Prüfungsfragen...Bitte helft mir. S. 2 letzter Thread

  • Hallo meine Lieben,
    nachdem ich wochenlang hin und her überlegt habe, was ich in der Deutschprüfung zeige habe, ich mich nun endgültig für das Buch "Das kleine Gespenst" von Ottfried Preußler entschieden. Ich schreib mal ganz kurz den Verlauf. Es würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein kurzes Feedback geben würdet. Bei meinem UB Hexe Lakritze hattet ihr mir so sehr weitergeholfen, daher frag ich.... Und danke schonmal im voraus!!! :danke:


    Thema der Stunde: Kreatives Schreiben zum Kapitel "Wohin führt der Geheimgang?"
    Ziel der Stunde: Die Kinder sollen je nach individuellem Tempo und Vermögen durch einen motivierenden Gesprächs- und Schreibanlass ihre Kompetenzen im schriftlichen Sprachgebrauch erweitern, indem sie ein weiteres Kapitel des Buches "Das kleine Gespenst" kennenlernen und die Geschichte zu Ende schreiben.


    Einstieg: Am Fenster des Klassenzimmers hängt ein risengroßer Eisenschlüssel. LiV fragt, ob die Kinder eine Ahnung haben, wem der Schlüssel gehört. Wobei ich denke, die Kinder werden schon gleich in der 1. Stunde sich auf mich stürzen und mir den Schlüssel zeigen. Ich tu so, als ob ich nicht wüsste, wem er gehört :)
    Dann les ich das Kapitel weiter bis zu dem Satz, "ich möchte heraus bekommen, wohin der Geheimgang führt..."Während ich das Kapitel lese, zeige ich den Kindern gleichzeitig auch die Bilder (vergrößert) aus dem Buch.
    Nachdem ich das Kapitel zu Ende gelesen habe, finde ich plötzlich einen Brief in meinem Buch. Es ist jedoch ein Blanko Papier. Nachdem ich das UV Lämpchen darauf halte, stellen wir fest, dass es ein "Gespensterbrief" ist. Das kleine Gespenst schreibt uns, dass ihm während der Geisterstunde in manchen Nächten sehr langweilig ist und er gerne Geschichten lesen würde.Er bittet die Klasse, ihm GEschicihten zu schreiben.
    Ausserdem hat er ein von seinen Schlüsseln verloren und bittet die Kinder, den Schlüssel später in die Holztruhe zu legen, damit er in der Nacht in das Klassenzimmer kommen und seinen Schlüssel abholen kann.



    Erarbeitungsphase: Wir sammeln gemeinsam Ideen, wohin der Geheimgang im Brunnenschacht führen könnte?
    An der Tafel präsentiere ich den Kindern eine große Burg aus Tonpapier. Die Burg hat 19 Türen, die leuchten. Kinder können später, wenn sie ihre GEschichten fertig geschrieben haben, eine Geheimtür öffnen und ihre Geschichte darein kleben. Am Ende haben wir eine Burg mit 19 Geschichten. Die Präsentationsphase erfolgt dann im Sitzhalbkreis.


    Differenzierung: Bilder, Wortkarten,Satzanfänge...


    Was meint ihr zu der Stunde? Ich würde mich echt freuen, wenn ihr mir ein kurzes Feedback geben würdet....

    2 Mal editiert, zuletzt von lunafee ()

  • Hi,


    spontan habe ich gedacht, dass es doch eigentlich ausreichen würde, an der entsprechenden Textstelle abzubrechen und die Kinder aufzufordern, die Geschichte weiter zu schreiben. Die Geschichte mit dem gelangweilten Gespenst ist nicht unbedingt nötig (schaden tut sie vermutlich auch nicht).


    Welche Reflexionsaspekte hast du für das Stundenende? Nur Vorlesen? Je nach Klassenstufe etwas wenig.


    Was machen Kinder, die früh fertig bzw. die, die zur Reflexion noch nicht fertig sind?


    Gruß


    Sina


    P.S.: Was mir noch einfällt: Alle sammeln Ideen zusammen - das war bei uns im Seminar total verpönt (in der Praxis mache ich es in Klasse 1 aber doch auch hin und wieder).

