Beiträge von Brick in the wall

    Ich kenne die Vorgeschichte nicht, hoffe aber, der Frosch ärgert sich nicht zu sehr über den Beitrag von gestern.

    Ich bin hier seit mehr als 20 Jahren angemeldet und habe noch nie irgendetwas gelesen, was auch nur 1% der angedeuteten Dinge rechtfertigen würde. Suave wird sich durch diesen Beitrag nicht umstimmen lassen, aber vielleicht freut es den Frosch.

    Im Newsletter des deutschen Schulportals las ich von einem Konzept, bei dem es am Anfang einer Klassenarbeit kurz erlaubt ist, sich mit einer zuvor festgelegten Person auszutauschen. Ziel: Abbau von Nervosität und Prüfungsangst. Ergebnis: weniger schlechte Noten.

    https://deutsches-schulportal.de/unterricht/fue…ailing_17168479

    Hat jemand damit oder mit einer vergleichbaren Idee Erfahrungen?

    Ich bin auf der einen Seite sehr skeptisch, denn - derzeit - ist es wesentliches Merkmal von Klassenarbeiten, dass sie eine individuelle Leistung messen, mit allen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, andererseits sind einzelne SuS aber so nervös, dass es zu einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit kommt.

    Falls jemand Erfahrungen hat, würde mich v.a. interessieren, wie die Person ausgewählt wird, mit der man sich austauscht. Nicht alle sind als Partner/Partnerin gleich gut geeignet bzw. begehrt. Außerdem würde ich gerne wissen, ob die Aufgaben angepasst sind. In jedem Fach gibt es Aufgaben, vor allem in jüngeren Klassen, bei denen man sich in kürzester Zeit nicht nur über das Vorgehen, sondern auch über die Lösung austauschen kann. Und zuletzt: Sind nicht nur die schlechten Noten weniger, sondern auch die guten Noten mehr geworden?

    Danke!

    Aus dem Dilemma kommt man nicht raus.

    Die zehnten Klassen, die ich kenne, kann/konnte man auch nicht in die Prüfung schicken, ohne viele Dinge mehr als nur oberflächlich wiederholt zu haben. Wiederholung und KLP der 10 komplett vor der ZP10 zu schaffen, halte ich für unmöglich.

    Meine Leute hatten übrigens Anfang des Schuljahres immer den größten Respekt vor dem hilfsmittelfreien Teil.

    Prüfungsrelevant ist der ganze KLP. Das ist entsprechend wie bei Vera8.

    Wenn man sich die Aufgaben aus den letzten Jahren ansieht, kann man - bisher - sehen, dass es Themenbereiche gibt, die vermutlich in den meisten Schulen sehr ans Ende des Halbjahres rutschen und in der ZP seit der Neueinführung bisher keine Rolle gespielt haben.

    Ich habe im letzten und im vorletzten Schuljahr die Zeit nach der ZP mit den trigonometrischen Funktionen verbracht. Die Motivation der Klassen, endlich mal etwas zu lernen, was nicht prüfungsrelevant ist, war so hoch, wie man es erwarten konnte.

    Ich kritisiere jedoch den quantitativen Umfang, den diese mittlerweile einnimmt. Gleichzeitig wird in den Lehrplänen inhaltlich kaum bis gar nicht reduziert. Woher soll die zusätzliche Zeit denn kommen?

    Das ist das grundsätzliche Problem, was wir bei allen Dingen haben, die neben dem Unterricht stattfinden - und die oft sinnvoll sind. Ich habe oft das Gefühl, dass es der Unterricht ist, der sich irgendwie anpassen muss.

    Alles gut möglich.

    Ich glaube, dass es in dem von mir geschilderten Fall, bei dem die Schülerin die Tragweite, so wurde es mir erzählt, nicht verstanden hat und die Eltern das Verhalen mit dem Zauberwort "Pubertät" erklärt haben, der Kollege NACH mind. 2 Gesprächen inkl. SL einen Weg suchte, um der Geschichtenerzählerei ein Ende zu bereiten. Da kann man, finde ich, durchaus mal eine Drohkulusse aufbauen, wenn die Eskalationsstufen davor nicht geholfen haben.

    Hier ging es nicht um den Ausschnitt, sondern um die Unterstellung einer Affäre mit einer Schülerin, das ist noch eine andere Dimension.

    Mehr kann ich dazu nicht sagen, denn ich kann nicht hellsehen oder spekulieren, sondern nur das wiedergeben, was mir erzählt wurde.

    Ich glaube, der Kollege hat die Schülerin in der Vergangenheit mal unterrichtet. Aktuell tut er das nicht.

    Er hat von der ganzen Geschichte erfahren, weil ein anderer Kollege, in dessen Unterricht das aus heiterem Himmel behauptet wurde, es ihm direkt danach in der Pause erzählt hat, damit er so reagieren kann, wie er es für richtig hält.

    An meiner Schule hat eine Schülerin, älter als 14, vor einiger Zeit vor vielen Zeugen behauptet, ein Kollege habe ein Verhältnis mit einer Schülerin und das habe er auch offen erzählt.

    Der Kollege fiel aus allen Wolken, hat mit der Schülerin gesprochen. Sie blieb bei der Behauptung, die Eltern fanden das im Gespräch wohl recht harmlos, sie sei in der Pubertät. SL war von Anfang an eingeschaltet.

    Der Kollege hat der Schülerin dann dargelegt, welche formalen Schritte (alle!) er gehen werde, falls sie die Behauptung nochmal fallen lassen würde. Nach meinem Wissen hat das die gewünschte Wirkung erzielt.

