Lehrer werden? Lehrer werden!

  • Ein Test, ob man sich diesen Beruf zutrauen kann:
    http://www.dbb.de/dbb-beamtenbund-2006/3151_3676.php
    und noch einer:
    http://www.cct-austria.at/inde…on=1&lokalisierung=DE-GER


    Berufsaussichten:
    http://lehrer-werden.fwu.de/lw.php?seite=5527


    Berufswunsch Lehrer:
    http://lehrer-werden.fwu.de/lw.php?seite=5721
    Portal des Deutschen Bildungsservers zur Lehrerausbildung

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Zitat

    Neue Lehrer braucht das Land. Dramatischer Lehrermangel bis 2015 erwartet:
    http://www.forumbildung.de/tem…okus_inhalt.php?artid=480


    Nach Angaben des Deutschen Philologenverbandes gehen in den nächsten Jahren etwa 300.000 der insgesamt 800.000 Lehrer in den Ruhestand. Da Lehrernachwuchs in dieser Größenordnung fehlt, wird bundesweit mit einem Mangel von 80.000 Lehrkräften bis zum Jahr 2015 gerechnet. Höchste Zeit, die Attraktivität des Lehrberufs zu steigern und sinnvolle Maßnahmen zu treffen, um dieser Tendenz entgegenzuwirken und die Bildungsqualität nicht zu gefährden.


    http://lehrer-werden.fwu.de/lw.php?seite=5527

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Weshalb der Nachwuchs fehlt:

    Zitat

    Unattraktivität des Lehrberufes
    Es gibt einige Gründe, warum heutzutage nicht mehr so viele junge Menschen den Beruf des Lehrers, der Lehrerin ergreifen wollen. Für viele leistungs- und karriereorientierte junge Erwachsene ist der Lehrerberuf nicht lukrativ genug. Referendare und Lehramtsanwärter müssen sich im Lebensalter von knapp 30 Jahren mit monatlichen Anwärterbezügen begnügen, deren Sätze unterhalb der Ausbildungsvergütung vieler Ausbildungsberufe liegen. Junglehrer und Lehramtsassessoren bekommen zum Teil nur befristete und im Beschäftigungsumfang erheblich reduzierte Verträge angeboten.
    Auch das Lehrerimage ist in Deutschland ausgesprochen schlecht, was viele junge Menschen von der Wahl dieses Berufes abhält. Seit Jahren wird der Berufsstand öffentlich von Politikern, Wirtschaftsvertretern und Journalisten diskreditiert. Der Berufstand hat in der Gesellschaft seine Anerkennung verloren. Auf der anderen Seite werden die sozialpädagogischen Erwartungen der Eltern und der Gesellschaft an die Schule und die Lehrer immer größer. Dagegen nehmen die Verhaltensauffälligkeiten vieler Kinder immer mehr zu und werden für Lehrer zu einer größeren Belastung. "Es hat sich eine negative gesellschaftliche Stimmung gebildet", sagt Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende und Leiterin des Vorstandsbereichs Schule bei der GEW. Indem die Arbeitsbedingungen von Lehrern erschwert wurden, zum Beispiel durch höhere Pflichtstunden, hätten die Kultusminister die falschen Signale an junge Leute gesendet. "Viele denken, die Belastung für Lehrer ist hoch und steigt noch weiter", so Demmer.


    http://www.bildungsserver.de/i…ildungplus.html?artid=480

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

  • Da konter ich doch mit Prof. Dr. Udo Rauin:

    Zitat

    Statt die Konditionen weiter zu verbessern, sollte der Beamtenstatus abgeschafft werden, um wenigstens die schlimmsten Übel zu vermeiden, so Rauin. Nicht mehr, sondern weniger Privilegien könnten also zu einem besseren Ruf des Lehrerstands und damit zu mehr Pädagogen beitragen.


    (Quelle ist bekannt: http://www.spiegel.de/unispieg…ruf/0,1518,570627,00.html)


    Wie wäre es mal mit PISA für Professoren?


    Gruß !

    Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

  • Ja sicher, Dalyna!
    Das andere sehen ja viele gar nicht - oder wollen es nicht sehen ...
    Offensichtlich sind eben zunächst unsere ach so langen Ferien - und alle freien Nachmittage ...


    Deshalb hätte ich nichts einzuwenden gegen eine Schule, die täglich bis 16 Uhr ginge, wo wir Hausaufgaben betreuen und alle Vorbereitungen dort machen - und was wir dann nicht haben, wird halt nicht gemacht.


    Lieber Gruß
    von venti :)

  • Zitat

    Original von venti


    Deshalb hätte ich nichts einzuwenden gegen eine Schule, die täglich bis 16 Uhr ginge, wo wir Hausaufgaben betreuen und alle Vorbereitungen dort machen - und was wir dann nicht haben, wird halt nicht gemacht.


    Lieber Gruß
    von venti :)


    Ganz meine Meinung!

  • Also, bei uns geht der normale Unterricht bis 20 vor 4...und dann noch AGs bis 5 Uhr. Dazu dann noch AGs waehrend der Mittagspause...
    Hausaufgabenbetreuung gibt's bei uns auch waehrend der Mittagspause.
    Deswegen hab ich trotzdem daheim noch viel zu tun und mein Buero voll mit Buechern. :D

    • Offizieller Beitrag

    Welches Büro? wir brauchen doch gar keins...


    Aber ich wäre durchaus bereit, statt um 13 Uhr erst um 16 Uhr nach Hause zu gehen, um das, was ich normalerweise zu Hause mache, in der Schule zu erledigen. Aber dafür bräuchte man ja dann auch den Arbeitsplatz in der Schule, den wir nicht haben...

  • Zitat

    Original von Dalyna
    Welches Büro? wir brauchen doch gar keins...


    Aber ich wäre durchaus bereit, statt um 13 Uhr erst um 16 Uhr nach Hause zu gehen, um das, was ich normalerweise zu Hause mache, in der Schule zu erledigen. Aber dafür bräuchte man ja dann auch den Arbeitsplatz in der Schule, den wir nicht haben...


    Natuerlich, ich koennte auch alle meine Sachen in der Schule in meinem Raum haben (ich hab meinen eigenen Klassenraum, mit MEINEM Schreibtisch und Regalen und Computer, Internet, etc.). Aber ich mach meine Unterrichtsvorbereitung lieber daheim, wo ich meinen Tee-Liefer-Service hab. In der Schule muss ich mir meinen Tee meist selbst machen. :D
    Ausserdem dient mein Buero auch zusaetzlich als zweites Gaestezimmer...deswegen steht da auch ein Bett drin. :tongue:


    In der Schule komm ich eh in meiner PPA Zeit zu nix. Da muss ich mich mit Kindern unterhalten, die sich nicht benehmen koennen oder irgendwelche Freundschaftsprobleme loesen, oder Eltern anrufen, Planner kontrollieren, Notizen an Eltern schreiben, Ressourcen auftreiben, Kopien machen, unserm Senco/Techie/Hausmeister hinterherlaufen, Hefte korrigieren, Weiterbildungen machen, Unterrichtebeobachtungen machen...einfach mal rumsitzen, plauschen und Tee trinken.

    • Offizieller Beitrag

    Die Gespräche mit den Schülern muss ich in Pausen und Freistunden führen, die Notizen an Eltern schreib ich ebenso so zwischendrin und oftmals führe ich dann von zu Hause aus noch diverse Telefongespräche neben der Unterrichtsvorbereitung... Im Grunde ist es völlig egal, wo man sitzt, die Arbeit muss getan sein. Feste Zeiten in der Schule würden aber vielleicht dem Vorurteil des faulen Lehrers, der nur unterrichtet, Vorschub leisten. Aber ich vergaß: dann sitzen wir ja nur rum und trinken Tee ;)

  • Das Thema ist doch schnell erledigt!


    Gleitzeit für alle Lehrer!


    Arbeiten im Schulgebäude, Feierabend daheim.


    30 Tage Urlaub, die in den Schulferien abzuwickeln sind.


    Überstunden können auch in den Schulferien abgefeiert werden.


