Beiträge von Sissymaus

    Und wenn der Schüler einfach ohnmächtig wird o.ä. dann wartest du bis er entweder wieder ins Sekretariat laufen kann oder selber wieder seine Eltern anrufen kann`?!?


    Ich würde mal von unterlassener Hilfeleistung ausgehen, wenn du ein privates Handy in der Tasche hast und nicht den Notruf wählst.

    War klar, dass jemand wieder einen Fall konstruiert, wo schnelle Hilfe notwendig ist. Natürlich greife ich da zu meinem privaten Telefon, das soll aber nicht heißen, dass wie selbstverständlich in allen anderen nicht-Notfällen auf mein privates Zeug zugegriffen wird.

    Und bzgl. Personenbezogenen Daten. Ich bin mir weiterhin ziemlich sicher, dass das reine Eintippen von einer Telefonnummer in ein Handy Keim Verstoß gegen die DSGVO ist, solle du sie am Telefon nicht mit einem Namen verknüpfst.

    Mag sein, wenn nicht der ein oder andere doch mal ne Nummer speichert, weil man öfter mit bestimmten Eltern telefoniert. Konsequenz in solchen Dingen und eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit bestimmten Daten ist ja unter Lehrern weiter verbreitet als man denkt.

    Als ich anfing im Schuldienst schrieb mit die Fachleiterin aus dem ZfsL eine Mail von ihrer gmx-Adresse. Fand ich 2010 schon befremdlich.

    Da sollte man als Lehrer einfach mal entspannter sein.

    Das ist nicht hilfreich, den KuK den schwarzen Peter zuzuschieben.

    EDIT: ich muss nochmal was dazu schreiben, weil mich das wirklich ärgert. Der Schulträher kommt seiner Verpflichtung nicht nach. Die BR hält sich fein raus. Und was bekommt man zu hören? Sei entspannter und Du bist aus Prinzip dagegen.

    Das ist nicht Dein Ernst?

    Ich habe ein Attest vom Arzt, damit ich im Büro einen höhenverstellbaren Schreibtisch bekomme. Rate, wer sich gegenseitig den schwarzen Peter zuschiebt und rate, wer nach 1,5 Jahren immer noch keinen hat?

    Es gibt viele Missstände und es fängt im Kleinen an. Das wäre ein Punkt, den man angehen kann.

    Und auch wenn das andere anders sehen ... es ist doch wirklich nichts dabei. Solange man ein Handy besitzt. (Extra eins kaufen wäre wohl doch übertrieben.) Dann hält man eben sein Privathandy, das man eh hat, für spontane Lösungen / Situationen in Bereitschaft. *schulterzuck*

    Nein. Einfach nein.

    Mein Mann hat selbstverständlich ein Diensthandy. Sogar meine Tochter im ersten Job nach dem Studium bekam am ersten Tag eins. Damit können Mails gelesen werden und dienstliche Anrufe getätigt werden. So muss das sein. Und nicht meine alten privaten Handys auf denen personenbezogene Daten aus der Schule benutzt werden.

    Nein.

    Mir geht es so auf den Keks, dass selbstverständlich auf unsere privaten Ressourcen zugegriffen wird und wir gleichzeitig einen Riesen Aufstand machen, wenn wir Daten der Schule auf privaten Geräten verarbeiten. Es ändert sich nie, wenn so viele KuK diese Missstände nicht mal anprangern durch einfache Weigerung.

    Da gebe ich euch recht, das ist natürlich genauso bescheuert.

    Aber ich hab auch Gegenbeispiele. Eine Auszubildende fährt nur ÖPNV. Sie wollten an einem Wochenende mit Freunden bis ans westliche Ende von Belgien. Damit sie noch pünktlich abends ankommen, wollte sie sie etwas eher gehen. Das war eine Reise mit 5 oder 6 verschiedenen Zügen. Und es hat alles geklappt ☺️

    Mit ein paar Kompromissen bei der Wohnortwahl wäre es das vielleicht nicht gewesen.

    Richtig, haben wir auch gemacht.

