Beiträge von Susannea

    Ich darf ja eigentlich nichts Kritisches darüber äußern, dann ich habe auch mehrere Semester neben der Uni an einer Schule erkrankte Lehrer vertreten. Und daher sage ich das ganz ohne Vorwurf,
    - Wieso sollte ein Land dauerhaft ausgebildete Lehrkräfte einstellen, wenn die Arbeit auch von Studenten erledigt wird?
    - Welches Einstellungschancen habe ich später als ausgebildtete Lehrkraft, wenn ich gar nicht gebraucht werde, sondern weiterhin Studenten meinen Job machen?

    Wie gesagt, ich war damals eine dieser Studentinnen. Ich habe damals nicht gesehen, wie viele Lehrkräfte nur kurzzeitig eingestellt werden und wie viele perspektivlos von einem ins andere Bundesland hin- und herpendeln.

    Naja, aber in vielen Bundesländern reichen die Lehrer nicht aus. Hier sind die Studenten zusätzlich zu en Quereinsteigern und fertigen Lehrern und es ist zu wenig.

    ich nehme belegte Brote, Obst und Süßes mit zur Schule. Das reicht mir bis 15 Uhr. Zu Hause esse ich dann ne Kleinigkeit, kalt. Aber ich lege auch keinen Wert auf warmes Essen ;)

    Ist hier auch so, allerdings muss es bei mir bis 16 Uhr reichen oder länger. Abends gibt es dann warmes Essen für uns als Familie.

    • Ich frage mich, wie du auf Selbstaufgabe kommst? Nur weil wir eben den Beruf leben. Deshalb kommen wir noch längst nicht zu kurz oder eher, gerade deshalb kommen wir nicht zu kurz.

    Mit der Einstellung einiger hier hätte ich immer Magenschmerzen und das wäre für mich vollkommen unbefriedigend.
    Das finde ich nicht gesund.

    Warum sollte ich irgendjemanden mein Leben geschenkt haben?!? Weil ich die Interessen denen der Familie unterordne und es als Familienunternehmen mache?!?
    Ich mache es so, wie es für mich und die Familie passt, egal was der AG davon hält.

    Was hat deine Familie von der Kombination, außer weniger von dir während des Spaziergangs? Ich gehe ohne Schreibtisch spazieren.

    Du verstehst es nicht, sonst würde ich Unterrichtsvorbereitung am Schreibtisch machen, sie den Strandspaziergang alleine. So kann ich körperlich komplett und auch geistig größtenteils dabei sein. Sie helfen dann eben auch oft. So wie gestern beim Experiment. Wir machen etwas gemeinsam, was ihnen Spaß macht und gleichzeitig meinen Unterricht vorbereitet. Damit haben wir alle was davon!

    Somit unterrichte ich Mo-Fr am Vormittag und nachmittags bereite ich vor bzw. nach.

    Aber damit arbeitest du doch auch nicht weniger als die, die lieber am Nachmittag mit ihren Kindern etwas machen und dafür Abends oder am Wochenende arbeiten. Du arbeitest eben einfach nur zu anderen Zeiten.

    Das ist genau das, was vorher schon mal angesprochen wurde, jeder kann und darf sich die Zeit eben verteilen, wie er will. Nur die die sagen, sie brauchen nachmittags, abends und am Wochenende keine Zeit für Schule, die machen meiner Meinung nach irgendwas falsch.

    Mir scheint du und Susannea macht euch den Job viel zu stressig.

    Und euer Stundenplaner geht davon aus, dass alle Kollegen immer brav jeden Sonntag die Mails abrufen? Habt ihr 24/7 Bereitschaft.

    Ohje, langsam fängst du an mir Leid zu tun.

    Nein, davon geht sie nicht aus, deshalb kommunizieren wir per Whatsapp ;)
    Und das eben auf unsere Bitte hin.
    Ich weiß auch lieber am Tag vorher, was mich am nächsten Tag erwartet und bereite dann etwas vor.

    Ich brauche dir nicht leid zu tun, wüsste auch nicht warum.

    Aber noch ein Beispiel, warum man eben nicht immer alles wieder nehmen kann. Ich habe nun das 3. Jahr die selbe Klasse in Musik. Es ist seit 3 Jahren die selbe Klassenstufe 1/2(3) und genau deshalb kann ich schon im 3. Jahr nicht das selbe machen, weil es sonst einfach langweilig wäre. Ich muss mir also jedes Mal was neues zu den selben Themen einfallen lassen ;)

    So ein neuer (Rahmen)-Lehrplan liefert nicht immer 'was neues. Hier ein buntes Schleifchen, da ein paar unsinnige Begriffe und trotzdem wird das gleiche gelernt.

    In dem Falle schon, weil ja Fächer zusammengeworfen wurden und Themen aus anderen Fächern dazu kamen.

    An die Wochenend-Mails-Erhalter: setzt sich euer Planer am Sonntag hin und macht Vertretungspläne??

