Beiträge von Sissymaus

    Und damit sind wir beim bereits angesprochenen Thema. Die Bandbreite an Anforderungen ist immens hoch.

    Meine iPad-Klasse bringt mir in Elektrotechnik bei Multisim und Logosoft einfach mal gar nichts.

    Zuschuss fände ich definitiv sinnvoller, als Geräte, die dann keiner nutzt, bzw. die nicht passend sind.

    Aber wir haben an der Schule ja auch gerade iPads bekommen - ohne Konzept - ohne Stundenkontingent für den administrativen Aufwand und auch ohne Stift. Ach ja und ohne Anbindung an unsere Beamer.

    Oh mein Gott. Wer hat das entschieden? Und ist der Schulträger damit wenigstens schön lobend in den Medien erwähnt worden? Mit iPads können meine Industrie-Kollegen auch nichts anfangen. CAD/CAM läuft (bisher) nicht auf Mac. Und auch FluidSIM und TiaPortal ist meines Wissens nach nur für Win-Betriebssysteme vorhanden. So gerne ich mit Apple arbeite: Es nützt mir in meinem Anwendungsfall leider nüscht.

    Ich habe durch CAD/CAM etc stark erhöhte Anforderungen. Das haben meine Deutsch/Sozpäd-Kolleg*innen nicht. Trotzdem finde ich es unzumutbar, mit was für Spielzeugen diese anderen Kollegen abgefertigt werden. Das Ding soll ein Konvertible sein: die Stifteingabe ist ein schlechter Scherz, hochfahren dauert 3-4 Minuten, Programme starten eine gefühlte Ewigkeit, Plan war, dass sich Geräte direkt drahtlos mit Beamer verbinden, hat in meinem Raum auch nach mehrmaligem Eingriff durch die IT-Dienstleister nicht geklappt. Und damit soll ich Unterricht machen? Nenene! Auf keine Fall. Den Ramsch, den sie sich da haben andrehen lassen, können sie mal gern behalten.

    Ich hatte ein solches digitales Endgerät. Hab’s zurückgegeben. Das ist kein Arbeitsgerät, sondern ein Spielzeug. Preis laut Google 380€. Ich wünschte, das würden alle meine Kollegen machen. Aber insgesamt haben das bisher nur 3 gemacht. Der Tenor scheint zu sein: wir arbeiten damit und sagen dann, dass es nicht geht.

    Meine Meinung dazu ist eher: wir geben alle zurück und verlangen angemessene Geräte.

    sonst heißt es doch: Sie haben 3 Jahre damit gearbeitet. Hat sich keiner beschwert.

    Ich hab nun für das nächste Jahr einen Antrag gestellt für passend ausgestattete Geräte. Ich kann das rechtfertigen für mich und die Kollegen, die mit Industrie-Software arbeiten. Für die restlichen 110 Kollegen hat man wenig Argumentationsgrundlage.

    Das funktioniert. Kenne eine, die SozPäd studiert hat und mit ein paar Kursen an der Fernuni nun Mathe als 2. Fach hat.

    Zudem hatten wir in der letzten Ausschreibung Mathe/beliebig und haben nun eine OBASlerin mit WING-Studium, die Mathe/Maschinenbau als Fakultäten hat. Heißt also, dass das 2. Fach Mathe aus den 33 ECTS abgeleitet wurde. Das geht also auch.

    Sissymaus - in vielen Schulen steht der Stundenplan ja noch nicht vor den Ferien. (ich glaube, irgendwo hier gab es da mal einen Thread zu.)

    Aber auch da ist es normal, dass man ggf. noch dran rumpfeilt. Es kann ja auch Ende der Ferien eine Kollegin ankommen und mit Berufsverbot schwanger sein. Z.B.

    kl. gr. frosch

    Urks. Wieso das denn nicht? Müsste eigentlich umgekehrt sein: Am BK werden die dualen Azubis in der Regel erst in den Sommerferien angemeldet. Sozusagen an dem Tag, an dem der Azubi in der Firma auf der Matte steht. Da haben die allgemeinbindenden Schulen doch erheblich eher Planungssicherheit.

    Deinen 2. Satz haben wir am BK natürlich noch obendrauf.

    Eine Planung dauert bei uns aber auch ewig. Der arme Stundenplaner verbringt mehrere Wochen inkl. Wochenenden damit.

