Beiträge von caliope

    Was sind denn das für Personen? Sorry, ich kenne diesen Begriff nicht. Sind das Personen, die ein FSJ oder den BFD absolvieren? Denn Integrationshelfer*innen können es ja nicht sein, oder? Die sind doch meist älter.

    Richtig. Diejenigen, die bei uns als Klassenassistenten arbeiten sind junge Menschen, die ein FSJ oder BFD absolvieren.

    Integrationshelfer sind tatsächlich älter. Und deren Aufgabe ist es in der Regel auch, "ihr" Kind in der Pause zu begleiten. Also stellt sich da die Frage gar nicht, wo sie die Pause verbringen.

    Ja, Datenschutz. Klassenassistenten sind meist so 18/19 Jahre alt und haben ganz andere Aufgaben als wir. Sie werden oft auch gar nicht Lehrer, so dass wir sie nicht unbedingt mit den Aspekten des Berufes vertraut machen müssen.

    Praktikanten, die noch jünger wären, haben wir so gut wie nie. Für sie würde dasselbe gelten.

    Bei Referendaren ist das natürlich ganz anders. Sie werden später Kollegen und zählen auch während des Refs schon ganz dazu. Und sind natürlich auch im Lehrerzimmer.

    Ganz abgesehen davon, finde ich außerdem, dass man mit 27 Jahren auch mal was zu Ende bringen sollte.

    Wäre ich die Mutter... ich würde mein Kind natürlich immer supporten. Ich würde aber, wenn ich jetzt nicht super reich wäre und mein Kind eh alles erbt und sorglos leben kann, doch etwas nervös werden. Zumal das Kind schon die Ausbildung nicht beendet hat. Und viel Zeit und Geld in den letzten 9 Jahren in Ausbildung gesteckt hat. Das soll ja nicht alles einfach so verpuffen.

    Also... bring erstmal was in trockene Tücher. Mach dein Studium fertig. Ist ein besseres Gefühl.

    Und dann... mit der neuen Sicherheit im Rücken... dann mach, was dein Herz dir sagt.

    Ich stimme chilipaprika und anderen zu. Mach dein Studium zu Ende. Auf jeden Fall.

    Du musst ja kein Arzt für kleine Kinder werden. Du hast dann so viele Möglichkeiten. Im Krankenhaus, mit Erwachsenen, mit größeren KIndern... oder bei der Krankenkasse im medizinischen Dienst, oder an anderen Stellen... oder im Medizinjournalismus... oder in der Pharmaindustrie... oder in der Medizinpädagogik... da gibt es viele MÖglichkeiten.

    Wenn du das nicht möchtest, kannst du dann ja immer noch studieren. Die zwei Jahre machen auch keinen Unterschied. Und du hast dann ein Back Up, um dein Studium zu finanzieren... oder falls es mit dem weiteren Studium doch nicht so klappt und der Lehrberuf doch nicht mit deinen Vorstellungen übereinstimmt. Kann ja sein.

    Es ist immer gut, mehrere Wege offen zu haben.

    Ach du je... und ich mache nur ein kleines Rätselspiel, wie der neue Buchstabe denn heißt... nenne ganz viele Wörter, die mit dem Buchstaben beginnen und habe Bilder oder Gegenstände dabei. Meist nur Bilder, denn die habe ich schon seit vielen Jahren.

    Die Kinder sind nicht so sehr überrascht, denn sie haben im Arbeitsheft schon den neuen Buchstaben gesehen. Die blättern oft genug im Heft herum und schauen sich alles an und wissen natürlich dann, was als nächstes kommt.

    Der Buchstabe wird in der Schreibtabelle lokalisiert und dann auch geschrieben. Jetzt schon sofort korrekt in die Linien.

    Bei mir gehts da eher nüchtern zu.

    Weder sehe ich Regelungen des Arbeitsschutzes im Sommer, wenn die Temperaturen in den Räumen über 30 Grad liegen... noch im Winter, Wir haben schon in den letzten zwei Jahren im Winter in den Klassenräumen gefroren... und ich vermute, dass es in diesem Winter nicht besser werden wird.