    Meine Schüler jedoch arbeiten und wohnen im tiefen Sauerland und müssen zum Rand des Sauerlands zur Berufsschule. Da nützt einem der Wohnort leider gar nichts.

    Ja, das ist für den einzelnen nur eine Übergangszeit, aber im Grunde trifft es jedes Jahr immer einige, so dass es schon wünschenswert wäre, der ÖPNV würde besser funktionieren, so dass die Kids nicht 4 Stunden pro Tag unterwegs sind.

    Wir haben sogar Probleme, wenn die Kids aus dem Nebenort kommen (ca 15 km). Die Busse fahren, sie fahren auch pünktlich, sind aber bereits so voll, dass sie einfach durchfahren und an letzten Haltestellen in dem Ort die Kinder stehen lassen. Beschwerde beim Verkehrsverbund hat nicht geholfen. Alternative: eine Stunde eher fahren (6:15 Uhr). Fahrrad: kaum praktikabel, da lebensgefährliche Strecke insbesondere im dunklen.

    Das kann’s doch nicht sein. Wundert es einen, dass die pünktlich mit dem 18. im Auto sitzen?

    Habe ich schon, ist wirklich schön. War nun schon dreimal mit Bahn und Bus im Urlaub dort.

    Wenn man im Urlaub genug Zeit hat, passt das ja auch super. Zum Job hin oder wieder weg ist da schon eine andere Hausnummer. Meine Schüler haben mit 16 Schulwege von 2 Stunden. Das ist kaum zuzumuten. Das erste was sie also machen ist der Führerschein und dann mit dem Auto kommen. Dauert dann nur noch 45 min.

    Dass jeder einzelne ein Auto braucht, sehe ich auch nicht, aber ohne wäre es in einigen Gegenden einfach nicht möglich im Alltag.

    Der ÖPNV ist nur dort nicht mehr vorhanden, wo er von der Bevölkerung nicht genutzt wird. Auf Dauer kann es sich weder der Landkreis, noch der Busunternehmer leisten, als "Luftkutscher" durch die Gegend zu fahren.

    Das finde ich ein bisschen anmaßend. Du bist gut angebunden, weil dort Verkehrsachsen verlaufen. Das kann nicht jeder Landstrich von sich behaupten. Dem Nutzer die Schuld am fehlenden ÖPNV zu geben, finde ich echt daneben.

    Mir wurde die Nutzung systematisch aberzogen, als ich in Teenie-Zeiten Stunden an der Bushaltestelle verbracht hab und abends ständig gelaufen bin. Sobald ich durfte, hab ich einen fahrbaren Untersatz gekauft. Heute komme ich selten auf die Idee, überhaupt den ÖPNV in Erwägung zu ziehen. Aktuell ist zB eine Haupttrasse ins Ruhgebiet mal wieder durch Schienenersatzverkehr unattraktiv geworden. Zudem kostet eine Fahrt in die nächste Grosstadt (Fahrt dauert 20 min) 35€. Fährt man mit mehreren rechnet sich das direkt einfach mal gar nicht.

    Ich lade dich herzlich ein, das Sauerland mal mit dem ÖPNV zu bereisen. Bring genug Zeit mit.

    Offensichtlich leben einige von euch auf Inseln der Glückseligen.

    So viele Forderungen stellen zu können - und dann auch noch ein freier Tag bei einer so hohen Stundenzahl - das ist bei uns undenkbar.

    Entsprechend befremdlich finde ich es, wenn es dann noch Beschwerden gibt.

    Oder du fragst dich mal, warum es an einigen Schulen klappt und bei dir nicht.

    Meine Skepsis rührt aus dem ausufernden Belohnungen im privaten Umfeld. Daher sehe ich das etwas kritisch, mit materiellem zu belohnen. Lob hab ich da nicht zugezählt. Da meine Kids alle eine duale Ausbildung machen, ist das einfach nicht angebracht, Fleisskärtchen zu verteilen. Sie werden gut bezahlt, dafür, dass sie da sitzen.

    Aber wie gesagt: ich hab schon verstanden, dass es sinnvoll sein kann.