    Ja, da werden schon Ideen getauscht z.B. wenn etwas bekannt ist, denn wenn ich morgens um 8 Uhr mit einer Kollegin losgehen soll in die Schwimmhalle, die eigentlich erst um 9 Uhr UNterricht hat, findet sie das gut, wenn sie das Sonntag abends weiß.

    Ich habe seit Jahren am Wochenende nichts gearbeitet. Selbst unter der Woche sehe ich meinen Schreibtisch häufig nur wenn ich Klausuren zum korrigieren habe.
    Meine BWL-Kollegen sind da ebenfalls ähnlich gestrickt. Keine Ahnung ob wir effizienter, rationaler oder vielleicht fauler sind.
    Aber nach Jahren der Lehrtätigkeit muss auch ein Effekt vorhanden sein der mir die Arbeitsbelastung reduziert

    Aber da liegt evtl. der Punkt, ich habe in der Regel keine Klasse bisher in genau dem Fach schon zu der Zeit mit dem Rahmenlehrplan gehabt (liegt evtl. daran, dass er neu ist ;) ). Also woher soll ich dann die Sachen nehmen?!? Hilft nur sie neu zusammenzustellen.

    Und nein, ich denke keinesfalls das ich mir den Job zu stressig mache, ich denke, dass es eben ja einen Grund geben muss, warum die Lehrer als die mit dem "gut-bezahlten-Halbtagsjob" gelten ;)

    Schade, dass du keine Möglichkeit zum Abschalten findest.

    Doch, die finde ich schon, aber oft ist es entspannter für alle, wenn ich eben nicht tagelang abschalte und alles liegen lasse (denn es wird dadurch nicht weniger!).

    Heute z.B. habe ich maximal 30 Minuten etwas für die Schule getan und es war auch ein (unterrichts-)freier Tag. Aber ich hatte einfach keine Lust das gestern Abend zu machen oder gar nachmittags. Die Nachmittag verbringe ich doch lieber mit meinen Kindern und gestern Abend bin ich einfach gemeinsam mit Ihnen ins Bett gegangen und eingeschlafen.

    Es ging sogar um etwas, was ich gut mit meinen Kindern machen konnte, einen Versuch für morgen noch einmal zu probieren und die Sachen dafür zusammen zu suchen. Und damit habe ich heute nicht komplett frei und trotzdem kann ich abschalten und mich entspannen ;)

    Richtig. Allerdings geht regelmäßig bis Mitternacht genau so wenig auf Dauer gut wie immer 7-Tage-Woche. Bevor ich mir Gedanken über die Verteilung mache, überlege ich, was wirklich gemacht werden muss.

    Wer sagt denn immer 7 Tage Woche? Wobei ich schon sagen kann, oft. Aber meist eben auch einfach nur mal unterwegs schon mal die Stunden durch den Kopf gehen lassen oder unterwegs was sehen hören, was man dann einbaut usw.

    Also das ich sagen kann, ich habe gar nichts für die Schule gemacht, auch nicht im weiteren Sinne, gibt es wirklich selten.

    Wenn man um 15.30 Uhr von der Schule heim kommt und im Anschluss direkt die beiden Kleinkinder aus der Kita holt. Die dann erst um 20 Uhr ins Bett gehen, geht es halt oft nicht anders, als sich danach nochmal an den Schreibtisch zu setzen... Joah, und dann geht's halt regelmäßig bis 23, 24 Uhr...

    Genau so ist es. Und meine Kinder gehen leider nicht um 20 Uhr wirklich ins Bett, sondern schlafen meist erst um 21:30 Uhr oder 22 Uhr und da mache ich dann nur noch das notwendigste und habe so eben lieber mehr noch am Wochenende.

    Übrigens kommt das oft mit den Stunden hin, wenn ich denn dann die ganzen Ferien frei machen würde ;)

    Aber auch das ist wohl utopisch.

    Vielleicht gibt es Fächer bei denen man nicht nur Texte lesen kann, die schon 10 Jahre alt sind? Also ich überarbeite meine Reihen schon noch gerne, baue aktuelle Texte ein, schmeiße welche raus, die ich nicht mehr mag oder die veraltet sind. Wenn im Lehrplan ein neuer Roman steht muss der auch gelesen und vorbereitet werden. Die Abivorgaben ändern sich halt auch mal und es kommen auch komplett neue Themen dazu.
    Und wer jeden Tag arbeitet, arbeitet ja nicht zwingend länger als jemand der einen Tag nichts macht.
    Daher befürworte ich es, wenn man seine Zeit so einteilt, dass einem selbst gut tut. Wer also seine Arbeitszeit auf 5 Tage verteilt, darf das ja. Wer lieber (im Jahresmittel) jeden Tag ein bisschen macht, darf das auch.

    Ohne Kind mit VZ habe ich meist an 6 Tagen gearbeitet.
    Jetzt mit Kind in TZ sind es eher 4-5 Arbeitstage. Wie schon MrsPace sagte kommt man nach der Schule nicht immer zum Arbeiten und dann setze ich mich lieber Samstags mal 3 Stunden hin als abends.

