Von welchen Migranten sprechen wir gerade überhaupt?
Ich wusste nicht, dass wir von bestimmten Migrant*innen sprechen.
Aber ich habe die Beispiele gewählt, wo ich weiß, dass ich in diesem Punkt nicht mit einer europäischen Selbstverständlichkeit drangehen darf.
Dass der Franzose (ich bin nicht doof, ich weiß, den meinst du nicht, aber mir egal) einen Pass und Papiere hat, ist klar. Glaub mir, ich habe oft genug irgendeine Geburtsurkunde hier vorzeigen müssen, um das zu beweisen. [Und trotzdem sind diese Dokumente in Frankreich und Deutschland wenig vergleichbar. Ich vermute, deine deutsche Geburtsurkunde bzw. Auszug aus dem Geburtsregister ist lebenslang gültig. Mein Auszug ist nur drei Monate gültig
]
Andere Länder, andere Sitten und dass einige Menschen im Mittelmeer oder auf dem Fluchtweg einiges nicht dabei hatten, was der deutsche Staat als notwendig erachtet, verwundert mich halt nicht. Ein Freund von mir kommt aus dem Kamerun, er kennt auch nicht sein Geburtsdatum, ist also am 1.01. geboren (Papiere im Kamerun gemacht), die deutsche Ausländerbehörde hat ein anderes Datum (Mitte Januar) eingetragen, weil es "weniger doof" klinge. Bei der Gelegenheit haben sie Vor- und Nachname vertauscht, weil sie den englischsprachigen (!) Pass falsch gelesen haben und bei der Einbürgerung hatte er tausend Probleme, es wieder geradezubiegen, obwohl es über 10 Jahre lang nachweislich bemängelt hat.
Ein bisschen mehr Interkulturelle Kompetenz und Verständnis dafür, dass alle unterschiedlich sein können, würde nicht weh tun.