Schülerin ritzt sich

  • Ich habe heute während des Unterrichts bei einer Schülerin mehrere Schnitte am Arm gesehen, die etwa 5-7 cm des Unterarms einnahmen. Da bekomme ich natürlich den Verdacht, dass sie sich ritzt.


    Meine erste Frage wäre nun, wie ich sie am besten darauf ansprechen sollte. So etwas kann (und darf?) ich ja schließlich auch nicht auf sich beruhen lassen.
    Außerdem: Inwiefern bin ich da verpflichtet zu handeln? Muss ich meinem Mentor irgendetwas davon sagen?

  • Ich würde Rücksprache mit dem Klassenlehrer halten. Waren die Schnitte denn frisch?
    Aber der KL weiß normalerweise relativ viel und auch, mit wem man sprechen muss.

    Quiet brain, or I'll stab you with a Q-Tip!

  • Zitat

    Waren die Schnitte denn frisch?

    Teilweise waren sie frisch, teilweise waren es ältere Schnitte.


    Zitat

    Ich würde Rücksprache mit dem Klassenlehrer halten.

    Das Problem mit dem Klassenlehrer ist, dass er nur noch an zwei Tagen an der Mittelstufe unterrichtet und die restlichen Tage am Oberstufengymnasium. Leider sind das genau die beiden Tage, an denen ich nicht an der Schule bin. Ich würde so etwas nur äußerst ungern am Telefon mit ihm besprechen.


    An wen könnte ich mich denn sonst wenden? Wäre es eine gute Idee, die Schülerin darauf anzusprechen? Sollte ich die Verbindungslehrerin informieren?

  • Ich würde so etwas nur äußerst ungern am Telefon mit ihm besprechen.

    Nö, is klar, dann spricht man es lieber gar nicht an.


    Wenn persönlich nicht möglich, muss eben Telefon gehen. Man kann Dinge auch unnötig verkomplizieren. Meine
    Fresse.



    L. A

  • Helfen kann ja auche eine kurze Mail an den Kl, auch die erwähnten Mentoren und Verbindungslehrer (?) solltest du ins Auge fassen, da diese bestimmt mehr Erfahrungen haben als du.


    Grüße
    Peter

  • Ich würde so etwas nur äußerst ungern am Telefon mit ihm besprechen.


    Warum nicht? Das ist doch ein ganz normales Dienstgespräch über die Frage, wie pädagogisch auf eine psychische Auffälligkeit einer Schülerin reagiert werden muss. Das kann man ohne Probleme auch übers Telefon tun.


    Man darf als Lehrer keine Angst vor solchen Dingen wie Ritzen, Magersucht, Borderline-Syndromen, Homosexualität etc. bei Schülern haben. Dem kann man im Berufsleben immer wieder begegnen und man muss eben professionell reagieren - eine Tabuisierung ist nicht professionell.


    Nele

  • wie Ritzen, Magersucht, Borderline-Syndromen, Homosexualität etc.

    Wusste gar nicht, dass Homosexualität mit in diese Reihe passt. Man lernt nie aus :D

    Ich habe heute während des Unterrichts bei einer Schülerin mehrere Schnitte am Arm gesehen, die etwa 5-7 cm des Unterarms einnahmen. Da bekomme ich natürlich den Verdacht, dass sie sich ritzt.

    Ist natürlich keine fachlich Diagnose, nur ein Hinweis:
    Ritzen als Form von selbstverletzendem Verhalten tritt oft im Zusammenhang mit Persönlichkeitsstörungen auf, kann aber auch mit einer PTBS zusammenhängen.
    Da sollte meiner Meinung nach ein Gespräch mit den Elten erfolgen mit den Hinweis, dass das Ritzen ein Ausdruck seelischer Probleme ist und man besser frühzeitig psychologische Hilfe (z.B. kognitive Verhaltenstherapie) sucht. Gehört auf jeden Fall in Hände eines Fachmanns / einer Fachfrau.

  • Ja, von Angesicht zu Angesicht ist angenehmer, wenn man die betreffende Person nicht so kennt.
    Bei meinem Problemkind habe ich ganz guten Draht zur KL, da kann man sowas auch schon mal per Mail regeln, wenn es möglichst schnell gehen muss.
    Das ändert aber nichts daran, dass man Hilfe suchen muss.
    Hier unten ist übrigens unter ähnlichen Threads einer übers Ritzen, viellleicht helfen dir da ein paar der Infos.

