Beiträge von Potilla

    ... oder die ordentliche Portion Selbstironie im Umang mit den herrschenden Klischées bewundern.
    Ich habe mich für Zweiteres entschieden :-)

    So würd ich es auch sehen... wir "Assidompteure" nennen die Primarkolleginnen "Grundschulschneckchen" :flieh:
    Sommerliche Wochenendgrüße
    Potilla

    Zitat

    Ich kann verstehen, das du dieses Gesetz den Jungs der Förderschule gerne unter das Kopfkissen legen würdest großes Grinsen


    Genau so sieht´s aus!!!
    Ich dachte mir nämlich, dass das ein passendes Geschenk zu den 16. Geburtstagen "meiner Herzchen" wäre :]
    Naja, vielleicht drucke ich die wichtigsten Paragraphen tatsächlich aus und binde dann Heftchen mit persönlicher Widmung und einer Abschrift der Reden und Ermahnungen, die ich ständig vortrage :doc:


    Danke auf jeden Fall für die Mühe mit den drölfzig Links!!!


    Gruß
    Potilla

    Hallo zusammen,


    sagt mal, weiß zufällig jemand von euch, ob bzw. wo man Strafgesetzbücher als Klassensatz bestellen kann? Möglichst kostenfrei :rolleyes:
    Ich hab jetzt schon ´ne Weile gegoogelt aber außer online-Versionen noch nix gefunden...
    Vielleicht hat ja irgendwer ´nen heißen Tipp ;)


    Gruß
    Potilla

    Hey,


    ich hab auch das auch schon mal gemacht. Die Zähne waren weiße Bohnen und das Zahnfleisch rot eingefärbte, selbst hergestellte Knetmasse: Knetmasse-Rezept
    Hat ziemlich gut funktioniert.
    Die Knetmasse härtet an der Luft aus - allerdings dauert es schon einige Tage bis die Knete hart ist.


    Gruß
    Potilla

    Hey,


    das Persen-Heft ist ganz okay.
    Es sind einfache Texte mit Fragen und verschiedenen Aufagbenstellungen.
    Allerdings ist das nichts zum Lesen lernen.
    Kann die Schülerin denn noch gar nicht richtig lesen oder liest sie halt einfach nur langsam?
    Material kann ich dir allerdings auch nicht wirklich nennen. Manchmal findet man ganz brauchbare Dinge bei DaF-Materialien (einfach mal nach "DaF Arbeitsblätter" googlen).
    Praktisch finde ich persönlich auch diese Seite: Link
    Vielleicht ist ja was für dich dabei.


    Gruß
    Potilla

    Seeeehr geil -
    Am Schönsten ist "Biiiiiiii(e)rnensaft" :D
    Ich kann selbst zwar üüüberhaupt nicht singen, werde den Link aber sofort zum Musikkollegen schicken mit der Bitte dieses Lied in meiner Klasse einzustudieren und MIR dann als Geburtstagsständchen zu präsentieren ;)

    Hey,


    ich kann dir zum AO-SF Verfahren (was bei uns übrigens VÜFF) heißt, nur sagen, wie das in Hessen läuft...
    Du musst als Lehrer den Meldebogen ausfüllen; sprich die Daten der bisherigen schulischen Laufbahn, evtl. eine stichpunktartige Aufzählung der bisherigen Fördermaßnahmen und eine kurze Beschreibung des derzeitigen Lernstandes abgeben. Du könntest auch noch Zeugnisse und falls vorhanden Förderpläne anhängen. Insgesamt ist das eigentlich nicht so sehr viel Arbeit...
    Der Förderschullehrer erstellt dann ein (ca 10 seitiges) diagnostisches Gutachten mit seinen Testergebnissen und Förderempfehlungen.


    Und habe bitte keine Bedenken wegen einer "Abschiebung" auf die Förderschule! Wie gesagt, ein Schulwechsel ist nicht immer unbedingt erforderlich, aber manchmal halt eben doch die bessere Wahl.
    Das hat absolut nichts mit Abschiebung zu tun!!!


    In deinem Fall wäre das Gutachten jetzt vorrangig erstmal wichtig, um dem Kind entsprechende Hilfen zukommen zu lassen und um zu schauen, welche Bedingungen es für erfolgreiches Lernen benötigt. Mit einem AO-SF-Verfahren schiebst du ein Kind nicht ab, sondern ebnest vielmehr den Weg für eine ihm zustehende Förderung!


