Beiträge von chilipaprika

    und passend zu Weihnachten erzähle ich ganz Off-Topic, dass wir vor 2 Wochen die ersten Stollen des Jahres gebacken haben und gestern verschenkt haben (mit dem Hinweis, noch 2 Wochen zu warten, bevor man sie isst... ich lege nicht meine Hand ins Feuer, dass die französischen Feinschmecker*innen sich daran halten werden :D

    Die Weihnachtsbäckerei pausiert aber wieder, der Chefbäcker hat gesagt, erst Ende Oktober wird sie wieder eröffnet.

    In Dänemark habe ich kürzlich eine größere Schülergruppe, ca. Klasse 4, bei einem Schulausflug beobachtet. Die SuS haben ihre Lehrer (mehr Männer als Frauen) mit dem Vornamen angesprochen (sicher auch geduzt) und hatten irgendwie auch mehr Körperkontakt als das bei uns üblich ist. Aber sie waren sehr diszipliniert, ruhig und fröhlich und haben sofort gehört. Es war so ähnlich wie wenn Papa mit den Kindern einen Ausflug macht.

    im Dänischen wird aber die Höflichkeitsform quasi ausschließlich für die Königin oder Ähnliches verwendet.

    Ich finde, da muss man immer den Kontext betrachten, wenn die skandinavischen Länder oder Englisch als Beispiel für das Duzen und die gute Beziehung im Klassenraum herhalten müssen (aber jetzt spricht wieder mein konservatisches Ich)

    Die Frage nach Du und Sie interessiert mich und zwar aus einer fremdsprachlichen Perspektive. Und zwar ist es in Spanien nicht unüblich, dass Schüler ihre Lehrkräfte duzen und beim Vornamen nennen. Ich weiß, dass im Französischunterricht die Schüler den Lehrer mit vous ansprechen und aus meinem Spanischunterricht kenne ich es auch so, dass die Schüler gerne das usted nutzen, sobald sie es mal beherrschen. Etwas seltsam klingt es für mich aber schon und da Spanischunterricht mehr als nur Sprache vermitteln soll, überlege ich immer mal wieder, ob es nicht sinnvoll wäre, da das Du und Vorname als interkulturelle Lernerfahrung mal einzuführen.

    Ich bin eine bekennende Du-Meiderin und möchte auch nicht von Lernenden in einer Lerngruppe geduzt werden.
    Und jetzt lese ich den Beitrag und kenne die Ausnahme meines Lebens (ich habe ca. 8-9 Jahre gebraucht, meine Schwiegereltern zu duzen, die 6-7 Jahre davor weder Du, noch Sie. Wie gesagt, ich bin Meid-Expertin)

    Ich hatte eine (Gebärden)sprach-AG und die Gebärdensprache kennt kein Sie. Da einige Wörter "mitgesprochen" bzw. mit dem Mund mitgebildet werden, ist es aber wichtig, das Richtige zu machen und so war es, dass einige 8.-Klässler*innen mich 5 Jahre lang (bis zum Abi) einmal die Woche mit "Du"/"Dein"-Gebärden und Wörtern angesprochen haben, während ich ihnen erst Monate (Jahr?) nach dem Abitur das Du angeboten habe / es sich so eingeschlichen hat.

    Ich halte es also durchaus für eine kulturelle Sache, die man wirklich trennen kann, wenn der Unterricht auch fast einsprachig ist (und es nicht nur darum geht, ab und zu "Rosa, tu" auszusprechen und dann den zweiten Satz auf Deutsch..

    Es war ein Bild.

    Aber ich hatte schon genau Leute in meinem Umfeld, die eben nicht bereit waren, 30km für A12 zu pendeln, und dann (hahaha) 3-4 Jahre Vertretungen gemacht haben und jetzt 25-45km in eine ganz andere Richtung pendeln und dies weiterhin für A12 und keine Möglichkeit von A13 (außer durch die Angleichung, aber nicht an einer Gesamtschule)

    vielleicht gibt sie dir dann Entlastungsstunden für Aufgaben.
    Vielleicht hast du ein gutes Arbeitszeugnis, um wo anderes auf dich aufmerksam zu machen.
    Vielleicht hat Bayern irgendwann ein Quereinstiegsprogramm, das förderliche Erfahrungszeiten in der Schule belohnt.

    Ganz viel vielleicht.
    Sorry, aber ich habe ein leichtes Unverständnis sowohl für Ref-Absolvent*innen, die sich zu fein sind, eine Vertretungsstelle oder gar eine Planstelle anzunehmen, die 30km von ihrem Wohnort ist und darauf warten, die bessere Stelle auf Silbertablet geschenkt zu bekommen, aber auch für Seiteneinsteiger*innen, die nicht bereit sind, sich ein bisschen durchzukämpfen.

    Und wie gesagt: ich reagiere auch bei den "grundständigen" Kolleg*innen ziemlich allergisch. Nur weil irgendwo Lehrer*innenmangel in der Zeitung steht, heißt es nicht, dass plötzlich alle A14 vor der Haustür bekommen, die vorbeikommen.

    aber: kommt es überhaupt in Frage, dass du in einer Woche (oder wann auch immer der Schulstart bei euch ist) was Anderes hast? Du unterschreibst doch nicht lebenslänglich und es wurde schon jetzt vermutet, dass die Regeln in den nächsten Jahren lockerer werden. Mach das eine Jahr, du wirst schon merken, was für dich gut ist (und womöglich merkt auch die Schule, was sie dir sonst anbieten kann...)

    aber es ist der Punkt: wir sind Lehrkräfte.