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  • Wusste gar nicht, dass Homosexualität mit in diese Reihe passt. Man lernt nie aus :D


    Stimmt. Sieht ein bisschen missverständlich aus - was ich gemeint hatte waren nicht Pathologien sondern psychosoziale Faktoren, die nicht "Mainstream" sind, aber potentiell Probleme erzeugen können, denen man pädagogisch begegnen muss.


    Nele

  • Stimmt. Sieht ein bisschen missverständlich aus - was ich gemeint hatte waren nicht Pathologien sondern psychosoziale Faktoren, die nicht "Mainstream" sind, aber potentiell Probleme erzeugen können, denen man pädagogisch begegnen muss.

    Schon klar, man hat es schon verstanden, was Du meinst, klang nur eben ein wenig unglücklich ;)


    Inwiefern muss man solchen Phänomenen eigentlich pädagogisch begegnen? Ich meine klar, seine Hilfe anbieten und mal das Gespräch suchen ist denke ich in vielen Fällen richtig.
    Aber wie weit darüber hinaus sollte oder muss man sich da engagieren, vor allem wenn abgeblockt wird? Dann wäre es für mich eigentlich erledigt, ich bin nur der Lehrer der Person, nicht die Eltern und auch nicht die Freunde, ihr Arzt oder ihr Psychologe. Hilfe kann man niemandem aufzwängen und meine Erfahrung mit solchen Menschen ist, dass sie nicht gerade darauf gewartet haben, dass sich jemand Fremdes (und das ist ein Lehrer nun einmal!) einmischt um sich dem dann zu offenbaren.
    Ich meine, ich kann ja schlecht bei einem Mädchen, bei der ich den Verdacht habe sie hätte eine BPS, den Laientherpeuten spielen oder gegen ihren Willen den Psychologen einschalten.
    Es ist meiner Meinung nach sogar sehr fraglich, ob ein Ansprechen der Schülerin auf die Ritzmale überhaupt irgendetwas bringt. Wird sie daraufhin sagen: Ach ja klar, ich fühle mich seelisch so schlecht, jetzt wo Sie es sagen suche ich mir einen Psychologen?

  • Zitat

    Inwiefern muss man solchen Phänomenen eigentlich pädagogisch begegnen?


    Genau dann:

    Zitat

    ...aber potentiell Probleme erzeugen können...


    ...also falls tatsächlich Probleme auftreten.
    Oft dienen ja solche "psychosozialen Faktoren" (wobei ich mir nicht sicher bin, ob Homosexualität ein solcher ist) als Anlaß für Ausgrenzung, Hänseleien und Mobbing. Und dem sollte schon entsprechend begegnet werden.


    Grüße
    Steffen

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :P

    8) Politische Korrektheit ist das scheindemokratische Deckmäntelchen um Selbstzensur und vorauseilenden Gehorsam. :whistling:

  • Man darf als Lehrer keine Angst vor solchen Dingen wie Ritzen, Magersucht, Borderline-Syndromen, Homosexualität etc. bei Schülern haben. Dem kann man im Berufsleben immer wieder begegnen und man muss eben professionell reagieren - eine Tabuisierung ist nicht professionell.

    Das ist selbstverständlich, aber ich war mir nun einmal unsicher darin, wie ich handeln sollte. Das heißt nicht, dass ich Angst davor habe.


    Ja, von Angesicht zu Angesicht ist angenehmer, wenn man die betreffende Person nicht so kennt.

    Genau deshalb wollte ich nur ungern mit ihm deswegen telefonieren. Ich habe ihm jetzt eine E-Mail geschrieben und mit ihm einen Termin für nächste Woche abgemacht. Da werde ich dann noch einmal genaueres mit ihm besprechen.