    Vielleicht gibt es ja in der Nähe einen Hofladen, den du nutzen kannst? Ansonsten wirklich blöde Zeiten und eigenartig, dass man den Samstag nicht einbezieht, wo mehr Menschen den Markt nutzen könnten. Bei uns hat der kleine Stadtteilmarkt Mi und Sa offen (von denen gibt es in vielen Stadtteilen einen, so dass ich theoretisch jeden Vormittag außer Sonntags zum Markt gehen könnte) und zusätzlich noch ein großer Wochenmarkt in der Innenstadt, der an 6 Tagen die Woche stattfindet. Das ist natürlich Luxus, so dass ich auch wirklich schauen kann, bei welchem Stand ich einkaufen möchte, wer wirklich selbst produziert und den Markt als Direktvertrieb nutzt und wer nur vom Großmarkt besorgte Produkte vertreibt (wofür ich nicht unbedingt auf den Markt gehen muss, das führt auch jeder Supermarkt).

    Ja, den gibts. Da kehre ich auch öfter ein. Aber ich muss extra hinfahren, so dass ich das nicht ausschließlich mache.

    Bin auch grad beeindruckt, wie konsequent hier einige sind. Ich muss sagen, dass ich das nicht vollumfänglich durchziehe. Ich achte auf gutes Fleisch, gebe dafür auch gern mehr aus (kaufe i.d.R. beim örtlichen Metzger, aber im Berufs- und Familienalltag wird auch mal der Gang zum Lidl auf dem Heimweg eingeschlagen. Da hab ich ja ein schlechtes Gewissen, wenn ich das alles hier so lese.

    Biokiste gibts hier leider nicht in der Nähe, dafür müsste ich wieder weit fahren und dann finde ich es auch keine saubere Sache, wenn ich mit dem Auto 60km abreiße, um mir meine Biokiste zu holen. Zumal ich das auch zeitlich nicht jede Woche schaffen würde...

    Immerhin: In fußweite macht ein Biobäcker auf. Aber Brot backe ich hier und da auch selbst, das war deshalb nicht mein vorrangigster Wunsch.

    Interessante Diskussion.

    Zum Thema Regional: Auf unserem Wochenmarkt kann auch auch lesen/fragen, von wem es kommt. Aber es gibt 2 Haken an der Sache:

    1. Wir haben Großbauern, die ihr Obst und Gemüse aus ganz NRW zu uns karren und das dann unter ihrem Namen verscherbeln (nix regional, da ewig mit dem LKW transportiert)

    2. Der Wochenmarkt in meinem kleinen Städle ist Dienstag und Freitags von 8-12 :(

    Grundsätzlich unterstelle ich hier niemanden etwas. Ich unterstelle auch nicht, dass schwangere Frauen per Definition zuverlässig sind. Ich sehe Menschen zunächst neutral an, die mir im Laufe der Zeit dann durch ihre Arbeitsweise zeigen in welche Richtung sie tendieren. Ihr seht das wahrscheinlich anders... ist auch ok so.

    Ich möchte mein Verständis von "Zuverlässigkeit" an zwei Beispielen verdeutlichen.

    Heute morgen musste ich eine Abiturprüfung abnehmen. Ein Teil der Prüfungskommission kam zu spät zur Prüfung. Keine Entschuldigung oder Sonstiges. Hat wahrscheinlich Kinder zum Kindergarten gebracht --->unzuverlässig, weil keine Benachrichtigung

    Ein anderer Teil der Prüfungskommission kam zu einem Prüfungsvorgespräch in der letzen Woche zu spät. Musste wahrscheinlich ebenfalls die Kinder zum Kindergarten bringen. Keine Entschuldigung oder Sonstiges. Hat sich aber noch einen Kaffee vom Bäcker holen können und 5Minuten im Flur Privatgespräche führen können ----> unzuverlässig, das Prüfungsgespräch wurde bereits wegen dieser Person verschoben und dann so etwas

    Alles nette Leute... ich habe aber eine andere Einstellung zur Arbeit und erwarte das auch von meinen Kollegen.

    Was sonst! Andere Gründe für das Zuspätkommen gibt es natürlich nie!

