wenn ich an die Unmengen von Realschulabgängern denke, die mit Mathe-2ern auf die Berufskollegs strömen, und die weder Bruch- und Prozentrechnung, noch Klammersetzung, Rechnen im Minusbereich oder sonstige grundlegenden Rechentechniken beherrschen.
Und das in BaWü?
Ich dachte, das sei nur in NRW so schlimm. Es betrifft ja auch nicht nur die Bruchrechnung, sondern auch die Rechtschreibung und die Englischkenntnisse, vor allem aber die Haltung: "Mathe braucht man nicht und für die Schule arbeiten ist nicht erforderlich."
Ich habe Schüler mit Fachoberschulreife, die weder kürzen noch ausklammern noch ausmultiplizieren können. Ich weiß schon, dass sie keine Gymnasialempfehlung bekommen haben, weil sie schon in der Grundschule nicht gut in Mathe waren. Aber man fragt sich wirklich oft, was die eigentlich in den 6 Jahren auf der Realschule gemacht haben. Andererseits ahne ich es, wenn ich nach einer Woche etwas aufgreifen möchte, was ich nach meiner Auffassung lang und breit erklärt habe, was geübt wurde ... und dann postwendend vergessen wird ("haben wir noch nie gemacht!").
Ich begegne auch Eltern von Berufskollegschülern, die nicht wahrhaben wollen, dass ihren Kindern einfach das Zeug zum Ingenieur fehlt. Und die tun mir ebenso leid wie die Grundschüler, die so früh schon so unter Druck gesetzt werden. Es ist ja mit 17, 18 nicht leichter, vor Aufgaben zu stehen, die man nicht bewältigen kann, im Nacken Eltern, die meinen, dass man nichts werden kann, wenn man nicht das studiert, was sie sich so vorstellen...