    Ab 60 Stunden plus auf dem GLZ-Konto Abarbeitungsplan mit dem Schulleiter erstellen.


    Viele Probleme wären damit behoben.


    Nur will das Schulministerium solch eine Lösung nicht weil die Lehrer Stunden ohne Ende kloppen, ein schlechtes Gewissen haben wenn sie wie jeder andere Angestellte um 17 Uhr die Stifte fallen lassen und die ganzen Zeiten die nicht als Arbeitszeit anerkannt werden (5 Minuten zwischen den Stunden usw.) dann wie üblich auch zur Arbeitszeit gehören!


    Gruß


    E_T

  • Erkenntnisse von einer Tagung, die gestern und heute in Trier stattgefunden hat:


    sueddeutsche.de - erschienen am 17.02.2009 um 16:35 Uhr


    http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/454478</a>



    Zitat

    Der Frankfurter Pädagogik-Professor Udo Rauin meinte, die wenig durchsichtigen Karriere-Chancen an den Schulen zögen «gerade die an, die wir nicht wollen». «Die denken dann: 'Da kann ich abtauchen'.» Seiner Einschätzung nach gehen rund 25 Prozent der Lehrer in die Schule, weil sie nicht arbeiten wollten.[......]



    Und die Geschäftsführerin des Zentrums für Lehrerbildung an der Universität Trier, Birgit Weyand, meint:

    Zitat

    Es könne nicht sein, dass diejenigen, die die Aufnahmeprüfung für eine Banklehre nicht schafften, Lehrer würden.


    Oh ****, woher weiß die denn, dass ich damals bei der Aufnahmeprüfung für die Lehrstelle bei der Kreissparkasse durchgefallen bin?

    • Offizieller Beitrag

    Der Artikel sagt aber auch

    Zitat

    Schaarschmidt nannte den Lehrer-Beruf «über alle Maßen» anstrengend. Häufig fühlten Lehrer sich «alleingelassen» und seien ständig Druck von verschiedenen Seiten ausgesetzt. Der Lehreralltag in der Schule sei «nicht menschengerecht», da es an Erholungsraum fehle. «Die Pausen sind oft anstrengender als der Unterricht.» Eine seiner Studien habe ergeben, dass 50 Prozent aller Lehrer noch nach 20.00 Uhr, 25 Prozent noch nach 22.00 Uhr arbeiteten. «Da fehlt es an der nötigen Regeneration für den nächsten Tag», sagte er.

    Das kommt der Wahrheit durchaus nah.
    Das sind nämlich die täglichen Erfahrungen der anderen 75%. Die übrigens die Vermeidungshaltung der im Artikel genannten 25 oder 15 Prozent Nasen (und sein wir ehrlich, die haben wir im Kollegium!) mit abarbeiten bzw später aufarbeiten dürfen.

    WE are the music-makers, and we are the dreamers of dreams,
    World-losers and world-forsakers on whom the pale moon gleams
    yet we are the movers and shakers of the world for ever, it seems.

  • Zitat

    Original von Gandalf
    Und die Geschäftsführerin des Zentrums für Lehrerbildung an der Universität Trier, Birgit Weyand, meint:


    Oh ****, woher weiß die denn, dass ich damals bei der Aufnahmeprüfung für die Lehrstelle bei der Kreissparkasse durchgefallen bin?


    Die derzeitige Finanz- und Bankenkrise zeigt doch, dass man eine ganz spezielle Einstellung zur Realität haben muss, um Banker zu werden. Daher würde ich es eher als Prädikat ansehen, wenn man solch eine Prüfung nicht besteht.


    :D :D :D


    Gruß !

    Mikael - Experte für das Lehren und Lernen

  • Na,na.... die Banker wollen doch nur unser Bestes.


    Meins bekommen sie aber nicht. :D
    Jedenfalls nicht freiwillig. Falls natürlich Merkel & Co was ich gerne und freiwillig für die Belange des Sozial- und Staatswesens abgebe weiterreichen, werd' ich stinkig. :explodier:

    Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
    Heinrich Böll

    Einmal editiert, zuletzt von alias ()

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