    Viele Grüße
    Potilla

    Hey,


    also aus meiner Sicht als Förderschullehrerin würde ich dir raten das Verfahren einzuleiten.
    Wie bereits erwähnt, heißt das ja nicht, dass das Kind dann automatisch auf die Förderschule wechselt. Wenn das Kind allerdings bereits eine Klasse wiederholt hat und du befürchtest, dass es die Lernziele der 3. Klasse nicht erreicht, sollte auf jeden Fall mal nachgeschaut werden, woran das liegen könnte.
    Für dich liegt der Vorteil eines Verfahrens gegenüber einer Diagnostik beim Kinderpsychologen o.ä. darin, dass du mit dem Gutachten spezielle Förderhinweise erhältst und -im Falle von GU- natürlich Unterstützung im Unterricht. Die Untersuchung bei einem SPZ oder einem Psychologen kann ja durchaus zusätzlich erfolgen. In schulischer Hinsicht ist das sonderpädagogische Überprüfungsverfahren aber vermutlich effektiver.
    Und wenn am Ende wirklich zusätzlich zum ADS eine Lernschwäche diagnostiziert wird, ist der rechtzeitige Wechsel zur Förderschule sicherlich auch nicht verkehrt... Oft werden Schüler aus "falscher Rücksichtnahme" durch die Grundschule mit "durchgezogen" und wechseln dann in der 6./7. Klasse zur Förderschule. Eine Rückschulung vor Beendigung der Schulzeit ist dann im Prinzip nicht mehr möglich! Je früher die entsprechende Förderung einsetzt, desto besser!


    Viele Grüße
    Potilla

    Hey,
    möglicherweise hab ich mich in meinem letzten Beitrag etwas missverständlich ausgedrückt… Daher will ich meine Sichtweise noch mal ganz kurz darstellen.
    Zugegebenermaßen finde ich den Inklusionsgedanken, wie er sich im Moment darstellt nicht besonders toll.
    Das hat meiner Ansicht nach aber nicht das Geringste damit zu tun, dass man gegen die Verwirklichung eines Menschenrechts ist!!! Die Behindertenrechtskonvention fordert u.a. die gleichen Rechte in Bildung, Arbeitswelt und kulturellem Leben und verlangt nach entsprechender Unterstützung, die es Menschen mit Behinderungen ermöglicht, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Da stehe ich absolut dahinter!!!
    Dennoch stellt sich mir an dieser Stelle die Frage, ob die ehemaligen Lernhilfe-Schüler allein schon deshalb erfolgreich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, weil ihr Behindertenstatus im Sinne der Inklusion dann offiziell wegfällt?
    Was wird mit diesen Kindern, wenn sie den Abschluss der Regelschule widererwartend am Ende doch nicht schaffen? Oder zum Schluss einer von unzähligen Hauptschülern mit nicht qualifizierten Abschluss sind? Sind ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft dann wirklich besser?
    Momentan haben unserer Lernhilfe-Schüler noch einigermaßen gute Chancen aufgrund ihres Behindertenstatus an entsprechend geförderten Ausbildungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit teilzunehmen, die ihnen einen Einstieg in das Berufsleben ermöglichen. Für einen schlechten Hauptschüler sieht das da schon etwas anders aus.
    „Niemand soll aufgrund seiner Behinderung benachteiligt werden“ heißt doch nicht automatisch „Alle müssen die gleiche Schule besuchen“! Oder mit einem Zitat von R. Turre anders ausgedrückt: Chancengleichheit besteht nicht darin, dass jeder einen Apfel pflücken darf, sondern dass der Zwerg eine Leiter bekommt! ;)


    In diesem Sinne...
    Gruß
    Potilla


    Edit: Da war der kleine grüne Frosch wohl schneller, weil ich sooo lang zum schreiben gebraucht hab - eigentlich wollt´ ich aber genau das ausdrücken, was er so schön kurz und deutlich dargestellt hat! =)