  • Handelt es sich bei deinem Schreibanlass nicht eher um "Handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht" als um Kreatives Schreiben?
    LG Rotti

  • Hallo lunafee,


    ich glaube, du hast dir ein schönes Thema für die Prüfung ausgesucht.
    Was ich mir problematisch vorstelle, ist die Zeit! Die Begrüßung und das Gespräch über den Schlüssel können zusammen vielleicht 5 min dauern, dann liest du erst die Geschichte und dann noch einen Brief, das dauert doch bestimmt auch 15 min. Das Sammeln der Ideen finde ich auch sehr wichtig und dauert bestimmt auch 5 - 10 min. Und meiner Erfahrung nach brauchen die Schüler zum Schreibe, wenn möglich, 20 min und in der Präsentation sollen ja möglichst mehrere Geschichten vorgestellt werden können- alles mehr als knapp, oder hast du mehr als 45 min?
    Ich befürchte, dass dein Einstieg aus drei Einstiegen besteht: erst der Schlüssel als Gesprächsanlass, dann das Vorlesen der Geschichte und als Drittes der Brief.
    In meinem Seminar waren Reflexionskriterien für die Sicherung immer Pflicht. Man könnte zum Beispiel Spannung, Verständlichkeit oder die richtige Zeitform besprechen.
    Ach, das Sammeln der Ideen könnte man vielleicht ganz gut an der Tafel in Form eines Clusters machen?

  • Hallo Lunafee,


    beim Durchlesen habe ich den spontanen Eindruck von einer "runden" Stunde. Ich denke, dass dein Einstieg und die Überlegungen zur Atmosphäre sehr motivierend für die Kinder sein können.


    Du musst aber aufpassen, dass die Phase bis zur Erarbeitung nicht zu lang wird!


    Die Idee mit dem Brief an die Kinder finde ich eigentlich sehr gut, da damit ein Schreibziel gegeben ist. Allerdings ist es irgendwie irritierend, dass sich das kleine Gespenst sozusagen die Fortsetzung seiner eigenen Geschichte wünscht, um sich in den Gespensterstunden nicht zu langweilen. Vielleicht könnte die Bitte im Brief folgendermaßen lauten: "Ich möchte so gerne wissen, wohin dieser Geheimgang führt. Ich habe mich aber noch nicht getraut nachzusehen. Was denkt ihr? Wohin könnte er führen? Muss ich Angst haben oder erwartet mich etwas Schönes? Was werde ich dort erleben? Wird etwas sehr Geheimnisvolles passieren? Wenn ich das doch nur wüsste! Bitte schreibt mir, was dort auf mich zukommen könnte, damit ich mich vorbereiten kann."
    Allerdings wäre das Schreibprodukt der Kinder dann ja auch ein Brief.


    Anstelle des Gespensterbriefes könntest du vielleicht auch ein Exemplar des Buches so präparieren, dass es tatsächlich an der genannten Stelle endet. Dann stehen die Kinder automatisch vor der Frage, wie es jetzt weiter geht. Möglich wäre in diesem Zussammenhang auch ein Brief des Autors, der die Kinder um Mithilfe beim Weiterschreiben der Geschichte bittet, weil ihm die Ideen fehlen.


    Zur Erarbeitungsphase: Bei uns am Seminar war eine gemeinsame Ideensammlung nicht verpönt. Vielleicht solltest du dir das methodisch jedoch noch genauer überlegen. Willst du ein Brainstorming machen, eine gemeinsame "Ideensonne" usw. oder willst du zur Differenzierung für einige Kinder ein Blatt ausgeben, worauf sie erst einmal ihre Ideen sammeln (könnte allerdings zu einem Zeitproblem werden). Vor der Ideensammlung könnte noch eine kurze Fantasiereise stehen (Stell dir vor, du gehst den Geheimgang entlang... Plötzlich...")


    Hast du dir schon überlegt, wie du in der Schreibphase die Satzanfänge zur Differenzierung anbietest? Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, Satzanfänge auf Papierstreifen in einen kleinen Beutel zu stecken und dijenigen Kinder einen Streifen daraus ziehen zu lassen, bei denen ich während der Schreibphase Schwierigkeiten bemerkte. Die Neugier, was jetzt wohl in diesem Beutel ist und auf dem Streifen steht, war zusätzlich motivierend. Außerdem konnte ich so spontan und individuell reagieren, ohne diese Differenzierung vorher laut allen anbieten und erklären zu müssen.


