Beiträge von Sissymaus

    Mir gehts wie Humblebee mich bringt heute nichts mehr so leicht aus der Ruhe. Ich bin heute viel gelassener und schaffe es dadurch, dass viele Situationen gar nicht mehr erst entstehen, weil ich eben viel dazugelernt habe und direkt zu Beginn meine transparenten Regeln auch durchsetze. Da war ich anfangs oft nachlässiger. Deswegen sage ich: ich hab das Handwerkszeug einfach gelernt.

    Trotzdem hab ich hier vermutlich gut reden: ich arbeite mit jungen Erwachsenen und habe den Betrieb als Druckmittel.

    Freakoid welche Schulart ist es bei dir?

    Denkt man immer so...

    Ich hätte mit BK Lehramt hier an der Gesamtschule im Ort eine Stelle haben können. Dieser Ort ist nicht der Nabel der Welt. Es ist sehr schwierig Personal i finden. Für mich wäre es der Jackpot gewesen 5 min dem Rad zur Schule.

    Aber die Bezirksregierung sagt Leute mit BK können nur angestellt an Gym/Ge arbeiten und werden dort nicht verbeamtet. Sie möchten die Personen im BK System behalten. Naja, jetzt fahr ich ne Stunde Auto eine Strecke 🫠

    So eine Situation meine ich. Das ist manchmal nicht zu verstehen, da wir keinen Einblick in Behörde und deren Vorgaben haben.

    Es ist keine neue These: Die Lehrerrolle beeinflusst die eigene Persönlichkeit.

    Und du glaubst, in anderen Jobs wäre das nicht so? Mein Mann hat sich jedenfalls auch in seiner Persönlichkeit weiterentwickelt, seit er Führungskraft ist. Er ist jedoch kein Lehrer.

    Ich denke nicht, dass man das auf die Berufsgruppe „Lehrer“ beschränken kann. Man entwickelt sich doch weiter und da hat der Job einen großen Anteil.

    Wenn man seine Ideen am Ende durch die Schulkonferenz bringt und damit leben kann, dass nicht alle Wichtigtuer, die das Gefühl haben, ihnen gehöre die Schule, zufrieden sind,

    Ich sehe das etwas anders. Ich muss nicht mit allen klar kommen, aber wenn es darum geht, Schulentwicklung zu betreiben, bin ich doch erheblich abhängig von meinen KuK. Ich kann die Arbeit nämlich nicht selber leisten, sondern muss mich drauf verlassen, dass sie erledigt wird. Und da kann sich das Kollegium auch wunderbar quer stellen und Dich ordentlich vor die Wand laufen lassen. Ich versuche daher immer, solche Entscheidung zunächst gemeinsam zu treffen und diejenigen, die das am Ende ausführen müssen, auch mitzunehmen. Sonst geht der Schuss schnell nach hinten los.

    Mir ging es einfach darum, zu sehen wie reagiert wird, wenn man ein kritisches Thema erstellt. Antwortet jemand, wie wird geantwortet, werde ich privat angeschrieben, interessiert sich jemand dafür, warum ich so denke, verteidigen sich die Personen, ziehen sie nur einzelne Passagen aus dem Post etc. Ich habe hier schon seit längerem mitgelesen und war schon oftmals überrascht, wie man auf einzelne Personen losgeht bzw. als was diese oder deren Aussagen betitelt werden. Klar, ist hier im Netz einfacher, denn jeder kann hier alles sein.

    ich schreibe jetzt seit 13 Jahren hier mit. Hier schreiben eine Reihe von Leuten sehr regelmäßig mit. Man "kennt" sich also ein bißchen. Viele Leute hier sind extrem hilfsbereit, in ihrer Freizeit ungewöhnlich ausführlich Hilfestellung zu leisten. Ich hab hier unendlich viel gelernt, vor allem zu den anderen Bundesländern und deutschsprachigen Nachbarländern.

    Dann kommen ständig Leute, die einen einzigen Beitrag schreiben, der manchmal folgende Merkmale aufweist:

    - nicht präzise genug, so dass man darauf nicht korrekt antworten kann (fehlende Angaben zum Bundesland oder unnötige Geheimniskrämerei)

    - beleidigend à la: Lehrer sind alle doof. Ich zeig Euch mal eben wie es geht!

    - herablassend: Ich will Lehrer werden, habs aber nicht studiert. Nun stellt mich keiner ein, obwohl ich doch Archäologie, Mineralkunde oder Urbanistik studiert hab. Ich dachte es gab Lehrermangel? Was soll der Scheiß?

    - nochmal herablassend: Ich will den Quereinstieg machen und soll nochmal studieren/Ref machen? Und dabei für einen Hungerlohn arbeiten?

    - faul: Kann mir jemand sagen, wieviel man als A13er Stufe 5 in NRW verdient?

    - (to be continued)

    Dass diese Postings nicht immer freundlich aufgefasst werden, ist daher für mich klar. Der Ton macht die Musik und die Reaktion darauf auch.

    Es gibt auch viele Erstpostings, die freundlich sind, bei dem man merkt, derjenige hat sich schon informiert und benötigt nun einen Schubs usw. Oft bedanken diejenigen sich nachher noch. Ich kann daher nicht bestätigen, dass man auf einzelne Personen "losgeht".