    Es gibt genug Privatschulen, die versuchen, die Lehrkräfte auf E12 oder E11 runterzuhandeln, AUCH mit 2. Staatsexamen und du hast "nicht mal" ein 1. Staatsexamen / Lehramtsstudium. Deswegen: es ist quasi eine goldene Chance und du wärst ganz schön arrogant sie ziehen zu lassen, wenn du glaubst, du seist (zu diesem Zeitpunkt!) mehr wert.
    Aber vielleicht habe ich es falsch verstanden und du willst eine andere Schulform / ein anderes Bundesland / ...

    also:

    Du kriegst

    - an deiner favorisiserten Schulform
    - einen Vollzeitvertrag

    - mit E12 (also das höchste, was du mit FH-Master im öffentlichen Dienst in der Regel erwarten kannst)

    - in einem Job, in welchem du offiziell (noch) nicht ausgebildet bist

    - in welchem du arbeiten möchtest

    und du machst dir Gedanken, wie es wäre, wenn du in einem Jahr doch quereinsteigen lässt? (oder kannst du überhaupt dieses Jahr noch quereinsteigen? (und wie käme es?))

    Mach doch die Vertretung, vielleicht merkst du,

    - dass es nichts für dich ist

    - dass es dein Traumjob ist und es sich lohnt, noch was nachzuholen?

    In meiner Grundschule (80er... Frankreich) bestand der Parallellehrer auf das Du. Und ich habe sooo froh, ich war in der Parallelklasse und konnte es nicht.
    (Ich habe von der 1. Klasse an meine Lehrkräfte gesiezt. Nur dieser Lehrer in der 4./5. war anders. Er hat es wirklich eingefordert und Stress gemacht, wenn man gesiezt hat. Ich fand es als 10jährige sehr unangenehm.)

    Ich glaube, das Wort "protokollieren" ist falsch gewählt, es wurde danach gesagt, dass der Vater /die Hilfe zu Hause Stoff wiederholen kann.
    Es wird also nicht mitgeschrieben "Frau X hat aus einer blauen Tasse um 10uhr20 getrunken" sondern Tafelbilder, Impulse, Unterrichtsgespräch.

    Wie gesagt, ich bin nicht fit genug in der Sache Jugendamt/anderer Träger/usw. aber bei uns schalten definitiv auch Eltern die Anzeigen und es steht nirgendwo, dass sie sich bei einem Träger melden müssen. (sicher ist es OT, aber warum Jugendamt und nicht Integrationsamt oder Ähnliches, wenn es um eine Integrationshilfe geht?)

    Edit: Überschneidung von Beiträgen, bin raus, meine Sitzung beginnt endlich, war wieder unterhaltsam.

    Wer ist denn ihr Arbeitgeber? Hat sie einen Träger im Rücken, wenn es zum Konflikt mit dem Vater und/ oder Lehrkraft kommt? Wer entscheidet, was im schulischen Rahmen der Entwicklung und dem Wohl des Kindes am ehesten entspricht?

    Das ist vielleicht in Berlin ein normales Vorgehen. Bei uns würde so ein Konstrukt (aus gutem Grund) kein Jugendamt bezahlen.

    bist du dir da sicher?
    Ich kenne mich in dem Bereich nicht aus, aber ich sehe hier (NRW) sehr viele Privatanzeigen von Eltern, die jemanden suchen, die verfügen ziemlich sicher über ein Budget (sie dürfen natürlich nicht Geld für sich behalten oder so, sondern sie können es halt so einsetzen, spart dem Amt viel Papier und Verwaltung). Ähnlich wie bei Menschen mit Behinderung das Budget, das man selbst verwalten darf (bitte nicht auf die Begrifflichkeit festnageln, aber das ist in dem Fall 100% so, dass die Person das Geld selbst verwaltet und Arbeitgeber*in ist)

    (Hochschul-)vorlesungen sind in der Tat eine völlig andere Situation...

    naja...
    Ich bin vermutlich sehr old school, bin aber eindeutig kein Fan von hybrid, weder als Lernende noch als Lehrende. Ich kann mich sehr mit Videovorlesungen / Vlodcasts und so weiter anfreunden (sowohl als Lernende als auch als Lehrende) aber diese Forderungen von Studierenden, dass post-Pandemie das Hybrid-Format weiterhin besteht, um schön währenddessen im Ausland weilen* zu können, sehe ich aus allen möglichen Perspektiven sehr kritisch.

    *das ist das, womit ich konfrontiert werde, aber meinetwegen ersetzen durch: Vollzeitpraktikum woanders in Deutschland.

    tja, steht sogar im Namen ;)

    Ernsthaft: bei allem Ärger zur persönlichen Personalsituation (die ich vermutlich auch nicht hinnehmen würde, aber das weiß ich gerade nicht), finde ich wichtig, Themen und Probleme wie Schulangst und weitere psychische Diagnosen ernstzunehmen (und ich hätte tatsächlich gedacht, es sei eine bekannte Diagnose (im Bezug auf "man erlebt immer was Neues". Also ich hatte nie den Fall aber es ist mir bekannt).

    Dies gesagt: mich irritiert die Maßnahme, es ist definitiv nicht die Art Maßnahme, die ich Laie erwartet hätte.

    In Hessen kenne ich persönlich auch nur kostenpflichtige Schulen.

    wie meinst du das?
    Für den sonderpädagogischen Bereich? Ich hab da ein Praktikum an einer Förderschule gemacht, sie war ohne Schulgeld. (Ich würde gerne sagen "100%", aber wer weiß. Auf der Seite steht da was von LWV als Träger. Es irritiert mich durchaus, kenne mich aber in dem Bereich nicht gut aus.

    Sonst: die bischöflichen Schulen / Schulen in kirchlicher Trägerschaft sind auch in Hessen schulgeldfrei.

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