Beiträge von Sissymaus

    Das macht die Sache doch nicht besser? Und vor allem hoffe ich, dass die meisten von uns ihre Entscheidung nicht nach A12 oder A13-15 fällen.

    Naja, man sollte sich bei seiner Berufswahl auch klar machen, was man da später für Möglichkeiten hat, sowohl finanziell als auch bezüglich des Berufsbilds.

    Ich habe meiner Tochter daher davon abgeraten, ein Studium aus dem Bereich Soziales zu machen: schlechte Bezahlung, oft befristete Verträge, schlechte Arbeitsbedingungen... Sie hat glücklicherweise verstanden, dass der Beruf zwar grundsätzlich auch nach "Talent" oder Neigung gewählt werden muss, aber eben auch solche harten Kriterien wie Bezahlung berücksichtigt werden müssen. Da sie immer eine Neigung zu Mathematik und Naturwissenschaften hatte, hab ich ihr daher zu einem technischen Studium geraten, auch wenn sie mit Kindern gut umgehen kann und sich das auch so gewünscht hätte. Die Bedingungen in dem Bereich sind aber so schlecht, dass man davon besser die Finger lässt. Ich würde mir sehr wünschen, dass das geändert wird, aber das geht eben nur, wenn immer weniger diesen Beruf ergreifen, so schade, wie es ist.

    Ich wäre sehr viel weniger zufriedener, wenn ich A 12 bekäme, denn dann wäre meine Work-Life-Balance einfach sehr viel schlechter. Auch die Beförderungsmöglichkeiten sind am BK gut. Da sind andere Schulformen deutlich schlechter gestellt.

    Tom123 Du hast diese Überlegungen nicht angestellt. Das war Dein eigenes Versäumnis. Dass Politik etwas ändert, wie zB A13 für alle, passiert eben nur, wenn der Druck da ist. Politiker müssen nämlich Steuereinnahmen so verteilen, dass sie für alle reichen. So lange es noch genug Leute gibt, die diesen Beruf ergreifen und über ihr Deputat malochen, wird sich nichts ändern. Darüber kannst Du schimpfen wie Du willst.

    Bei uns gibt es in der erweiterten Schulleitung Frauen, die weder Kinder, und was noch schlimmer ist, nicht mal einen Mann haben. (Wundert mich allerdings Null bei denen, die würden selbst auf einer Single-Börse keine Mails bekommen)

    Die leben quasi für Schule und holen sich da eine Art perfide Ersatzbefriedigung. Tausche ein erfülltes (bzw. überhaupt ein!) Sexualleben und partnerschaftliche Momente gegen die Befriedigung an der Schule ein gaaaanz wichtiges Rädchen im Getriebe zu sein und hier und da Anerkennung dafür zu bekommen, weil man ja sooo viel macht.

    Das Problem ist, dass dieses Ausleben der Ersatzbefriedigung Druck auf die normalen Menschen im Kollegium ausübt.

    Ich wünsche mir also Schulleitungen, die nicht so vernachlässigt sind, wie zwei Kolleginnen in leitenden Positionen bei uns.

    Also wirklich. Findest du ein solches Urteil wirklich angemessen? Woher willst du wissen, was diese Frauen antreibt? Eine solche Meinung würde man von Männern in der gleichen Position niemals haben.

    Und es dürfte ja auch jedem klar sein, dass man sich von der Arbeit eines Abteilungsleiters nicht unter Druck setzen lassen sollte. Es sollte klar sein, dass jemand mit hörerer Besoldungsstufe auch mal etwas mehr arbeitet.

    Wobei ich das nicht bestätigen kann. Ich finde nicht, dass ich sehr viel mehr arbeite, als meine Kollegen außerhalb der erweiterten SL.

    Du solltest dringend an deiner Arbeitseinstellung arbeiten. Ich habe jedenfalls gelernt, echte Freizeit zu haben. Nämlich dann, wenn ich das abgearbeitet habe, was wichtig ist.