    Bei uns gibt es auch weder Jalousien noch Rolläden noch eine Klimaanlage. Und kostenlose Getränke habe ich noch nie gesehen.

    Das Klassentier ist ein ganz wunderbares Tier mit tollen Eigenschaften. Es ist friedlich und freundlich... und das sind wir auch. Das sage ich wie ein Mantra... und das kommt tatsächlich an.

    Außerdem lernen die Schüler freiwillig viel über das Klassentier... machen Referate... und gemeinsam stellen wir dann fest, wie wichtig es ist, diese Tiere zu schützen... und kommen so automatisch auf Umweltschutz und was wir alles tun können, damit es dem Klassentier in freier Wildbahn gut geht.

    Natürlich gibt es eine Plüschtierversion... und die wird heißgeliebt. Tröstet weinende Kinder im ersten Schuljahr... und selbst im vierten Schuljahr möchten die Kinder oft noch damit kuscheln. Ich gebe die nicht mit nach Hause... muss sowieso oft genug das Plüschtier waschen.

    Als ich an diese Schule kam, wurde mir mitgeteilt, dass jede Klasse ein Klassentier haben soll. Das kannte ich bisher nicht so... aber habe dann ein Klassentier ausgesucht. Eins aus dem Zaubereinmaleins... da gabs dann wenigstens jede Menge Material dazu.

    Die Klasse war aber... eine Alptraumklasse. Zwar gab es wie immer auch sehr nette Kinder, aber es gab auch eine Gruppe von ca 7 Kindern, die sich in der ersten Klasse sahen, verwandte Seelen feststellten... und los gings. Eine sehr ungute Dynamik, die wir in allen 4 Schuljahren nicht ändern konnten, obwohl wir intern und auch von extern alles versucht haben. Elternunterstützung der entsprechenden Eltern war so... mau. Ich war ein bisschen froh, als diese Klasse dann nach 4 Jahren die Schule verließ.

    Als diese Klasse ging, hatte ich genug von diesem Klassentier und obwohl es viel extra Arbeit war, wechselte ich das Klassentier.

    Die nächste Klasse war eine Traumklasse. Da habe ich geweint, als diese netten und wunderbaren Kinder die Schule verließen.

    Und deshalb bin ich bei dem Klassentier von diesem 2. Durchgang geblieben. Läuft jetzt!

    Ich hatte in den Sommerferien Corona... zum zweiten mal.

    Es hat mich schon heftig erwischt. Das möchte ich nicht gerne noch einmal haben.

    Trotzdem kann ich die Maske nicht mehr ertragen.

    Ich unterrichte jetzt Erstklässler... keiner von den kleinen Schülern trägt eine Maske. Und ich halte das bei diesen Temperaturen auch nicht aus.


    Im Kollegium tragen nur zwei Kolleginnen eine Maske... nämlich diejenigen, die nächste Woche auf Klassenfahrt fahren und sich keinesfalls vorher noch anstecken wollen.

    Nur die Schulleitung zieht das konsequent durch und trägt Maske.


    Bei uns ist Unterricht, als gäbe es kein Corona.

    Schultresor gibt es bei uns gar nicht.


    Das Geld für Klassenfahrten wurde früher immer aufs Schulkonto eingezahlt.

    Dann sagte die Sekretärin, dass ihr das zu viel Arbeit sei.


    Seitdem müssen wir ein "Klassenfahrtskonto" bei einer Sparkasse eröffnen. Auf unseren privaten Namen.

    Dahin überweisen die Eltern das Geld... und wir zahlen dann davon Jugendherberge und Bus und was sonst anfällt.


    Ich persönlich bin mit dieser Lösung nicht glücklich. Ich hätte das Geld lieber offiziell an die Schule gezahlt und nicht an mich.

