Beiträge von katastrofuli

    Wo ist das Problem? Es ist doch ideales Wetter um z.B. den 3000m-Lauf zu trainieren, so dass der dann in der Leistungskontrolle oder Prüfung in der Normzeit absolviert werden kann.

    Sorry, aber diese Antwort kann nur von einem Nicht-Sportlehrer kommen.


    Ich gehe mit meinen SuS, 2km ins Stadion, natürlich müssen sie dabei eine Maske tragen. Danach laufen sie, immer im Abstand von mind. 3m, die nicht unterschritten werden dürfen, ohne Maske 3000m und abschließend gehen wir dann wieder, mit Maske, in die Schule. Das Ganze machen sie natürlich in ihrer regulären Alltagskleidung, da wir die Umkleiden nicht nutzen dürfen. Diese ist nach den 3000m zwar völlig durchgeschwitzt und stinkt in den Folgestunden, aber egal.

    Mal davon abgesehen, dass die Tartanbahn bei den momentanen Wetterbedingungen (feucht bis nass) spiegelglatt ist, klingt das alles nach einem richtig guten Plan. :autsch:

    Für RLP gibt es bis jetzt keine klare Ansage. aus dem Bildungsministerieum kommen Sätze wie:

    Sport mit Maske in der Turnhalle ist nicht möglich.“

    „So lange kein Sturmtief über das Land zieht oder Hagelschauer herunterkommen, ist Sport draußen möglich.“


    Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte äußert sich wie folgt:

    "In anderen Ländern, etwa in Großbritannien treiben Schüler bei jeder Witterung im Freien Sport, ohne dass dies die Krankmeldungen in die Höhe treibt", schreibt der BVKJ in einer Pressemitteilung, und weiter: "Erkältungen werden von Viren ausgelöst, nicht durch kalte Luft oder Regen."


    Wir machen momentan Sporttheorie oder gehen, natürlich mit Masken, spazieren.

    1) Wie ist bei euch geplant bei Wechselunterricht zu verfahren?

    Geplant ist, den Präsenzunterricht in gewohnter Weise fortzuführen. Im Frühjahr haben wir die Klassen in A- und B-Woche eingeteilt. So hat man im Prinzip zwei Wochen lang dasselbe unterrichtet und der Stundenplan musste nicht umgestellt werden. Die SuS zu Hause haben Aufgaben zur Vertiefung erhalten.


    2) Welche Form haltet ihr für besser und warum?

    wochenweiser Wechsel, da das für mich organisatorisch einfacher erscheint


    3) Zusatzfrage: Was haltet ihr vom Mitstreamen des Unterrichts? (Das muss man sich als Option für einen wochenweisen Wechsel überlegen.)

    Nichts, da unser Wlan das nicht verkraftet. Nicht alle Schüler haben jederzeit Zugang zum Internet.

    S: Frau Katastrofuli, kann ich mal den Ball?

    L: Da fehlt ein Verb.

    S: Bitte.


    Interessanterweise hatte ich das kurz vorher so ähnlich als Witz gelesen.

    Ich hege da meine Zweifel. Jetzt, wo der Wahlkampf in die heiße Phase geht und er nun keine TV-Duelle mehr machen kann, kommt ihm das sehr gelegen.

    Ist der Verlauf mild, wird Trump in seiner Annahme, dass Corona nicht gefährlich ist, noch gestärkt. Irgendwie passt mir das zu gut in seinen Wahlkampf.

    Ich hatte vor Jahren eine Klasse, die ebenfalls undiszipliniert war. Jedoch war da die Lage viel schlimmer. Normaler Sportunterricht war nicht möglich, da es ständig tätliche Auseinandersetzungen gab. Ich konnte keinen auch nur eine Sekunde aus den Augen lassen. Erklärt man einem die Übung oder korrigiert ihn, ging hinter meinem Rücken schon die nächste Prügelei los.

    In den Griff habe ich das erstens mit Sporttheorie bekommen. Die Schulleitung war nicht begeistert, doch ich konnte allein in der Halle nicht für die Sicherheit der Schüler garantieren. Die zweite Maßnahme war ein FSJler, also ein zweites paar Augen, der die Schüler im Blick hatte, wenn ich einzelnen was erklärt habe.


    In deinem Fall würde ich es ersteinmal mit dem Belohnungsprinzip probieren. Wir haben z.B. drei Stunden Sport die Woche. In der Doppelstunde arbeite ich immer am Thema (Turnen, LA....) und wenn sie sich in der Doppelstunde gut benommen und mitgearbeitet haben, wird in der Einzelstunde gespielt (Schüler dürfen entscheiden was).

    Alternativ dient die Einzelstunde der Reflexion der Doppelstunde. Was wurde falsch gemacht? Was kann jeder einzelne dazu beitragen, dass das nicht mehr geschieht?

    Bis auf den oben beschriebenen Sonderfall hat das in all meinen Problemklassen gut funktioniert.

    Ich bin nach dem Abitur mit 19 Jahren direkt ausgezogen (bzw. wurde mehr oder minder rausgeworfen) und habe angefangen, auf Lehramt zu studieren. Orientiert, was ich eigentlich beruflich machen möchte, habe ich mich bereits während meiner Schulzeit durch Praktika in den Ferien.

    Da ich auf mich alleine gestellt und aufs BaföG und Nebenjobs angewiesen war, konnte ich mir keine Zeit lassen und hab das Studium innerhalb der Regelstudienzeit beendet. Mit 26 war ich mit dem Ref fertig und mit 27 hatte ich meine erste feste Stelle.

    Gern hätte ich Work&Travel oder ein Auslandssemester gemacht, doch hatte ich dazu nicht die finanziellen Mittel.

    Bin ich deshalb ne schlechte Lehrerin? Diese Entscheidung überlasse ich besser meinen Schülern.


    Jedoch gebe ich vielen den Rat, dass es nicht immer der direkte Weg sein muss und man auch mit dem ein oder anderen Umweg zu seinem beruflichen Glück finden kann.

    Besser, das kommt offenbar direkt vom Bildungsministerium. Gestern kam ne Mail mit den Leitlinien und dem Hygieneplan für 2020/21. Demnach gibt es drei mögliche Szenarien für die die Arbeitspläne angepasst werden sollen.

    Im Fach Sport wird das besonders interessant, da es ein rein praktisches Fach ist und genauere Anweisungen wohl erst irgendwann kommen sollen.

    Morgen ist der letzte Schultag und gerade eben ist eine Mail in meinem Postfach eingegangen, die alle Fachschaften dazu auffordert, die Arbeitspläne der Schule für die verschiedenen Szenarien anzupassen. Abgabefrist ist der 07.08.2020.

    Ich weiß gerade nicht, welcher Reaktionssmiley passen könnte. Der Traurige ist zu passiv, der Verwirrte zu distanziert, lustig ist es auch nicht...


    Ich hab ne Idee: Wie wäre es, wenn die Einstellung für solch eine Stelle einfach als Ref angerechnet wird? Dann könnte man noch mehr Geld sparen und Staatsexamen künftig ganz knicken :flieh:


    Es soll tatsächlich als Praktikum angerechnet werden können.

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