Beiträge von Sissymaus

    Soweit ich weiß, ist das ganze Verfahren grundsätzlich geändert worden: Man muss sich akkreditieren lassen und kann dann Gelder abrufen. Einfach gesagt: Antrag ist extrem erleichtert wurde, dafür muss man am Ende ordentlich nachweisen, wofür man Geld ausgegeben hat.

    Die Anträge früher haben immer einen Antrag pro Organisation bedeutet. Hat man also mehrere Projekte, muss man die alle in einem Antrag verwursten. Wie das bei dem neuen ist, weiß ich grad nicht. Wir haben zB nun einfach angegebene as wir im nächsten haben Jahr vorhaben und dafür dann Geld bekommen. Also zB wir versenden XX SuS für Y Tage nach Z. Macht ABC€.

    Es geht darum, dass mein Mann in seiner Tätigkeit oft Arbeitsmails am Sonntag bearbeitet hat. Daraufhin wurde er zu einem Mitarbeitergespräch eingeladen und ihm eine Abmahnung angedroht, mit der Begründung, dass auch freiwillige Sonntagsarbeit nicht vom Arbeitgeber geduldet werden kann.

    Was auch richtig ist. Er könnte dann nämlich einen Sonn- und Feiertagszuschlag verlangen, den der AG verständlicherweise nicht zahlen möchte.

    Dass Lehrer darüber lachen zeigt wieder einmal, dass der Dienstherr die Ausbeutung perfektioniert hat, da die Betroffenen es nicht einmal merken.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen: Ihr werdet für 41 Stunden + Ferienausgleich bezahlt. Arbeitet nicht mehr und verschenkt bares Geld an den Dienstherrn. Ist besser für uns alle. Sich selbst ausbeutende KuK setzen andere unter Druck!

    Zu Deiner Frage:

    Die Schulleitung kann Mails am Sonntag selbstverständlich untersagen. In Corona-Zeiten hat unsere SL Ruhezeiten eingeführt (Wochentags ab 17/18 Uhr oder so - weiß es nicht mehr genau, sowie Samstag und Sonntag). In dieser Zeit durften keine VKs stattfinden oder Mails/Teams-Nachrichten o.ä. an KuK oder SuS geschrieben werden. Erst als das an alle raus ging hab ich gemerkt, wieviel ich gerade in der Anfangszeit gearbeitet habe. Ich bin ihr heute noch dankbar für diesen Schritt.

    Grundsätzlich sollten alle Gegenstände mit einem Einzelwert unter 150€ ohne Ausschreibung möglich sein

    Ich glaube, hier wird was verwechselt. Die Vorgaben für Ausschreibungen liegen sehr hoch, im Bereich von 50-100k! Europaweit noch höher. Und meistens sind es Bauvorhaben. Aktuell ist bei uns auch etwas in der Ausschreibung, aber da handelt es sich um eine Anschaffung für 1,5 Mio. Logisch, dass es da eine Ausschreibung geben muss. Für einen Schrank wird nichts ausgeschrieben! Wenn der Schulträger das macht, dann weiß er anscheinend selber nicht, dass er es nicht muss (hab ich auch schon erlebt!).

    Was Du meinst, ist wahrscheinlich "investive Ausgabe". Bei unserem Schulträger müssen investive Ausgaben beantragt werden und durch den Haushalt. Die Grenze liegt für uns bei um die 900€ (BK). Außerdem gehören Möbel immer zu investiven Ausgaben. Auch IT muss bei uns beantragt werden.

    Alles andere unterhalb der 900€ dürfen wir so lange einfach kaufen, bis der Haushalt unserer Schule leer ist.

    @NRW-Lehrerin: Damit bringst Du das Problem auf den Punkt. Es hängt leider sehr stark vom Engagement der SL ab, wie die Schule ausgestattet ist. Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht wie Du. Mein Beginn im Schulsystem hat mich auch entsetzt: marode Einrichtung, kaum digitale Ausstattung (an einem technisch geprägten BK!). Mit den Jahren und der Erfahrung hab ich gelernt: Der Schulträger war vermutlich froh, dass wir nie gefordert haben. Was wir in den letzten Jahren mit neuer SL alles angeschafft haben, hat die ganze Schule verändert.

    Mein Tipp bei träger SL: Auf jeder Konferenz Anschaffungen einfordern. Elternvertreter mobilisieren, dass die bei der SL vorsprechen. Penetrant und nervig sein. Missstände - wie privat angeschafftes Mobiliar - aufdecken, anprangern.

    Im Prinzip sind alle der gleichen Meinung, aber dann fahrt ihr zu Ikea und kauft neue Möbel?

    Ich glaub’s nicht. Das ist der Grund, warum sich nichts ändert.

    Enorme Kosten, weil Klassenzimmer eingerichtet werden. Ich falle vom Glauben ab. 5-6 ordentliche VS-Regale und Schränke kosten ca 2000€ pro Raum und halten 20 Jahre.