    Die Idee mit der Burg in der Präsentationsphase finde ich toll (--> Würdigung des Schreibprodukts). Möchtest du die Geschichten dann wieder herausnehmen oder wie sollen sie zum Schluss vorgelesen werden?


    Ich schließe mich Sina an, dass du dir auch noch etwas für Schnellere überlegen solltest und dir noch mehr Gedanken über die Reflexion machen solltest.


    Zu deinem Ziel:


    "Die Kinder sollen je nach individuellem Tempo und Vermögen durch einen motivierenden Gesprächs- und Schreibanlass ihre Kompetenzen im schriftlichen Sprachgebrauch erweitern, indem sie ein weiteres Kapitel des Buches "Das kleine Gespenst" kennenlernen und die Geschichte zu Ende schreiben."


    An der Zielformulierung wurde bei uns am Seminar immer Haarspalterei betrieben. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist. Ich würde jedoch nicht sagen, dass sie durch diese eine Stunde "ihre Kompetenzen im schriftlichen Sprachgebrauch erweitern". Woran kannst du das in deiner eigenen Stundenreflexion nach der Prüfung nachweisen? Könnte die Zielformulierung vielleicht in folgende Richtung gehen?: "Ich arbeite so, dass die Kinder durch ein Textfragment aus dem Buch "Das kleine Gespenst" Anreize zur kreativen Auseinandersetzung mit dem Text ziehen, Schreibideen entwickeln und eine eigene Fortsetzung schreiben."


    Mit dem Begriff "Kreatives Schreiben" muss man in der Tat vorsichtig sein. Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht bietet meines Wissens jedoch Methoden, um kreatives Schreiben zu ermöglichen. Das ist also kein Gegensatz. Wenn du tatsächlich den kreativen Aspekt betonst, solltest du jedoch in der Reflexionsphase (soweit ich mich erinnern kann) auf keinen Fall die Kindertexte in Bezug auf Spannung, Wortwahl usw. auseinandernehmen bzw. kritisieren. Das wichtigste Ziel des kreativen Schreibens ist die motivierte Auseinandersetzung mit Literatur / mit Schreiben und nicht das Erlernen von Aufsatzkriterien!


    Viele gute Ideen bei der Planung und viel Erfolg bei der Durchführung wünscht


    Mila

  • Wißt ihr was?
    Als erstes möchte ich mich bei euch allen einfach nur bedanken!!!! DANKESCHÖN!!! Ihr seid mir so eine große Hilfe, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen! Wirklich! (Hab in einem anderen Thread ja schonmal erwähnt, dass ich keinen wirklichen Mentor habe).
    Danke, dass ihr euch die Zeit dafür genommen habt, um mir Tipps zu geben.


    Werde mir alles gleich durchlesen. Ich freue mich so sehr!! :)


    Ihr seid echt alle super!!!!


    :danke:

  • also, bei uns (in sh) wurde das unter dem thema "angeleitetes schreiben" (oder auch gebundenes schreiben) zusammengefasst.


    ich finde auch, dass sich die std rund anhört und bestimmt mega motivierend für die kinder ist. ich würde mir aber auch überlegen mit dem vorlesen, also, ich finde buch und brief ebenfalls ein bisschen viel.


    gruß und viel erfolg.

  • "Handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht" oder Kreatives Schreiben? Dazu müsste ich eigentlich was sagen können, habe meine Hausarbeit über Kreatives Schreiben geschrieben und meine Prüfungsstunde zu "Handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht" gehalten.
    Also ich befürchte, dass die Grenzen da fließend sind.
    Einmal gibt es nach I. Böttcher die Methodengruppe "Schreiben zu und nach literarischen Texten" innerhalb des Kreativen Schreibens, in die auch das Weiterschreiben von Texten fällt. Sie schreibt allerdings, dass die Methode durch den "Handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht" geprägt ist.
    Das Weiterschreiben eines Kapitels aus einer Ganzschrift ist ganz klar produktionsorientierter Literaturunterricht. Deine Einheit dreht sich ja vermutlich um die Ganzschrift, von daher würde ich jetzt fast zu dem "Handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht" tendieren, vor allem weil das Kennenlernen des Kapitels auch in deinem Lernziel vorkommt. Dazu findet man auch genügend Literatur für den Entwurf.

  • So ihr Lieben,


    habe mir alles mal in Ruhe durchgelesen. Ihr habt mir wirklich so tolle Tipps gegeben, danke nochmal!


