Beiträge von chilipaprika

    Okay. Den Ganztag hatte ich ehrlicherweise nicht bedacht, weil ich dem bisher erfolgreich aus dem Weg gehen konnte. Das ist natürlich nochmal ein ganz eigenes Übel.

    Sei froh und mach noch größere Bögen.
    Wir vertreten ALLES. Inklusive die freiwillige Lernzeit in der 9. Stunde. (Kind ist ja angemeldet)

    das ist das Problem.
    Ich bin nicht komplett sicher, dass unsere Arbeitszeit das Ganze hergibt, wenn man in einer Ganztagsschule mit Betreuungsgarantie, vielen Aufsichten und auch noch hohen Ausfallzeiten. Dann noch die passende Fächerkombination, eine Klassenleitung und/oder eine Klassenfahrt im Jahr, das wird eng.
    Trotzdem meine Pflicht als Beamtin. Und die Klassenfahrt, die Aufsichten und die Klassenleitung kann ich nicht kürzen, sondern effizienter Unterricht vorbereiten und korrigieren.

    was ist groß, was ist klein?
    wir sind auch zwischen 5-10% Fehlzeiten (also Namen auf dem Vertretungsboard). In den Höchstzeiten 25-30% mehrere Tage gar Wochen am Stück. Da nicht jede*r 6 Stunden jeden Tag unterrichtet und dies auch nicht nur in der Unter-/Mittelstufe, geht es manchmal auf, in der Regel aber nicht.

    Stefan Organisiere affiliate links zu den größten Verlagen (Westermann, Cornelsen, Klett, ...)
    Ich will nicht zu öffentlich zugeben, dass ich beim großen A. auch einkaufe, aber auch da gibt es Programme (wobei das glaube ich eher für Vereinsengagement ist...?)

    Solche hohe Beträge werden von der Beihilfe "bevorzugt" behandelt, so dass es innerhalb des Zahlungsziels (wenn man nicht selbst 3 Wochen trödelt) unproblematisch ist.
    In der Regel kann auch direkt mit der PKV abgerechnet werden. Ich habe just letzte Woche gehört, dass einige Krankenhäuser dies aus verschiedenen Gründen (im Sinne des Patienten) nicht empfehlen (und es hatte mit einer Gutschrift wegen nicht freiem Familienzimmer zu tun..), aber auch da werden solche hohe Beträge vorgezogen.

    Doch.
    Ich kann als "Auslandsfranzösin" entweder mit Vollmacht auf einem inländischen Wahlregister wählen oder mich bei der Botschaft registriert haben.
    Im Studium war ich registriert, die Botschaftsvertretung war am Ende meiner Straße (und dann 50km weiter, als sie schloss, ich lebte damit).
    Dann war ich ein Jahr wortwörtlich am Ende der Welt und habe meine Vollmacht in der Botschaft in Wellington ausgestellt.
    Und dann lebte ich in einem Dorf in NDS an der niederländischen Grenze, wo meine Vertretung: in Berlin war.

    aber: SELBST wenn ich mich als Auslandsfranzösin auf dem Wahlregister von (in meinem Fall) Düsseldorf registriere, bin ich nur für die Präsi- und Parlamentswahlen (und Senat?) darauf. Für Kommunal- und Regionalwahlen bin ich weiterhin auf dem letzten Register (oder könnte ich).
    Das heißt, in der Zeit, wo es noch nicht klar war, dass mein Leben hier ist (und nicht nur eine verrückte Phase fürs Studium), war ich zweigleisig unterwegs ("Wählen ist ein hart erkämpftes Recht, Wählen ist eine Zivilpflicht!"). Das habe ich noch eine Weile so gemacht, bis ich erkannt habe, wie absurd es ist, dass sich dieselben Menschen über die Erdogan-Wahl der Deutschlandtürken aufregen, mich aber nach der Präsiwahl fragen, ob ich bitte gefälligst gegen LePen gewählt habe (oder noch schlimmer: was ich gewählt habe..).

    Leider ist die Entscheidung der Öffnung der Wahlbüros in Städten außerhalb der Botschaften und offiziellen Vertretungen eine Ermessensentscheidung. Dann ist man darauf festgelegt. Bis Ende Dezember kann ich mich für 2027 registrieren lassen, ich lasse mir Zeit, es ist leider nicht das Wichtigste in meinem Leben. (Ja, ich werde eine zynische, politikverdrossene Politiklehrerin)

    Ich habe keine Ahnung, was ZVK ist aber welche Entgeltgruppe und Stufe sind, müsstest du vom potentiellen Arbeitgeber erfahren, keiner kann hier wissen, ob dir ein TV-H 11 oder TV-H 13 oder anderes angeboten wird. Es hängt ja auch oft von der Schulform ab. (deswegen auch der Hinweis, dass die Prozentzahl sich je nach Schulform ändert.)
    Im TV-L (also alle anderen BL) KANN die bisherige Erfahrungszeit, muss aber nicht anerkannt werden. Dass es eine Gleichheit der Stufen zwischen TV-H und A-Besoldung gibt, würde mich überraschen, jedes System ist ja unterschiedlich.

    Fragen zu deinem Beitrag:

    - Wie sollte man die Wahlbenachrichtigung abgreifen? Da fiele mir eigentlich nur der Kontext Pflege ein. Die kommen ja zu jedem nach Hause.