    Aber wenn man auf Klassenfahrt fahren möchte... und das möchte ich eigentlich... dann gibt es bei uns nur diese Möglichkeit.

    Präsenzveranstaltung mit Maske und 3G bei uns.

    Die Eltern haben mir die Handys mit den Impfnachweisen unaufgefordert vorgezeigt.

    Es waren aber nur sehr wenig Eltern da... ich schätze einige waren mit der 3G Regel nicht einverstanden und sind deshalb gar nicht erst erschienen. Ist aber nur eine Vermutung. Aber 5 von 20 Eltern... das ist schon wenig.

    Gut, dass wir auch Klassenarbeiten geschrieben haben.

    Denn wir müssen ja auch Zeugnisse mit Noten schreiben... das wird ausdrücklich so verlangt.

    Es dient für uns zur Leistungsbeurteilung... und auch zur Diagnostik. Wir wissen jetzt, wer da Lücken hat.

    Und so können wir Kinder für ein Förderprojekt in den Sommerferien vorschlagen. Noch weiß keiner wie das Projekt aussehen soll... aber anscheinend ist da was in der Planung. Denn wir wurden schon aufgefordert, Namen aufzuschreiben.

    Die Vergleichsarbeiten, die normalerweise im 3. Schuljahr geschrieben werden sollen, sind für den letzten Jahrgang ja ausgefallen... die sollen meine Schüler nun schreiben. Schön sparsam werden da die alten Hefte verwendet, was ja völlig in Ordnung ist.

    Angeblich dienen die Vergleichsarbeiten in diesem Jahr zur Diagnostik. Aber da die Vergleichsarbeiten auf September verschoben worden sind, helfen die nicht, die Schüler herauszufinden, die in den Sommerferien an Förderprojekten teilnehmen sollen.

    Gut, dass wir also Klassenarbeiten geschrieben haben. Siehe oben.

    Und im vierten Schuljahr... so kurz vor den Empfehlungen zu weiterführenden Schulen... diagnostizieren wir dann mal, wer was nicht kann.

    Das ist richtig.

    Das können wir nicht auffangen.


    Und nicht unerwähnt lassen möchte ich die Familien, die mir fast zugeflüstert haben... das kann man ja kaum laut erzählen... aber wir haben unseren Rhythmus gefunden und uns gehts richtig gut im Distanzunterricht. Diese Kinder haben tatsächlich besser gelernt, als in der Schule.

    Und viele davon wirken nicht nur ausgeglichener, sondern sagen auch, dass sie sich zu Hause viel wohler gefühlt haben.

    Und wenn ich mir diese Kinder so ansehe, sind das oft diejenigen, für die Schule sozialer Stress ist. Die ruhigen Kinder, denen viel zu viele Kinder in einer Klasse sind. Aber auch die kleinen Zappeligen... die sich nicht konzentrieren können, wenn auch nur ein Kind sich mal räuspert.


    Und das lässt mich darüber nachdenken, ob es in Deutschland nicht auch die Möglichkeit des Home Schoolings geben sollte. Natürlich mit Tests und Kontrollen, um sicher zu stellen, dass diese Kinder auch alles lernen, was sie lernen sollen.

    Aber manchen Kindern tut Schule nicht gut. Die lernen besser zu Hause.

    Ich habe ja bereits geschrieben, dass es in meiner Klasse keine Leistungsdefizite gibt... eher im Gegenteil. ich bin so weit im Stoff, wie selten mit einer dritten Klasse um diese Zeit.

    Was aber auch zutrifft ist, dass die meisten Kinder nicht glücklich waren während des DU. Sie hatten wenig Kontakt zu anderen Kindern, die Eltern hatten mit sich zu tun und viele mussten arbeiten... die Kinder waren viel sich selbst überlassen. Ich habe da sehr ehrliche und berührende Schilderungen meiner Schüler gehört.

    DAS muss man auffangen... DARAN muss man arbeiten. Aber um die Leistung mache ich mir wirklich weniger Sorgen.