  • Okay, das ist nachvollziehbar dann einzugreifen, wenn diese psychosozialen Faktoren eine Folge haben! Mobbing innerhalb der Klasse erfordert natürlich Intervention, das sehe ich auch so.
    Meine Erfahrung ist, dass es aber eben auch viele Fälle gibt, wo jemand wegen seines Ritzens nicht ausgegrenzt oder gemobbt wird. Viele von diesen psychosozialen Problemen laufen einfach im Stillen ab und als Lehrer sieht man das dann vielleicht mal, wenn man beim Hausaufgaben kontrollieren einen kurzen Blick auf die Unterarme bekommt.


    Ich empfinde es zum Teil auch ein wenig als unrechtmässige Einmischung, wenn ich z.B. ein dürres Mädchen auf ihre Figur und Essgewohnheiten ansprechen würde bei einem Anorexieverdacht. Oder auch, wenn jemand stark depressiv erscheint.
    Wenn ich die Schülersicht so betrachte (auch mich und meine Freunde in der Rückschau), wäre ein Lehrer irgendwie der letzte, mit dem man über solche Probleme sprechen wollte. Es sei denn man kommt gut super klar, aber dann müsste der Schüler auch einfach mal das Gespräch suchen.
    Ich bin generell einfach der Auffassung, dass man Hilfe nicht aufdrücken kann und ein Mensch schon selber entscheiden sollte, wen er da mit ins Boot nimmt und wen nicht.
    Wenn ein Schüler zum Beispiel offensichtliche Gesten macht (im Beisein des Lehrers äußert, wie traurig er ist und, dass das Leben keinen Sinn macht) würde ich das als Hilfegesuch deuten und das Gespräch suchen. Wenn der Schüler aber versucht seine Ritzmale zu verbergen oder möglichst nichts von seinen Gefühlen preiszugeben, würde ich da auch nicht bohren.

  • Okay, das ist nachvollziehbar dann einzugreifen, wenn diese psychosozialen Faktoren eine Folge haben! Mobbing innerhalb der Klasse erfordert natürlich Intervention, das sehe ich auch so.
    Meine Erfahrung ist, dass es aber eben auch viele Fälle gibt, wo jemand wegen seines Ritzens nicht ausgegrenzt oder gemobbt wird. Viele von diesen psychosozialen Problemen laufen einfach im Stillen ab und als Lehrer sieht man das dann vielleicht mal, wenn man beim Hausaufgaben kontrollieren einen kurzen Blick auf die Unterarme bekommt.


    Ich empfinde es zum Teil auch ein wenig als unrechtmässige Einmischung, wenn ich z.B. ein dürres Mädchen auf ihre Figur und Essgewohnheiten ansprechen würde bei einem Anorexieverdacht. Oder auch, wenn jemand stark depressiv erscheint.
    Wenn ich die Schülersicht so betrachte (auch mich und meine Freunde in der Rückschau), wäre ein Lehrer irgendwie der letzte, mit dem man über solche Probleme sprechen wollte. Es sei denn man kommt gut super klar, aber dann müsste der Schüler auch einfach mal das Gespräch suchen.
    Ich bin generell einfach der Auffassung, dass man Hilfe nicht aufdrücken kann und ein Mensch schon selber entscheiden sollte, wen er da mit ins Boot nimmt und wen nicht.
    Wenn ein Schüler zum Beispiel offensichtliche Gesten macht (im Beisein des Lehrers äußert, wie traurig er ist und, dass das Leben keinen Sinn macht) würde ich das als Hilfegesuch deuten und das Gespräch suchen. Wenn der Schüler aber versucht seine Ritzmale zu verbergen oder möglichst nichts von seinen Gefühlen preiszugeben, würde ich da auch nicht bohren.


    Was ist dann die Lösung? Soll man dem Kind beim Krepieren zusehen? Okay, das ist bewusst provokativ formuliert, aber man muss etwas tun. Was, hängt natürlich von der Situation ab. Einen Lehrer des Vertrauens finden, z.B., wenn ich's nicht bin. Oder Sozialpädagoge/Schulpsychologe zur hilfe holen, so denn vorhanden.

    Quiet brain, or I'll stab you with a Q-Tip!

    • Offizieller Beitrag

    Es gibt auch einen gravierenden Unterschied zwischen "Nachbohren" und "Hilfe aufzwingen" auf der einen Seite und "Zeigen, dass man da ist" auf der anderen Seite.


