Versetzung in den sonnigen Süden ( BaWü, Bayern, Schweiz..)

    • Versetzung in den sonnigen Süden ( BaWü, Bayern, Schweiz..)

      Liebe Kolleginnen und Kollegen. Ich bin auf Lebenszeit verbeamtet an einer Berufsschule im Ballungsgebiet in NRW, wo ich seit Jahren nicht ganz einfache Schüler fachfremd unterrichte, ursprünglich jedoch für Sek 1+2 Gymnasium ausgebildet. Gerne möchte ich mich örtlich verändern, wieder meine urprünglichen Fächer unterrichten dürfen, zudem raus aufs Land und weiter in den Süden. Ich bin müde mit meiner Gesamtsituation hier. Wer hat Erfahrungen mit einem Versetzungsantrag zum Bundeslandwechsel nach BaWü oder Bayern und zudem ggf. auch Schulformwechsel (wieder ans Gymnasium)? Gibt es Kollegen, die ihre Verbeamtung aufgegeben haben und in die Schweiz gegangen sind, wo der Verdienst viel besser ist und angeblich auch die Arbeitsbedingungen? Oder nach Österreich? Ich bitte Euch um Rat und Vorschläge. Danke im Voraus!
    • Das ist kein Regen - das ist die Sintflut!
      Keller saufen ab, Straßen gesperrt... und 6°C am meteorologischen Sommeranfang. Paradoxerweise wegen der Erderwärmung. Man glaubt es kaum - ist aber so. Weil die Polkappen schmelzen, verändern sich die Hauptwindrichtungen - und wir bekommen vermehrt Wind aus Nordosten statt aus Westen.

      Du solltest dich nach Oslo oder Moskau versetzen lassen - dort ist es jetzt wärmer als bei uns.

      Back to topic:
      Falls es dich trotzdem in den nasskalten Süden der Republik oder in die Schweiz zieht, findest du hier passende Links für Bewerbungsverfahren:
      autenrieths.de/links/linkfort.htm

      Berufschullehrer werden - passende Fächerkombi vorausgesetzt gesucht. Auch am Gymnasium kommt es auf die Fächer an. Mit Deutsch und Geschichte hättest du ein breit aufgestelltes Konkurrenzfeld, gegen das du antreten musst. Mit Bio/ Sport wird es ähnlich sein. Nachrückverfahren mit stellenbezogenen Ausschreibungen ist vom 5.-12.Juli. Dann stehen die Stellen hier online:
      km-bw.de/servlet/PB/menu/1237108/index.html?ROOT=1111879
      bzw.
      km-bw.de/servlet/PB/menu/1118245/index.html

      oder du bewirbst dich an der Privatschule von Mercedes in Alabama - die suchen einen Lehrer für Chemie/Biologie:
      km-bw.de/servlet/PB/menu/1213546/index.html?ROOT=1111879
      Eine zivilisierte Gesellschaft offenbart sich daran, wie sie mit Schwächeren umgeht

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    • cressi schrieb:

      Warum? Wo ist der Mangel in Österreich?

      Weißt du näheres wie der Ablauf ist in Österreich?
      Österreich hat tatsächlich einen großen Lehrermangel, allerdings kommt es natürlich auch da entscheidend auf die Fächerkombination an. Der Mangel besteht vor allem in sehr ländlichen Gebieten und im Bundesland Vorarlberg. Dort gibt es nämlich einen großen Schwund Richtung Schweiz.

      In Österreich wird nicht mehr verbeamtet, aber den Angestellten geht es auch nicht so schlecht. Die Arbeitszeiten liegen am Gymnasium bei ca. 20 Deputatsstunden. (Je nach Fach: Mathe z.B. nur 18, Deutsch glaub ich 22.) Die Gehälter der Berufsanfänger sind entsprechend niedriger als die von angestellten Lehrern in Deutschland. Allerdings gibt es praktisch unbegrenzt viele Gehaltsstufen, und ein typischer Lehrer kurz vor der Pensionierung verdient etwa 2,5-mal soviel wie ein Berufsanfänger.

