Unterrichtseinstieg Sachaufgabe Mathematik

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    • Unterrichtseinstieg Sachaufgabe Mathematik

      Hallo an alle :)

      Ich würde sehr gerne mit einer 4. Klasse in einer Mathematikstunde (Sachrechnen) einen Zoo-Besuch planen.
      Die SchülerInnen werden in einer Mathe-Konferenz verschiedene Sachaufgaben zu ihrem Zoo-Besuch lösen.

      Allerdings fehlt mir noch ein motivierender Einstieg, sodass die SchülerInnen bestenfalls selbst darauf kommen, dass sie in der Stunde einen Zoo-Besuch planen sollen.

      Vielleicht habt ihr ja eine zündende Idee :)

      Danke!! :)

      Viele Grüße :)
    • 1. Vorschlag: Hang-Man mit dem Wort Zoobesuch spielen.
      2. Vorschlag: Das Wort "Zoobesuch" über Zahlen kodieren: 26-15-15-2-5-19-21-3-8 und entschlüsseln lassen. Alternativ ein paar übliche Zootiere.

      Ganz im Ernst: Das einzige, was ich mir als wirklich motivierend vorstellen könnte, wäre ein tatsächlich angesetzter Zoobesuch, auf den sich die Klasse vorbereitet.
      Ich als Schülerin fände es langweilig, wenn ich keine Klarheit über das Stundenthema bekomme, sondern dies erstmal noch selber herausfinden soll. Ich würde mich den Rest der Stunde nicht melden und aus dem Fenster schauen, um dir zu zeigen, dass ich auf Hellsehunterricht keinen Wert lege. In der 4. Klasse war ich eventuell sogar schon in meinem maximal-zickigen Alter (vielleicht auch erst in der 5.?), in dem ich mich bei bestimmten Herleitungen (die ich "zu simpel und vorhersehbar-an-den-Haaren-herbeigezogen" fand) fleißig gemeldet und bewusst falsche Antworten gegeben habe, um dem Lehrer dann zu erklären, dass er genau das gerade beschrieben hat.

      Als Lehrerin würde ich - wenn es nun genau dieses Thema sein soll - damit einsteigen, dass eine Klasse (oder 2 größere Familien gemeinsam) einen Zoobesuch plant (planen) und gewisse Fragen vorher geklärt werden sollen.
      Free Klorollen! Keine Klorollen-Basteleien mehr in Grundschulen!

      Immer wieder gut, Bodo Wartke: youtube.com/watch?v=WiCV4KKW6Nw
    • Ich sehe das ganz genauso wie du! :)

      Allerdings handelt es sich hierbei um eine Seminarübungsstunde (bin noch Referendarin) und ich kenne die Klasse nicht.
      Hab es der Lehrkraft dementsprechend auch vorgeschlagen, aber sie zeigt daran leider kein Interesse.

      Grundsätzlich würde ich das in meinem eigenen Unterricht selbstverständlich auch ganz anders umsetzen und
      danach einen Zoobesuch in Erwägung ziehen, denn du hast recht - Das ist ja die eigentliche Motivation! :)
    • nadineg schrieb:

      Allerdings handelt es sich hierbei um eine Seminarübungsstunde (bin noch Referendarin) und ich kenne die Klasse nicht.
      Hab es der Lehrkraft dementsprechend auch vorgeschlagen, aber sie zeigt daran leider kein Interesse.
      Du arme Socke! :staun:
      Mit einer unbekannten Klasse? Wie gemein.
      Ich denke nochmal nach und schreibe nochmal, falls mich die Referendariats-Kreativitäts-Muse küssen sollte.
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      Immer wieder gut, Bodo Wartke: youtube.com/watch?v=WiCV4KKW6Nw
    • Haha ja :D
      Leider in meinem Referendariat keine Seltenheit...
      Und dann muss man auch noch das machen, was der Fachleiter gerne möchte :D (insbesondere ganz viel Offenheit und einen Einstieg, in dem die Kids das Thema quasi selbst in Erfahrung bringen... :D )

      Danke dir! :)
      Das ist ganz ganz lieb! :)
    • Arbeiten die Kinder zufällig in Gruppen zusammen?

      Falls ja, könntest du die Gruppen mit Hilfe von Gruppenpuzzlen verteilen: Bilder verschiedener, schnell und deutlich unterscheidbarer Zootiere (Tiger, Bär, Pinguin, Giraffe, Papagei, Krokodil...) in 4 bis 5 Teile zerschneiden. Zusätzlich würde ich eine Abbildung einer Eintrittskarte mit Preis (oder einer Preisliste, auf der auch ein Gruppenpreis für Klassen abgebildet und vielleicht markiert ist) in Teile schneiden. Alle Teile (laminiert, dann sind sie wiederverwendbar) in einen Beutel - jedes Kind zieht ein Teil und die Gruppen finden sich zusammen. Jede Gruppe könnte sagen, welches Tier sie gepuzzlet haben und einen Tipp über das Thema der Stunde abgeben. Am Schluss nimmst du die Gruppe mit der Eintrittskarte / Preisliste dran.
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    • nadineg schrieb:


      Und dann muss man auch noch das machen, was der Fachleiter gerne möchte :D (insbesondere ganz viel Offenheit und einen Einstieg, in dem die Kids das Thema quasi selbst in Erfahrung bringen... :D )
      OMG!
      Es erschreckt mich. Die erste Frage einiger meiner Schüler morgens: "Was machen wir heute?" oder "Was machen wir in Deutsch? Welches Heft brauchen wir?"
      Ich habe Fortbildungen besucht, die ich sehr hilfreich fand. Da wurde gesagt, dass jedes Konzept 3 Kernbedürfnisse befriedigen sollte: Autonomie - Beziehung - Orientierung; bei Kindern ist manchmal die Reihenfolge wichtig, und zwar umgekehrt: Orientierung --> Beziehung --> Autonomie. Herausfinden, was das Thema der Stunde ist, befriedigt die Autonomie. Das ist ganz wunderbar und mir gefällt es immer sehr gut, wenn meine Schüler selbstständig sind und alleine etwas wissen oder herausfinden. Aber wenn ich es mal wieder zu toll finde, wie selbstständig sie ja schon sind und sie ganz ganz doll autonom sein lasse, dann holen sie mich auf den Boden der Tatsachen zurück, indem ich mindestens 8mal gefragt werde: "Was machen wir heute?" - "Welches Heft brauchen wir?" - "Welches Datum schreiben wir?" - "Welchen Stift soll ich nehmen?" Sie fragen das, auch wenn sie die Antwort eigentlich wissen. Ich habe es nicht geschafft, ihnen das abzutrainieren. Ich akzeptiere es daher mittlerweise als Hinweis darauf, dass ich zu wenig Orientierung gegeben habe.
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    • Ich bin leider neu hier, deswegen weiß ich nicht, wie ich Teile einfüge, die du geschrieben hast.
      Aber ich versuche jetzt einfach systematisch vorzugehen :)

      Genau, die Kinder arbeiten in Gruppen zusammen. Allerdings sind die Gruppen schon vorher festgelegt, weil 3 i-Kinder in der Klasse sind.
      Zumindest gibt mir die vorab gestaltete Gruppenzusammensetzung mehr Sicherheit - es ist schon immer sehr schwierig in
      einer völlig fremden Klasse zu arbeiten :/ Deine Idee finde ich trotzdem sehr gut & evtl. kann ich das in einer anderen Art und Weise umsetzen.
      Vielen Dank schon mal für die Idee von dir! :) Es freut mich wirklich zu sehen, dass man sich hier so sehr gegenseitig hilft und Gedanken macht.
      Einfach toll!

      Ja, allerdings. Ich sehe mich dabei immer selbst in einem Zwiespalt. Einerseits möchte ich die Kinder zu mehr Selbstständigkeit erziehen, aber andererseits merke ich auch, dass die meisten GrundschülerInnen Sicherheiten benötigen. Jedes Kind ist anders. Das eine Kind braucht genaue Anweisungen, bevor es an die Arbeit geht. Ein anderes Kind benötigt gar keine Anweisungen und findet sich von ganz alleine in eine Aufgabe ein. Ich hingegen bin zu Struktur hingezogen und sage lieber einige Male mehr was getan werden muss, anstatt die Kinder "ins Blaue laufen zu lassen". In meinem Referendariat ist es allerdings so, dass die SuS so wenig Anweisungen wie möglich bekommen sollen und aus dem Material "selbst schlau werden". Faszinierend. Gewisse Dinge werde ich sicherlich ganz anderes als im Referendariat angehen.
    • nadineg schrieb:

      Genau, die Kinder arbeiten in Gruppen zusammen. Allerdings sind die Gruppen schon vorher festgelegt, weil 3 i-Kinder in der Klasse sind.
      Zumindest gibt mir die vorab gestaltete Gruppenzusammensetzung mehr Sicherheit - es ist schon immer sehr schwierig in
      einer völlig fremden Klasse zu arbeiten :/ Deine Idee finde ich trotzdem sehr gut & evtl. kann ich das in einer anderen Art und Weise umsetzen.
      Zum Zitieren klickst du auf den grünen Stift unten am Thema und dann unter dem letzten Beitrag auf "Antworten".
      Es erscheint dann der ganze Beitrag zitiert.
      Du könntest auch bei festgelegten Gruppen das Puzzle einbeziehen. Vielleicht hast du ja noch etwas, was ausgerechnet werden soll und das du als Bild darstellen kannst, um schon einen Bezug zu den Sachaufgaben herzustellen. (Eisstand, 1 Eiskugel 1,20 € - Eisbärenfütterung 10 Uhr - Schild z.B. mit der Aufschrift "Tiger aus Indien, Gewicht bis zu ... kg")
      Ich finde es gut, dass du den Kindern auch die Orientierung gibst, das ist gerade an der Grundschule noch wichtig. Ich muss meinen Drittklässlern auch hin und wieder erklären, warum über einer Aufgabe Text steht und dass man ihn lesen soll, weil er die Aufgabe beschreibt. Das musst du im Referendariat dann leider anders machen. (Bei uns war das übrigens nicht verpönt. Uns wurde es von unserer Hauptseminarleiterin sogar so beigebracht: Aufgabe erklären und möglichst an der Tafel oder auf dem Aufgabenblatt oder der Stationskarte visualisieren - ein schnell begreifendes Kind wiederholen lassen - (u.a. noch ein Kind, das eher schneller erfasst, wiederholen lassen) - 2 Kinder, die etwas länger brauchen, wiederholen lassen. Sie war immer hocherfreut, wenn wir es genauso umsetzten.
      Free Klorollen! Keine Klorollen-Basteleien mehr in Grundschulen!