    Also:


    1- Kinder, die mit dem Schreiben vorher fertig werden, können anschließend ein Bild zu ihrer Geschichte malen.
    Das hatte ich schonmal so gemacht und die Ausbilderin fand es ok. Da die Kinder mit Schreibkonferenzen ganz und garnicht vertraut sind, bleibt mir glaub ich nicht viel anderes übrig.


    2- Zu der Sache mit der Ideensammlung im Sitzhalbkreis. Das ist bei uns im Seminar nicht verpönt, ganz im Gegenteil: Es ist ja eine große Hilfe, für die Kinder, die keinerlei Ideen haben, wie die Geschichte weitergehen könnte. So haben sie schonmal paar Ideen gehört und gehen nicht komplett "ahnungslos" zurück zum Platz.


    3- Wegen der Zeit mache ich mir nochmal Gedanken. Mein Ziel ist es, dass die Kinder spätestens um 9.05 Uhr mit dem Schreiben anfangen und 9.20 Uhr aufhören. Denke aber, es wäre besser, wenn sie 20 Minuten Zeit hätten.


    Mila: Deine Idee mit dem Brief fand ich sooo süß!!! Danke!!! :) Deine Alternative klingt ja auch viel spannender. Aber das Endprodukt soll ja kein Brief sein. Sonst müsste ich in die Einheit auch das "Briefschreiben" einbauen, was ich aber nicht möchte.
    Muss mir echt mal überlegen, was das kleine Gespenst im Brief schreiben könnte? ?(


    Die Satzanfänge für Kinder ohne Ideen, liegen in der Schatztruhe bereit. An der Tafelinnenseite gibt es verschiedene Bilder, wo das kleine Gespenst ein Monster trifft, ein anderes Gespenst trifft etc.


    WEgen der Präsentation: Die Präsentationsphase erfolgt im Sitzhalbkreis. Einzelne Kinder können ihre Geschichten vorlesen, anschließend eine "Geheimtür" von der Burg öffnen, ihre Geschichte hineinkleben.
    Hier stellt sich für mich die Frage, wie ich mit diesen Endprodukten verfahre? Bei der Hexe Lakritze, hatte ich die Geschichten der Kinder zu einem Buch gebunden. Hexe Lakritze hat uns das Buch mit den Geschichten der Kinder als Dankeschön für die tollen Geschichten zusammgengebunden :D
    Habt ihr Ideen, was ich diesmal machen könnte? Reicht es, wenn ich die große Burg aus Tonpapier an die Wand hänge und wir die Burg am Ende der Einheit der Parallelklasse präsentieren?


    Ziel der Unterrichtsstunde gefällt mir auch nicht so ganz. Die Ausbilder haben uns gesagt bei kreat. Schreiben sollte man das Lernziel so formulieren, dass man nach den 45 Minuten zeigen kann, dass man das Lernziel erreicht hat. ?(


    isi83: Ja es ist definitiv "schreiben zu und nach lit. Texten" Danke nochmal auch für deinen Hinweis!

    Einmal editiert, zuletzt von lunafee ()

  • Das klingt alles total super und rund!


    Mir ist nur nicht so ganz klar, wie groß die Burg ist? Falten die Kinder ihre Geschichte und kleben sie hinter kleine Türchen/Fenster?


    LG,
    Fee

    ~*~ Lache nicht über jemanden, der einen Schritt zurück macht - er könnte Anlauf nehmen!~*~

  • Hallo Feenstaubflocke,


    übrigens warst du damals die jenige, die mir den tollen Tipp mit dem Brief gab für meinen Hexe Lakritze UB!! :D Vielleicht kannst du mir ja für diesesmal auch wieder einen Tipp geben, was das kleine Gespenst in seinen Brief schreiben könnte? :)


    Die Burg ist ca. 1 m breit und 1,5 m lang. Die Türen der Burg haben die DIN A 5 Größe.
    Die Kinder bekommen von mir DIN A 5 Lineatur Blätter. Sie brauchen die Blätter somit nicht zu falten und kleben sie direkt hinein.

  • Tolle Idee mit der Burg. :)


    Freut mich, dass mein Tipp Dir damals helfen konnte...


    Du kannst den Brief doch auch schon zu Beginn der Stunde "finden".


