Verstehe ich es richtig: Seid ihr beim Klassenrat und der Lernzeit sogar doppelt gesteckt?
Also so ein Konzept wäre für mich definitiv ein Wechselgrund (dahin!), OBWOHL ich am liebsten 100% meiner Stunden in der Oberstufe hätte. Aber bei 7/8 abwärts (lieber 9. :-D) mit 2-3 Fächer (plus die anderen des Fächerverbundes), da würde ich sogar Geografie gerne unterrichten. (fachfremd und echt kein Zugang zu Geologie, was für mich "Biologie-Stoff" ist).
Beiträge von chilipaprika
-
-
BlackandGold Soll es beim vollständigen / weiteren Ausbau so bleiben (pädagogisches Konzept), dass die Klassenleitungen zusammen soviel abdecken? Oder ist es eher dem aktuellen Ausbau geschuldet?
DAS ist für mich die Basis für pädagogische Beziehung.
(Bei uns gibt es Klassenleitungen mit nur einem NF in der Klasse. Ich finde es okay, WEIL die meisten KuK sowieso nur ein Fach in ihrer Klasse haben und ehrlicherweise sollte es nicht an HF-Lehrkräften hängen, aber ich frage mich echt, wie es klappen soll) (okay, oft haben sie mindestens eine LZ dazu..) -
ich spreche von 2026. Seit einem Jahr lese ich in verschiedenen Zeitungen und Social Media von der umgekehrten Problematik und Angst: Die Kitas haben Probleme, wenn es zuviele Tagesmütter in der Stadt gibt, weil sie nicht mehr genug Kinder bekommen.
Tagesmütter in NRW schlagen Alarm: „Wir bangen um unsere Existenz“ (NRW)
Höhere Kosten, mehr Konkurrenz: Zukunft der Tagespflege im Wetteraukreis unsicher (Hessen)
Kinderbetreuung in Sachsen-Anhalt: Werden Tagesmütter noch gebraucht? (Sachsen-Anhalt)
Vor ein paar Jahren sah es gaaaaaaaaanz anders aus, das weiß ich sehr wohl. -
Da es ein einklagbares Recht gibt UND es zur Zeit sogar oft keine großen Probleme mehr gibt (nur hat man nicht Kita-Wahl oder Tagesmutter/Kita-Wahl), dann ist (2026!) die Betreuung nicht mehr das Problem.
Anderen etwas nicht gönnen, weil die Ressourcen für Alle nicht reichen, bringt nur Stress für einen UND ein schlechtes gesellschaftliches Klima.
Im Zweifel werden die arbeitenden Eltern leicht weiter fahren, ein bisschen Orgakram auf sich nehmen, um einen Platz zu bekommen, werden einen haben.
Die (zur Zeit!) nicht arbeitenden Eltern bekommen einen Platz, können also dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen:
Win-Win-Win-Situation
1) Die Eltern können einen Job aufnehmen: eigenes Einkommen, eigene Selbstwirksamkeit, ggf. Steuern zahlen, seinen Kindern etwas vorleben.
2) Keine bzw. weniger Transfertleistungen
3) Sozialisation von Kindern, ggf. bessere gesellschaftliche Integration, besserer Einstieg in das Schulsystem
...
x) Bessere Bildungschancen der Kinder -> bessere Arbeitschancen für sie. -
Im allgemeinbildenden Sekundarstufen gibt es jedoch genug Möglichkeiten, sodass solch eine Vorgabe eine unnötige Gängelung in meinen Augen darstellt.
Es hat sicher nicht mit Gängelungen zu tun, sondern mit den Bedürfnissen des Systems bzw. Bedürfnissen / Wünschen aller einzelner Akteur*innen.
und das sind wirklich Spezifika des Schulberufs (und vielleicht anderer einzelner Berufe), die man woanders nicht hat. -
Oh, mein Beitrag war nicht deutlich, obwohl ich es mit dem Neid gekennzeichnet hatte.
Nicht nur meinte ich es unironisch, sondern: Ich bin ganz ehrlich neidisch darauf, dass (viele) andere Schulen sich die Schüler "aussuchen" können. Das konnten wir in den letzten über 15 Jahren, an denen ich an der Schule war, nicht machen und umgekehrt sind wir "froh" über jede Anmeldung. Dass ein sehr großer Teil gar keine Gymnasialempfehlung hat, müssen wir nicht nur hinnehmen (freie Elternentscheidung), sondern "sichert unsere Arbeitsplätze". -
das ist vermutlich ein Spagat.
Meine beste Freundin ist mit einem Mann zusammen (und verheiratet), der einen Sohn einer früheren Beziehung hat. Sie fand den Sohn von Anfang an sehr nervig (ist er auch), der Mann hatte selbst keine Lust auf das Kind.
