Beiträge von Dejana

    Ich hatte letztes Jahr eine erste Klasse und bekomme dieses Jahr wieder eine. Unsere Einschulung ist erst am Nachmittag und dann habe ich sie auch nicht so lange. Wir finden unseren Klassenraum, stellen uns vor, lesen ne Geschichte und wenn Zeit ist, machen wir dieses Jahr noch ein kleines Leuchtglas. Wenn nicht, machen wir das halt in Kunst.

    In den ersten paar Tagen geht es dann noch viel um Routinen. Wir raeumen die ganzen Materialien ein (Kunstsachen, Wechselklamotten, Matschhosen und Gummistiefel, etc.), organisieren Arbeitshefte und Maeppchen... Wir finden die Toiletten, den Essensraum, erstes Mal in der Sporthalle...etc. Wir lernen, wie wir durch die Schule laufen, ueben Aufstellen (z.B. nach der Pause), melden, Klassen- und Schulregeln. Das braucht alles Zeit und ist anfangs recht langsam. Wir lernen und ueben, wie man nach der Toilette fragt oder wenn man was trinken moechte oder sonstwas will ("May I..., please?") und die ersten paar Anweisungen, damit sie ueberhaupt wissen, was ich von ihnen will. (Ich unterrichte nur auf Englisch aber die Mehrheit meiner Schueler kann zu Beginn kein Englisch.) Ich mische Gruppen in den ersten Tagen recht oft damit sich die Kinder kennen lernen koennen.

    In Mathe machen wir die Eingangsdiagnose (wir haben Flex und Flo) und ich fange schon mal mit ein paar Aktivitaeten an um die Kinder besser einschaetzen zu koennen. Wir lernen unsere erste Geschichte und das zugehoerige Vokabular. Wir malen recht viel, ueben Feinmotorik, machen Dekorationen fuer unseren Klassenraum (Namensschilder fuer die Tuer, erste Kunstwerke fuer die Wand) und gehen so often wie moeglich in den Wald zum Spielen. Ich finde eine neue Klasse braucht erst mal viel Zeit um sich zu beschnuppern und sich miteinander wohl zu fuehlen. Spielen ist dafuer besser und gibt mir auch die Moeglichkeit zu beobachten und meine neuen Zwerge kennen zu lernen (Wer holt die anderen ins Spiel? Wer motzt die ganze Zeit? Wer will sich nicht schmutzig machen? Wer spielt alleine? Wer kann Streitigkeiten alleine lösen?)


    Die ersten paar Tage vergehen ziemlich schnell. Ich plane zwar ungefaehr, was ich durch bekommen moechte, aber wenn mal was laenger dauert ist das auch nicht tragisch. Wird schon. Meine alte Klasse hat anfangs gut 20 Minuten gebraucht um am Ende des Tages fertig zu sein um heim zu gehen. Jetzt vor den Sommerferien hat das keine 5 Minuten mehr gedauert. Viel Spass.

    Ich hatte die letzten paar Jahre immer 5./6. Klasse, musste mich also ein bissl an die Zwerge gewoehnen.

    Ich hab nix zur Regel erhoben, sondern mein Sohn hatte bisher nunmal 3x Eingewoehnung. Ich finde die Eingewoehnungszeiten in Deutschland extrem lang, besonders wenn es um Kinder geht, die vorher schon in einer Krippe waren. Sowas sollte wesentlich flexibler sein. Diese lange Zeit brauchte mein Sohn nunmal einfach nicht. (Das hatten sogar die Erzieher in beiden Kindergaerten zu gegeben.)

    Mag ja sein, dass andere Kinder Wochen oder Monate brauchen um sich einzugewoehnen. Das ist aber nicht bei jedem so.


    Mein Sohn hat seine Erzieherin in der Krippe in England uebrigens sofort geliebt. Die beiden waren den gesamten Tag ueber unzertrennlich. War aber auch ein ganz anderes Setup als seine Krippe hier (nach Pikler), wo ich es als wesentlich weniger herzlich, liebevoll und fuersorglich empfunden habe. Ist halt ein Unterschied, ob ich drei Erzieher fuer 5 Babies oder 3 Erzieher fuer 12 habe. Die Krippe hier fand ich nicht so besonders. Kindergarten ist schon besser.

    Mein Sohn hatte in England damals 2 Tage (jeweils 3 Stunden) Eingewoehnung und fing dann drei Tage die Woche von 7.30 Uhr bis 17 Uhr an. Da war er 8 Monate.

