Organisation der UPP

  • Hallo liebes Forum!


    Habe mich aus purer Verzweifelung hier angemeldet, weil sämtliche Beratungsmöglichkeiten entweder nicht zu erreichen sind oder aber ihrer Aufgabe nicht gerecht werden...


    Wie auch immer, hier mein Problem:


    Ich habe im Februar 2013 meine UPP. Da wir Sek I und II zeigen müssen, war mein Plan Englisch in der 6. Klasse und Sport in der 13 zu zeigen.


    Jetzt ist es leider so, dass genau zu unserem Prüfungszeitraum die 12er und 13er ihre Vorabiklausuren schreiben und der zuständige Koordinator für die Klausurtermine sowie meine Direktorin ein Veto ausgesprochen haben diese Stufen mit in die UPP nehmen zu dürfen.


    Die Argumentation die seitens der Schulleitung im Raum steht: 10er und 11er wären ja schließlich auch Sek II und überhaupt, warum nehmen sie nicht ihren BdU-Kurs?


    Meine Antwort wäre: BdU ist nicht gleich Ausbildungsunterricht und ich würde gerne auf dem Weg zu meiner Prüfung betreut/ gecoacht werden. Zudem macht es schon von den Voraussetzungen, die die 10er im Gegensatz zu den 13ern mitbringen einen erheblichen Unterschied, was man machen kann und v.a. wie. 11er Kurse haben im Schnitt 33 (!) SuS, sodass diese nun wirklich nicht für eine Showstunde taugen...


    Und das ist das eigentliche Stichwort: Sicher traue ich mir alles zu! Und ja, ich würde zur Not auch meinen BdU zeigen. ABER, nur befriedigende Voraussetzungen können wohl kaum eine sehr gute Prüfungsleistung ergeben!


    Hätte gerne mal eure Meinung dazu gehört.


    Darf meine Schulleitung tatsächlich verbieten bestimmte Kurse zu nehmen, obwohl die Planung der Klausurtermine aufgrund des bereits bekannten Termins kein Problem darstellen dürfte??


    Immerhin fallen dadruch mal eben 50% aller möglichen Kurse weg...


    thx for reading & reply!!! :)

  • Ob sie dir das VERBIETEN können, weiß ich leider nicht.
    Ich würde noch einmal versuchen mit den betreffenden Menschen zu reden.


    Deine Argumentation, dass bdU nicht gleich Ausbildungsunterricht ist, würde ich unterstützen. Kaum jemand zeigt seine UPP im bdU.


    Und einen Tag werden die doch rausblocken können, damit du deine UPP machen kannst...ich find es eigentlich ziemlich unfair, dich so einzuschränken.

  • Ob sie es dir verbieten können, weiß ich nicht. Aber bei uns an der Schule ist es auch so, dass Refs ab einem bestimmten Zeitpunkt an (den der FL bestimmt), nicht mehr in die Q2-Kurse kommen. Immerhin müssen die FL die SuS auch zielgerichtet aufs Abi vorbereiten. Neben der UPP muss der Ref ja auch eine gewisse Zeit im Q2-Kurs unterrichtet haben. Oft hilft bei uns aber eine Absprache mit dem FL ...

  • Ich weiß auch nicht, ob die Schule das verbieten DARF.
    Ich würde auch versuchen, mit der Betreeung in der Ausbildung zu argumentieren und mir dabei meinen AKO mitnehmen. Wenn du nichts erreichst, könnte ein möglicher Kompromissvorschlag so aussehen: Du zeigst die Sportstunde als zweites (mittags) und an dem betreffenden Tag können dann in Gottes Namen Vorabiklausuren im Grundkursbereich ab der ersten Stunde geschrieben werden. Die dauern zwar lange, sind aber ja auch irgendwann vorbei, danach könnte dann die UPP Sport stattfinden.
    Oder du überlegst dir schon jetzt, welchen Sportkurs du zeigen möchtest und dann könnte man mit der Kursliste ja evtl. erreichen, dass an dem Tag X eben nur die Kurse Vorabi schreiben, von denen du keine Schüler hast. Das könnte klappen, weil ja nur noch die Schüler schreiben müssen, die das jeweilige Fach im Abi haben.
    Insgesamt kommt mir die Argumentation der Schule sehr lächerlich vor. Das entsprechende Halbjahr ist für den Abijahrgang zwar kurz, aber sooo kurz nun auch wieder nicht.