    Wenn du es nicht schon weißt, finde heraus, ob die SL vieles von dem, was in der Abteilung anfällt, selbst erledigt und für die Abteilungsleitung wenige oder viele Dinge übrig bleiben. Z.B.: Führt die Abteilugnsleitung das Aufnahmeverfahren im Sommer durch? Oder organisiert sie nur, dass der Chor singt, wenn die neuen fünften Klassen kommen?
    Gibt es regelmäßige Termine der Abteilungsleitung?

    Mit D und E hast du eine hoge Korrekturbelastung. Gibt es die Möglichkeit, irgendeine Entlastung zu schaffen, z.B. durch die Unterrichtsverteilung im nächsten Jahr?

    Gibt es vielleicht die Möglichkeit, sich die Aufgabe zu zweit zu teilen? ist zwar nicht jedermanns Sache, aber das würde die zusätzliche Baustelle verkleinern.

    Ich drücke die Daumen für deinen Vater.

    Wir nehmen auch Zettel und Papier. So umständlich finde ich das gar nicht.

    Die entsprechenden Softwarelösungen kenne ich nicht, deswegen meine Frage:

    Gibt es irgendeien Lösung dafür, dass man bei der digitalen Terminvergabe nicht die Eltern vor sich sitzen hat, die nur mal hören wollen, ob ihre Kinder auf 1 oder 1- stehen?

    Ich selektiere gerne, wem ich einen Termin gebe, das geht mit Zettel und Papier ziemlich gut. Und ich bin trotdem immer komplett ausgebucht. Nur eben hauptsächlich mit Familen, bei denen es kleinere bis mittlere Dinge zu besprechen gibt.

    Nach meiner Erfahrung ist wirksamer Förderunterricht eine der schwierigsten Aufgaben in der Schule.

    Setzt man ihn freiwillig an, kommen die, die ihn nötig haben, oft nicht.

    Macht man ihn verpflichtend, kommt die nötige Zielgruppe zwar, aber mit einer Motivation, die den Utnerricht scheitern lässt.

    Sezt man auf Selbstständigkeit, scheitert es oft daran, dss die, die Probleme in einem Fach haben, oft nicht in der Lage sind, die Probleme zu benennen, was die Basis für Problemlösungen wäre.

    Kurz dosierte Fördereinheiten im laufenden Unterricht können erfolgreich sein.

    Wie groß der Anteil an fachfremdem Unterricht in sächsischen Oberschulen/Gymnasien ist, weiß ich nicht.

    In NRW gibt es die Möglichkeit, Zertifikatskurse zu absolvieren.

    Wer schon als Lehrkraft im Beruf ist, kann sich in einem einjährigen Crashkurs für Mangelfächer nachqualifizieren. Aber: Da muss man erstens schon Lehrkraft sein, und zweitens muss die eigenen Schule in Bio so einen Mangel haben, dass deine Nachqualifikation es wert ist, dsas du einen Tag in der Woche vom Unterricht freigestellt wirst. Und so ein Kurs muss in erreichbarer Nähe angeboten werden. Also nichts , worauf man sich verlassen kann.

    Aber vielleicht ist das auch für Sachsen eine Möglichkeit?

    Ja.

    Wichtig ist, dass du nie den Eindruck machst, als würdest du dich von der Ankündigung, man würde sich Hilfe holen, einschüchtern lässt.

    Du muss signalisieren, dass du nichts zu verbergen hast und nach bestem Wissen und Gewissen handelst. Deswegen ist es auch wichtig, das Gespräch nicht allein zu führen. Es gibt unbelhrbare Eltern, die auch dann nicht über ihre Kinder reflektieren, wenn Kritik von mehreren Seiten kommt. Aber wenn sich der Zorn am Ende gegen die Schule richten sollte, hat sie breitere Schultern als du als frischer Kollege.

    Davon abgesehen: Wenn der Schüler mit dem Motorrad kommt, ist er volljährig. Informiere dich, ob und ggf. welche Rolle Eltern volljähriger Schüler in deinem Bundesland bei schulischen Problemen spielen (dürfen).

    Oh Mann.

    Schulleitung über alles informieren, alles dokumentieren.

    Schulleitung bitten, einen Gesprächstermin mit Eltern und Sohn auszumachen. Klassenleitung und, wenn es sowas gibt, Abteilungsleitung hinzuziehen. Spielregeln erläutern, auch wenn das wahrscheinlich nichts nützt.

    Und: Die Drohungen mit Klagen etc. sind zwar nicht schön, aber bis dahin ist es aber ein sehr weiter Weg.

    Sollte es dazu kommen, dass Aussage gegen Aussage steht, spilet die Glaubwürdigkeit der Beteiligten eine Rolle.

    Sehr ärgerlich, die ganze Sache.

    Elternsprechtage:

    Die Stundenzahl, die man leisten muss, hängt vom Beschäftigungsumfang ab. Beginn wird individuell festgelegt, 13-14 Uhr.

    Einen kleineren Teil des Sprechtags kann man vorab per Telefon oder Teams erledigen.

    Funktioniert wunderbar. Ich bin immer Klassenlehrer, entsprechend stark bin ich gebucht. Ich habe es noch nie gehabt, dass Eltern aus beruflichen Gründen gar niht mit mir sprechen konnten. Nie.

    Erst abends zu beginnen, ist ja schon fast Schikane. Was sagt denn die Elternpflegschaft dazu?

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