    Bei der ersten Eingewoehnung hier in Deutschland war er 18 Monate alt und da musste mein Mann eben seine Stelle 2 Wochen spaeter erst anfangen und mir zur Eingewoehnung. Das war damals schon unsinnig.

    Beim letzten Wechsel war er 3 1/2 und es waren wieder 2 Wochen (obwohl es wohl auch haette laenger dauern koennen). Die haette er auch nicht gebraucht. Haben wir dann halt in den letzten zwei Sommerferienwochen gemacht und ich musste dann meine Praesenzzeiten irgendwie anpassen.

    Mein Sohn war aber bisher noch in keinem staatlichen Kindergarten in Deutschland. Die waren immer an meine Schule angeschlossen. Dahingehend war ein Entgegenkommen unumgaenglich, denn die wollten ja auch, das ich anfange. Geht nicht, wenn ich im Kindergarten rumsitze...

    Bin in Hessen und wurde sofort heim geschickt. Eine Wahl hatte ich nicht, trotz Impfung. (War bei der letzten Schwangerschaft problemlos weiter in der Schule...) Bin jetzt aber wieder im Praesenzunterricht, da ESS.

    "Hm, naja, also, die Maske ist ja schon irgendwie Vorschrift und so, und eigentlich müssten wir schon auf der Maske bestehen, aber wir sind ja eine Privatschule, nicht wahr, da muss man die Elterinteressen schon berücksichtigen, nicht wahr, sonst verlieren wir am Ende den Schüler Reibach, den wir mit dem Schüler machen..."

    Sind ne Privatschule und ja, da ist das Elterninteresse nunmal auch wichtig. Allerdings war es das an meinen vorigen staatlichen Schulen auch. Die Idee, ich mach als Schule mal was ich will und die Eltern koennen mich am Arsch lecken, finde ich mehr als seltsam. Meiner Erfahrung nach funktioniert Schule am besten, wenn die Schule und das Elternhaus zusammen, statt gegeneinander arbeiten...

    Wo hast du das angeklickt. Man kriegt doch nur Termin zur Auswahl.

    Auf der Impfterminwebsite fuer Hessen. Da musste man anklicken zu welcher Personengruppe man gehoert und ganz unten war dann Grundschullehrer, etc. Die wollten beim Termin dann auch eine Arbeitgeberbescheinigung, die besagt, dass ich wirklich in ner Grundschule arbeite.

    Warum darf das Kind überhaupt in die Schule, wenn es kein Attest hat?

    Wieso werden da wieder so komische Ausnahmen gemacht?

    Maskenpflicht=Maske (oder Attest)


    Unser Schulleiter hätte das Kind sofort von den Eltern abholen lassen.

    🤷‍♀️ Ich gehe nach Anweisung der Schulleitung. Ich wuerde auch abholen lassen.

    Die Eltern hatten sich erst beschwert, weil ihr Kind sich ausgeschlossen fuehlt (gab es kein Anzeichen fuer in der Schule) und dann wurde geschlossen, wir geben dem Kind erst mal die Wahl, ob es Maske tragen moechte oder lieber Abstand haelt. (Ich habe in dem Fall dennoch erwartet, dass das Attest schleunigst nachgereicht wird, sonst koennten wir es ja allen Kindern frei stellen.)

    Hatte dann am letzten Schultag for den Ferien das Kind gefragt, wo denn die Maske ist, denn es war recht nah an den anderen Kindern dran. Maske war anscheinend kaputt und keine dabei. Hab dann eine Ersatzmaske (so ne duenne in Kindergroesse) besorgt und geholfen sie anzuziehen, um zu sehen, ob sie auch passt. Jetzt beschweren sich die Eltern wie ich es denn wagen koenne ihr Kind seelisch und koeperlich zu misshandeln, weil ich es ja gezwungen haette eine Maske zu tragen und es zum Weinen gebracht haette. :staun:

    Das Kind war den gesamte Tag quietschfidel, hat froehlich gespielt und Null Probleme gehabt. Ich hab nicht ein einziges Mal gesagt, es muesse Maske tragen, nur ganz normal dran erinnert, wenn sie denn auf dem Tisch liegen blieb oder sonstwas.

    Ich frag mich nur gerade was sich die Eltern denn erhoffen.