    Wenn die Schule sich da endgültig quer stellt, kann man noch überlegen, ob das Seminar etwas erreichen könnte. Die sind der Schule zwar nicht vorgesetzt, aber wer weiß...


    Und wenn es denn gar nicht klappt, musst du daruf drängen, dass dein AKO morgens, wenn er dich der KOmmission vorstellt und etwas zu den Ausbildungsbedingunegn sagt, auf jeden Fall erwähnt, dass es hier ein Problem mit der Kurswahl gab und WARUM.


    Mich würde auf jeden Fall interessieren, wie die Sache ausgeht.

  • Also ich kenne mich in den Bestimmungen für NRW nicht aus, aber bei uns heißt es bei jeder Einsatzbestimmung für Referendare immer " nach den Möglichkeiten der Schule". An unserer Schule würden Referendare nie im Abijahrgang eingesetzt, allein aus rechtlichen Gründen. Unterrichtsbesuche habe ich fast durchgängig im bedarfsdeckenden Unterricht gezeigt.

  • Also ich kenne mich in den Bestimmungen für NRW nicht aus, aber bei uns heißt es bei jeder Einsatzbestimmung für Referendare immer " nach den Möglichkeiten der Schule". An unserer Schule würden Referendare nie im Abijahrgang eingesetzt, allein aus rechtlichen Gründen. Unterrichtsbesuche habe ich fast durchgängig im bedarfsdeckenden Unterricht gezeigt.

    Wir durften jede Lerngruppe nur einmal zeigen und sollten nach Möglichkeit in allen Jahrgangsstufen gewesen sein, in Q1 uns Q2 dann eben im Ausbildungsunterricht.

    • Offizieller Beitrag

    "Mein" Lehramtsanwärter hatte das gleiche Problem. Er wollte die UPPs kurz vor den Vorabiklausuren machen, was seitens der Schulleitung ebenfalls mit einem "Veto" belegt wurde.
    Ich habe daraufhin auch erst einmal interveniert und bei der Schulleitung versucht, entsprechende Kompromisse auszuhandeln - leider ohne Erfolg. Das Hauptargument gegen die UPP in der Q2 war, dass die Schüler ggf. sich beschweren könnten (aufgrund der Fokussierung der Unterrichtsreihe der UPP auf die UPP an sich), dass sie nicht akkurat auf das Abitur vorbereitet worden wären.


    Rechtlich gesehen will die Schulleitung da kein Risiko eingehen, was ich grundsätzlich nachvollziehen kann. Darüber hinaus gibt es eben immer wieder auch Schüler, die aus unerfindlichen Gründen der Meinung sind, sie würden nie vorbereitet, und die vor jeder Klausur jede Methode am liebsten noch einmal von Anfang an durchgekaut haben wollen.


    Eine UPP kurz vor der Vorabiklausur kann die Schüler durchaus unter zusätzlichen Druck stellen, ganz gleich wie das Verhältnis zwischen dem LAA und den Schülern ist.


    Was den Anspruch auf das Coaching angeht, so stellt die gewünschte Situation den FL auch vor eine Zerreißprobe, weil er primär den Schülern verantwortlich ist, gleichzeitig aber noch seinen LAA durch die Prüfung hieven soll.


    Kasimo, ich nehme mal stark an, dass Du während des Refs. auch den einen oder anderen guten Ausbildungslehrer kennengelernt hast, der Dich unabhängig davon, dass Du bei ihm im Ausbildungsunterricht bist, coachen könnte.


    Wie Du in der Überschrift treffend schriebst, ist das also eine Frage der Organisation und der pragmatischen Flexibilität. Wenn es in der Q2/13 nicht geht, dann geh halt in die Q1 oder die EF.
    Letztlich muss man sich leider auch fragen, ob man Schüler als "Verfügungsmasse" für sein eigenes Examen hin- und herschieben darf/sollte. (Klingt härter als es gemeint ist!)


    Gruß und viel Erfolg!


    Bolzbold

  • Hallo zusammen!