      Das Hauptproblem: Für die Einstufung geht es nicht um relevante Berufserfahrung sondern ausschließlich um (beliebige) vorherige Tätigkeiten beim selben Arbeitgeber (Gymnasium: Bund, sonst: das jeweilige Bundesland). Ein Lehrer, der vom Gymnasium an eine Volksschule wechselt, würde also wieder von vorne anfangen! Deshalb ist ein Wechsel nach Österreich finanziell nur für junge Leute sinnvoll, die langfristig denken.

      In der Schweiz ist es übrigens umgekehrt: Deutlich längere Arbeitszeiten und erheblich mehr Gehalt. Da kann die Anerkennung der Lehrbefähigung aber problematisch sein. Außerdem ist da von Kanton zu Kanton alles völlig unterschiedlich.
    • Schönen Nachmittag,

      also ich unterrichte in Wien und ich weiß, dass allein an unserer Schule ( ist zwar Volksschule ) 2 Lehrerinnen nächstes Jahr fehlen, auch in der Nachbarschule ist es nicht weniger usw.

      In Wien fehlen im kommenden Schuljahr an die 700 Lehrer , wenn nicht mehr, und dass in allen Schulstufen.

      Ich würde einfach beim Stadtschulrat für Wien anrufen und nachfragen, ob sie dich brauchen können.

      Dir werden in Wien die Vordienstzeiten angerechnet und dann wirst du in eine bestimmte Gehaltsstufe eingestuft.

      Wegen Verbeamtung, hier läuft es ein wenig anders als in Deutschland, du wirst die ersten 5 Jahre nur mit einem Jahresvertrag angestellt, dafür aber ein Stückchen höher bezahlt. Danach bekommst du ziemlich automatisch ( außer du lässt dir wirklich etwas zu Schulden kommen) einen unbefristeten Lehrervertrag. Pragmatisierungen finden allerdings kaum mehr statt.

      Soweit ich weiß , wurden mir alle Vorberufserfahrungen angerechnet. Begonnen habe ich soweit ich mich erinnern kann in der Gehaltsstufe 5

      Sonnig haben wir es , im Moment würde man meinen wir hätten Hochsommer ;)

      LG MM

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MagicMoment ()

    • johaquila schrieb:

      In der Schweiz ist es übrigens umgekehrt: Deutlich längere Arbeitszeiten und erheblich mehr Gehalt. Da kann die Anerkennung der Lehrbefähigung aber problematisch sein. Außerdem ist da von Kanton zu Kanton alles völlig unterschiedlich.
      Im Kanton Aargau entspricht ein volles Deputat in den naturwissenschaftlichen Fächern 22 Wochenlektionen, in Basel sind es glaub ich 24 Wochenlektionen. Das ist meines Wissens nach weniger, als in den meisten deutschen Bundesländern. Das Gehalt ist DEUTLICH höher als in Deutschland, schwankt aber wiederum sehr stark von Kanton zu Kanton.

      Das Hauptproblem bzgl. Wechsel in die Schweiz ist für Yuki die Fächerkombination. Generell schaut es bei uns auf Sek II sehr gut aus nur Sportler und Biologen, davon gibt's selbst hier viel zu viele. Mit mir haben gerade etwa 30 Biologen und 40 Sportler die Fachdidaktikprüfungen abgeschlossen und das nur an der PH Basel. Zum Vergleich: In der Chemie waren wir nur 4, in der Physik rekordverdächtige 8. Da die Schweizer im Allgemeinen nicht viel von der deutschen Lehrerausbildung halten, werden im Falle einer Bewerbung sicherlich zuerst diejenigen genommen, die hier in der Schweiz ausgebildet worden sind. Von denen landen die meisten in den Fächern Biologie und Sport aber auch zunächst mal auf der Sek I und hoffen darauf, dass sie irgendwann mal ans Gymnasium bzw. die Kanti wechseln können.

      Grüsse aus Basel
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