    Doch, die Maskenpflicht gibt es. Das Kind hat aber ein Attest (gut, das Kind hatte ein Attest,...auf das neue Attest warten wir derzeit noch...ich nehme mal an, weil da ploetzlich auch ein Grund fuer die Befreiung drin stehen muss, wie auch die Art der Masken, die das Kind nicht tragen kann...ich mein, wenn man seit Ende Februar Zeit hatte, ja, das ist schon etwas kurzfristig...:sterne: )

    Hi zusammen,

    Mal ne kurze Frage: Wie handhabt ihr Schueler, die bei euch ohne Maske im Unterricht sind? Muessen die Abstand halten oder sitzen die dann halt einfach so da und leben so den Schulalltag, als wuerde sie das ganze Palaver halt nix angehen? (Ich hab dieses Jahr ne 1. Klasse.)


    Danke. :)

    Je nachdem, was du suchst, frag doch mal bei Facebook (bei uns in FFM gibt es da extra Gruppen) oder frag mal bei euren bilingualen Schulen nach. Ich glaube, wir haben z.B. auch in Berlin mehrere Schulen und da wird es dann auch mehrere englischsprachige Lehrer geben.

    Wir sollen die Themen aus dem Distanzlernen wiederholen und den neuen Stoff möglichst ohne Verzögerung behandeln. Man muss aber dazu sagen, dass leider sehr viele Eltern unserer SuS sich nicht gekümmert haben bzw sich nicht kümmern konnten. Das soll jetzt aufgefangen werden.

    Gut, das Problem haben wir nicht. Ich muss nix grossartig wiederholen. Da haetten wir uns die letzten paar Wochen ja auch gleich sparen koennen. Unsere Schueler hatten taeglich Unterricht nach Stundenplan ueber Zoom und die meisten Eltern waren da auch hinterher.


    Ausserdem haben wir als Ganztagsschule von 9 bis 15.45 Uhr Unterricht, da sind also ein paar Sachen, die man raus nehmen kann.


    Es kann aber wirklich keiner erwarten, dass der Stoff in der gleichen Zeit durchgenommen wird, wenn die Schueler nur die Haelfte der Zeit da sind...ob da jetzt zwei Lehrer in der Klasse sind oder nicht. (Wir unterrichten generell in Doppelbesetzung.)

    Ich habe ab naechster Woche auch alle meine Zwerge wieder da, allerdings in zwei verschiedenen Gruppen immer abwechselnd.

    Unsere beiden ersten Tage fangen mit KL-Unterricht an, damit die Kinder sich erst mal an die Situation gewoehnen koennen, wir neue Regeln (jetzt staendig Maske) besprechen und die Gruppe sich erst mal beschnuppern kann.

    Wir haben uns in Mathe zum Beispiel entschieden mit der Einfuehrung der Subtraktion bis 20 erst mal zu warten. Wir machen stattdessen jetzt erst Zeit. Das ist ein wenig entspannter und kam auch gerade erst in Sachkunde dran.

    In English mache ich nun erst mal viel Drama und "shared writing". Werde mit meinen verstaerkt nach dem Talk for Writing Modell arbeiten, was uns halt etwas langsamer macht. Auch nicht tragisch. Sport, Musik und STEAM habe ich fest im Stundenplan und das machen wir auch. Meine brauchen nen Ausgleich.


    Generell hat meine Klasse aber so jeden Tag Mathe, English, Phonics und Deutsch. Wir haben uns darauf geeinigt zu schauen, was sie wirklich fuer die 2..Klasse brauchen und uns darauf zu konzentrieren. Alles andere ist Extra.

    Unsere 2.-4. Klasse hat mehr Druck aber selbst da hat keiner die Illusion, dass man ploetzlich den Lehrstoff doppelt so schnell behandeln kann. Was man nicht schafft, schafft man halt nicht. Es waere Unsinn den Lehrern und Kindern da noch unnoetig Stress zu machen.


    Viel Glueck fuer Montag.

    Unser Elternabend lief ueber Zoom, wie die der restlichen Klassen ebenfalls. Erst die gesamte Stufe, dann ein neuer Link fuer die einzelnen Klassen. Bei mir waren alle Eltern da (ich hab ne 1. Klasse).

    Wir haben jetzt im November Elterngespraeche. Die laufen auch ueber Videokonferenz. Dafuer haben wir 1 1/2 Tage.

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