Beiträge von Flipper79

    In D bekommen die Frauen ohnehin zu wenige Kinder und wir stehen schon sehr bald vor einem erheblichen Demografieproblem, wenn diese Zahl so bleibt/ noch sinkt. Insofern sollte man sich über jede Frau freuen, die ein oder mehrere Kinder bekommt. Und Frau steigt ja i.d.R. 1 Jahr nach der Geburt des Kindes wieder ein (auch wenn es Ausnahmen gibt).

    Nicht Schulleitungsproblem, wenn die Personaldecke durch den Dienstherr unter 100% liegt,

    Wie diese Berechnungen zustande kommen, ist ja auch immer nicht ganz leicht zu durchblicken. An vielen Gymnasien liegt die Personaldecke bei über 100%. Blickt man dann hinter die Kulissen, verwalten die Schulleitungen aus diversen Gründen (zumindest in bestimmten Fächern) einen Mangel. Dann kommt es auf eine schwangere Kollegin, die neu eingestellt wird, auch nicht mehr an.

    Wenn ich bedenke, wie oft bei mir an der Schule in den letzten Schuljahren die Stundenpläne verändert werden mussten, da jemand längerfristig ausfiel!

    Nicht ganz ernst gemeint: Um dieses Problem zu lösen, wären Roboter-Lehrkräfte eine zu überlegenswerte Alternative. Hätte auch den Vorteil, dass für diese keine Pension/ Rente bezahlt werden müsste. Man müsste eben nur wartungsfreie Roboter-Lehrkräfte bauen.

    Naja, man besetzt Stellen ja in der Regel, weil Bedarf zu decken ist. Wenn jemand dann direkt schwanger ausfällt, ist das schon unerfreulich und allen Beteiligten wäre mit einem anderen Kandidaten besser gedient gewesen. Darf man natürlich nicht laut aussprechen, weil furchtbar inkorrekt, aber im Endeffekt ist es doch tatsächlich so, dass "Freude aufkommt".

    Dann gibt es eben eine Vertretungskraft, die so lange übernimmt. Die Vertretungskräfte sind je nach Fächerkombi (z.B.) auch nicht so leicht zu bekommen, aber ganz zur Not muss jemand abgeordnet werden.

    Letztlich sollte die Bewerberin/ der Berwerber dauerhaft gut auf die ausgeschriebene Stelle passen.

    Und ob es jetzt besser ist, ob man direkt zu Beginn schwanger ist oder nach 1, 2 oder 3 Jahren, ist eben fraglich.

    Wenn man ganz sicher gehen möchte als Schulleitung, dürfte man nur Lehrkräfte einstellen, die ein bestimmtes Alter überschritten haben (z.B. nur mit Versetzungsbewerber*innen arbeiten.) Möchte man das? Nö!

    Männer können ja auch in EZ gehen. Ich kenne einen Mann, der selbst längere Zeit in EZ gegangen ist .... das ist dann halt so.

    In NRW ist es derzeit sehr schwer im Sek II Bereich (Gym, ggf. auch Gesamt) überhaupt eine Planstelle zu finden. Warum sollte man als Frau darauf verzichten?

    Ich wäre auch dafür, dass die Laufzeiten der AKW's für einen begrenzten Zeitraum verlängert würden. Diese Zeit müsste man nutzen, um sich unabhängiger von Russland zu machen.
    Energie zusätzlich sparen, kann ja nicht schaden. Aber bevor die Wirtschaft kaputt geht, da Betriebe nicht mehr richtig arbeiten können oder wir im Winter in der kalten Bude sitzen müssen, sollten wir alles probieren, um über den Winter zu kommen.

    Die ganze Debatte kann sich ohnehin noch verschärfen, wenn die Gaslieferung ab Donnerstag (dauerhaft) nicht mehr aufgenommen wird. Angeblich soll ja die Turbine, die irgendwo auf dem Weg zwischen D und Russland ist, für den Weiterbetrieb vonnöten sein (sagt Russland). Danach werden sich "Ausreden" finden lassen, die dazu führen könnten, dass auch nach der Lieferung und dem Einbau der Gashahn zu bleibt ...

    Fakt ist aber auch: jeder Kompromiss in der Verhandlung würde die Position des Kriegstreibers Russland im Moment stärken und ihm zeigen, dass er mit "dem Westen" (oder wem auch immer) alles machen kann, was er will. Russland muss nur einen neuen Krieg vom Zaun brechen, dann bekommt man zumindest die Hälfte von dem, was sie wollen ..... und das ist dann taktisch gesehen wahrscheinlich genau das, was sie wollen.


    Das ist zumindest das, was Putin schon seit Jahren wurmt. Der Verlust der Sowjetunion.

    Wenn Putin die Ukraine (ohne Gegenwehr) einnimmt/ er durch Verhandlungen etwas bekommt, fürchte ich, dass er sehr bald wieder einen neuen Krieg anzetteln wird, z.B. um die ehem. Sowjetunion/ die "alten" Grenzen wieder zu bekommen. Sobald ein Nato-Land angegriffen wird, haben wir ein sehr großes Problem.