    Es klaut keiner MEINE (oder deine) Wahlberechtigung.
    Es geht eben um die alte Oma, die nichts mehr genau weiß, die eine Haushaltshilfe oder ein Enkelkind hat, usw...
    Ich komme von einer politisierten Familie (und "mein" System läuft eh anders), aber meine Oma und Opa hätten es womöglich nicht gecheckt.
    (und ich kenne genug Leute, denen es nicht unbedingt mehr auffallen würde. In Frankreich sind die Wahlunterlagen DEUTLICH umfangreicher und trotzdem werden sie oft nicht viel beachtet (merke ich daran, dass ich bei anstehenden Wahlen, als ich noch Hoffnung auf qualitativen Französischunterricht hatte, immer nach einem Set Wahlunterlagen fragte und viele sie wie Werbung weggeworfen hatten oder nicht aufgepasst hatten).

    - was war mit korsischen Toten mit Briefwahl?

    Es gab Wahlen, bei denen deutlich mehr Leute auf dem Wahlregister waren, als noch Lebende, diese aber trotzdem ihre Stimme abgegeben haben ...

    - was ist eine Vollmachtwahl, hat jemand in deinem Namen gewählt und du vermutest, dass er/sie was anderes angekreuzt hat? Das klingt ja nach üblem Vertrauensmissbrauch.

    Da es in Frankreich keine Briefwahl (mehr) gibt (nie Zeit meines Lebens, und ich bin alt), gibt es nur noch die Möglichkeit der Vollmacht. Diese muss allerdings bei der Bundespolizei (oder einer Botschaft / botschaftlichen Vertretung) angefertigt werden, also nicht einfach so zuhause. Vollbemächtigte*r kann nur jemand sein, der im selben Wahlbüro wählt und dieser darf nur eine Vollmacht haben. Als Auslandsfranzösin kann ich mir als Wahlbüro/Wahlregister sowohl meine letzte Adresse aussuchen oder irgendeine Adresse mit einem Verwandten bis 3. Grad (oder so. und da wäre ich wieder auf Korsika :D )
    Vertrauensmissbrauch: Ich sage es mal so.. Wenn es der einzige Vertrauensmissbrauch in meinem Leben wäre, könnte ich ganz okay damit leben. Immerhin wusste ich damals schon relativ sicher, dass ich nicht komplett vertrauen konnte, hatte aber keine große Lust auf Streit. Die Abweichungen sind nicht konträr auf dem politischen Spektrum, wir reden in Frankreich von vielleicht 15 Kandidat*innen beim ersten Wahlgang der Präsiwahlen.
    Heutzutage gebe ich keine Vollmacht mehr, also keinem. Ich wähle aus Prinzip seit über 15 Jahren nicht mehr in Frankreich, muss aber zugeben, dass ich für 2027 doch überlege, mich zu registrieren, auch wenn ich dafür ans andere Ende von NRW fahren muss. Nicht für mich, aber für meinen Neffen (also seine Zukunft).


    Ich kenne es selber nur bei Parlamentsabstimmungen in Spanien, wo verhinderte Abgeordnete einen Kollegen bevollmächtigen, in ihrem Sinne abzustimmen. Da dies aber öffentliche Stimmabgaben sind, kann man immerhin sehen, wie abgestimmt wurde.

    echt spannend, was es alles gibt!

    Abgesehen davon, dass es zu begrüßen ist/wäre, wenn politische "Gegner" (Konkurrenten) fair miteinander umgehen: Sowohl CDU als Grüne haben doch nur den Anderen als Partner (oder? Bin nicht in BaWü...) und es geht im Endeffekt um den Ministerpräsidentenposten und Junior-Stellung, da sollte man nicht ständig gegeneinander schießen (ja, die CSU würde es machen, aber sie haben einiges weniger verstanden).

    Ich hoffe auch sehr auf einen Sieg der Grünen. Und wie ich von Özdemir in einem Podcast gehört habe: Die Leute in BaWü müssen nur verstehen, dass die Grünen in BaWü nicht die Grünen im Bund und in den anderen BL sind. Das müssen wir zeigen."
    Klingt ein bisschen strange, ist aber einfach so.

    Ja, wäre interessant. Würde aber (leider) keine Konsequenzen haben, weil kein Wahlhelfer gegen die Regeln verstoßen hätte.
    Genauso könnte es passieren, dass jemand meine Wahlbenachrichtigung abgreift und Briefwahl beantragt, ohne dass ich es merke und ich dann wählen will.
    Das ist eben eine Lücke im (deutschen) System, die offensichtlich nicht so sehr ausgenutzt wird, dass man sie nicht schließt. Jedes Land geht mit verbrecherischen Absichten anders um. (und nachdem (nicht nur) viele korsische Tote mit Briefwahl gewählt haben, hat man irgendwann in Frankreich die Briefwahl abgeschafft). Ob die Vollmacht eine bessere Lösung, wer weiß ... Ich halte sie zwar für "sicherer", aber mit dem Beigeschmack, dass das Wahlgeheimnis aus eigenem Antrieb verletzt werden MUSS. Da ich zu 99% sicher bin, dass meine Vollmacht-Wahlen schon mal missbraucht wurden, bin ich froh um die deutsche Briefwahlmöglichkeit und lebe mit DIESEM (Rest-)Risiko.

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