Beiträge von chilipaprika

    Ich weiß, warum sich an den Zuständen in Schulen in diesem Jahrhundert nichts ändern wird.

    Schaut mal ins benachbarte Ausland: Niederlande und Belgien hab ich aus erster Hand erlebt. Auch Finnland. All diese Schulen haben Personal für sowas. Da wird zB auch nicht kopiert, sondern nur ein Druckauftrag versendet. Man holt sich das Material sortiert, geklammert etc dann nur noch ab.

    Nur in D machen das alles und viel mehr hochbezahlte und hochqualifizierte Lehrpersonen und halten andere noch für bescheuert, wenn man das in Frage stellt.

    dafür werden die Lehrkräfte wesentlich weniger bezahlt.
    So dass am Ende ähnliche Summen ausgegeben werden.

    (Ich würde aber durchaus für eine Umverteilung der Gelder zu haben, es ist sooo unsinnig, für A13-A15 Pausenaufsichten und Vertretungen durchzuführen, da kriegen sie in Frankreich Mindestlohn.
    Aber klar: wir machen es ja kostenlos.

    Ach, es wird doch wohl aufgefallen sein, wenn sich große Mengen an Menschen nach der Entscheidung umgemeldet haben.

    Und wer schummeln will, schummelt richtig. Da man keinen schriftlichen Mietsvertrag haben muss und die polizeiliche Meldung beim Bürgeramt "einfach so" abläuft, wird derjenige, der betrügen will, es dort auch gemacht haben.

    Wobei tête à tête offensichtlich keine Zugeständnisse will und braucht.

    Manchmal ist es gut, wenn nicht jeder alles weiss (wenn es sich bei mir ergeben hat, dann nur, weil es passte und ich der Person total vertraute (oder gerade meinem Chef einen reindrücken wollte) )

    Ach so, wenn absolut unsicher: Einfach bei deiner Gewerkschaft / Berufsverband anrufen und um Rat fragen.
    Genauso habe ich es gemacht, als mein Chef die A... Karte gezogen hat.
    Ja, er durfte mir was verbieten.
    (Dann hat er so getan, als würde er es mir erlauben, hat aber der Nebenjobstelle erklärt, dass er nicht will, dass ich dort arbeite und es ihnen also nahelegt, mir das Angebot zurückzunehmen). Dann habe ich ein Studium angefangen :D
    DAS konnte er mir nicht verbieten.

    Super, ich danke euch sehr! :top:


    Dann werde ich mich mal für den Kurs anmelden.

    chilipaprika gibt es denn hier einen einschlägigen Paragraphen o.ä., der das belegt?

    Was soll es für einen einschlägigen Paragraph gaben?
    Sorry, aber: es ist der Punkt: es gibt keine abschließende Auflistung von Sachen, die man in der Freizeit machen darf. Du fragst auch nicht nach dem Paragraph für die Teilnahme am Sportkurs oder Französischkurs bei der VHS, oder wenn du deine Kinder zum Sportkurs eine Stunde entfernt chauffierst und deswegen zwei Mal die Woche drei Stunden Zeit dafür aufbringst.

    Nur aus dem Kopf:
    Wissenschaftliche und künstlerische Tätigkeiten sind anzeigepflichtig.
    Tätigkeiten zum Gelderwerb sind genehmigungspflichtig.
    DAFÜR gibt es Paragraphen.

    Ich (zuerst Angestellte in TZ, dann Beamtin in VZ, NRW) habe / studiere neben dem Studium, das war zwei verschiedenen SL und meinem aktuellen Dienstherr aus Gesprächen bekannt und auch mal wegen Freistellung für ein paar Präsenztermine, kein einziger der drei hat die Anzeigepflicht erwähnt.

    Und zwei von den SL sind sehr korrekt, der aktuelle hat ALLE Register gezogen, um eine Nebenbeschäftigung zu verbieten („weil er es bei mir (Beamtin) darf“)

    Ach: es waren stets ‚Vollzeit-Weiterbildungsstudiengänge‘ (90 oder 120 ECTS auf 2 Jahre)

    Ein Studium / eine Weiterbildung / ein Töpferkurs ist in NRW nicht anzeigepflichtig.

    Sagt ihr hier gerade, dass es manchmal keine Vorgaben für Kompetenzziele oder wenigstens Inhalte einzelner Fächer gibt? Oder zumindest gab?