    Um auch nochmal auf die Aufsichts-Problematik zurückzukommen: Wieso braucht es denn unbedingt eine Aufsicht von der Minute an, in der Eltern zur Arbeit fahren?

    Ich konnte auch schon in der 1. Klasse Mittags alleine zu Hause sein, wenn meine Eltern noch arbeiteten. Ich war aber ein Kind, dass das konnte. Ich hätte es auch geschafft, morgens allein aus dem Haus zu gehen. Ich konnte auch schon am Ende meiner Kindergartenzeit mittags alleine nach Hause laufen (da alles verkehrsberuhigt war).

    Nicht alle Kinder sind bereits in der 1. Klasse so selbstständig, dass sie z.B. morgens alleine aus dem Haus gehen/ mittags allein zu Hause bleiben können.

    Es gibt bestimmt genügend Kinder, die morgens dann die Zeit vergessen und/ oder sich alleine ängstigen (oder zu Hause die Bude auseinander nehmen).

    Wenn ich Kinder hätte, wäre mir auch wohler, wenn ich eine verlässliche Betreuung hätte. Wie lange ich die dann in Anspruch nehmen würde, würde ich von meinem Kind abhängig machen.

    Was macht man mit Kindern, die aufgrund einer Beeinträchtigung ohnehin nicht allein bleiben dürfen? Das kann ja auch "nur" eine Krankheit (z.B. Diabetes, Asthma, ...) sein.

    Selbst wenn wir hitzefrei geben, müssen wir vorher abklären, ob die Kids eher kommen dürfen (Klasse 5 und 6). Wir lassen uns zur Einschulung immer eine Erklärung abgeben, ob die Kids eher kommen dürfen. Selbst wenn diese Einverständniserklärung vorliegt, müssen wir immer abfragen, ob die Kids gehen dürfen oder nicht.

    (Schulleiter, die zwanghaft als erster im Haus sein und als letzter gehen müssen, fand ich schon immer strange).

    Du weißt doch: Ein Kapitän soll das sinkende Schiff zuletzt verlassen. Und der gute Kapitän begrüßt seine Crew morgens per Handschlag :D (in Corona-Zeiten dann wahlweise per Fußshake oder per Faustschlag ... oder per Schiffshupe)

    Dir ist aber schon klar, dass Vorurteile und Vermutungen nicht das gleiche sind? Ich frage nur sicherheitshalber.

    Vorurteile hat hier keiner. Das was man als Grundlage hat ist das Wissen von persönlichen Besuchen, Elterneinbestellungen, Kenntnissen der Schulsozialarbeiter und noch vieles mehr.


    Den Unterschied kenne ich. Der Satz, auf den ich mich beziehe, war auch allgemeingültig gemeint und nicht auf deine beiden Fälle bezogen.

    Ich werde den Fall wohl einschätzen können, da ich alle Details dazu kenne.

    Dann hat deine Mutter/ dein Cousin eindeutig gegen die Schweigepflicht verstoßen. Ich habe es so gelernt, dass man über interne Dinge mit Angehörigen/ Freunden etc. redet. Das betrifft sowohl Dinge mit einer gewissen Brisanz als auch Dinge, die z.B. in Konferenzen besprochen werden. Selbst mit meinem Ehemann/ meinen Eltern/ mit meiner besten Freundin würde ich nicht darüber reden (auch nicht in anonymisierter Form).

    Ich würde mich mit meinen KollegInnen austauschen, die mit der Schülein/ dem Schüler direkt Kontakt haben/ der SchulsozialarbeiterIn/ dem Schulleitungsteam etc.

    Dir ist schon klar, dass man in einem Onlineforum zum Schutz der Schüler nicht alle Details bekannt gibt, was wie unter sozial prekär verstanden wird? Man kann wie du aber auch alles auf die Goldwaage legen und Dinge in Worte interpretieren, die nicht der Wahrheit entsprechen oder nie so gemeint waren.

    Was sozial prekär ist, kann man sich - normaler Weise - mit dem gesunden Menschenverstand erschließen.

    Wenn es für den Fall nicht so wichtig ist, hättest du es ja zum Schutz der Schüler ja auch unterwähnt lassen können.

    Genauso "liebe" ich es, wenn in den Medien bei einer Straftat die Nationalität des mutmaßlichen Täters/ des Tatverdächtigen steht.

    Das Alter und der Tathergang reichen aus. Wird die Nationalität genannt, hat es für mich immer ein Geschmäckle, auch wenn sich die Autorin/ der Autor nix dabei gedacht hat (und nein, der letzte Absatz ist jetzt nicht auf deinen Beitrag gemünzt).

    Zur Frage: ich habe nie eine solche Fobi bekommen, habe nie aktiv danach gesucht, mir reicht mein gesunder Menschenverstand, um sofort weiterzuleiten, ich kann nicht alles können.

    Ich bin selbst mitten im System aufgewachsen, meine Schwester ist Sozialarbeiterin und schult Sozialarbeiter*innen und Erzieher*innen zum Thema, ich durfte ihre Materialien zu Kinderschutz, Frauenschutz und häuslicher Gewalt korrekturlesen, hat mir gereicht, zu großer Trigger.