      Immer wieder gut, Bodo Wartke: youtube.com/watch?v=WiCV4KKW6Nw
    • nadineg schrieb:

      Allerdings fehlt mir noch ein motivierender Einstieg, sodass die SchülerInnen bestenfalls selbst darauf kommen, dass sie in der Stunde einen Zoo-Besuch planen sollen.
      Es geht auf Ostern zu - man merkt es deutlich.
      Ich hatte dazu mal einen Lexikoneintrag verfasst ;)
      Vorurteilsfrei zu sein bedeutet nicht "urteilsfrei" zu sein.
      Heinrich Böll
    • Die Kinder sollen erraten, dass sie einen Zoobesuch planen werden, um dann zu erfahren, dass sie gar keinen Zoo besuchen werden? :gruebel:

      Ich bin immer für Transparenz. Der Unterrichtsstoff als solcher ist doch das Interessante. Ein "hey, wir machen heute was Tolles" was sich als gehasste Textaufgaben herausstellt- da könnte sich der eine oder die andere veräppelt vorkommen.

      Nun denn, wenn die Aufgaben schon stehen: was ist dein Lernziel? Wenn es um Strategien zum Lösen von Sachaufgaben geht, nimm als Einstieg das, was ihr bereits erarbeitet habt und wiederhole diese Strategien. Dann weiß jede/r, was du von ihm/ihr möchtest und wofür es ihm/ ihr nutzt.
    • Du arme Socke Auf alle Fälle würde ich in den Entwurf schreiben, dass du für eine Klasse, die du nicht kennst planst und aufgrund von schulorganisatorischen Gründen keinen Zoobesuch anbieten kannst. Ich werde noch nicht ganz schlau, welche Textaufgaben entworfen werden sollen, daher weiß ich nicht, ob dir meine Vorschläge weiterhelfen.....

      Ich sehe vor allem als Ziel deines Einstieges an, dass du einen Grund haben musst, damit die Schüler verstehen, warum sie diese Aufgaben entwickeln (?) lösen (?) sollen. Zieltransparenz....
      Außerdem benötigst du eine Einstimmung in das Thema, damit die Schüler evt. eigene Ideen für Aufgabenfindungen entwickeln können....
      ????, richtig von mir gedacht?????
      ______________

      Folgende Ideen sind mir gekommen:

      Damit die Schüler nicht zu enttäuscht sind, dass sie nicht in den Zoo gehen werden:

      Du zeigst Ihnen eine von dir im Vorfeld professionell gestaltete Ausschreibung zur Teilnahme an einem Wettbewerb -
      Plane einen Zoobesuch....., Finde Zooaufgaben......,
      die Ergebnisse werden auf ein Lösungsblatt geschrieben und man kann einen Zoobesuch gewinnen, einen Film über einen Zoo (Willi wills wissen), Zoobilderpostkarten (z.B. vom Jugendherbergsverlag gibt es tolle Tierpostkarten) , .


      Ich würde den SUS das von der Ausschreibung mitgeschickte Plakat eines Zoos oder mitgeschickte Photos (ev. Beamer) zeigen - oder was auch immer dir einfällt, was in deine praktischen Aufgaben einführt.....

      __________________________
      In der Anschlussstunde könnten die Schülerergebnisse noch ordentlich präsentiert werden - und dann wird das Päckchen virtuell auf den Weg gebracht......


      flip


      _______________________________________
    • "Und dann muss man auch noch das machen, was der Fachleiter gerne möchte (insbesondere ganz viel Offenheit und einen Einstieg, in dem die Kids das Thema quasi selbst in Erfahrung bringen... ) "

      Ich kenne ja den Fachleiter nicht. Aber ich gebe davon aus, dass mit "das Thema" nicht so was künstlich um Aufgaben herumgestricktes Pseudothema gemeint ist.

      Wenn es einen Zoobesuch gäbe und in der Planung etwas zu berücksichtigen wäre, dass die Kinder mathematisch lösen können, DAS wäre Handlungsorientierung.

      Aber es scheint ja eher um eingekleidete Aufgaben zu gehen.

      Ich tu mal so, als wäre ich mein ehemaliger Fachleiter:
      Was sollen die Kinder lernen? Warum sollen sie das lernen? Warum können die Kinder das so- und zwar nur so- lernen?