    Ich nehme doch an, du hast deine Kinder gelobt, wenn sie ordentlich am Tisch gesessen haben? Individuelle materielle Belohnung finde ich bei älteren Kindern und Jugendlichen auch nicht angemessen aber ich sage einem Haufen 18jähriger durchaus mal, dass ich z. B. eine Praktikumsstunde sehr toll fand, wenn sie besonders konzentriert und produktiv gearbeitet haben.

    Ja klar, das mache ich auch.

    Ich bin eher irritiert von der schatzkiste mit einer materiellen Belohnung.

    Aber ist ja ok, ich wurde aufgeklärt, dass das zu Beginn nötig ist und sich in de Regel nachher von selbst ausschleicht.

    Ich bin ja bekanntlich nicht in Grundschule unterwegs, daher meine vielleicht naive Frage:

    Ist es überhaupt ratsam, für völlig normale Dinge wie ruhig sein, wenn die Lehrperson es sagt und wenn Stillarbeitsphase ist, eine Belohnung auszurufen? Ich kenne auch Eltern, die Kinder für das ins Bett gehen oder den Toilettengang belohnen. Ich bin da manchmal etwas verwirrt, denn ich stelle mir ein Ausufern vor, wenn die Kids für Selbstverständlichkeiten belohnt werden.

    Wie gesagt: ich bin vielleicht naiv, aber frage daher mal allgemein: wie bewertet ihr generell solche Belohnungssysteme?

    Klingt schonmal gut, danke! Sind da zufällig auch mal Menschen mit abgeschlossenem Studium oder Ausbildung dabei?

    Na klar. Das heißt dann einfach "Hospitation", nicht Praktikum. Geld gibts dafür nicht. Haben wir ständig und ist einfach sinnvoll. Wenn Du die Zeit hast: Mach es.

    Ich würde mich auch mal an den berufsbildenden Schulen umschauen, um evtl. auf dem bereits vorhandenen Studium aufbauen zu können.

    Ich kann nichts zur Sache beitragen, wollte aber erstens anmerken, dass ich es toll finde, dass Du Dich mit einer positiven Grundhaltung an eine solche Herausforderung traust und zweitens, dass ich finde, dass die Schule bisher auch gut damit umgeht!

    Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und würde mich freuen, wenn Du uns ein bißchen auf dem Laufenden hältst, wie es Dir so ergeht.

    Ja gut, dann ist es ja vollkommen unproblematisch, wenn der Partner fremdgeht. Den Fehler hat dann nicht der fremdgehende Partner gemacht, sondern der andere. Komische Vorstellung von einer Partnerschaft, aber solange das beide so sehen, warum nicht.

    Wenn einer Frau auf einer Party heimlich KO Tropfen in das Getränk gegeben werden, ist sie dann wohl auch selbst daran schuld. Kein Mitleid oder Verständnis notwendig, sie hätte ja nicht auf eine Party gemusst. Klingt plausibel.

    Ich habe da ein etwas anderes Verhältnis zu meinem Partner. Ich vertraue ihm in vielerlei Hinsicht, habe mich aber auch finanziell so abgesichert, dass er mir zB gemeinsames Vermögen nicht mal eben abzweigen kann. Ich traue ihm das eigentlich nicht zu, aber was Hormone aus Menschen machen, wenn sie sich plötzlich neu verlieben, durfte ich leider auch oft genug im näheren Umfeld erleben. Deswegen treffe ich Gegenmaßnahmen hinsichtlich verschiedener Ereignisse, die mein Leben in negativer Hinsicht beeinflussen können. Dazu gehört für mich auch die Verhütung, wenn ich keine Kinder will. Wenn ich das nicht mache und mein Partner hintergeht mich, dann muss ich mit den Konsequenzen leben. Wer das nicht will, muss seinen eigenen Beitrag zur Sicherheit leisten.


    Obwohl ich den Vergleich nicht passend finde: Bezüglich K.O. Tropfen schütze ich mich durch trinken aus der Flasche mit Silikon-Deckel und kein annehmen von Getränken von Fremden. Das ist mein Beitrag, den ich leisten kann, damit es mir nicht passiert. Lieber wäre es mir, dass das nicht nötig wäre.

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