Beiträge von chilipaprika

    Bei uns hat das noch nie jemand gemacht. ich würde wirklich erstmal fragen.

    Wenn man aber selbst Schockolade und Haribo in seiner Abteilung auslegen will, muss man sich nicht daran halten, dass es bisher keiner gemacht hat.
    (Genauso wenig, wie man sich gezwungen fühlen soll, selbst einen großen Einstand zu machen, weil andere es tun)

    [nur: Vielleicht sollte man nicht von jeder Gelegenheit einen Teller bunkern ("für die nächste Pause") und ausgiebig essen, aber nie was bringen ...]

    Rätsel, Übungen, Mysterys etc.

    Man kann mal als Belohnung Rätsel und Mysterys machen, aber als Unterrichtsgrundlage? Zudem noch in der Sek I? Ich finde das schwierig, vor allem vor dem Hintergrund, dass viele Schüler (m/w/d) nach dem Schulabschluss ihre Ausbildung in einem Betrieb aufnehmen,

    ... wo deren Kreativität gefragt sein kann, wo sie zu Lösungen kommen müssen, wo sie den Stoff, den sie in Übungen (has ja sie geschickt nicht erwähnt) einstudiert haben und beherrschen, auf weitere Situationen anwenden müssen, ... ?

    Es steht in odeixes Satz keine prozentuale Verteilung der Übungsformen und wir wissen gar nichts über die Ausgestaltung der Lern- und Übungsformate...
    Oder ist "Üben" und "Lernen" für dich nur stumpfes Pattern drill?

    ja, und zum Teil ist es genau das: DIESE Angebote kommen in die Schulen.
    Mit Familiengrundschulzentren habe ich - logischerweise - nicht viel Erfahrungen, aber in meiner Stadt gehen genau diese Angebote (Caritas, AWO & co.) in die Stadtteile, knüpfen an bestehende Orte an oder eröffnen neue. Unsere Schulsozialarbeiterin wird auch von denen finanziert, wie die von mehreren Schulen. Sie macht also auch zum Teil solche Angebote.

    Die Frage ist doch: werden all diese blumig klingenden Ziele denn überhaupt in nennenswerter Zahl erreicht? Wie viele Mütter erkennen denn plötzlich den Wert von Bildung und ergreifen Berufe und wie viele Kaffeetermine braucht es dafür?

    Diese Orte sind doch weitaus mehr als Kaffeetrinken. Das nierderschwellige Angebot ist immer ein "Fuss in der Tür" der Beratung. Sozialpädagogische Fachangebote, Frühförderung für kleinere Geschwister, Unterstützung für BuT, usw.. also auch Entlastung der schulischen Arbeit.
    Ja, kostet Geld.
    Ja, ich hätte lieber keine solchen Ausgaben, aber Bildung ist der einzige nachwachsende Rohstoff. Man muss nur halt mehr dafür tun, es wächst nicht von alleine flächendeckend. Und die mögliche Drohung "dann werden sie selbst die Konsequenz spüren" wird eh nicht klappen. Es ist nur eine Verlagerung von Kosten.

    Dann möge Timothys Mutter sich an einen Therapeuten, die Schuldnerberatung und ggf. das Jugendamt wenden. Gibts ja glücklicherweise alles. Sie kann Timothy sicherlich auch zur Hausaufgabenbetreuung schicken und evtl. sogar Nachhilfe aus BuT-Leistungen verschaffen. Wenn sie nicht weiß, wie das geht, kann sie sich an die Schule wenden. Wozu genau braucht Timothys Mutter noch ein Familienzentrum?

    Eins: Muhahaha...
    Einen Therapieplatz finden, wenn man selbst in prekären Lebenslagen ist.
    Lass mich lachen. Ach nee, weinen.
    und es wird leider nicht besser, man kann zur Zeit nicht mehr aus dem Staunen kommen, was in dem Bereich kaputt gemacht wird.

    Zwei: GENAU DAS machen die Familiengrundschulzentren. Die Vermittlung an bestehende Angebote, aufzeigen, welche Möglichkeiten existieren, usw..
    Wir reden nicht über 3 Vollzeitkräfte für eine Grundschule. Sondern von koordinierenden Angeboten, einigen Treffen über lange Zeiträume, Vernetzung von Menschen, Vorstellung von Angeboten, es ist im Prinzip ein weiterer Standort von Stadtteilarbeit.