    Vielen Dank. Nein, man wird nach zwei Jahren regelbeurteilt. Wenn die dienstliche Beurteilung entsprechend gut ist, wird man befördert. Theoretisch könnte man sich auch auf eine Beförderungsstelle bei Stella bewerben. Diejenigen, die nach A14 befördert werden, tun das mitunter.

    Interessant. Das geht mit einer vollständigen Abordnung? ich hatte auch die Chance, voll an die Behörde zu gehen. Aber ich habe mich entschieden, an der Schule zu bleiben. Bald darf ich mich auch auf eine Stelle an der Schule bewerben und hab nun mit dem Gedanken abgehakt. Vielleicht in einigen Jahren wieder :weissnicht:

    Beneidenswert - bei uns betrifft das auch Unmengen an Klassen, aber die waren schon vor den Ferien quasi alles da, was die Schulmail aus NRW erlaubt hat.

    Ich bin darüber auch mehr als glücklich, auch wenn es bedeutet, dass ich weiterhin zu 100% in Distanz bin und gern mal wieder raus will. Das ist aber jammern auf hohem Niveau, weil ich natürlich weiß, dass es eigentlich besser ist, dass ich nicht in die Höhle muss.

    An den BKs in NRW ist alles eine "kann-Bestimmung". Da muss also kein Schüler in die Schule, wenn die Schulleitung das festlegt. Denn nach der o. g. Aufzählung betrifft das wirklich viele am BK. Je nach Struktur können das auch 80-90% sein. Glück für die, die eine besonnene und mutige Schulleitung haben und das nicht zulassen (so wie meine :klatsch:)

    Die Durchführung von Präsenzunterricht an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen ist nur zulässig bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte.

    Die gibts doch in allen Schulen: Fenster und Türen auf + Seife am Waschbecken.

    Also wisst ihr, was Euch allen blüht: Rein in die Schule alle Mann!

    Im Fernsehn wurde eben feierlich verkündet: Schulen machen ab 165 komplett zu. Also so richtig komplett. Also zu. So komplett.

    Ich kann also davon ausgehen, dass ich auch weiterhin alle meine Schüler am Kolleg ab Montag im Präsenzunterricht habe, oder? (Weil einjährige Bildungsgänge = Abschlussklasse usw.) Oder heißt komplett zu neuerdings wirklich zu?

    Es hieß doch: Ausnahmen für Abschlussklassen sind möglich.

    MrsPace

    Meine Schullaufbahn auf dem Gymnasium war eine mittelschwere Katastrophe (jedenfalls ab Klasse 7ff). Ich muss sagen: Das erste Mal, dass ich mich in meiner Schullaufbahn wohl und ernst genommen gefühlt habe, war an der Berufsschule. Ich habe meine Lehre 1991 begonnen. Ich glaube daher, dass am BK die Lehrer oft anders ticken, weil sie oft auch mal was anderes gesehen haben als Schule-Uni-Schule.

    Ich selber trete meinen Schülern auch so entgegen, wie anderen Menschen in meinem Umfeld, natürlich mit der notwendigen Professionalität meines Berufs. Meine Devise ist immer: Ich muss Euch beurteilen, aber mein persönliches Anliegen ist es, dass ihr Euren Berufsabschluss gut schafft und die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten erlernt, die für Euer Berufsleben wichtig sind. Bei mir dürfen Fehler gemacht werden. Bei mir ist Lernzeit. Ich helfe bei Problemen mit dem Betrieb und ich gebe mein Bestes, damit sie soviel drauf haben, dass sie nachher super aus der Prüfung kommen.

    Den Rest müssen sie noch dazutun. Klappt!

    Die meisten sind einfach toll! Ich finde meine Schüler super! Da sind so tolle Persönlichkeiten dabei. Das ist wirklich Klasse.

