Beiträge von Piksieben

    Ein Onkel, Realschullehrer in Gänsefüßchen, psychisch angeschlagen, fragt seinen Neffen, der studiert, um nachher Grundschulkinder in Deutschland in Chemie zu unterrichten, wie er möglichst lange krankmachen kann ... never ever glaube ich das. Aber die Foristen wittern ja gleich Unbill: Da will sich jemand auf unsere Kosten einen Lenz machen. Nee, is klar.

    Ja, Bolzbold, das ist genau der Punkt, der dringend diskutiert werden muss - was ja auch schon geschieht, aber man begibt sich halt sofort auf dünnes Eis, wird Sarrazin-Sympathisant oder folgt Pirincci etc. - spannend, was einem unter "wird auch häufig gesucht" angeboten wird, wenn man "Sarrazin" googelt.

    Bloß keine religiösen Gefühle verletzen! Das ist an sich ein löblicher Anspruch, aber man ist dabei so übervorsichtig und überkorrekt geworden, dass man übersehen hat, was unter dem Deckmäntelchen der Religion so alles passiert - und wie schlecht Werte wie Freiheit und Gleichberechtigung dabei wegkommen.

    Vielleicht empfindet es eine verschleierte Frau als übergriffig, wenn man ihr den Zugang zur Schule verwehrt. Aber es ist in jeder Hinsicht richtig. Wir haben auch Gesetze, die darüber verfügen, was zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Ehepartnern geschieht. Da könnte man ja auch sagen, was hat das Gesetz in meiner Wohnstube verloren, aber zum Glück sind wir da inzwischen weiter!

    Mit einem Film wäre ich vorsichtig. Du sollst bei dem Unterrichtsbesuch etwas von dir zeigen. Speziell beim ersten ist es erst einmal wichtig, wie du vor der Klasse stehst. Eine perfekte Stunde erwartet niemand von dir, du fängst ja gerade erst an.

    Mir fällt zu dem Thema spontan ein, dass ich von den Haselnüssen in unserem Garten nie etwas abkriege und irgendwo im Unterholz, wo ich es nicht erwarte, sehr oft Schalen finde, ganze Häufchen. So ein paar leere Schalen würden die Frage provozieren: Wer hat denn die Nüsse gefuttert? Und dann könnte man weiter fragen, wie sich denn die anderen Tiere über den Winter bringen, z. B. die Marienkäfer. Das interessiert eigentlich jedes Kind.

    Dann könnte man Stationen bilden für unterschiedliche Arten, über den Winter zu kommen (Winterstarre, -schlaf, -fell...) oder für Beispieltiere, und in der Ergebnissicherung könnte jede Gruppe darstellen, was sie herausgefunden hat.

    So ergeben sich die drei Phasen. Das ist keine Zauberei und nichts, was man aufwendig lernen müsste. Wichtig ist immer, im Blick zu behalten: Was können die Kinder nachher, was sie vorher nicht konnten? Nicht nur, dass sie wissen, wie ein Igel überwintert, sondern auch, wie man so etwas herausfindet.

    Viel Erfolg!

    Man würde auch von einer motorradfahrenden Mutter erwarten, dass sie den Helm abnimmt, wenn sie das Schulgebäude betritt. Warum sollte eine Schule es akzeptieren, wenn eine bis zur Unkennlichkeit verschleierte Person ein Kind abholt? Weil sie sich zu einer abgrundtief intoleranten Religionsgemeinschaft bekennt, die Frauen straft, wenn sie sich nicht verhüllen?

    Toleranz ist auch nur ein Schlagwort. Das besagt erst mal alles und nichts und kann für alles ge- und missbraucht werden. Ich kann nicht die Frauenquote fordern und gleichzeitig Zwangsverheiratungen dulden, gewaltfreie Erziehung fordern und die Unterdrückung von Frauen in der Ehe mit einer irgendwie anderen Kultur entschuldigen. Ich wünsche mir manchmal, wir wären ein bisschen weniger tolerant, so als Gesellschaft, echt.

    Mich macht dieses Thema ganz krank. Wenn ich schon die kleinen Mädchen im Schwimmbad sehe, die sich in eine Art Taucheranzüge zwängen, damit man nicht zu viel Haut sieht - wenn sie überhaupt mitschwimmen dürfen.

    Wie verworfen und unmoralisch müssen wir doch alle sein, so frei wie wir herumlaufen. Wir werden vermutlich ewig im Höllenfeuer schmoren, während sich andere mit 135 Jungfrauen vergnügen.

