Hochbegabung war ja immer schon gerne dabei, wie viele Kinder bei uns hochbegabt sind, ist schon beeindruckend.
ASS und ADHS sind die Psychologen auch selbst dran schuld, das ist im DSM-V deutlich häufiger zu diagnostizieren als zuvor, weil es jetzt eher eine übermäßig ausgeprägte Persönlichkeitseigenschaft ist, die zur Belastung wird, als ein klar definiertes Krankheitsbild.
Hochsensibilität ist einfach ausgedacht, da gibt's gar keine klaren Kriterien.
Eine allgemeine Zunahme gibt es seit Corona, am meisten gelitten unter den Maßnahmen gegen Corona haben nachweislich Kinder und Jugendliche, aber thematisieren muss man viele Dinge trotzdem.
Anderes Beispiel - Essstörungen haben massiv zugenommen, natürlich spreche ich Schülerinnen nicht vor der Klasse auf ihr Gewicht an, das wäre nicht sensibel, aber genauso natürlich kümmere ich mich darum, dass irgendwer (falls es passt auch ich) 1:1 mit ihr spricht und wenn da keine gute Erklärung für andere Gründe kommt, auch die Eltern informiert. Kann ich das therapieren oder sicher diagnostizieren? Nein, das wäre massiv übergriffig. Muss ich ein Auge darauf haben? Ja (übrigens auch leitlinienkonform). Inzwischen gibt es so viele Kolleginnen (vor allem) die ihren Klassen nichts mehr zu essen mitbringen, weil ja jemand allergisch reagieren könnte oder eine Essstörung getriggert werden könnte. Das ist nicht die Antwort auf mehr psychische Probleme. Andererseits sorgt unsere Bundesregierung ja gerade auch dafür dass es absehbar zu wenig Therapieplätze geben wird, also vielleicht ist es ökonomisch sinnvoller Weg.