    Danke für eure Antworten! Ich wollte mich an dieser Stelle nochmal zurückmelden, da die Dinge sich ein wenig weiterentwickelt haben...


    Also, zunächst einmal bin ich heute wieder bei dem Stand, den ich hatte als ich diesen Beitrag schrieb. Ich darf keine 12er/13er Kurse zeigen und damit basta. So hat esmir meine Schulleiterin vorgestern angeordnet.


    In der Zwischenzeit hatte ich folgendes versucht:


    1. Habe ich in einem ganz ruhigen Gespräch mit der Schulleiterin mein Anliegen formuliert, dass ich einen Kurs in der 13 hätte, mit dem ich sehr gut zurecht komme, die für das Fach Sport ideale Voraussetzungen mitbrächten etc. (Habe in der Gruppe 2 UBs gezeigt und beides mal ne 1 bekommen...) - ideale Bedingungen also. Sie hatte mir daraufhin gesagt, wenn ich mich nochmal umhören würde unter den Referendaren und ich der einzige wär, der die 13 machen möchte wäre dies kein Problem, dann ließe sich das mit dem Klausurplaner sicherlich vereinbaren.


    5 Tage später nun dies: Ich bin wegen etwas anderem wieder bei ihr und sie sagt so im Nebensatz, "übrigens, das mit den 13ern wird nicht funktionieren". Es sei von Anfang an so gesagt worden und die Schule wolle keinen Präzedenzfall schaffen, indem man mit mir eine Ausnahme macht. Der Grund: Der Unterrichtsausfall für die SuS sei zu hoch. :schreien:


    ganz ehrlich - wie lächerlich unglaubwürdig kann man denn bitte mit so einem vorhergeschobenen "Argument" ankommen, weil man sich offensichtlich den organisatorischen Stress ersparen will??? Wer sein Abi wegen dieser einen Stunde Entfall nicht schafft, hat es nicht verdient. PUNKT.


    Darüberhinaus sind aus selbem Grund die 5.Klassen für unser Examen gesperrt. Da kann ich mir nun gar keinen Reim mehr drauf bilden und will ich auch nicht.


    Fakt ist: Nach Rücksprache mit meinem FL hat er unseren Seminarleiter gefragt, ob das zulässige Praxis wäre und dieser wiederum hat klar und deutlich (unter anderem auf einer Direktorenkonferen) gesagt, dass die Schule das nicht dürfe. Es sind einfach nur mündliche Ansagen, die auf nichts basieren. Das LPA hingegen sagt, dass die Schule nach "ihren Möglichkeiten" sowas durchaus tun könne...


    Werde mich nun damit abfinden (müssen) ungünstige Verhältnisse in Kauf zu nehmen, schließe morgen eine schöne Rechtsschutzversicherung ab und dann schau ich einfach mal, was ich für eine Note im Examen bekomme. Es ist doch unterm Strich einfach so: ich bin ca. 550 Tage an dieser Schule in der Ausbildung und halte da echt für alles meinen Hintern hin. Keine Frage - Lehrjahre und so... Aber an meinem wichtigsten Tag in dieser Zeit, einem einzigen Tag, hebe ich den Finger und frage, ob mir die Schule dort entgegenkommen kann. Und??? NIX!


    Bolzbold: ich finde es gut und richtig, dass du mir ein wenig versuchst die schulische Seite darzulegen. Dazu 3 Fragen:


    1. Welches Risiko ist die Schulleitung denn bitte bereit einzugehen, wenn ich mein Examen versemmel?


    2. SuS sind sicher keine "Verfügungsmasse" für mein Examen. Ich habe mir
    das Ausbildungssystem ja nicht ausgedacht. Aber leider findet die UPP
    nun mal so statt wie sie stattfindet. Also wo liegt der Unterschied, ob
    ich über 13er "verfüge" oder 11er??


    3. Die UPP Stunde in Sport ist eine 60 minütige Veranstaltung, die glaube ich jeder SuS (emotional) verpacken kann, ohne vor Angst duch sein Abi zu fallen im Boden versinken zu müssen... Klar bist du der Puffer zwischen Schulleitung und Ref, aber findest du nicht, dass man sich in dieser Frage ein wenig mehr für
    seinen "Schützling" einsetzen sollte?? Einfach auch aus dem Grund, dass es ja nicht so ist, dass wir die ganze Zeit privilligiert werden wollen, sondern lediglich EINEN Tag in dieser Zeit Unterstützung brauchen!