    Wir haben z.B. einen komplett neuen Rahmenlehrplan, da ist nicht mehr viel von dem alten einfach so zu übernehmen (obwohl ich trotzdem ab und an Unterrichtsreihen meiner früheren anleitenden Lehrerin raushole und z.T. verwende) und dann kann ich eben auch vieles nicht machen, was ich in einer anderen Schule machen konnte, weil die vorhandenen Materialien andere sind. Und die Klasse macht das nicht so, wie ich will oder es geplant war usw. usw.

    Also wer für alle Fächer immer nur alles aus dem Regal holen kann, der macht meiner Meinung nach etwas falsch, nicht die, die immer wieder anpassen ;)

    Ganz ehrlich, das wäre mir zu anstrengend, dann muss ich ja an den anderen Tagen soviel mehr tun. Ich versuche sogar bewusst einen Teil meiner Vorbereitung immer auf Wochenende oder freien Tag zu legen, damit der Rest einfach kürzer ist.

    Brutto wären das knapp 3000 EUR/Monat (plus Jahressonderzahlung i.H.v. knapp 80%, sofern man ein Jahr da ist)

    Warum ein Jahr da?!? Einzige Voraussetzung, Vertrag am 1.12. und dann wird eben geguckt, wieviel Zwölftel der 80% (sprich Monate für die etwas von dem AG gezahlt wurde, was auch lauter Einzelverträge sein können)

    Schulden hat ja fast jeder. Du musst allerdings nicht mehr die Babyerstausstattung kaufen, durch die "alle paar Wochen neue Kleidung"-Phase bist du auch durch und Studenten sind ja in dem Alter nicht mehr sooo auf die finanzielle Unterstützung durch die Eltern angewiesen. Natürlich hat jeder sein Päckchen zu tragen, aber ich beschrieb ja bereits, warum die finanzielle Ausgangslage bei einem Berufsneueinsteiger anders aussieht als bei jemandem, der seit 20 Jahren im Beruf ist - und da musst du mir doch zustimmen, oder ;) ?

    Entschuldige mal, wie kommst du denn auf diese Aussagen. Die Studenten sind mindestens genauso teuer, meist teurer als Babys. Also zumindest meine Kinder waren bis zur Einschulung komplett vom Kindergeld zu versorgen. Und das ist bei Studenten eindeutig nicht mehr der und da sie aber auch einen Unterhaltsanspruch gegenüber der Eltern haben, ist da meist deutlich mehr zu zahlen. Und dann sind da eben auch dazu noch meist die bisher nicht abgezahlten Häuser, denn nicht jeder schafft es vorher die abzuzahlen (gerade die älteren haben das eher bei den früheren Zinsen nicht geschafft).

    Und warum sollte jeder Schulden haben? Kann ich nicht nachvollziehen, unsere einzigen Schulden ist der Hauskredit, wenn man kein Haus hat, warum sollte man dann also Schulden haben?

    Für den Schulfrieden und die Berufszufriedenheit der schon arbeitenden Kollegen finde ich das katastrophal aus den schon von anderen Usern erklärten Gründen. Und wenn die Botschaft dieser Gehaltserhöhung sein soll, dass das Grundschullehrer und ihre Arbeit geschätzt werden (was wohl ein wichtiger Teil eines Anreizsystems sein dürfte), dann ist es auch in dieser Beziehung in keinster Weise nachvollziehbar, weshalb die Arbeit der jüngeren Kollegen mehr geschätzt wird oder wert sein sollte als die der bereits im Beruf stehenden.

    Gäbe es damit dann bald ein 4-Klassen-System nicht nur für Schüler, sondern auch für Lehrer?
    1. Beamte, A13
    2. Angstellte, E13
    3. Beamte, A12
    4. Angestellte, E12

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem großen Wurf, liebe Landesregierung.....

    Nicht ganz, das Pedant zu A12 ist E11 ;) sieht also noch blöder aus.

    DAs was bei uns gerade zu dem meisten Unmut führt ist, dass die Leute, die als Mentoren arbeiten (müssen, weil sie das angeordnet bekommen haben) und nicht mal eine Entlastungsstunde usw. dafür erhalten jemanden ausbilden und dann hinterher weniger als er bekommen. Scheinbar also nicht so qualifiziert wie er sind. Aber qualifiziert genug, um ihn auszubilden.

    Da stimmt doch was nicht!

    Sei mir nicht böse, aber ich finde nicht, dass du dich da irgendwie einschalten solltst.

    Deine Kollegin ist eine erwachsene Frau, wenn sie das freiwillig vor der Entbindung macht, wird sie sich das auch schon überlegt haben, weshalb und warum.

    Und trotzdem wird es dann allen anderen zum Nachteil, weil man dann immer zu hören bekommt, dass sie es doch auch gemacht hat und man sich nicht so anstellen soll. Wird sie vermutlich gleich zu hören bekommen, also betrifft es sie auch.

    Ich würde wohl einfach die aktuelle Anfrage an den Personalrat weitergeben, dann erübrigt sich der Rest evtl. schon von alleine.

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