Beiträge von Eugenia

    Die einen machen weit mehr als nötig, damit die Schüler eine positive Erinnerung behalten, wie z.B. Tagesausflüge mit hohen Eigenanteil für den Lehrer, [...] nehmen Sonderjobs in der SV ohne Ausgleich an usw.

    Was bedeutet denn hoher Eigenanteil für den Lehrer? Ist das finanziell gemeint? Und warum gibt es keinen Ausgleich für Sonderjobs in der SV? Das einem reinen "Dienst nach Vorschrift" gegenüberzustellen und positiv zu werten, finde ich fragwürdig. Unbezahlte Mehrarbeit, Kostenübernahme durch den Lehrer und Sonderaufgaben ohne angemessene Anrechnung sind nicht positiv zu sehen, sondern aus meiner Sicht durchaus bedenklich. So funktioniert Selbstausbeutung der Lehrkraft und der Arbeitgeber freut sich, weil er nicht angemessen vergüten muss.

    1. Kein Mensch redet von 50 Jahren. Das tun immer nur Maßnahmengegner.


    2. Ja, Drosten sagt, dass ein völliger Corona-Schutz nicht möglich sein wird. Stimmt auch. Das für ein Weglassen aller Maßnahmen zu diesem Zeitpunkt zu instrumentalisieren, ist aber fragwürdig. Zur Position von Drosten: https://www.rnd.de/gesundheit/…3LLVBT3HH7CEXOID5LFA.html


    3. Nein, wir führen keine Augenabstriche oder Stuhlproben durch. Weil es keine Pandemie im diesem Bereich gibt. Aber wenn ein Fall von offener TB oder Hepatitis auftritt, werden durchaus Maßnahmen ergriffen. Bei Masern gibt es eine Impfpflicht.


    3. Ich klinke mich jetzt hier aus. Es läuft immer nach demselben Muster.

    Nein, aber davon, dass mit der Zeit effizientere Impfstoffe und Medikamente existieren als jetzt. Abgesehen davon hat das mit der Aussage „kranke Kinder überlasten das Gesundheitssystem nicht“ nichts zu tun. Über Langzeitfolgen von Corona bei Kindern werden wir auch erst in ein paar Jahren Genaueres wissen. Dass Corona nicht mehr verschwindet, ist kein Argument gegen Schutz vor Corona. Und jetzt bitte nicht wieder „wie lang denn noch?“ Das ist für mich langsam nerviges Gequengel.

    Übrigens dienen alle Coronamaßmahmen dazu, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, nicht der Verhinderung individueller Infektionen. Und durch kranke Kinder wird es nicht überlastet.

    Aber dir ist schon bewusst, dass diese kranken Kinder nicht im luftleeren Raum existieren, sondern mit Erwachsenen oder Kindern mit Vorerkrankungen Kontakt haben, die sie auch anstecken? Schule besteht nicht nur aus Kindern…

    Eigentlich ist es schon verrückt, dass die positiv getestete Freundin nicht absagt und ihr jetzt den schwarzen Peter habt und das Treffen dann wohl gar nicht stattfinden kann. Es wäre ja viel naheliegender, dass sie absagt und ihr Euch ohne sie trefft. Die einzige Spielverderberin in der Situation ist eindeutig sie und sonst niemand.

    Kann man das denn nicht in freundlicher Weise der positiv getesteten Freundin vermitteln? Einfach Tacheles reden, statt das Ganze wegzuschweigen? Aus meiner Sicht wird hier viel zu viel Rücksicht auf die Betreffende genommen. Sie selbst nimmt aber offenbar keine.

    Sie sagt, es geht ihr besser. Habe Angst, dass ich die Spielverderberin bin. Dachte, dass ich übervorsichtig wäre...