    Also mir reicht es, wenn ich mir ständig die karierten Unterhosen anschauen muss, die den Schülern noch gerade so den Hintern bedecken, welcher ihnen ausufernd über den Hosenbund quillt. Ich kann den Impuls, sie in ihre Hose zurückzuschütteln, manchmal nur schwer beherrschen und auch nur, indem ich mir sage, dass ich nicht die Kraft hätte, diese Riesenkerle zu stemmen.

    Bei Kollegen brauche ich das nicht. Da hätte ich gern gewaschenes Haar, Prophylaxe gegen Körpergeruch und gebügelte Hemden/T-Shirts. Aber das scheint manchen schon zu "angepasst" zu sein.

    auch die letzten 5 Minuten kann man sich schöner beschäftigen.

    Leider stehe ich jetzt nicht mehr offen weiter zu leßen, weil ich noch was vorbereitet muss. Und für Kaffee ist es zu spät.

    Aber ich habe jetzt sehr gegrinst :rofl:

    Ich finde, das ist nicht weiter schwierig, und ich fände es schon recht sonderbar, wenn man da nach einer offiziellen Regelung suchen würde, was Korrekturen angeht, denn eigentlich ist ja alles geregelt.

    Der Termin, zu dem eine Frau in Mutterschutz geht, ist doch durch den errechneten Geburtstermin festgelegt. Also kann sie die Klausuren, die sie noch korrigieren kann, vorher auch noch schreiben lassen. Und die sie nicht mehr korrigieren kann, lässt sie erst gar nicht schreiben - oder übergibt sie unkorrigiert. Ihr Ausfall ist doch so lang, dass da auf jeden Fall eine Vertretung einspringt. Es heißt Mutterschutz - und nicht "Zumutung, die eine Schwangere anderen Leuten aufbürdet".

    Ich hatte in den letzten Wochen vor der Geburt nur noch Matsch im Kopf und konnte mich auf schwierige Aufgaben nicht mehr konzentrieren. Das muss nicht bei jeder so sein - aber das weiß man schließlich vorher nicht. Also, bloß nichts mehr einplanen für die letzte Zeit. Manchmal geht es ja auch schneller als erwartet :)

    Schön zu hören. Eine Lungenentzündung braucht ein wenig Zeit, um auszuheilen, aber dann wird es bestimmt besser gehen.

    Guten Start dir am Montag und lass es langsam angehen ... so gut das geht an der Schule :whistling:

    Anderer Blickwinkel, der Dich vielleicht noch in bisschen ermutigt:

    Ich gehöre zu den recht gesunden Menschen (als Kind war ich gaaaaaanz viel krank, heute so gut wie gar nicht mehr). Und das möchte ich auch bleiben: Aus diesem Grund möchte weder kranke Schüler noch kranke Kollegen um mich haben.

    Ach ja? Das soll ermutigen?!

    Wo Menschen sind, da sind auch Krankheiten. Ansteckende und nicht ansteckende. Wenn du keine kranken Leute um dich herum haben willst, dann bleib am besten selbst zu Hause.

    Schön, zu hören, reginax. Und schön, dass du dich noch einmal gemeldet hast und wir nun wissen, dass du dich entschieden hast. Ich wünsche dir, dass es dir gelingt!

    Es ist schwer, einen Berufsweg zu finden. Manchmal bin ich froh, dass ich nicht mehr vor dieser Entscheidung stehe.

    Um so besser, dass dir die Diskussion hier ein bisschen geholfen hat.

    Alles Gute für dich!

    Hamilkar, offenbar herrscht hier traute Einigkeit, dass man etwas mitbringt. Worum drehte sich denn die Diskussion, von der du schriebst?

    Ich las einmal, Geschenke sollten nutzlos und vergänglich sein (das bezog sich wohl auf Gastgeschenke). Wunderbare Empfehlung. Sie schließt Schokoladenfondue und Bodenvasen aus. Auch Zimmerpflanzen können sich im wahrsten Sinn des Wortes zu einem Problem auswachsen. Ich will auch schon lange keine Bücher mehr bekommen.

    Wenn man Leute etwas kennt, sollte man doch irgendwann wissen, ob und welchen Wein sie gern trinken. Wobei ich glaube, dass Rotwein tatsächlich beliebter ist als weißer.

    Und Kaffee? Heutzutage? Da muss man doch erst fragen, welche der hundert Kaffeemaschinenmodelle der jeweilige Haushalt beherbergt und welche Kapseln, Bohnen oder Pads das verschlingt.