Bei mir war klar: Mit so einem Mann möchte ich nie Kinder haben, weil er also jederzeit plötzlich keine Lust mehr hätte.
(Aber: ich bin SEHR SEHR glücklich, dass ich mich nie in einen Vater verliebt habe. Mir ist klar, dass man nicht alles steuern kann, aber soviel ich es konnte, habe ich es gemacht.) -
Ach, muss es schön sein, an einer solchen Schule zu arbeiten.
(Da spricht nur mein Neid als arbeitende Kraft, die Schwächen und Ungerechtigkeiten des Systems dahingestellt) -
Das stimmt, ich schätze diese Flexibilität sehr.
Nur: in meinem Beitrag (ich erinnere wieder daran!) habe ich eben gesagt "ja, die Ferien, aber ansonsten bei weitem nicht (mehr) so familienfreundlich wie es mal war / wie angenommen"
Denn: NEIN, im Ganztag ist der Unterricht von 8-15Uhr /16Uhr und kein Mensch hat Anspruch auf mehr Vor- als Nachmittag. So dass die zwei Stunden des Tages 13.30-15uhr sein können.
Und mit einigen Freistunden, Pflicht-Freistunde mittags (wie woanders, ist klar, aber wenn man 3.-7. hat, braucht man keine Pause..), Pausen- und Aufsichtsstunden, können Tage sehr lang sein (im Vergleich zur komprimierten Fassung, die es im Idealfall geben _könnte_) -
Aber wie gesagt: genau DESWEGEN habe ich eben geschrieben, dass man es nicht verallgemeinerbar ist, weil es von der Schulform, ihrer Art (Ganztag oder nicht) und der einzelnen Schule abhängt. und deswegen nicht pauschalisierbar ist.
Also: Ja, es kann super gut laufen, aber kein Mensch sollte Lehramt in dem Glaube studieren, nachmittags die Kids von der Kita abzuholen und zwei Tage die Woche zuhause zu sein. Die Zeiten sind für die allgemeinbildenden weiterführenden Schulen vorbei, dass die Mehrheit nur "im Halbtag" ist. -
Ich habe nicht gesagt, dass ich jeden Tag um 14 Uhr zu Hause bin/war. Manchmal ist auch bis 17 Uhr Unterricht. Das wäre schwierig, wenn ich alleine wäre.
Doch das geht. gerade bei Teilzeitkräften ist das bei uns nicht unüblich. 50% bedeutet 12,25h Unterricht. Also aufgerundet 14h. Mit nur 4 pro Tag wird man an 4 Tagen in der Schule sein müssen. Bei uns durchaus üblich.
und wir sind wieder bei meiner Feststellung: es hängt von der Schulform, einzelnen Schule usw..
Ich habe mit 10-12 Stunden an 4 Tagen Unterricht. Das gilt für quasi jede Lehrkraft mit 12-18 Stunden.
Und das kann sowohl vormittags als auch nachmittags. Nach Belieben der Schule und regelmäßig wechselnd. -
Wow, es offenbart
- ein nettes Verständnis von Dienstpflichten und Schulabläufen
- ein interessantes pädagogisches Verständnis von Fördern/Fordern. "Nachfragen" sind normal, gut und verdienen Antworten. -
1. In der Sek II gibt es keinen Ganztag, also nein.
Nein, aber dafür möglicher Unterricht bis 16 Uhr 30.
Das erklärt mir nicht, wie du jeden Tag um 14 Uhr zu Hause wärst.2. Unsere Stundenpläne wechseln jedes Halbjahr, und wöchentlich wenn ich entsprechende Vertretungen organisiere. Vertretungsbereitschaft gibt es nicht, weil es nur in wenigen Fällen überhaupt sinnvolle Vertretungen gibt. Wir haben auch überhaupt kein Budget um zusätzliche Vertretungsstunden zu finanzieren. Ich kann nur damit haushalten was da ist und nicht über Bagatellgrenzen geht.
Wir nehmen Kredite auf die Zukunft.
Aber 40h für eine halbe Stelle durchgehend ist deutlich zu viel, selbst wenn mehr die Vorleistung für die Ferien berücksichtigt. Liegt das am Ganztag oder den Springstunden?
An beiden, weil sie sich bedingen.
Wenn ich als Elternteil einen Kita-Platz buche, weiß ich weder
- was mein Stundenplan sein wird
- wann er sich ändern wird (nicht mehr Montag Nachmittag, sondern Donnerstag Nachmittag)
- noch kann /darf ich einen "30-Stundenplatz" buchen und festlegen, dass ich nur einen Nachmittag in der Woche brauche und alle paar Wochen einen weiteren Nachmittag.
