Beiträge von chilipaprika

    Tatsächlich nur einen und dem kann man nun wirklich nicht vorwerfen, besonders arbeitsscheu zu sein. Der macht alles, was so anfällt: Erasmus- und Fahrtenbeauftragter, Fachkonferenz Allgemeinbildung, Teil des Schulorchesters und noch ein paar Sachen.

    Das überrascht mich dann nicht. Bei der Kombi "Sport/Reli" würde ich zum Beispiel nie an arbeitsscheu denken.

    Meine "Klingelklingel-Kategorie" bei Sport ist: Sport/SoWi, Sport/Erdkunde, Sport/Bio. Ich glaube fest daran, dass diese Leute sich auch im Schuldienst gut (weiter)entwickeln können, aber meine Uni-Erfahrung hat einfach soviel im Vorurteil verfestigt, es ist sehr sehr schade.
    (Angefangen von "Klar unterrichte ich Deutsch als Fremdsprache in Kolumbien, auch wenn ich weder Deutsch, noch Fremdsprache noch DaF je gelernt habe. Ach, Spanisch spreche ich auch kein Wort" über "Mein Englisch ist schlecht aber für Südafrika wird es schon reichen, die können es auch nicht besser. Deswegen will ich dort mein Praxissemester machen" über hingerotzte Hausarbeiten ohne Einsicht, dass Quellen notwendig sind. Alle bei mir "durchgefallen" Hausarbeiten gehören zu diesen drei Kombis.

    Passend wären Physik und Reli. Für Außenstehende bisschen mysteriös. Es passieren Wunder, die wir nicht verstehen und daher glauben wir es halt einfach mal. 8):sterne::flieh:

    Ja... aber die Physiker haben selbst ein Studium, wo sich echt hinknien muss. Macht man nicht so nebenbei.

    (Ja, ich weiß, Sport auch nicht. Und ich habe tatsächlich 1-2 Sport-KuK, die auch real nachdenken können. Aber ich habe auch genug, die deutlich machen, dass das Zweitfach echt Ballast ist und dass die Herausforderung des geistes-/sozialwissenschaftlichen Studiums mit "so hoch springen, wie man muss" angenommen wurde.

    Ach, es tut so weh, Vorurteile zu haben.
    Aber am meisten weh hat es getan, als ich im Kontakt mit vielen Lehramtsstudis war und feststellen musste, mein erster Sportvorurteil (je nach Zweitfach) trifft IMMER zu :(

    20%!!!
    Da läuft gewaltig was schief im Vorfeld.
    Sorry, aber da braucht ihr einheitliche Regeln, dass "blabla" keine 4 ist. Und Vortragen von HA sowieso nicht, keine Ahnung, wie man auf die Idee kommt, es sei ein Maßstab in der (gymnasialen) Oberstufe.

    Positiv denken: Die Prüfung hat man für später auch da.
    Bzw.: für eine Bestehensprüfung sollte man aus dem Fundus eines Kollegen greifen. Sorry, aber für 20% Bestehensprüfungen mache ich mir nicht auch noch extra-Arbeit.

    auf die Reihenfolgewünsche wenn möglich (!) einzugehen, bedeutet nicht, dass es Tageswahl gibt.
    Wenn X Mathe-Philo-Englisch haben will, und Y Deutsch-Mathe-Englisch, dann wird Mathe am späten Vormittag oder Nachmittag des Tages 1 terminiert. Dann hat X "frei" während der Deutschblock ist, etc...
    Wie gesagt: Dass so viele SuS die selbe Kombi und das bei den selben Lehrern hat, halte ich für einen sehr überzogenen Zufall an deinem BK.

    Mir wurde gesagt, dass die Schule dafür sorgen kann, dass das Jugendamt einem das Kind wegnimmt, wenn es nicht die „richtige Gesinnung“ hat.

    muhaha...
    Mir geht es zwar regelmäßig auf den Keks, wie stark die Rechten der Familie in Deutschland hochgehangen werden, ABER: Nein, das Jugendamt hat ganz andere Daseinsberechtigungen und auch genug zu tun, mit der "richtigen Gesinnung", was auch immer es ist, hat deren Eingreifen nichts zu tun.

    Also wir haben durchaus in manchen Fächern 3, 6 oder 8 mündliche Prüfungen.