    Ich habe jedoch in der Vergangenheit häufig Antibiotika einnehmen müssen und habe das Gefühl, dass das mein Immunsystem zusätzlich geschwächt haben könnte.

    Ja, das kann sein, denn die Antibiotika schädigen die Darmflora, und die ist eben auch für Immunabwehr zuständig. Deshalb soll man nach Antibiotika auch viel Yoghurt essen.

    Ich bezweifle ja, dass die Allheilmittel, auf die manche Leute schwören, so allheilsam sind ... Außer meines: Haferflocken :)

    Erst nach der Erfüllung der Schulpflicht für allgemeinbildende Schulen (nach 10 Schuljahren) nimmt ihn ein BK auf.

    Wenn man die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe hat, kann man ans BK wechseln, um dort die AHR oder FHR zu erwerben. Das kann also durchaus schon nach der 9 sein.

    Sollte er die Versetzung aber nicht schaffen und weiterhin schulpflichtig sein (das ist er, so lange er nicht 18 ist), überwacht das nächstgelegene BK die Schulpflicht. Dort wird er in eine Klasse für Schüler ohne Ausbildungsverhältnis aufgenommen.

    Da er wiederholt, hat er ja 10 Schuljahre besucht, und wo soll er denn dann hin, wenn er am Gymnasium nicht bleiben kann?

    Und er darf es auch "ausnahmsweise" ans BK, das steht hier unter der Überschrift "Besuch einer vom Ministerium genehmigten Einrichtung anstelle des zehnten Pflichtschuljahres":

    http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Sch…icht/index.html

    Hat sich der Schüler/seine Eltern denn mal am BK beraten lassen? Es wäre ja jetzt die Zeit dafür.

    Velandra, meine Erfahrung ist, dass es Phasen gibt, in denen man einfach öfter krank ist. Ich beobachte immer wieder, dass Eltern von kleinen Kindern viel häufiger krank sind - die Virenattacken sind heftiger und der Schlaf fehlt ... und dann stabilisiert sich das Immunsystem wieder. Das ging mir auch so. Inzwischen bin ich nur noch selten krank.

    Außerdem entwickelt man mit den Jahren viel Routine und das senkt den Stresslevel. Dein Arzt hat völlig recht: Was du erlebst, ist normal in den ersten Berufsjahren. Hinzu kommt ja, dass die Virendichte an der Schule auch recht hoch ist. Also auf Hygiene achten.

    Wie sieht es mit Sport aus bei dir? Sehr vielen Leuten hilft das a) weil es abhärtet und b) weil es Stress reduziert.

    Da die Zeit doch nicht mehr wird, und die Arbeit nicht wirklich weniger, hilft es nicht, sich ein Versagen im Zeit- und Stressmanagement vorzuwerfen. Das macht nur noch mehr Sorgen und letztlich Stress.

    Ich weiß nicht, ob dich auch deine Wochenendbeziehung stresst - ich finde es gut, am Wochenende nicht zu arbeiten, und wenn die Beziehung dafür der Anlass ist, um so besser.

    Ach und: Man darf "viel zu tun haben" nicht mit "Stress" verwechseln. "Viel zu tun haben" ist okay für eine Zeit, wenn man weiß, das Wochenende und die Ferien sind sicher. Viel schlimmer sind emotionale Belastungen wie familiäre Sorgen etc. Ich glaube, es hilft, wenn man sich das klar macht. Wie du es schilderst, bist du emotional nur durch deine Sorgen belastet, zu oft krank zu sein. Vielleicht kannst du dich davon ein bisschen lösen und dir sagen, dass es besser werden wird. Du scheinst ja sonst ganz erfolgreich unterwegs zu sein.

    Gute Besserung!


    Das ist nicht viel. Bei Spitzenzeiten bei uns im Lehrerzimmer, z.B. eine Pause, wenn im nächsten Block die Gesamtlehrerkonferenz beginnt, habe ich schon locker 90er-Werte mit Spitzen bis 100db gemessen.

    Nele

    Das ist sehr wohl viel. Dass wir das täglich im Lehrerzimmer ertragen, zeigt nur, wie leidensfähig wir sind.

    "80 bis 100 dB (A) erreichen vorbeifahrende LKWs, Motorsägen oder Winkelschleifer. Hier droht bei Dauerlärm bereits der Gehörschaden."

    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wissen/laerm-w…-laerm-1.632597

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