    Als ehemalige Schülerin, die in der Schulzeit echt eine Menge "psychosoziale Faktoren" mit sich rumgetragen hat, kann ich sagen, dass ich im Rückblick ziemlich sauer bin, dass viele LehrerInnen meine (damals absolut unbewussten) Hilfeschreie nicht gemerkt haben. (keine Angst, ich bin auch sauer auf meine Eltern), aber LehrerInnen verbringen nunmal viel Zeit mit den Kids und haben einen distanzierten Blick, weil sie in der Regel nicht mehr das kleine Baby der Kindheit sehen, sondern einen Menschen in der Pubertät, der sich entwickelt.
    Dass EINE Lehrerin, mit der ich im Übrigens nix zu tun hatte und die wirklich die letzte gewesen wäre, zu der ich gegangen wäre, an meinem allerletzten Schultag gesagt hat "Pass auf, das und das ist mir aufgefallen, wenn du mal Hilfe brauchst, hier ist meine Nummer", hat mir damals unglaublich gut getan. Ich habe sie nie angerufen. aber es hat mir das Gefühl gegeben, dass jemand weiß, wer ich bin. (wäre es eine andere Lehrerin gewesen, hätte ich vermutlich irgendwann - wenn nicht sofort - angerufen).


    Chili

  • Soll man dem Kind beim Krepieren zusehen? Okay, das ist bewusst provokativ formuliert, aber man muss etwas tun.

    Meinst Du das "muss" also moralisch gesehen? Wenn ich rechtlich verpflichtet wäre bei der Beobachtung von Ritzmalen etwas zu tun, bekäme ich eine Klage an den Hals, wenn ich es unterließe. Dem ist allerdings nicht so.
    Anders sieht es natürlich aus, wenn jemand kollabiert, dann ist es natürlich angezeigt die Person ins Krankenhaus einzuweisen und erste Hilfe zu leisten.
    Ich tue mich ein bisschen schwer damit aus Ritzmalen am Arm oder ständig heruntergezogenen Mundwinkeln oder zu wenig Fleisch auf den Rippen eine unmittelbare Handlungsverpflichtung für mich als Lehrer abzuleiten. Zuständig da Maßnahmen zu ergreifen sind die Erziehungsberechtigten. Oder geht ihr etwa mit dem Schüler nach der Schule zu einer psychologischen Beratungsstelle?
    Ich meine wie reagiert ihr denn, wenn ihr in der U-Bahn jemanden mit Ritzmalen seht oder jemanden, der Depressiv aussieht? Sprecht ihr den da auch darauf an?
    Versteht mich nicht falsch, bei akuten Notfällen muss man natürlich handeln. Habe selbst schon (zusammen mit anderen) erste Hilfe geleistet.
    Ich sehe das bei einer psychischen Erkrankung, bei der im Moment das Kriterium der akuten Selbst- oder Fremdgefährdung nicht gegeben ist, allerdings ganz anders.
    In Falle einer Persönlichkeitsstörung wie Borderline oder einer affektiven Störung (z.B. Depression fällt hier rein) würde ich ja auch in der Öffentlichkeit niemanden ansprechen und den Psychologen / Arzt anrufen. (Wohlgemerkt, wenn es sich nicht um eine akute Notsituation handelt)
    Diese therapieren die genannten Störungen auch nicht gegen den Patientenwunsch, also die betroffene Person selber muss seinen Leidensdruck als solchen erkennen und den Wunsch nach Therapie äußern.

  • Es gibt auch einen gravierenden Unterschied zwischen "Nachbohren" und "Hilfe aufzwingen" auf der einen Seite und "Zeigen, dass man da ist" auf der anderen Seite.

    Da hast Du natürlich recht. Ich denke, wenn man als Lehrer mal in einer Pause die Person beiseite nimmt und sagt: "Hey, XY, wie gehts Dir im Moment, Du wirkst irgendwie ein bisschen bedrückt?" bricht man sich keinen Zacken aus der Krone. Wenn dann etwas kommt, kann man ja ein Gespräch nach der Stunde oder wann es passt anbieten. Das würde ich auch so handhaben. Wenn das Gespräch angenommen wird, kann man ja beraten und Adresse von professioneller Hilfe geben.
    Wenn darauf nicht eingangen wird, oder auf die erste Frage nichts kommt, dann wäre es für mich allerdings auch erledigt. Alles weitere würde dann bei mir in die Kategorie "Nachbohren" fallen.