    Tipp an alle zukünftigen Referendare: klärt solche Dinge frühzeitig ab und handelt dementsprechend! (Hätte z.B. meinen Prüfungstermin anders legen können, dann wäre es bestimmt kein Problem gewesen, einen Kompromiss zu finden...)


    Nun gut, so viel zum Nachtrag. Werde mich mal melden, wenn ich meine UPP bestanden habe.


    In diesem Sinne - frohes Schaffen, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! :aufgepasst:

  • Wer sein Abi wegen dieser einen Stunde Entfall nicht schafft, hat es nicht verdient. PUNKT.


    Da magst du in der Sache schon Recht haben. Aber der Spieß lässt sich umdrehen: Wer in seiner UPP durchfällt, nur weil er den Kurs nicht nehmen kann, in dem er bisher immer eine 1 hatte, hat es nicht verdient. PUNKT.


    Du hast gefragt, es geht nicht und fertig. Klar ist es immer angenehmer eine ruhige, leistungsstarke und motivierte Klasse zu unterrichten. Aber später kannst du dir deine Klassen / Kurse auch nicht aussuchen. Und warum sollte die Leitung auf einen Referendar Rücksicht nehmen, dem ca. 25-30 Schüler gegenüberstehen, die sich genauso wie du in einer Prüfungssituation befinden?


    Entschuldigung, das wollte ich loswerden. Aber im Ernst: Wenn du es annähernd drauf hast, wirst du diese UPP meistern. Keiner erwartet Wunder und die Prüfer sind auch nur Menschen und keine Sadisten (die meisten zumindest).

  • Sicherlich alles richtig was du sagst.


    Es geht allerdings nicht um bestehen oder nicht bestehen, sondern WIE ich bestehe! Und da sollte wohl jeder schonmal davon gehört haben, dass der eine Tag verhältnismäßig so viel in der Note ausmacht, dass man nicht einfach sagen kann "Na gut, wenn meine Schule halt zu faul ist, dass zu organisieren, dann geb ich klein bei..."


    Ganz ehrlich: Das sind dieselben Leute, die mir im Seminar schon so auf den Zeiger gehen, weil alle immer nur sklavisch hinter den Fachleitern herhecheln, keine eigene Meinung vertreten und meinen, sie hätten mit dem Eintritt ins Ref sämtliche Fähigkeiten des selbstständigen Denkens und Handelns abgelegt und müssten nur noch gehorchen. Das ist ein kranker Zustand, der durch die gesamte Struktur vom Studiensemiar befeuert wird.


    Wie gesagt, ich habe auch nie eine Forderung gestellt, sondern lediglich gefragt, ob man es nicht organisatorisch irgendwie hinbekommt. Das war alles. Dass natürlich jetzt halt für einen anderen Kurs diese Prüfungsstunde entsprechend ausfallen wird, ist dabei wohl egal... Es ist eine prinzipielle Entscheidung und keine, die auf einem Argument fußt, dass beide Seiten im Blick hat!


    Alles andere was du sagst, Cambria, ist keine Frage! Ich traue mir alles zu...

  • Bolzbold: ich finde es gut und richtig, dass du mir ein wenig versuchst die schulische Seite darzulegen. Dazu 3 Fragen:


    1. Welches Risiko ist die Schulleitung denn bitte bereit einzugehen, wenn ich mein Examen versemmel?


    Ich bin zwar nicht Bolzbold (der das mit Sicherheit deutlich eleganter formuliert als ich), aber ich gebe einfach trotzdem mal meinen Senf dazu ab, wie es von der anderen Seite her aussehen könnte.


    Du kannst schlechter klagen. Für die Leistungen der Referendare sind die Referendare verantwortlich. Für die Leistungen der Schüler tendenziell die Schüler. Die bei sowas im Zweifel Recht bekommen könnten.
    Es ist ihre allererste wichtige Abschlussprüfung. Die haben da schon richtig Stress, das vergisst man schon mal, wenn man inzwischen diverse Prüfungen hinter sich hat...


