Arztrechnungen: erhöhter Aufwand/erschwerte Bedingungen

  • Ständig steht bei den Arztrechnungen "erhöhter Aufwand" oder "erschwerte Bedigungen", "besonders zeitaufwändig", damit der 3,5-fache Satz abgerechnet werden kann.
    Mir ist klar, dass Privatpatienten gemolken werden, wo es nur geht, aber irgendwo finde ich diese Masche auch dreist.
    Wenn ein Gespräch/eine Untersuchung in 5 Minuten vorbei ist, kann ich nicht nachvollziehen, wo da erschwerte Bedingungen gewesen sein sollen. Dabei geht es mir gar nicht (nur) um das Geld selbst; in der Regel kriege ich die Kosten von Beihilfe und Krankenkasse ja wieder.
    Hat jemand von euch mal beim Arzt nachgefragt, wenn sowas kam? Wird ja tatsächlich praktisch bei jedem und allem gemacht. Lohnt sich da nachzufragen oder akzeptiert man das System eben so, wie es ist?

  • Das hängt wohl vom Arzt ab (und die Beihilfe weiß das auch). Mein Hausarzt macht das fast nie und wenn er es macht, geht es auch bei Beihilfe und PKV durch. Mein Zahnarzt macht das anscheinend standardmäßig (insbesondere bei teureren Positionen wie Füllungen oder Kronen) und da mosert die Beihilfe auch notorisch rum und ich darf wild Post zwischen den beiden hin und her schicken, bis es zu einer Einigung kommt.

    If you look for the light, you can often find it.
    But if you look for the dark that is all you will ever see.

  • Es lohnt sich durchaus, ab und an nachzufragen. Mein alter Zahnarzt berechnete mir immer zig Punkte in Richtung Parodontose. Gesamthöhe so ca. 250€. Gemacht wurde nur eine Zahnreinigung. Ich habe jedes Mal angerufen und eine neue Rechnung bekommen. Begründung des ZA: "Zahlt doch eh die Kasse." Letztendlich habe ich mir deshalb auch einen neuen Arzt gesucht.

  • Ganz klar Arztwechsel. Mein alter Zahnarzt war derart dreist, dass er sogar mal das 5-fache für eine Leistung angesetzt hat. Da habe ich ihm selber gesagt, dass das unverschämt ist.
    Bin gewechselt und bei meinem neuen dem erscheint idR nur das 2,3 fache; selbst bei größeren Eingriffen.

    • Offizieller Beitrag

    Mein alter Zahnarzt berechnete mir immer zig Punkte in Richtung Parodontose. Gesamthöhe so ca. 250€. Gemacht wurde nur eine Zahnreinigung.

    War nett von ihm, denn so kannst Du es abrechnen, zumindest hier in Hessen ist nämlich die professionelle Zahnreinigung gar nicht beihilfefähig.

  • Nett wäre es gewesen, vorher nachzufragen. Und die Begründung ging ja gar nicht in diese Richtung. Zusätzlich berechnete er auch einen erhöhten Faktor und es war jedes Mal ein Kampf mit der Beihilfe.
    Davon abgesehen, dass auch andere Rechnungen fehlerhaft waren. Die Krönung war die Rechnung über knappe 100€, die ich nach einer telefonischen Terminabsprache bekam. Da tauchte dann neben der Terminabsprache auch ein Behandlungspunkt auf.
    Aber hier gibt's ja noch andere Ärzte, die transparenter arbeiten.

  • Ich habe mich auch schon sehr oft über Arztrechnungen gewundert und hin und wieder auch tatsächlich den Arzt gewechselt, weil ich das Gefühl hatte, ich werde ausgenommen.


    Das Krasseste war mal ein Orthopäde, der scheinheilig nach dem Impfstatus meiner Tochter fragte und dann meinte, er müsse Gottweißwas für diese Beratung in Rechnung stellen.


    Falsche Rechnungen gibt es gelegentlich auch. Manchmal frage ich vorher, was bestimmte Maßnahmen kosten, bei denen ja nicht immer klar ist, ob sie notwendig sind oder was bringen.


    Man möchte manchmal gar nicht wissen, was die bei gesetzlich Versicherten alles abrechnen, in der Annahme, das merkt keiner ...

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