    In diesem freut sich das kleine Gespenst, dass Deine Klasse seine Geschichte liest. Erfahren hat er das auf einem Gespenstertreffen von eurem Schulgespenst, das natürlich über alles in Eurer Schule Bescheid weiß.


    Weil das kleine Gespenst auf diesem Treffen mit einem anderen Gespenst darüber gesprochen hat, dass Menschenkinder heutzutage kaum noch Phantasie haben, haben beide eine Wette abgeschlossen: Das kleine Gespenst wettet, dass sich die Menschenkinder sehr wohl spannende und tolle Geschichten ausdenken können - das andere Gespenst wettet dagegen.


    Die Kinder sind also aufgefordert, ab einer bestimmten Stelle, die das kleine Gespenst Dir kenntlich gemacht hat, die Geschichte weiter zu schreiben.


    Wenn die Kinder sich anstrengen, gewinnt das kleine Gespenst irgendwas Schönes.


    Müsste natürlich in den Formulierungen noch ausgefeilt werden ;) .

    ~*~ Lache nicht über jemanden, der einen Schritt zurück macht - er könnte Anlauf nehmen!~*~

  • Feenstaubflocke: Die Idee mit dem Brief fand meine Ausbilderin ganz toll! Hatte mich gelobt, weil sie meinte, dass die Situation für die Kinder ganz authentisch war!!! Hatte echt in der Reflexion noch an dich gedacht, obwohl ich dich eigentlich gar nicht kenne!
    Hätte auch so gerne eine blühende Fantasie wie du :D
    Den jetzigen Tipp finde ich auch schön :D Danke!!! :D
    Am besten lass ich das Schulgespenst weg, nehme Stattdessen den weißen Freund von dem kleinen Gespenst Uhu Schuhu.


    Muss mir noch Zauberstifte besorgen für den Brief. Hoffe die funktionieren auch dann, wenn das Klassenzimmer nicht verdunkelt wird. Haben keine Vorhänge X(

  • Könnt ihr mir Tipps geben, was ich in der Endphase reflektieren sollte? Die Kinder lesen ihre Geschichten vor. Ich habe mir überlegt, dem Publikum Höraufträge zu geben in Form von:


    1- Deine Geschichte hat mir gefallen, weil...


    2- Ich gebe dir noch einen Tipp!


    Was meint ihr?

  • Hallo Lunafee,


    als Reflexion habe ich die Schüler Fragen zum Inhalt stellen lassen. Der Sinn liegt darin, dass der Autor/die Autorin lernt, sich in den Leser hinein zu versetzen und diese Antworten bei der Überarbeitung einarbeitet oder das nächste mal daran denkt, was wichtig oder interessant sein könnte und was vielleicht fehlt. Meistens kommen die üblichen W-Fragen, aber zum konkreten Inhalt.


    Gruß, Claudix

  • Zitat

    Original von lunafee
    Ziel der Unterrichtsstunde gefällt mir auch nicht so ganz. Die Ausbilder haben uns gesagt bei kreat. Schreiben sollte man das Lernziel so formulieren, dass man nach den 45 Minuten zeigen kann, dass man das Lernziel erreicht hat. ?(



    Ich persönlich würde NICHT vorlesen und "Hat mir gut/ nicht gut gefallen" sagen lassen. Habe ich auch nicht gemacht, denn was können die Kinder schon groß sagen? Habt ihr gemeinsame Merkmale erarbeitet?


    Ich könnte mir vorstellen, dass Du an einigen Stellen noch etwas öffnen könntest, z.B. zu Beginn, wenn die Aufgabenstellung klar ist. DENN: es wird sicherlich Kinder geben, die sofort eine Idee haben. Warum willst Du diese ausbremsen, indem sie sich die Ideen der anderen Kinder anhören müssen? Schicke sie doch an ihren Platz, mit dem Rest besprichst Du einige Beispiele.


    Oder auch am Ende, zur "Zwischenreflexion": Lass die Kinder selbst entscheiden, ob sie reflektieren oder bis zum Ende schreiben wollen. Kinder können es ziemlich demotivierend finden, in ihrem Schreiben gestoppt zu werden, wenn es gerad gut läuft.


    Das sind nur einzelne Hinweise. Ich finde, Du hast ein tolles "Drumherum" gebastelt, mir fehlt wie gesagt noch etwas die Öffnung und auch die konkrete Zielsetzung. Schreiben ist ein Prozess und es ist sehr wichtig, diesen zu reflektieren...nicht nur das Produkt nach dem Motto: "Deine Geschichte hat mir gefallen, weil sie so lustig ist."


