Beiträge von Plattenspieler

    Bei uns gibt es keinen schuleinheitlichen Elternsprechtag, sondern alle Klassenteams vereinbaren das individuell mit den Eltern. Manche machen durchaus zwei lange Nachmittage oder einen Samstag am Stück, andere machen ein bis zwei Gespräche pro Woche, bis alle durch sind. Also bei uns sind i. d. R. mit allen Eltern die Gespräche so lang.

    Aber, wie Kris24 ja schon anmerkte, wir haben kleine Klassen und die SuS kommen ja nicht einfach so zu uns, sondern haben alle einen Förderbedarf, also gibt es eigentlich auch immer etwas zu besprechen.

    Ich übernehme den Sachunterricht in der ersten und zweiten Klasse. Und nein, ich bin nicht kurz vor der Prüfung, sondern in der Verlängerung und nicht im eigenverantwortlichen Unterricht.

    Zur Erklärung für Nicht-Baden-Württemberger: In den ersten 6 (von 18) Monaten hat man in BW nur angeleiteten Unterricht, d. h. der Mentor hockt mit hinten drin. Nach diesem halben Jahr müssen Seminar und Schulleitung zustimmen, dass der Referendar in der Folge eigenständigen Unterricht erteilen darf. Scheitert es hieran, muss man den ersten Referendariatsteil verlängern (das ist die Verlängerung, von der der/die TE spricht), um nach i. d. R. weiteren 6 dann eine erneute Einschätzung von Seminar und Schulleitung zu erhalten. Dadurch verlängert sich entsprechend auch die Gesamtdauer des Referendariats. Bekommt man auch nach der Verlängerung nicht die Befähigung zum eigenständigen Unterricht, gilt das Referendariat meines Wissens als nicht bestanden.

    Hallo!

    Das Lesen klappt gar nicht schlecht.

    Auch das Leseverständnis? Selbstständig Texten Informationen entnehmen? Aufgabenstellungen verstehen und umsetzen?

    wir sind normalerweise 25 Kinder und da kriegt er kaum irgendwelche Ansagen mit

    Worauf würdest du das zurückführen dass es nichts mitbekommt? Kann er nicht zuhören oder kann er die Aussagen nicht verstehen oder hast du eher den Eindruck, er will nicht?

    Du musst natürlich bedenken, dass er eine solche Gruppengröße schulisch bisher überhaupt nicht kennt und gewohnt ist und es allein daher erst einmal nachvollziehbar ist, dass ihn das überfordert.

    Das ist in der Tat auffällig und für dich/euch sicherlich oft auch anstregend, aber für sich genommen natürlich noch kein Förderbedarf Lernen.

    Ich bin überfordert. Hat er vllt. "nur" hochgradig ADHS? Wie kam er überhaupt in die Sonderschule?

    Du hast keine Schülerakte mit sonderpädagogischem Gutachten (mit Ergebnis eines Intelligenztests)?

    Zeugnisse/Berichte/Förderpläne aus der Zeit an der Förderschule?

    Ist der Schüler von der Klasse 2 der Förderschule Lernen zu dir in Klasse 3 gewechselt oder von einer höheren Klassenstufe aus (bzw. nach mehr Schulbesuchsjahren)?

    Wer hat denn den Schulversuch angeregt? Kam das von der Förderschule oder von den Eltern?

    Musst du dem Schulamt zurückmelden, ob der Schulversuch aus deiner Sicht erfolgreich war? Wenn ja, bis wann? Da ist ja sicher eine Dauer festgelegt.

    Wobei ich mir sicher bin: Eine kleine Gruppe ist besser für ihn, aber für wen nicht?

    So ist es. Das muss ich auch manchmal Eltern sagen, die ihr Kind gerne bei uns hätten, ohne dass der entsprechende Förderbedarf vorliegt.

    Letztendlich ist es beim Förderschwerpunkt Lernen aber insofern "einfacher" als in den zielgleichen Förderschwerpunkten: Erreicht er die Ziele der Grundschule insgesamt? Dann ist es eigentlich kein Förderschwerpunkt Lernen, denn hier geht es "um Kinder und Jugendliche, bei denen eine erfolgreiche schulische Förderung nach den Bildungsgängen der allgemeinen Schulen zeitweise oder dauerhaft nicht möglich ist" (Bildungsplan SBBZ Lernen, S. 8).

    Das "Halbjahreszeugnis" ist eine Halbjahresinformation, aber ja, da gibt es in BW Viertelnotenschritte, wie bei Klassenarbeiten ja auch. Das gilt auch für die Sek. 1. Wie ich hier im Forum gelernt habe, steht BW damit aber so ziemlich allein da, und in anderen Ländern fragt man sich, was eine 2-3 eigentlich sein soll.

    Ist es nicht so, dass bei den Katholiken das Christkind kommt und bei den anderen der Weihnachtsmann? Oder ist das wieder so ein Nord-Süd-Ding? Also oben und rechts Weihnachtsmann, unten und links Christkind? Wer weiß das denn????

    Das Christkind ist eine Erfindung von Martin Luther. Zumindest hat er es populär gemacht.

    Traditionell gab es bei Katholiken Geschenke an St. Nikolaus (oder, so Wikipedia (siehe unten), am Fest der unschuldigen Kinder), bei Protestanten an Weihnachten (weil keine Heiligenverehrung (das ließe sich auch weiter ausführen)).

    Aber es hat sich anders entwickelt, insofern ist deine Annahme nicht ganz falsch:

    Zitat

    Ursprünglich eine protestantische Tradition, ist die Idee des Christkinds heute überwiegend in katholischen Gegenden verbreitet

    Christkind – Wikipedia

    Zu Halloween: The Catholic roots of Halloween, the Vigil of All Saints' Day - Vatican News

    Ich habe noch etwas für refi1 und evtl. auch andere Interessantes gefunden: die Präsentation zu einem Vortrag über Bilderbücher in der Sprachtherapie von Frau Dr. Berg (inzwischen Professorin für den Förderschwerpunkt Sprache).

    Speziell für den Akkusativ schlägt sie darin das Buch "Die Maus, die hat Geburtstag heut" von Paul Maar vor und macht Vorschläge zum methodischen Vorgehen.

    Ich weiß nur nicht, ob das Buch für manche Zweitklässler vielleicht zu kindisch sein könnte?

    Für den Dativ schlägt sie übrigens "Lieselotte lauert" vor, für Kausalsätze "Mutig, mutig" und für die Subjekt-Verb-Kongruenz "Nur für einen Tag".

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