    2. SuS sind sicher keine "Verfügungsmasse" für mein Examen. Ich habe mir
    das Ausbildungssystem ja nicht ausgedacht. Aber leider findet die UPP
    nun mal so statt wie sie stattfindet. Also wo liegt der Unterschied, ob
    ich über 13er "verfüge" oder 11er??


    Weil es nicht nur um den einen Tag geht, sondern auch um die Wochen davor, die du dann ja drin bist, um den Kurs auf die UPP vorzubereiten.
    Ich würde meinen LK in der 13 jetzt auch keinem Ref mehr geben wollen, ehrlich gesagt, weil man im Referendariat ja meistens doch etwas langsamer ist (verständlicherweise), die Anforderungen, die das Abitur stellt und demzufolge worauf/ wie genau man die Schüler darauf vorbereiten muss nicht genau (genug) kennt (ebenso verständlich, woher auch), ich meine Hauptverantwortung aber da den Schülern gegenüber sehe, da sie nur mich haben, der auf sie in diesem Fach "aufpasst", während ein Referendar normalerweise mehrere Kurse zur Auswahl hat. Das soll natürlich nicht heißen, das Referendare schlechten Unterricht machen würden oder so. Mitunter ist er sogar besser, einfach, weil viel mehr Zeit in die Vorbereitung investiert werden kann. Oder der Ref einfach besser ist. Dennoch ist ein Lehrerwechsel auch für Schüler stressig. Egal, ob der Ref jetzt gut oder schlecht ist.
    In der 11 ist einfach noch mehr Zeit und die Schüler sind nicht so nervös.
    Ich wiederhole mich zwar, aber ich habe selber darüber gestaunt, wie unruhig und auch dünnhäutig selbst die sonst souveränsten Schüler kurz vorm Abi bzw. während des Abiturs wurden...



    3. Die UPP Stunde in Sport ist eine 60 minütige Veranstaltung, die glaube ich jeder SuS (emotional) verpacken kann, ohne vor Angst duch sein Abi zu fallen im Boden versinken zu müssen... Klar bist du der Puffer zwischen Schulleitung und Ref, aber findest du nicht, dass man sich in dieser Frage ein wenig mehr für
    seinen "Schützling" einsetzen sollte?? Einfach auch aus dem Grund, dass es ja nicht so ist, dass wir die ganze Zeit privilligiert werden wollen, sondern lediglich EINEN Tag in dieser Zeit Unterstützung brauchen!


    Klar braucht man als Ref auch Unterstützung. Und natürlich ist dieser Tag für den Ref auch emotional und auch sonst extrem stressig.
    Da steht aber ein (erwachsener) Schützling, der auch andere (wahrscheinlich durchaus gute) Kurse zur Auswahl hat, gegenüber bis zu 32 Schützlingen, die für das Fach nur mich haben.


    [Auf die Gefahr, von den Sportlehrern Ärger zu kriegen - ich hab halt keine Ahnung von Sport oder was die da im Abi machen müssen: Warum man allerdings einen Sportkurs blockiert, kann ich nicht ganz verstehen...]


    Tipp an alle zukünftigen Referendare: klärt solche Dinge frühzeitig ab und handelt dementsprechend! (Hätte z.B. meinen Prüfungstermin anders legen können, dann wäre es bestimmt kein Problem gewesen, einen Kompromiss zu finden...)


    Guter Tipp.


    Nun gut, so viel zum Nachtrag. Werde mich mal melden, wenn ich meine UPP bestanden habe.


    Viel Erfolg!
    Die beiden Sehr Guten Noten sind ja nicht nur aufgrund des Kurses entstanden - du wirst ja nicht alle anderen Lehrproben in den Sand gesetzt haben. ;)

    "Et steht übrijens alles im Buch, wat ich saje. ... Nur nit so schön." - Feuerzangenbowle

  • Dass du es frustriernd findest, nicht den Kurs nehmen zu können, den du für deine UPP gerne hättest, finde ich absolut verständlich. Schließlich ist es auch ein wirklich wichtiger Tag, der mehr oder weniger über einen Teil deiner Zukunft entscheiden kann.