    Ich will natürlich nicht, dass der Eindruck entsteht, dass dieses Verhalten tolerierbar wäre. Ich selbst mag das überhaupt nicht. Aber automatisch davon auszugehen, dass es um Kinderbetreuung geht, zeigt Dein Schubladen-Denken. Und ja: Damit unterstellst Du etwas!!

    Danke, dass es dieses AGG oder was das ist gibt! Ansonsten würden sicher viele junge Lehrerinnen auf der Straße stehen. Nach Kinder und Erziehungszeiten wird ihr dann anschließend die mangelnde Berufserfahrung angekreidet und die Planstelle verweigert.

    Gut, lassen wir die Wortklauberei und gehen auf den Kern der Sache zurück: Wenn ich bei der Einstellung solche unzulässigen Fragen formuliere (und sei es nur als Umschreibung) und daraufhin rechtlich zulässig (meinetwegen:) angelogen werden muss, bin ich das A***loch und nicht die Bewerberin, die ich gezwungen habe, so zu reagieren.

    Einfacher ist es aber, der Bewerberin die Schuld zu geben ;)

    Ich sehe das Problem auch nicht: Dann fällt sie halt ne Weile aus. Na und? Wenn ein Mann sich beim Mountainbike-fahren den Rücken bricht und mehr als ein Jahr ausfällt (junger Kollege, direkt nach UPP) ist das auch stemmbar. Keiner ist unersetzlich!

    Schmidt So lange Männer Frauen der Lüge bezichtigen, wenn sie etwas nicht erwähnen, das keinen was angeht, ist das leider ein Männer gegen Frauen-Problem.

    Du meinst "gute" in deinem Sinne.

    Ich würde nie jemanden fest einstellen, der so etwas nachweisbar verschwiegen hat. Langfristig wird sich so ein Verhalten auch eher nachteilig auf die Chancengleichheit von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt auswirken. Irgendwann wird sich jeder Chef, Direktor etc. denken "Vielleicht ist sie schwanger und sagt nix; nehme ich lieber den Mann.".

    Das ist bereits so! Genau wegen dieser Haltung sind Frauen gezwungen, so zu agieren!

    Wahnsinnig interessant, dass hier nur Männer (aber natürlich nicht alle!) dafür plädieren, dass das Verschweigen ein Problem ist.

    Das habe ich mir auch gedacht!


    Wenn ich die Wahrheit sage werde ich (vielleicht) nicht eingestellt, deshalb lüge ich? Komische Einstellung.

    Als Schulleitung will ich einen vernünftigen Schulbetrieb aufrechterhalten. Wenn ich zu diesem Zwecke jemanden einstelle, der mich belügt und so dafür sorgt, dass ich das gleiche bzw. ein noch nervigeres Problem (blockierte Stelle und Wegfall mitten im Schuljahr) habe, dann ist es sicher nicht unverständlich, dass ich mich verarscht fühle und zu dieser Person nur schlecht ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann. Eine Planstelle würde diese Person an meiner Schule nicht bekommen. Wenn diese Person hingegen mit offenen Karten spielt und es ansonsten passt (was ja hier offenbar der Fall ist), würde ich versuchen, sie auf einer anderen Stelle, vielleicht erst mal als Vertretung, unterzubringen. Nur für die zu besetztende Stelle fehlt dann eben ein Qualifikationsmerkmal (die Verfügbarkeit).

    Man merkt, dass hier ein Mann spricht, der noch nie wegen seines Geschlechts benachteiligt wurde. Was genau ist so vertrauensbrechend daran, wenn eine Frau in der begrenzt möglichen Zeit, die ihr zur Verfügung steht, schwanger wird? Meine Güte, sie ist für einige Jahre weniger einsetzbar. Das muss kein Schulleiter mit seinem Privatvermögen auffangen. Anschließend ist sie für viele Jahre eine vollwertige Kehrkraft. Dieses Rumgeeiere von wegen, man kann keine Rücksicht auf schwangere Frauen nehmen, da man sonst den Schulbetrieb nicht aufrecht erhalten kann: Lachhaft! Frauen bekommen Kinder. Und sie sind danach vielleicht eine Zeitlang nicht immer voll einsetzbar. So what? So ist das im Leben. Wer soll denn sonst die Kinder bekommen? Oder wollt ihr Männer hier mir damit sagen, dass Frauen nichts auf dem Arbeitsmarkt verloren haben?

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