    Ich habe bisher auch noch keine FoBi gemacht. Allerdings ist bei uns an der Schule klar geregelt, wie wir Lehrkräfte (mit/ ohne Klassenleitung) zu handeln haben, wenn wir

    a) eine Schüler/ einen Schüler haben, der ständig schwänzt

    b) den Verdacht einer Kindeswohlgefährdung haben

    c) den Verdacht haben, dass ein Missbrauch vorliegen könnte

    d) den Verdacht haben, dass andere Probleme vorliegen.

    Die Zaubersätze / die Zauberwörter lauten:

    > Trefft bitte nie eine Entscheidung selbst.

    > Teamarbeit (multiprofessionelles Team)

    > Nur diese und jene Person darf unter diesen und jenen Umständen diese und jene Schritte einleiten!

    > Ohne Einverständnis der Schulleitung geht ohnehin nix.

    Wenn wir mit pauschalen Vorurteilen kommen würden, würde uns die Schulleitung frei übersetzt in das SL-Büro bestellen und mit uns ein mehr oder weniger erfreuliches Gespräch führen, ebenso wenn wir eigenmächtig bestimmte Stellen einschalten (das gilt auch für die anonyme Beratung).

    Bei uns wird normalerweise auch auf Noten verzichtet und evtl. bei begründetem Fehlen (und guter Aussicht) auf Probe versetzt.

    Wir hatten am Ende der Mittelstufe so einen Fall (es ging um die Berechtigung zum Besuch der Oberstufe, G8):

    Der Schüler hat im 2. HJ krankheitsbedingt länger gefehlt, hat aber etwas Unterricht bekommen (Schule für Kranke, später Hausunterricht).

    In den Hauptfächern hat er eine Klassenarbeit geschrieben, die mdl. Leistung wurde bewertet, in den "Nebenfächern" wurde nach Alternativen gesucht. Das ging aber nur, da dieser Schüler vorher leistungsstark war und er eben auch etwas Unterricht bekam. Das Votum der KuK, die ihn unterrichtet haben, war da einstimmig.

    Manchmal sind die Eltern bei uns aber auch so vernünftig und streben eine freiwillige Wiederholung bei langen Fehlzeiten an. Wenn diese nicht selbst verschuldet sind, setzen wir uns dann auch dafür ein, dass diese WH nicht auf die Höchstverweildauer angerechnet wird.

    Da ich gerade Zeugnisse schreibe. Welche Noten hat deine Mutter ihm gegeben? Bei 15 mal Anwesenheit in Klasse 5 bis 9 scheint das doch sehr schwierig zu sein. Kann mir nicht vorstellen, dass die Schule da nichts unternimmt.

    V.a. müssen ja auch Klassenarbeiten geschrieben werden.

    Wir tragen bei so wenigen Anwesenheiten nicht bewertbar ein und wiederholt die Schülerin/ der Schüler (es sei denn, es gibt Gründe für die häufigen Fehlzeiten (Krankheit, ...). In diesem Fall kann darüber diskutiert werden, ob die Schülerin/ der Schüler (auf Probe) in die nächst höhere Klasse kommt.

    Das geht dann aber auch nur, wenn keine Berechtigung/ kein Abschluss damit zusammenhängt (wenn überhaupt)

    In NRW auch üblich (bei Neuanstellung im öffentlichen Dienst):

    Abschlagszahlung im 1. Monat (wenn es gut läuft, bekommt man dann im 2. Monat das richtige Gehalt. Wenn es schlecht läuft, bekommt man im 2. Monat auch noch eine Abschlagszahlung).

    Die hat mir direkt beim ersten Termin gesagt, daß ich noch zu einer ganzen Latte von Fachärzten müsse. Begründung von ihr war, daß sie garantieren müsse, daß ich zumindest in den ersten 5 Jahren nicht krankheitsbedingt aus dem Dienst ausscheiden werde, oder so ähnlich

    Mein Fliegerarzt, der das Belastungs-EKG gemacht hat, hatte am Ende die Nase gestrichen voll davon und hat mir statt eines Befunds den kompletten EKG-Aufschrieb (diese 2m lange Papierrolle) mitgegeben. Als die Amtsärztin die dann ausgebreitet auf dem Tisch hatte, fragte sie mich was das denn wäre, also ob Belastungs- oder Ruhe-EKG. Da ich genervt war, habe ich nur noch geantwortet: "Das müssen sie doch als Spezialisitin erkennen können, was das ist." :pirat:

    Oder der Kurzbefund des Augenarztes: Sehleistung: "Visus 1,0"
    Da muußte sie erst einmal beim Augenarzt anrufen, was das denn heißt. Tja, 100% halt, nix 1 Dioptrie kurzsichtig oder so. :teufel:

    Die waren alle nur noch genervt von dieser ganzen Sch***. :victory:

    Die Amtsärztin scheint ja voll den Durchblick gehabt zu haben :D

    Aber cool, wie die Ärzte reagiert haben. :D

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