Ich finde es einfach schade, dass der Amtsarzt nicht zugehört hat, um mit deinem Mann gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Durch die ruppige Ignoranz hat er m.E. den ganzen Druck erst heraufbeschworen, ganz unabhängig vom Ausgang der Entscheidung.
Ja, da ist einiges dran. Vordergründig wurde es meinem Mann so "verkauft", dass er dadurch Zeit für sich gewinnt und den Druck rausnehmen kann. Da ist auch was dran. Als mein Mann aber anmerkte, der Verlust des Dienstortes belastet ihn mindestens genauso, wurde das einfach vom Tisch gewischt. Das Ergebnis stand, so sein Eindruck, eigentlich schon vor dem Gespräch fest. Das war ein Urteil nach 08/15 Manier, keine individuelle Betrachtung. Offenbar gibt es da bei den Amtsärzten Listen nach dem Motto Symptom - Dauer der Erkrankung - Reaktion. Gleich zu Beginn fiel der Satz "Sie haben Beschwerden X und Y, wir haben da Erfahrung, das ist langwierig." Ohne überhaupt ein Wort mit meinem Mann gewechselt zu haben und entgegen aller eingereichter Gutachten. Er hätte wenigstens erwartet, dass ein halbwegs mit dem Beschwerdenkreis vertrauter Facharzt eingesetzt wird. Stattdessen war das total fachfremd.