    mmm, okay.
    Aber ich habe die Familienbildungszentren, die jetzt geschlossen werden, erklärt und deren Schließung in meiner Stadt bedauert. Klar leidet die Integrationsarbeit darunter, aber es leidet viel mehr.
    Und die jetzt eingesparten Kosten sind ein Kleks im Vergleich zu später.
    Eine Mutter (Vater), die die Bedeutung von Schule versteht, die bei den Hausaufgaben helfen kann, die in die Gesellschaft integriert wird (im allgemeinen Sinne, auch als "Urdeutsche"), ... ist eine Mutter, gegen die man in der Mittelstufe weniger "kämpft", weil das Kind auf Lehrkräfte sch.., ist eine Mutter, die mit ihren Kindern in die Bibliothek geht, schwimmen lernt, usw.. Es ist eine Mutter, die einen Job aufnimmt, ein Vorbild ist, Steuer bezahlt.
    Aber selbst, ohne auf die Mutter zu schauen: Es sind Kinder, die später solche Hilfen nicht mehr brauchen.

    Es ist ein bisschen lange her und elme selbst vor 2 Jahren das letzte mal da.
    Vertretungsstellen sind so unterschiedlich voneinander: Suche eine, schau, was es gibt und reflektiere, was du leisten kannst (vll nicht unbedingt 100% Grundschule in allen Fächern inklusive Klassenleitung...) und dann kannst du gezielter nach Unterstützung suchen.

    Besser wäre, wir machten es wie Kanada: Bleibeerlaubnis nur gegen Nachweis konkreter Integrationserfolge. Ich habe derzeit eine Schülerin (Ukrainerin), deren Eltern innerhalb von 3 Jahren in Kanada nicht genügend Punkte zusammenbekommen haben. Heißt für die Familie, dass sie halt wieder ausreisen musste.

    Behalt deinen Rassismus bitte.
    Diese Familienbildungszentren sind weder exklusiv für Neu angekommene Familien noch für "Menschen mit Mgrationshintergrund". Es profitieren ALLE. Glaubst du etwa, Thimothys Mutter, die seit 4 Generationen deutsch ist, ist automatisch in der Lage, die Bildungslaufbahn zu unterstützen? Sitzt nicht isoliert zuhause, seitdem sie 3 Kinder hat? Hat nicht auf Probleme, mit den neueren Herausforderungen klarzukommen?

    Ja. Klar.
    Aber: aus rein wirtschaftlicher Sicht - ich spreche nicht mal von Menschlichkeit oder so - ist es die beste Rendite ever.
    Bildung an sich sowieso. Für die Kita hat El-Mafaalani immer die Zahlen von 1 Euro Investition, 10 Euro zurück. und dann würde man auch die Eltern mit integrieren.
    Wir haben aktuell die höchste Quote an Menschen ohne Abschluss.
    Und wir wissen sehr wohl, dass viele mit Abschluss nicht unbedingt den allergrößten Beitrag zum BIP leisten werden. Ist das uns egal? (und jetzt tun wir so, als wäre uns sogar die Wirtschaft egal... die Demokratie! Abgehängte Menschen sind selten die größten Fans der Demokratie ...)

    Was ist das?

    Willkommen bei der Initiative Familiengrundschulzentren NRW • Familiengrundschulzentren NRW

    zusammenfassendes Zitat (einer anderen Quelle):

    Zitat

    Aufgaben und Konzept

    • Drei Säulen: Die Arbeit stützt sich auf die Bereiche Bildung, Begegnung und Beratung.
    • Angebote vor Ort: Es gibt Elterncafés, Sprachkurse, Kreativangebote, gemeinsame Sportaktivitäten oder Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen.
    • Offen für alle: Die Angebote gelten für den gesamten Stadtteil, unabhängig davon, welche Schule ein Kind besucht.
    • Netzwerk: Eine extra Koordinierungsstelle verbindet Schulen, Jugendhilfe und andere Partner im Sozialraum.

    Also auf jeden Fall etwas sehr Sinnvolles, ich wüsste nicht mal, was man dagegen haben kann.

    Denke ich auch. Viele bildungsferne Mütter sind über Jahre mit Kleinkindern zu Hause und lernen kein Deutsch, die Kommunikation mit der Gesellschaft ist praktisch nicht vorhanden, die Abkapselung groß. Und ihre psychische Belastung oft enorm.

    Frage mich, warum Deutschkurse nicht flächendeckend, niedrigschwellig angeboten werden, am Besten mit angeschlossener Krabbelgruppe.

    und an Schulen / in Schulnähe.
    Meine Stadt hat gerade die Familiengrundschulzentren gekappt. Geldfrage.
    Sehr schade, wenn man sieht, was da alles angeboten werden kann.
    Aber einige Politiker*innen halten es nur für ein bisschen Kaffeeklatsch und sehen nicht, was für eine enorme Investition in gesellschaftliche Teilhabe es ist.

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