    Also du riskierst lieber deine Gesundheit und die stark vulnerabler Angehöriger, als dass irgendjemand, der offenbar wenig Verantwortungsgefühl hat, dich als Spielverderber betrachtet? Verstand einschalten, deutlich sagen, warum du nicht kommst, und zu Hause bleiben. Wenn deine Freundinnen das nicht verstehen, sind es keine echten Freundinnen!

    Mich nervt diese immer wieder aufploppende "Müssen wir jetzt dauerhaft Maske tragen?" Diskussion inzwischen unglaublich. Das wird seit Beginn der Pandemie gegen Masken vorgebracht. Keiner plant eine dauerhafte Maskenpflicht. Allerdings ist diese Diskussion auch symptomatisch dafür, wie das eigentlich Wichtige aus dem Blick gerät, nämlich dass es ursprünglich auch (nicht nur!) um Solidarität ging, darum, sich selbst und andere zu schützen. Jetzt hört man nur noch "Eigenverantwortung". Man könnte auch sagen "Jeder ist sich selbst der Nächste." An das Solidaritätsprinzip glaube ich persönlich inzwischen nicht mehr, auch wenn ich so einige Beiträge hier im Forum lese.

    Für mich wäre das ein Albtraum. Schon jetzt sind Nachmittage sehr unbeliebt. Wenn ich das Pech hatte, drei Nachmittage die Woche eingesetzt zu sein inklusive vieler Springstunden, dann ging das immer zulasten meiner Gesundheit. Ich habe zwei Korrekturfächer und es lohnt sich weder für eine Springstunde noch für eine Stunde vor dem Unterricht anzufangen zu korrigieren. Und leider bin ich eine Lerche, ich kann nachts nicht mehr korrigieren. Und leider muss ich auch sagen, dass der Unterricht am Nachmittag für alle Beteiligten sehr anstrengend war.

    Kann ich nur bestätigen. Hauptfach 8./9. Stunde - Stundenertrag fragwürdig und extrem anstrengend. Die Springstunden kann man auch nicht wirklich intensiver nutzen, da keine vernünftigen Lehrerarbeitsplätze in der Schule vorhanden sind. Die Oberstufe hat teilweise jetzt schon bis zur 10. Stunde - das heißt bis 16:30 Uhr. Danach teils längerer Heimweg mit Bus und Bahn. Wir haben die Diskussion mit späterem Beginn schon öfter geführt, bei Umfragen plädieren die Schüler meist in der Mehrheit dafür, früh anzufangen und dafür früh heimzukommen, da viele noch nach der Schule in Vereinen oder ehrenamtlich aktiv sind oder ältere auch jobben. Wird bei längeren Schultagen dann auch schwierig.

    Ich würde erst einmal überprüfen, ob es in deinem Bundesland so etwas wie eine Wiedereingliederungsmaßnahme gibt. Das existiert hier in Hessen z.B. Wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend Stunden reduzieren muss, wird das vom Gesundheitsamt geprüft und dann ein Eingliederungsplan erstellt. Vorteil ist, dass im Gegensatz zu beantragter Teilzeit das Gehalt nicht gekürzt wird. Allerdings weiß ich nicht, ob es das in NRW auch gibt.

    Wenn hier mehrfach erwähnt wird, dass Menschen trotz Impfung "übel erkranken" - "übel erkranken" heißt da meist mehrere Tage hohes Fieber, Husten, teils hartnäckig, Gliederschmerzen, Schwächegefühl, das auch länger andauert. Laut meines Hausarztes nennt man das übrigens "Milder Verlauf". Wirklich "übel erkranken" heißt Krankenhaus, Intensivstation, Beatmung, erhebliche Folgeschäden oder Tod. Das nur zur Relativierung.

    Zig erkrankte Kollegen und Schüler im Abitur. Der organisatorische Kraftakt, der daran hängt, dauernd Prüfungen zu verschieben, neue zusätzliche Prüfungen zu konzipieren und gleichzeitig unzählige Vertretungsstunden zu stemmen, hätte bei einigen durch etwas mehr Selbsteinschränkung vermieden werden können.