    Als ehemalige Schülerin, die in der Schulzeit echt eine Menge "psychosoziale Faktoren" mit sich rumgetragen hat, kann ich sagen, dass ich im Rückblick ziemlich sauer bin, dass viele LehrerInnen meine (damals absolut unbewussten) Hilfeschreie nicht gemerkt haben.

    Dass EINE Lehrerin, mit der ich im Übrigens nix zu tun hatte und die wirklich die letzte gewesen wäre, zu der ich gegangen wäre, an meinem allerletzten Schultag gesagt hat "Pass auf, das und das ist mir aufgefallen, wenn du mal Hilfe brauchst, hier ist meine Nummer", hat mir damals unglaublich gut getan. Ich habe sie nie angerufen. aber es hat mir das Gefühl gegeben, dass jemand weiß, wer ich bin. (wäre es eine andere Lehrerin gewesen, hätte ich vermutlich irgendwann - wenn nicht sofort - angerufen

    Das erstaunt mich sehr, bei uns im Jahrgang gab es auch zwei Personen, die massive psychische Probleme hatten (das Mädel musste für mehrere Monate in stationäre Therapie deswegen) und, die wollten sich den Lehrern nicht öffnen, obwohl da so wie ich mitbekommen habe schon Nachfragen kamen. Wobei ich auch nicht hunderprozentig sagen kann, dass da nicht doch etwas für uns anderen Schüler unsichtbar an Kontakt ablief.
    Allerdings wäre es bei mir persönlich so, dass ich mit Sicherheit nicht mit Lehrern über meine psychischen Probleme hätte reden wollen und das lag nicht daran, dass ich die nicht mochte. Für mich wäre die Familie und in der zweiten Reihe die Freunde einbezogen worden, anderen Personen gegenüber hätte ich mich definitv verschlossen und hätte das eben auch so signalisiert.
    Ich hätte erwartet, dass diese Ansicht auf die meisten Menschen zutrifft.
    Aber wenn Du es so anders siehst und durchaus die Lehrer gerne mit eingebunden hättest, ist das gut zu wissen. Dann muss man sich vielleicht doch darauf einstellen, dass Schüler sich einem in so persönlichen Dingen offenbaren möchten.

  • Auch ich möchte kurz aus meiner eigenen Schulzeit, die ja noch nicht so lange her ist, berichten:
    Ich hätte mir damals, wie chilipaprika auch, ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Sensibilität von Seiten der Lehrer gewünscht. Ich wäre mehr als gern dazu bereit gewesen, mich einem Lehrer/Lehrerin anzuvertrauen, hab mich dann aber nicht getraut, weil ich dachte, der Lehrer möchte mit meinen privaten Problemen, die sich zum Glück nicht notentechnisch auswirkten, nicht belastet werden. Von daher bin ich heute der Meinung, dass man wenn man einen solchen Verdacht wie ritzen hat, diesen am besten mal mit anderen Lehrern teilt, ob sie dieselbe Beobachtung gemacht haben und dann behutsam das Gespräch mit dem Betroffenen/ der Betroffenen suchen


  • Ich werde nicht versuchen, jemanden zwangseinzuweisen, aber sich diskret zurückzuhalten um niemanden zu belästigen? Nein. Ich würde wenigstens versuchen, Rat zu bekommen. Evtl. die Eltern ansprechen, die sind da ja teilweise blind. Was weiß ich, hängt vom konkreten Fall ab. Das eine Mal, wo ich eine Ritzerin hatte, war sie schon in Behandlung, da reichte Nachfrage bei der KL.

    Quiet brain, or I'll stab you with a Q-Tip!

  • Ich hätte mir damals, wie chilipaprika auch, ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Sensibilität von Seiten der Lehrer gewünscht.

    Ich werde die Schülerin, wie anfangs geplant, am nächsten Dienstag einmal darauf ansprechen und ihr auch meine E-Mail-Adresse geben, damit sie sich, wenn sie möchte, bei mir melden kann, wenn irgendetwas ist. Vielleicht vertraut sie mir genug. Und wenn nicht weiß der Klassenlehrer ja dann bescheid.

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