    Tja... was kann man tun???
    Diese Frage stellen wir uns im Kollegium "meiner" Förderschule auch ständig. Allerdings haben wir diesbezüglich noch keine so tolle Idee gehabt.
    Nun darf oder will man ja öffentlich ohnehin nicht gegen die Inklusion sein, weil man von allen Seiten ziemlich schief angekuckt wird, wenn man den Inklusionsgedanken zum Brechen findet.
    Bei uns in der Schule ist ein Großteil des Kollegiums der Ansicht, dass die Inklusion für ca. 80-90% unserer Schüler ein gaaanz großer Rückschritt ist. :flieh:
    Das Problem ist: Wir haben absolut keine Lobby. Im Prinzip will ja von sich aus eigentlich niemand sein Kind auf die Förderschule schicken und alle Eltern sind erstmal froh, wenn ihr Kind auf der Regelschule bleiben kann. Da ist es fast egal unter welchen Bedingungen - Hauptsache nicht Sonderschule!!! Erfahrungsgemäß haben selbst die Grundschullehrer immer wieder Probleme damit, ein Kind für die Förderschule zu melden und versuchen, alle Kinder so lange wie möglich in der Klasse zu halten. Auch hier gilt die Förderschule als ein Ort, den man eigentlich keinem Schüler zumuten möchte. :P
    Das heißt im Klartext uns als Förderschullehrern fehlen ein wenig die Menschen, die beim Erhalt der Förderschulen hinter uns stehen...


    Als "unsere" Eltern bei der letzten Elternbeiratsversammlung über die bevorstehende Inklusion informiert wurden, zeigten sie sich einigermaßen entsetzt. Diese Eltern haben mit ihren Kindern meist einen langen "Leidensweg" an der Regelschule hinter sich, sind mittlerweile recht zufrieden mit der Beschulung an der Förderschule und stellen sich nur mit Schrecken vor, wie es wäre, wenn ihr Kind diese Möglichkeit der Beschulung nun nicht mehr hätte.
    Allerdings sind diese Eltern auch erst jetzt im Nachhinein -nach etlichen positiven Erfahrungen an der Förderschule froh, dass ihr Kind bei uns ist. Bis zu dieser Erkenntnis ist der Weg oft lang ;) Nun stehen diese Eltern zwar hinter der Förderschule, sind aber aufgrund ihrers Lebenshintergrundes leider meist nicht in der Lage öffentlichkeitswirksam gegen die Inklusion aufzutreten.


    Ehrlich gesagt hoffen wir ein wenig auf die gut informierten und mutigen Eltern der Regelschulkinder, die sich vielleicht Gedanken darum machen, was aus ihren "klugen" Kindern wird, wenn der Lehrer sich künftig verstärkt um die Lern- und verhaltensauffälligen Kinder der Klasse kümmern muss...
    Wie sind die Erfarungen diesbezüglich an den Grundschulen? Wissen "eure" Eltern von der bevorstehenden Inklusion? Interessiert sich überhaupt jemand dafür? Gibt es Eltern, die sich daran stören (und das auch zugeben 8))?


    Naja, ihr seht: Auch wir Förderschullehrer sind verzweifelt und wissen nicht, was zu tun ist... aber vielleicht hat ja noch jemand ´ne zündende Idee ?(
    Bis dahin ein schönes Wochenende
    Potilla

    Hey,


    also in Hessen sollen diese ganzen Inklusionsangelegenheiten so wie´s aussieht zum 01.08.2011 umgesetzt werden.
    Die Bedingungen scheinen wohl ähnlich zu sein, wie in Nds. Abgesehen von PB-Schülern wird generell alles erstmal inkludiert, die Förderschule kann von den Eltern als freiwilliges Angebot genutzt werden, GU im eigentlichen Sinne gibt´s nicht mehr, die Klassengrößen bleiben bei der gängigen Schüleranzahl, der Schulleiter der allgemeinen Schule "errät" den Förderbedarf, entsprechende Förderstunden sind dann ressourcenabhängig.


    Die Regelschulen in unserer Gegend erfahren gerade so langsam davon, was da gleichzeitig mit der Einführung der Bildungsstandards so alles auf sie zukommt. Viele Lehrer haben scheinbar noch nichts von den geplanten Änderungen gehört und reagieren einigermaßen geschockt. Ein Teil ist allerdings der Meinung, dass die Inklusion auf diesem Wege eh nicht funktionieren wird und -ähnlich wie bei G8- in ein paar Jahren alles wieder rückgängig gemacht werden wird, wenn man merkt, dass man "den Karren vor die Wand gefahren hat".


    Schauen wir mal, wie sich das noch so alles entwickelt ?(
    Gruß
    Potilla

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