    Die meisten Quereinsteiger, die ich kenne und aufhörten wollten wieder in einer anderen Position sein und waren keine geborene "Lehrende".

    Das war kein Missverständnis. Ich habe Dich richtig verstanden: Du schriebst von den "meisten". Also stimmt das nicht?

    Dennoch gebe ich dir recht, diese vielen verschiedenen pauschalen Aussagen passieren täglich hier im Forum, in verschiedenen Weise.

    Das empfinde ich anders. Im Gegenteil: Viele betonen doch bei ihren Ausführungen, dass es um eigene anekdotische Erfahrungen handelt. Seit wann liest Du hier denn mit?

    Wo habe ich denn eine beleidigende Äußerung getätigt? Falls ich dich beleidigt haben sollte, dann tut es mir sehr leid. Das war nie meine Intention.

    Lies nochmal Dein erstes Posting mit Deinen vielen verschiedenen Pauschalisierungen und überlege, wie das bei den betreffenden Personen ankommen könnte. Du musst Dich nicht bei mir entschuldigen. Jemand, den ich nicht kenne und der nur in einem Forum mitschreibt, ist mir wirklich nicht wichtig genug, als dass ich mich davon beleidigen lassen.

    Wie viele Quereinsteiger ich kenne? Ich meine 2022 waren es deutschlandweit um die 3000 davon haben 800 an einer Umfrage von mir, weitere 100 haben an einer Diskussion teilgenommen, weitere 12 waren an einem Interview beteiligt und mit ca 10 bin ich im regen Austausch.

    Dann spiegelt Deine Umfrage ggf. einen großen Teil der unzufriedenen Quereinsteiger wieder. Davon gibts sicher viele, da die Vorstellungen vom Lehrerberuf doch oft sehr idealisiert sind. Ich kann das aus meiner Beobachtung nicht bestätigen und ich habe durch einige Projekte (NRW-weit) wirklich schon viele kennengelernt. Mag sein, dass das am BK anders ist, weil man da auch in der Ausbildung bereits viel Erfahrung mit Quereinstieg hat.

    Was ich mich dann nur frage: Die Quereinsteiger haben doch einen "echten" Beruf aus der "anderen" Welt. Wenn Schule so blöd ist, warum gehen sie dann nicht einfach wieder zurück?

    Pauschalisierend hier ins Forum zu stolpern und zu erwarten, dass sich daraus eine fruchtbare Diskussion ergibt, die man für eine Promotion nutzen kann, finde ich mindestens fragwürdig. Auch die Erwartungshaltung, dass ich erstmal eine Berufsgruppe beleidige und dann erwarte, dass diese Berufsgruppe zustimmt, ist eine, die wir hier schon häufig erlebt haben. Muss das sein?

    Um auf Deine Frage zu antworten: Nein, sie sind nicht spezieller als andere Arbeitnehmer/Beamte/Selbstständige. Das Kollegium einer Schule ist ein Abgleich der Mitarbeitenden eines KMU. Es gibt faule, fleißige, übermotivierte, früh Feierabend machende, endlos arbeitende, alles hinterfragende, Gegen-Alles-Stimmende, ewig-nörgelnde, begeisterte....Kolleginnen und Kollegen.

    Die meisten Quereinsteiger, die ich kenne und aufhörten wollten wieder in einer anderen Position sein und waren keine geborene "Lehrende".

    Aha. Wieviele kennst Du denn?

    Berufskolleg: Sehr viele Quereinsteiger mit "richtigen" Berufen aus der "anderen Welt". Auch da gibts den Querschnitt wie oben beschrieben.

    Hallo,

    ich hatte das Vergnügen vor kurzer Zeit Herrn Aiwanger selber zu treffen. Er hat manchmal eine sehr spezielle und schon fast flapsige Art zu sprechen. Dennoch muss ich sagen, dass ich die ganze Thematik als "too much" bezeichne und ich vermute, dass das ganze von einer der konkurrierenden Partei kommt. Die haben sich schon fast die Köpfe bei uns im Landkreis eingeschlagen und sich auf sozialen Medien gegenseitig Vorwürfe gemacht. Aiwanger war ja schon in der Kritik, als er sich als Impfgegner "outete". - viele konnten seine Meinung voll und ganz nachvollziehen. Er hat aber auch die Politik von Lauterbach kritisiert u.v.m.

    Also wirklich, hier wird ja ganz schön relativiert. Das Verfassen und Verteilen eines antisemitischen Flugblatts stufe ich nicht als Jugendsünde ein! Da muss man sich hinsetzen und einen Text schreiben, vervielfältigen (damals noch aufwändiger als heute) und verteilen. Da gehts nicht um besoffen nackt auf dem Tisch tanzen.

    Wird interessant wie man das in Zukunft sieht; dank Internet und Blauäugigkeit der Kids wird jeder Schwachsinn gepostet oder als Video hochgeladen. Das ist viel einfacher auch nach Jahrzehnten wieder hervorzuholen.

    Richtig. Umso wichtiger, den Kids von heute das klarzumachen, dass solche Sachen auch Jahrzehnte unangenehm auffallen können.

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