    Und ich hab immer was zu erzählen :lach:

    Ja, genau so ist es bei uns auch. Ich habe dann in solchen Situtionen immer Probleme sie "korrekt" anzusprechen. In der Schule wurden sie geduzt, trifft man sie dann ein paar Jahre später und sie gehen dann so gesellig auf einen zu, ist man dann wieder zum "Du" geneigt :pfeifen:

    Und ganz oft duzen sie mich dann plötzlich, wenn ich sie Jahre später auf dem Schützenfest treffe :lach: Ich finds völlig ok und freue mich auch sehr, wenn ich Schüler mal abends treffe und sich sehr freuen, mich zu sehen. Sie rufen dann quer über den Platz: "Frau Sissy! Wie gehts Ihnen? Leute, das ist meine Lehrerin!" :lach::lach:

    Ach, das BK ist einzigartig!

    Natürlich gibt es am BK Disziplinprobleme. Da sind oft schulmüde Kids, die aber noch schulpflichtig sind. Sie hatten bisher keine schöne Schulzeit und sind dementsprechend desillusioniert. Außerdem gibt es auch in dualen Klassen manchmal Probleme, insbesondere wenn sie sehr groß sind und einen Querulanten drin hat.

    Ich kann nur für Metaller Industrie und Handwerk reden:

    Man kann dem aber wunderbar begegnen, indem man Respekt vor ihnen hat, sich authentisch gibt und sich auf sie einlässt. Man sollte sie ernst nehmen und bei großen Probleme auch den Betrieb (wenn vorhanden) einschalten. Ich habe zu Beginn in einigen Klassen auch ziemliche Probleme gehabt, aber mit der Zeit lernt man, wie man sie „kriegen“ kann. Heute habe ich damit keine Probleme mehr.

    Am BK ist die Mischung einfach spannender. Kids ohne Abschluss tummeln sich neben dualen Schülern aller Art und Fachschülern auf Bachelor Niveau. Elternarbeit entfällt nahezu vollständig. Herrlich!

    drummer;-) es gibt schon lange kein Berufsgrundschuljahr und keine Sonderschule mehr in NRW.

    Ich muss mal nach eurer Meinung fragen: eine nahe Verwandte steht der Impfung kritisch gegenüber. Ich habe das mal gedanklich durchgespielt. Wenn sie das tatsächlich nicht will und sich nicht impfen lässt, ist das ja zunächst mal ihr eigenes Problem. Es wird aber zu meinem, wenn ich sie anstecke und sie daran stirbt oder schwer erkrankt. Und dann ist es plötzlich auch mein Problem. Denn ich muss damit dann klar kommen, dass ich jemandem eine schwere Krankheit „gebracht“ hab und daran womöglich gestorben ist.

    Wie seht ihr das?

    Wenn du so knapp vorher erst zuhause bist, muss das Essen fertig sein. Das kann vorbereitet sein. Vorkochen in großen Mengen

    einfrieren. Küche aufräumen ist dann weniger und da kann man das Kind einbeziehen.

    Mamataxi minimieren, indem man Freunde der Kinder mitnimmt und das auch mal umgekehrt nutzen kann. Außerdem den Mann fürs abholen verpflichten.

    Elterngespräche nur ein/zweimal pro Woche mit festgelegtem Zeitrahmen. Diesen konsequent einhalten. Reicht es nicht: neuen Termin festlegen.

    Abendessen gibts nur Brotzeit, wenn es mittags warm gab. Tisch decken machen alle. Abräumen auch. Nächsten Tag besprochen muss auch nicht sein: sonntags eine Stunde Zeit nehmen und die Woche planen. Plan aufschreiben/in einen digitalen Kalender schreiben. Für alle sichtbar machen.

    Unterricht vorbereiten wird mit der Zeit sehr viel weniger. Wenn nicht: eigene Arbeitsweise überprüfen/überdenken.

    Usw usf

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