Lektüre - in der Schule behalten?

  • Hallo,


    ich werde demnächst mit meiner Klasse "Das Vamperl" lesen.
    Nun hab ich mir überlegt, dass - wenn die Kinder die Bücher mit nach Hause nehmen dürfen - einige meiner Schüler das Buch gleich am ersten Tag zu Ende lesen wird. Das hätte dann zur Folge, dass sie sich danach langweilen und den anderen vielleicht den Ausgang der Geschichte auch verraten, was ja schade wäre...


    Wie löst ihr das Problem? Sammelt ihr die Bücher immer ein?

  • Ich würde die Kinder nicht daran hindern, das Buch schon vorzeitig zu Ende zu lesen. Sei doch froh, wenn sie freiwillig und gerne lesen!


    Ich würde versuchen für die schnelleren Leser, die wahrscheinlich auch die eher leistungsstärkeren Schüler sind, differenzierte und weiterführende Arbeitsaufgaben bereit zu stellen.


    Eine Freundin hat beim Lesen des Bilderbuchs "Irgendwie Anders" einen Geheimpakt mit den Schülern geschlossen, die das Buch schon kennen. Sie haben sich verpflichtet nichts zu verratenb und das hat super geklappt.

  • Huch! 8o


    Nie und nimmer - damit nimmst du ihnen ja gleich jede Motivation!


    Mach das, was du sonst auch mit den leistungsstärkeren Kindern machst - gib ihnen andere Aufgaben dazu, gib ihnen ein weiteres Buch der Autorin, lass sie schon einen Teil zusammenfassen, oder Szenen draus zeichen, oder sonstwas.
    Aber bremse nicht den Leseeifer!!!!!!

  • Danke schon mal für die Antworten!


    Genau das waren auch meine Bedenken, es ist ja eigentlich super, wenn die Kinder das Buch lesen WOLLEN...

  • Ich würde das Buch auf jeden Fall mit nach hause geben lassen. Ich las Bücher auch gern voraus, weil ich dann viel besser mitarbeiten und nachfragen konnte und so meine Mitarbeitsnote etwas aufpolieren konnte. :) Langweilig war mir nie, denn zuhause las ich alles ja nur einmal und nicht supergründlich, in der Schule las ich es nochmal, aber bewusster und entdeckte dann auch immer noch etwas Neues.

  • Hallo
    und sorry, wenn ich hier eine etwas andere Meinung habe. Je nachdem, wie ich mit der Lektüre arbeiten will, würde ich nicht in jedem Fall wollen, dass am zweiten Tag die Hälfte der Kinder den gesamten Inhalt kennt. Wenn ich z.B. im Lesetagebuch an einer bestimmten Stelle gern hätte, dass die SuS sich ausdenken und aufschreiben, wie es ausgehen könnte, will ich bei möglichst allen die Spannung haben. Auch ein Gefühlsdenkmal an einer bestimmten Stelle geht viel besser, wenn die Kinder nicht wissen, wie es weitergeht, weil dann viele Ideen einfach unter den Tisch fallen würden.
    Es kommt also ein bisschen drauf an, was man mit dem Buch vorhat.
    Gruß venti :)

  • Hallo!
    Die anderen haben es ja schon gesagt: Unbedingt mitgeben!Vielleicht triffst du mit diesem Buch auch den Geschmack von den Kindern, die sonst nicht so gerne lesen.
    Auch wenn sie den Inhalt schon kennen, kann man sie trotzdem zu einer bestimmten Stelle schreiben lassen, was ihre Idee gewesen wäre/was sie besser finden würden... Die Lesemotivation soll doch im Vordergrund stehen.
    Du könntest sie auch noch etwas über das schreiben lassen, was nach der Geschichte im Buch passiert.
    LG, Finni

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