    Armutszeugnis, dass der Schulträger nicht bereit ist, im Schulen zu investieren und den Lehrkräften noch ein schlechtes Gewissen zu machen.

    Traurig, dass ihr als Kollegium das Spiel mitspielt.

    Dies ist kompliziert, weil das dann europaweit ausgeschrieben werden muss und ist deswegen abgelehnt worden.

    I

    Da muss ich doch direkt mal einschreiten! Ein paar Möbel für Klassenräume müssen natürlich NICHT ausgeschrieben werden und schon gar nicht europaweit. Was ist das denn für eine Behauptung? Der Schulträger hat für Ausstattung zu sorgen und dazu gehören in Grundschulen natürlich auch Regale und Schränke. Auch im BK haben wir reichlich davon. Was für ein Unsinn!! Die Grenzen sind ziemlich hoch für solche Ausschreibungen. Ein paar Möbel gehören sicher nicht dazu, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Da werden 3 Angebote eingeholt und anschließend bestellt. Gibt es aus Gründen keine 3 Angebote, dann kann man auch darauf verzichten. Fertig.

    Ich rate Euch nur: Penetrant bleiben, auffordern, Eltern ins Boot holen, den Schulträger so lange nerven, bis er das benötigte kauft! Holt Euch die Feuerwehr ins Haus, die macht eine Begehung und wird Euch den privaten Kram hoffentlich rauswerfen. Sowas hat in Schule nichts zu suchen.

    Macht doch sowas nicht mit und entlasst den Schulträger aus der Verantwortung!

    Ich will jetzt auch Mal meckern...

    Frisch das Bundesland gewechselt (OK, das ist Grund zur riesigen Freude!), mich an meiner Traumschule (Gemeinschaftsschule) beworben, SL wollte mich unbedingt haben, ich wollte hin... Unendlich viele Telefonate und Leute gebeten das zu matchen... Versprechungen bekommen... Fehlinfos bekommen... und zack wurde ich an eine Realschule geschickt :daumenrunter:

    Und dann sitze ich bei der Verbeamtung und werde im Plauderton gefragt, warum ich mich mit meiner Erfahrung in der Arbeit an Gemeinschaftsschulen nicht an solcher beworben hätte... Es gäbe ja kaum Lehrer, die da hin wollten.

    Ich wollte. Und jetzt bin ich sprachlos. :daumenrunter:

    Das ist ja bitter! :troest:

    🤣 Sicher, sicher - nicht.

    Wir müssen so lange bleiben, wie wir Unterricht gehabt hätten. Zum Teil als Unterstützung der OGS (15 Erwachsene, 20 Kinder oder so), zum Teil um irgendwelche Räume aufzuräumen, administrativen Kram zu erledigen usw. ,🙄 Hatte ich erwähnt, dass die Schulleitung aber nicht vor Ort ist?

    Wo ist denn die Schulleitung?

    Erstmal: Es tut mir leid, dass Du Deine UPP nicht bestanden hast und nun auch noch direkt schlechtes Feedback bekommen hast. Wir können natürlich nur Ferndiagnosen stellen. Und wahrscheinlich ist auch nicht mehr viel Zeit, oder? Wann ist die 2. UPP?

    Meine Vermutung ist, dass ich mehr Zeit und Gedanken in die Planung stecken muss.

    Da frage ich schon mal direkt nach: Wann fängst Du mit Deinen Planungen an? Wieviele Wochen sind es dann noch bis zum UB?

    Du solltest Dich nicht schlecht fühlen, sondern er! Er ist derjenige, der ein Arschloch ist! Zieh Dir den Schuh nicht an. Was hättest Du sagen können? Er wird seine Meinung nicht deswegen ändern. Eine Tätowierung dieser Art offen zu tragen: Da machst Du gar nichts mehr.

    Das Problem ist, dass schon die Ausfälle durch Elternzeit, Schwangerschaft usw. in den meisten Kollegien kaum aufgefangen werden können, nun kommen aber noch Long-Covid Patienten dazu und schwupps, schon hast du ein richtiges Problem.

    Das ist aber ein generelles Problem des Dienstherren, der sich einfach weigert, die 10-20% Fehlquote in Kollegien dauerhaft durch eine Überbesetzung auszugleichen. Ich muss da müde lächeln, wenn Kollegen bei uns entschuldigend sagen, dass sie wegen eines Unfalls lange ausfallen. Ich sage dann: Nicht Dein Problem, nicht mein Problem. Der Dienstherr will da nicht ausreichend Geld ausgeben, also muss Unterricht ausfallen.

    Durch Corona wird mehr als deutlich, dass das Schulsystem kaputt gespart wurde. An allen Ecken und Kanten.

    Ich bin jedenfalls auch der Meinung: Die Schäden, die durch lange Schulschließungen entstanden sind, können wir ebenfalls noch nicht absehen. Auch die sollte man nicht unterschätzen (Stichwort psychische Probleme und Adipositas). Ich befürchte, die werden zahlenmäßig Long Covid in den Schatten stellen.

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