raum rumlaufen, unterschreiten sie den Mindestabstand weniger als kumuliert 15 min. Außerhalb des Raumes haben sie Masken auf. Ich denke, unsere Schulleitung hat hier - im Sinne der Vorgaben - sorgfältig geschaut und sogar noch darüber hinaus in Quarantäne geschickt.

    Ich finde die Vorgaben nicht in Ordnung - wegen der Aerosole, weil neuere Forschungsergebnisse darauf hinweisen, dass die 1,5 m zu wenig sind und weil ich die 15 min für willkürlich gewählt halte.

    Wie gesagt, bei uns dürfen die Masken beim Betreten des Raumes abgenommen werden und die Kinder sich frei dort bewegen und auch während des UNterrichts laufen sie oder wir rum, da sind keine Abstände vorhanden. Vorgestern saß ich gerade wieder mit den Schülern an einem Tisch, auch beim Essen, das waren sicher mehr als 15 Minuten, aber es entspricht eben den Vorgaben, die wir haben.

    Was würdest du dir denn darunter vorstellen? Dass der Unterricht gestreamt wird? Wir haben nicht einmal w-lan, noch Kameras, noch irgendetwas außer Tafel und OHP.

    Oder Online-Unterricht extra für alle abwesenden Schüler, den der Lehrer am späten Nachmittag von zu Hause aus mit seiner privaten Ausstattung, die er sich aber zuerst kaufen müsste, halten soll?

    Nochmal, es geht nicht um zusätzlich zum Präsenzunterricht und um Teilklassen, sondern um ganze Klassen, die zuhause sind und der Lehrer auch zuhause bleiben muss. Da kann ich schon erwarten, dass man mal z.B. Aufgaben in einer Online-Konferenz oder so bespricht,

    Wie macht ihr das denn bzw. generell, wie soll das gemacht werden, wenn die Kollegen die technische Ausstattung gar nicht zu Hause haben?

    Also ich z.B. habe keinen zweiten Bildschirm (habe auch kein Arbeitszimmer und keinen Arbeitsplatz, wo Platz für einen zweiten Bildschirm wäre, ich sehe da jetzt auch nicht wirklich ein, meine Wohnung dafür umzuräumen...), Kamera wird auch schwierig, da ich einen ganz normalen PC habe, ohne Kamera, habe ich bisher auch nie gebraucht.

    Wie sieht es mit der Softwareausstattung aus? Ich z.B. arbeite auf meinem PC mit virtuellen Maschinen in denen ich "meinen Kram" mache, da läuft Kamera (hatte ich mal kurz ausgeliehen zum Probieren) stark verzögert und nur mit Aussetzern, Ton genau so. Die Schule nutzt Office365 und Teams, ich habe auf meinem privaten PC zu Hause ein OneDrive-Konto. Microsoft vermischt/vermanscht/verbindet diese Konten und Inhalte, so dass ich private Inhalte von dienstlichen nicht mehr trennen kann bzw. vielleicht geht das, aber mit großen Aufwand....

    Du redest ja von der Luxus-Variante von Video-Konferenz oder Online Unterricht. Da gabs bei denen evtl. Arbeitsblätter in digitaler Form zum selber Ausdrucken, Arbeitshefte mussten von den Eltern an der Schule abgeholt werden und Bücher auch und dann gab es eben Aufgaben Seite 10, Nr. 3-5 und wenn was war Nachfragen per Mail und Telefon.

    Online-Unterricht macht an der Grundschule leider niemand!

    Und für den Rest der Unterrichtsvorbereitung haben wir in der Regel eh alles zuhause (sonst haben es Kollegen gebracht oder ich habe Kopiervorlagen digital weitergegeben) und das wird ja eh meist zuhause gemacht bei uns (haben ja keine Arbeitsplätze in der Schule).

    Wie setzt ihr an Schulen um, wenn mehrere KollegInnen in Quarantäne sind, aber mehr Klassen als Lehrkräfte in der Schule?

    Hatten wir ja bei meiner Tochter an der Schule, es sind dann wieder Klassen (zusätzlich zu denen in Quarantäne) ins Homeschooling geschickt worden. Denn da konnten sie ja von den Kollegen in Quarantäne betreut werden.

    Jein.

    Es ist nur ein Teil der Mitschüler in Quarantäne, nämlich die, die in weniger als 1,5m Abstand sitzen und die, die mit ihr am Nachmittag gespielt haben.

    Von den Lehrern hatten zwei immer mehr als 2 m Abstand, eine hat ihn kurzzeitig (weniger als 15 min kumuliert) unterschritten, wir sind Kontaktperson 2. Grades, was auch den Vorgaben des Senats entspricht.
    Dass das Vorgehen die Aerosole nicht berücksichtigt und manche Fachleute das jetzt etwas anders sehen würden, ist klar, aber das wird ja generell nicht berücksichtigt, wie wir hier immer wieder lesen.

    Noch was Curioses: Die Eltern meiner Schüler wurden nicht offiziell über meine Quarantäne benachrichtigt und erfahren es jetzt von ihren Kindern mündlich. Ich erweitere die Schnapspralinenliste meines Einkaufszettels, damit ich für Nachfragen am Wochenende gerüstet bin.

    DAs setzt doch aber voraus, dass sie auf den Plätzen sitzen bleiben und sonst Maske aufhaben und das ist doch bei uns überhaupt nicht der Fall, so ein Schwachsinn (sorry)

    Heute hat sich dann das Gesundheitsamt in der Schule gemeldet und richtiggestellt: Mitschüler ok, alle anderen dürfen wieder raus aus der Quarantäne.

    WIe die Lehrer des Kindes nicht? Finde ich absurd, denn wir haben doch genauso wenig Abstand usw. wie die Mitschüler.

    Hm. Bei uns gibt es in den Klassenräumen generell keine Maskenpflicht. Alle sitzen dicht beieinander. Abstände? Zwischen Schülern? Zwischen Lehrern? Zwischen Schülern und Lehrern? Das ich nicht lache.

    Ist hier auch so, eigentlich sollte der Abstand zwischen den Lehrern eingehalten werden, aber das geht einfach nicht, wenn du mit der selben Gruppe arbeitest.

Werbung