Auf Fortbildungen wird den Ärzten erzählt, was sie alles abrechnen können und was im legalen Rahmen ist. Ich möchte aber nicht wissen, was bei Kassenpatienten alles abgerechnet wird, denn die können die Rechnungen gar nicht nachprüfen.
Das Argument habe ich seit einem Vierteljahrhundert (oh mein Gott! so lange bin ich in Deutschland, bzw. noch länger) und dabei bin ich erst knapp 10 Jahre privat (teil)versichert. Die Menschen haben keine Ahnung und entsprechend keinen "Respekt" vor den Leistungen. Sowohl im Glaube, dass Ärzte Millionäre wären (ohne zu sehen, wie viele Stunden sie arbeiten und wie viel Personal insgesamt dafür finanziert werden muss (plus Miete, usw..) ), als auch umgekehrt, wie viel eine Leistung kostet.
Ich kenne GKV-Versicherte, die glauben, dass ein Tag im Krankenhaus tatsächlich 10 Euro kostet (Selbstbeitrag).
Und es gibt so viele GKV-Versicherte (ich inklusive), die beim Wechsel in die PKV erfahren, was alles aufgeschrieben wurde und wieviel davon nicht stimmt. Antwort des damaligen Arztes "Ach, ich schreibe nur "Grippe" auf, die Assistentin weiß, welche Ziffer zur Abrechnung nötig sind. Und sie schrieb fröhlich.."
Dafür habe ich gerade eine Ärztin, die nach Jaaaaaaaaaahren im Dienst keine Ahnung hat, was sie abrechnen soll und kann und durch meine Rechnungen mit ihrer Kollegin durchgegangen ist, damit sie ihr erklärt, dass sie in der selben Zeiteinheit X abrechnen darf, aber auch X plus Y plus Z plus AB, auch wenn sie für Y, Z und AB Zeit von X abknapsen musste. (Also zum Beispiel Krankschreibung aufschreiben, Tablette aufschreiben, usw..)
Also ja, diese Fortbildungen sollten verboten sein.