    Aber wenn ich dir vielleicht etwas Tröstliches sagen darf: Ich persönlich finde es nicht so wichtig, was du fachlich mit einem Kurs machen kannst. Viel wichtiger ist m.E., welche Chemie zwischen dir und deinen Schülern herrscht. Mir hat ein Fachleiter einmal gesagt (und dich glaube das nach wie vor ganz fest): "80% deiner Note entscheidet sich in den ersten fünf Minuten der ersten Stunde deines UPPs."
    Auch wenn das natürlich implizit heißt, dass alle PrüferInnen im Grunde unprofessionell sind und sich mehr von persönlichen Eindrücken als von fachlichen Kriterien leiten lassen. Aber seien wir doch ehrlich: Wenn man in einer Stunde Fehler finden will, dann findet man sie. Wenn einem der Prüfling sympathisch ist, sieht man einfach mal über das ein oder andere hinweg. So läuft es im Grunde und das haben mir schon sehr viele Fachleiter insgeheim bestätigt.


    Also - vielleicht ist das ja ein wenig tröstlich für dich. Such dir einfach einen Kurs, wo die Chemie zwischen dir und den SuS einfach stimmt. Dann hast du das Ding schon halb im Sack! Aus genau diesem Grund habe ich zum Beispiel ganz bewusst eine BDU-Klasse in meiner UPP gezeigt. Die Chemie stimmte einfach und das hat jeder sofort gemerkt. Ergebnis: 1,0. Die zweite Stunde lief dann nicht so gut, aber das hatte andere Gründe.

    • Offizieller Beitrag


    Bolzbold: ich finde es gut und richtig, dass du mir ein wenig versuchst die schulische Seite darzulegen. Dazu 3 Fragen:


    1. Welches Risiko ist die Schulleitung denn bitte bereit einzugehen, wenn ich mein Examen versemmel?


    Die Frage verstehe ich nicht ganz.


    Zitat


    2. SuS sind sicher keine "Verfügungsmasse" für mein Examen. Ich habe mir
    das Ausbildungssystem ja nicht ausgedacht. Aber leider findet die UPP
    nun mal so statt wie sie stattfindet. Also wo liegt der Unterschied, ob
    ich über 13er "verfüge" oder 11er??


    Katta hat es oben ja schon erklärt. Es geht nicht um die Stunde an sich sondern auch um den entsprechenden Vorlauf. Und genauso hat auch die Schulleitung bei uns das begründet.


    Zitat


    3. Die UPP Stunde in Sport ist eine 60 minütige Veranstaltung, die glaube ich jeder SuS (emotional) verpacken kann, ohne vor Angst duch sein Abi zu fallen im Boden versinken zu müssen... Klar bist du der Puffer zwischen Schulleitung und Ref, aber findest du nicht, dass man sich in dieser Frage ein wenig mehr für
    seinen "Schützling" einsetzen sollte?? Einfach auch aus dem Grund, dass es ja nicht so ist, dass wir die ganze Zeit privilligiert werden wollen, sondern lediglich EINEN Tag in dieser Zeit Unterstützung brauchen!


    Auch wenn es andere User hier bereits gesagt haben, so gilt diese Argumentation letztlich auch bei Dir. Da es eben nicht nur um die UPP an sich geht sondern auch um die Zeit davor, verlangst Du von den Schülern letztlich etwas, was Du ihnen ggf. aufgrund ihrer eigenen Prüfungssituation nicht bereit bist entgegenzubringen. Dass die Schulleitung angesichts für Dich real existierender Alternativen auf andere Kurse verweist - diese Alternativen haben die 13er ja bekanntermaßen nicht - ist nachvollziehbar.
    Es geht hier aus Sicht der Schulleitung um eine knallharte Abwägung von aus deren Sicht gegensätzlichen Interessen. Die "ruhige Vorbereitungszeit" der 13er fürs Abitur gegen Deine Präferenzen für Dein Examen. Und hier entscheidet sich die Schulleitung eben für die zahlenmäßige Mehrheit, vermutlich aus dem gerade genannten Grund.


    Ich würde da jetzt gar nicht mehr über die eigene Situation lamentieren oder gar die "Gerechtigkeitsfrage" stellen oder der Schulleitung den Vorwurf der Autoritätshörigkeit machen. Letzteres ist anmaßend und sachfremd. (Und dagegen würde ich meine Schulleitung sogar in Schutz nehmen.


    Gruß
    Bolzbold

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