Dass also viele Eltern ihre Kinder früher abholen (wenn sie es dürfen!), ist ein Fakt, buchen und bezahlen müssen sie trotzdem.
Alternative ist: der/die Kolleg*in besteht darauf, nur von der 2./3. bis zum 6. Stunde zu unterrichten.
Was ja nicht geht. -
Indem ich dem Schüler die sehr gute Note kommuniziert habe und nun klein beigeben musste:
Die Arbeit war noch nicht zurück von der SL, wie kommst du auf die Idee, die Noten bekanntzugeben? Wenn der Schritt zumindest formal ein "Qualitätskontrolle-Schritt" ist, kannst du doch nicht parallel weitermachen?!
Edit: Ich hatte noch nicht alles gelesen, Ich schließe mich Joker13 an.
-
Wenn ich an unsere Schulsozialarbeiterin denke würde die den Teufel tun und nach getaner Arbeit irgendetwas für den Job machen. Home office kann die gar nicht arbeiten. Sie arbeitet ja mit Kindern. Ihre eigenen Kinder holt sie spätestens um 14 Uhr ab und dann ist Freizeit angesagt.
Dann arbeitet sie aber Teilzeit und hat das entsprechende Teilzeit-Einkommen.
-
Also, das Gefühl habe ich im (BBS-)Alltag nicht. Die Stundenpläne wechseln allenfalls zum Halbjahr. Was den Kita-Bedarf angeht, so haben z. B. die in meinem vorherigen Beitrag genannten Kolleginnen ihre Kinder für 32 Stunden (wie gesagt: Bei Vollzeitstelle!) in der Kita bzw. im KiGa angemeldet, da unsere Stundenplaner*innen - und so weiß ich es auch von anderen BBSn, an denen Bekannte von mir arbeiten - es irgendwie immer hinbekommen, dass Kolleg*innen mit kleinen Kindern, die ihre Kids am frühen Nachmittag von der Betreuung abholen müssen, spätestens nach der 6. Stunde Unterrichtsschluss haben. Bzgl. der Zahl der Konferenzen und anderer Nachmittagstermine: Diese sind an mehreren mir bekannten BBSn in den letzten Jahren immer weniger geworden und z. T. auf Online-Meetings umgestellt worden, was natürlich denjenigen, die nachmittags ihre Kinder betreuen müssen, besonders zupass kommt.
Ja, herzlichen Glückwunsch an das Kollegium, es funktioniert bei allem nicht überall so und ich hatte es auch in meinem vollen Beitrag genauso gekennzeichnet.
-
Zu einer Klassenfahrt wird niemand gezwungen. Hierfür wird man angefragt und kann ablehnen.
Ein Blick über den Tellerrand ist gut, es gibt BL, wo dies eine Dienstpflicht darstellt.
-
40 Stunden für eine halbe Stelle, da stimmt ja schon was nicht. Ich muss sagen, dass ich sehr häufig mittags zu Hause bin, wenn die Kinder von der Schule kommen. Das hat man nur in wenigen Jobs.
1. Du bist also wohl nicht im Ganztag.
2. Du hast vermutlich an deiner Schulform weniger wechselnde Stundenpläne (im Sinne von regelmäßiger Anpassung, ihr habt ja zum Teil die Bindung an einzelnen Tagen). Auch weniger Vertretungsbereitschaften?
3. Ein Großteil deiner Arbeitskraft ist in der Behörde und frei legbar, ohne Freistunde und mit möglichem frühem Anfang?
Dies alles trifft an meiner Schule nicht zu, viele Elternteile brauchen den Vollzeitplatz, um ihre Teilzeitstelle abzudecken (Fahrten inklusive). Und er reicht oft nicht immer aus. -
es hängt sicher von der Schulform und Ganztag/Nicht-Ganztag ab, sowie vom Verständnis "Familienfreundlichkeit". Klar, die Ferien sind sicher unbezahlbar. Aber im Alltag habe ich echt nicht das Gefühl, dass es sehr familienfreundlich ist. Ständig wechselnde Stundenpläne, Kitabedarf von 40 Stunden für eine halbe Stelle, regelmäßig Konferenzen, die die Kita-Öffnungszeiten sprengen, ...
Klar, einen Teil der Arbeit kann ich flexibel verlegen. Aber wenn ich erst um 16uhr zuhause bin, ist es zwar womöglich früher als bei anderen Menschen aber diese anderen Menschen haben vielleicht die Möglichkeit vom Home Office, bei Kindkrank die Stunden zu verlegen, usw..
(und ja, es gibt auch die Bandarbeiter und die Busfahrerinnen, aber die Wahrheit ist, dass der nette, familienfreundliche Lehrerjob mit Halbtagsbindung und restlicher freier Zeiteinteilung ist schon lange vorbei.) -
Augenblick
Werbung