    Toi, toi, toi :)

  • Hallo Moni82,


    vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort!!!! Echt lieb von dir!!
    Ich denke du hast Recht. Da wir ja keine Kriterien für eine gute Geschichte aufschreiben werden, ist es blödsinn, in der Reflexion danach zu fragen. (Deine Geschichte hat mir gut gefallen, weil...)
    Stimmt. Tu mich immer so schwer mit der Formulierung des Unterrichtsziels... So n Mist! X(


    Du hast bei deiner Zielsetzung geschrieben: "Ich finde eine Idee und beginne damit, meine eigene Phantasie-Geschichte aufzuschreiben.
    Dabei beachte ich die unsere erarbeiteten Merkmale." Was waren das denn für Merkmale?


    Wegen der Ideensammlung: Ich dachte da an die Kinder, die keine Ideen haben. Ist es denn nicht von Vorteil, wenn auch die "fitten" Kinder im Kreis, ihre Ideen sagen? So können doch die "Ideelosen" von den Anregungen profitieren, oder?


    Was meinst du?

  • Zitat

    Original von lunafee



    Du hast bei deiner Zielsetzung geschrieben: "Ich finde eine Idee und beginne damit, meine eigene Phantasie-Geschichte aufzuschreiben.
    Dabei beachte ich die unsere erarbeiteten Merkmale." Was waren das denn für Merkmale?


    Wir haben schon vorher einige phantastische Texte gelesen und anhand dieser Kriterien erarbeitet (z.B.: es existiert eine Parallelwelt, die Geschichte kann so nicht passieren, usw.). Die hingen dann schon in der Klasse.


    Zitat

    Original von lunafee


    Wegen der Ideensammlung: Ich dachte da an die Kinder, die keine Ideen haben. Ist es denn nicht von Vorteil, wenn auch die "fitten" Kinder im Kreis, ihre Ideen sagen? So können doch die "Ideelosen" von den Anregungen profitieren, oder?


    Was meinst du?


    Das hat natürlich auch seine Berechtigung. Ich habe es mal in einem UB (als die Kinder auch weiterschreiben sollten) wirklich so gesagt: "Wer jetzt eine Idee hat, nimmt sich ein AB und beginnt an seinem Platz zu arbeiten. Wer noch keine Idee hat oder noch unsicher ist, bleibt noch im Kreis sitzen." Dann sind wir etwas zusammengerückt (Sitz-statt Stuhlkreis) und ich habe den Kindern das Differenzierungsmaterial gezeigt (u.a. ein Plakat). Die Ideen wurden dann quasi gemeinsam entwickelt. Kam bei meiner FL super an. Aber da ist ja jeder anders. Du solltest vor allem auf Dein eigenes (gutes oder schlechtes) Gefühl hören!

  • Hallo Luna!
    Es kommt ja sicher auch drauf an, wie du bisher mit deinen Kindern reflektiert hast.
    In könnte mir für ein 2. Schuljahr auch eine relativ einfache Reflexion vorstellen. Z.B. anhand von Symbolen. Ich hatte z.B. die Sonne für "Mir hat gut gefallen, dass..." oder so ähnlich. Eine Wolke für "das habe ich nicht verstanden...hierzu habe ich eine Frage...oder so ähnlich. Und eine Glühbirne für "Ich gebe dir einen Tipp". Das wäre eine Art Reflektion, die du auch noch anhand anderer Texte der Kinder üben könntest. Man muss die Kinder ja auch erstmal ans Reflektieren heranführen. Insofern denke ich, wäre es für ein 2. Schuljahr okay.
    Viel Erfolg weiterhin!
    Rotti

  • Moni82,


    also das mit der Ideensammlung werde ich mir nochmal überlegen, was für meine KLasse besser wäre.


    Das Problem bei mir ist, dass wir solche Merkmale nicht erarbeitet haben. Die Kinder kennen es also nicht.
    Die Reflexion gerade beim kreativen Schreiben finde ich echt super schwer. Mein Arbeitsauftrag wird lauten: "Wie geht die Geschichte weiter, schreibe sie auf". Was kann man denn da reflektieren? Wir haben ja nochnichtmal (wie bei dir in der Klasse) Merkmale erarbeitet.
    ?(

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