    Wenn man die gut hintereinander taktet, kann man immer drei Schüler mit einem Prüfungsvorschlag prüfen. Die Prüfung besteht ja aus 30 Minuten Vorbereitung, gefolgt von der mündlichen Prüfung und der Notenverkündung. Während Schüler A schon mit allem durch ist und ihm die Note mitgeteilt wird, wird Schüler B von einem Kollegen vom Vorbereitungsraum zum Prüfungsraum gebracht. Gleichzeitig wird Schüler C von einem weiteren Kollegen vom Warteraum in den Vorbereitungsraum gebracht. Diese drei Schüler haben also keine Chance sich über den Weg zu laufen. Wenn Schüler A den Flur verläßt, sitzt Schüler B in der Prüfung und Schüler C im Vorbereitungsraum. Entsprechend kann man eine Prüfung dreimal stellen.

    Wow, wie revolutionär.
    Ich vermute, keine andere Schule war je auf die Idee gekommen.

    Sorry, Sarkasmus.

    Aber SoMi zählt halt 50% (wobei du schon Recht hast: Oft sind die Wackelkandidat:innen auch mündlich nihcht stark; wobei es natürlich auch die Fälle gibt: "Mündlich top, schriftlicht nicht so gut".

    Nur tun sich die meisten Lehrkräfte (ich nehme mich nicht raus) schwer, jemandem, der viel redet, die 5 zu geben, auch wenn es nur die Hälfte der Zeit ausreichend ist. Und dann wird aus der mangelhaften schriftlichen Note (aber auch DAS muss man schaffe) und einer schwachen 4 doch noch eine Note überm Strich.
    Dass bei sehr vielen Schüler*innen eine Abiturklausur leicht schlechter ausfällt (weil mehr als ein Thema, nicht auf den Kurs und Unterricht zugeschnitten, usw..), ist klar. Und dann hat man plötzlich die 5.

    Welches BL, ggf. Schulart?
    Dann kannst du im Lehrplan gucken. Solltest du die Anmeldefrage wahrheitsgemäß beantwortet haben ("Ich bin Lehrkraft"), wird dir das Sichten eines solchen Dokuments hoffentlich nicht zu schwer fallen.

    Okay, die Möglichkeit gibt es natürlich auch, aber ganz ehrlich: Wie viele SuS mit drei Bestehensprüfungen habt ihr, dass es dann zufällig die selben Fächer vom selben Lehrer in einer anderen Reihenfolge ist?
    Kein Schüler hat Anspruch auf die Prüfung um 8 Uhr und dann ist die Prüfung 1 von Schüler A die Prüfung 2 von Schüler B.

    Bestehensprüfungen sind doch nach zwei Jahren Qualifikationsphase mit allen Möglichkeiten, die der Schüler hatte, zu zeigen, was er nicht kann, doch nicht die normale Tagesordnungen? Ich glaube, um die 2, maximal 3 SuS bei einem mittelgroßen Jahrgang (100) hat es nie überschritten.
    Und wenn die alle 4-5 SuS in den selben Kursen waren, müssten sich die Lehrkräfte an der Nase fassen, ob sie die SoMi-Note nicht krass überschätzen (ich kenne aber auch die Fälle von SuS, die mündlich und "sonstig" tatsächlich gut sind, aber schriftlich stark abweichen, aber bei Bestehensprüfungen muss auch das Notenbild in den weiteren 10 Fächern sehr niedrig sein).

    Ich nehme nur das an, wenn ich den Kurs unterrichten darf.
    Und ich habe zwar ein sehr breites Fächerportfolio UND Interesse sowie ggf. Bereitschaft auf weitere Erweiterung, sowie Lust auf Wechsel in den berufsbildenden Bereich...
    ABER
    mit deinen Fächern kann ich nichts anfangen.
    Nichts.
    Mathe konnte ich sehr gut und habe es geliebt, aber nach der 10. abgewählt, ich kenne also nicht mal schleifend die zu unterrichtenden Themen.
    Metalltechnik ist für mich der Inbegriff der doofen Jungs, mit denen ich im Sport war. (Ja, die Mädchen-Literaturklasse zusammen mit der Jungs-Metaller-Klasse zusammenlegen, super Idee.)

    Fazit: Nein, Danke!

    Bin ich die einzige hier, die sogar "hurra!" springen würde, in der Situation zu sein? Nicht wegen der Arbeitsbelastung, natürlich, sooo schlimm veranlagt bin ich nicht, aber das ist das Zeichen, dass ich viele Oberstufenkurse hätte. Juhuuuuu!
    Lieber drei Prüfungsblöcke in zwei-drei Fächern vorbereiten als einen Klassensatz mehr in der (unteren) Mittelstufe zu haben...

Werbung