    Die guten Schüler sind gut geblieben und die Schwachen haben sogar schön aufgeholt. Das Lernen in den kleinen Gruppen hat ihnen gut getan und das haben sie auch gesagt.

    Seit heute haben wir wieder volle Klassen und nicht wenige Schüler fanden es zu laut und erinnerten sich wehmütig an die kleine Gruppe.

    Das würde ich auch gerne aus Corona mit in den Alltag nehmen. Kleine Klassen!

    Es gibt aber schon Schüler, die durch den DU in der Leistung nachgelassen haben. Bei mir ist das ein nicht muttersprachlicher Schüler, den die Eltern zu Hause nicht unterstützen können. Dazu ist seine Arbeitshaltung sowieso immer nicht so.... sorgfältig, fleißig, engagiert... er hat sich um die Arbeit gedrückt und ist teilweise untergetaucht, obwohl ich mehrmals in der Woche dort angerufen habe. Ein anderes KInd hat auch wenig Leistung gebracht. Auch da lag es an der mangelnden Unterstützung im Elternhaus. Diesen KIndern hat der DU nicht gut getan. Wobei ich da auch ehrlich sein muss... auch ohne Corona wären das Wackelkandidaten. Das sind die KInder, die ich auch für eine eventuelle Ferienförderung vorschlagen würde. Aber ich befürchte, dass sie da eh nicht erscheinen würden.
    Vom Stoff her bin ich so weit, wie noch nie mit einer Klasse dieses Jahrgangs. Die Bücher sind durch. Also... Leistungsmäßig hat in meiner Klasse niemand was verpasst. Wenn ich so lese, was manche Politiker für Ideen haben... jede Klasse einfach generell wiederholen lassen... dann wundere ich mich sehr. Irgendwie sind die nicht in meinem Schulalltag. Was sollte ich mit meinen Schülern denn machen, wenn wir nochmal dritte Klasse machen müssten?

    Bei uns haben Schule, Elternhaus und auch die Kinder an einem Strang gezogen und diese Zeit ohne Leistungsdefizite geschafft.

    Das kannst du ja auch schlimm finden.

    Ich werde da keine Reihenfolge festlegen.

    Und ich bin mir ganz sicher, dass es schlimmere Dinge gibt, als Einsterns Schwester.

    Aber das Thema kam hier auf... und ich hab da durchaus etwas zu zu sagen.

    Gestehe bitte mir zu, dass ich den Titel des Werkes "Einsterns Schwester" und auch die Namensgebung des Mädchens nicht gelungen finde... ja, auch schlimm... als Vorbildfunktion für Schülerinnen.

    Das ist nicht persönlich gemeint, und sagt auch nichts über die Qualität des Schulbuchs und wie gut KInder damit lernen können.

    Aber so ein Titel und solche Geschlechtsrollenbilder... und eine Wertigkeit der Geschlechter... das geht heutzutage wirklich nicht.

    Und verstehe bitte, dass es nicht nur mir alleine so geht.

    Mir geht es um die Vorbildfunktion... mir geht es um die Aussage... so etwas darf heutzutage nicht mehr passieren.

    Auch nicht aus Versehen... auch nicht, weil man ja schon ein gut laufendes Werk hat und da ja nur Verwandtschaft mit darstellen möchte.

    Was macht das mit kleinen Mädchen... es zeigt, dass sie nur interessant sind, weil sie einen tollen Bruder haben? Dass ihr Bruders sie definiert. Dass sie hinter ihrem Bruder an zweiter Stelle stehen.

    Wir leben nicht mehr zu Zeiten, in denen man Frau Doktor war, nur weil man mit dem Arzt verheiratet war.

    Wir hatten hier auch Threads über das korrekte Gendern. Solche Themen sind heute wichtig.

    Und auch wenn man ein gutes Schulbuch macht, muss man sich über solche Dinge Gedanken machen, wenn es zum Titel des Buches kommt.

Werbung