    Doch. Der Lehrplan galt und gilt weiterhin (was viele leider vergessen).
    Aber der schuleigene Lehrplan (welche Reihen/Vorhaben, mit welchen Kompetenzen des Lehrplans verknüpft sind, dann ggf. mit welchen Materialien, ggf. welchen Überprüfungen, usw..) waren nicht da. Also nicht eine Stoffverteilung mit kleinschrittiger Planung und Materialien und so, aber jede Schule hat durch das Schulcurriculum die Möglichkeit, eigene Akzentuierungen zu setzen. Zum Beispiel zu entscheiden, welches Lehrwerk benutzt wird. In der Spracherwerbsphase in der Mittelstufe sind also die 6-8 Reihen des Jahres komplett am Lehrwerk orientiert mit ggf. der Entscheidung der Schule, im dritten Jahr eine Vorbereitung auf den möglichen Austausch einzuschieben.
    Oder in Politik/Wirtschaft, das seeehr viele Kompentenzen und seeeehr viele Themen hat, die man exemplarisch nehmen kann, steht das Praktikum nicht überall in der selben Stufe, überhaupt haben nicht alle Schulen die Fächer auf den selben Halbjahren&Schuljahren verteilt. Wer im Ruhrgebiet wohnt, wird vielleicht etwas anderes in Politik oder Geografie akzentuieren als im Sauerland.
    Die Fachschaft KANN die Entscheidung treffen, dass die Methode Portfolio mit der Einheit Grammatik verknüpft wird, dass ein bestimmtes Drama Pflicht ist (oder zwei drei zur Auswahl in der Stufe lassen..)
    In Pädagogik haben wir zum Beispiel EINE reformpädagogische Einheit gehabt. Da steht es einem frei, Reggio oder Montessori zu machen, bei Gewalttheorien ist es ähnlich.. (es sei denn, die Abiturvorgaben des Jahres legen es fest)

    Das war definitiv nicht immer der Fall (und ich habe vier Fächer, da waren wir nicht an mehreren Schulen kollektiv blind (und ich kenne die Seite, das Land hat daraus gelernt) ;) )
    Ich sass schon in FoBis (je eine für ein Fach), in der uns erklärt wurde, dass es eben nicht die Aufgabe des Ministeriums sei, dafür hätten sie eben keine Ressourcen. Das Rauen in der jeweiligen Versammlung war .. nett).

    Als Lehrerin finde ich es sehr befremdlich, dass das Land (oft? immer?) keine Vorlage / Beispiel zur Verfügung stellt, sowas erst nach Monaten auf irgendeiner Fortbildung präsentiert hat (eine Schule wurde genötigt etwas vorzulegen?) und dann gut vernetzte Kolleg*innen alle das Beispiel oder das Werk einer Schule immer weitergeben, mit jeweils leichten Anpassungen.
    Ich stelle mir immer vor, dass unsere Fassung im Norden das Ergebnis einer Stille-Post-Weiterleitung des Werks eines Kollegen aus Köln ist. Über das Sauerland und zurück.

    Ist es auch.

    Aber technisch ist es kein Problem, den Namen zu lesen, den äußeren Umschlag zu öffnen, den inneren zu öffnen, nachzuschauen und ihn dann auf einen Stapel zu legen.

    Natürlich ist das nicht vorgesehen. Natürlich darf man auch davon ausgehen, dass das nicht passiert. Aber trotzdem ist dadurch das Wahlgeheimnis nicht gewährleistet..

    aber es ist bei der Briefwahl für Europa- / Bundestags-/ Landtagswahl ja genauso?
    (und da wurde mir doch so schön erklärt, dass soooo viele Menschen drüber gucken, dass es kein Risko gäbe (worauf ich ja - aktuell - noch vertraue) )

    Mmm.. ich bin jetzt total verwirrt, in welchem Fall ich schon die Situation hatte. und da wurden zuerst alle Umschläge geöffnet, Namen abgehackt (doppelte Wahl vermeiden), und erst in einem zweiten Schritt aus dem großen Stapel wieder ausgezählt.
    (Briefwahl bei der Hochschulpolitik? Bin unsicher, ich war eigentlich nie Wahlhelferin. Aber egal, irgendwie erscheint es mir das (einzig!) logische Verfahren)

    Ich gehöre auch zu dieser aussterbenden Randgruppe und habe fast nie mein Handy mit.

    Ganz alleine bin ich aber nicht. Die DB hat doch beschlossen, dass die Bahnkart nur noch digital verfügbar sein soll und ein Verein (habe leider vergessen welcher; Verbraucherzentrale?) hat sich darüber heftig beschwert, weil es zu viele Menschen ausgrenzt. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, haben sie es jetzt zumindest so eingerichtet, dass man sich dann einen QR-Code selbst ausdrucken kann.

    ich wäre gerne so konsequent, ich bin auch sehr genervt, dass mein ÖPNV-Ticket nur im Handy ist, aus Prinzip für Alle, die es ausgrenzt, habe aber keiner Prinzipien-Widerspruch eingelegt und es eingescannt /in das Handy gespeichert. Was eigentlich schlecht ist, weil Solidarität angesagt wäre.

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