    Keine Infektion ist aber auch schädlich. So entwickeln ja gerade Stadtkinder massiv Allergien im Vgl. zu Landkindern, weil sie in einer viel zu sauberen / keimfreien Umgebung aufwachsen und ihr Immunsystem unterfordert ist.

    Zwischen Infektionskrankheiten und keimfreier Umgebung ist aber schon ein erheblicher Unterschied…. Das Immunsystem wird durch Kontakte mit der Umwelt trainiert, aber kein Mensch braucht deshalb Corona.

    Warum sollten Lehrkräfte in Foren anders sein, als andere Berufs-/Bevölerungsgruppen.

    Ein rauher, kühler Ton ist doch was tolles, mir würde ein emotionaler, weichgemachter Ton im Forum gar nicht gefallen. Wenn dein Gegenüber dich kränken soll, dann ignorier seine Post einfach oder übergehe die Kränkung, dann hat er sein Ziel nicht erreicht und gut ist. Wenn du jedoch glaubst andere werden provoziert oder durch Kommentare gekränkt, solltest du dir darüber im Klaren sein, dass die Schwelle und die Empfindung für Kränkungen bei diesen anders liegen könnte.

    Das Gegenteil von emotional und weichgemacht ist für mich nicht rauh und kühl, sondern sachlich und nüchtern. Kränkungen und Provokationen durch pures Ignorieren zu begegnen, weil es angeblich an der individuellen Schmerzgrenze liegt, halte ich nicht in jedem Fall für sinnig. Es gibt gerade im Corona-Thread inzwischen deutliche Troll-Tendenzen, bei denen einfach "aus Prinzip" in teils fragwürdigem Ton mit stark grenzwertigen Formulierungen dagegengeschossen wird. Die dort gestellte Frage, ob diejenigen auch im Lehrerzimmer "analog" so kommunizieren, kommt mir da auch häufiger.

    wäre es nicht nach der hier vertretenen Position jetzt unsere Pflicht als brave BeamtInnen, unserer SchülerInnen vorzuleben, dass eben gerade keine Maskenpflicht herrscht?

    Nein, es ist auch nicht meine Pflicht als Beamter, ohne Schutzmaßnahmen rumzurennen, die mich und andere schützen können. Vor allem ist es nicht meine Pflicht, meine Gesundheit und die meiner zur Risikogruppe gehörenden Angehörigen zu riskieren und danach im Regen zu stehen, wenn es schief geht. Was soll ich da vorleben? Juhu, Corona ist vorbei, stellt euch nicht so an? Die Schüler wissen, dass keine Maskenpflicht herrscht. Ich respektiere die Entscheidung jedes Einzelnen, aber ich möchte auch, dass meine Entscheidung und die derjenigen respektiert wird, die weiter Maske tragen. Ist übrigens bei uns an der Schule überhaupt kein Thema und es regt sich auch kein Kollege über diejenigen auf, die weiter Maske tragen. Im Gegensatz zu diesem Forum. Mit "brave Beamte" hat das alles nichts zu tun. Als brave Beamte habe ich während Corona z.T. unter unmöglichen Bedingungen meinen Job gemacht, während mein Arbeitgeber sich auf minimalste bis nicht vorhandene Schutzmaßnahmen zurückgezogen hat. Das reicht aus meiner Sicht.

    Machen wir es doch kurz, weil das sonst hier nicht weiter führt: Du findest nichts dabei, wenn dein Kind Kontakt zu einem anderen infizierten Kind hat, das dafür von seiner ebenfalls infizierten Mutter durch die Gegend gefahren wird, und nimmst das Risiko in Kauf bzw. hast dich offenbar noch gar nicht damit befasst, ob denn ein positives Kind ansteckend sein kann. Ich finde das blauäugig und auch von der anderen Mutter verantwortungslos. Infizierte gehören nicht auf Spieltreffs und sollten auch nicht durch die Lande fahren. Mehr sage ich dazu nicht mehr.

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