Berufsschullehramt zweiter Versuch

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    • Berufsschullehramt zweiter Versuch

      Hallo :)
      Ich habe vor mich zum letzten Sommersemester an der Uni Köln für verschiedene Schulformen beworben.
      Mein Erstwunsch war das Berufsschulehramt - da ich als beruflich Qualifizierte zugelassen werde, und hierfür nur 2% der Plätze zur Verfügung stehen, hat es mit meiner Wunschkombi nicht geklappt. Ich studiere jetzt Sonderpädagogik - möchte es aber trotzdem nochmal zum WS versuchen.
      Um die Chancen zu erhöhen, versuche ich sämtliche Alternativen herauszufinden, mit denen ich doch noch ins Berufsschullehramt kann.
      Kurz zu mir : ich bin Erzieherin und Theaterpädagogin und möchte gerne an ein soziales BK.
      Am liebsten würde ich deutsch und sozialpädagogik fürs Bk studieren - der Standort der Uni für diese Kombi ist allerdings zu weit weg ( habe Family ).
      Die Alternativen sind jetzt deutsch mit einem Förderschwerpunkt um dann in die Ausbildungsvorbereitung zu gehen - in der Hoffnung dass man mich doch auch in der Erzieherausbildung einsetzt:)
      Oder :
      Deutsch und Pädagogik fürs Gym ( obwohl ich nicht ans Gym will - aber darüber vielleicht rein ins Bk komme?!)
      Oder :
      Deutsch und Pädagogik fürs Bk ( wobei Pädagogik dort als allgemeines Fach gilt - gibt es am Bk ja kaum .... )

      Ich möchte gerne an ein soziales BK in die Erzieherausbildung(usw) und in die Ausbildungsvorbereitung und weiß gerade nicht welche Weg der beste ist ?
    • nur kurz als Anmerkung: wenn du Päda fürs Gymnasium studierst, musst du (momentan) einen Angleichungskurs machen um Sozialpädagogik am BK zu unterrichten.
      Ich bin an einem BK wo es auch einen sozialen Zweig gibt und Deutsch/ Päda ist hier häufig und wir würden gerne noch eine Erzieherin damit einstellen. Bei uns hättest du mit einem Förderschwerpunkt wohl nicht so viele Chancen, aber ob Gym oder BK wäre egal. Das kann bei der nächsten Schule wieder anders sein.
      Only Robinson Crusoe had everything done by Friday.
    • Coyo schrieb:

      Ich würde sofort einen Angleichskurs machen - darum geht’s nicht.
      Wäre es denn klüger deutsch/Pädagogik fürs Bk oder fürs Gym zu studieren ?

      Ist der angleichskurs der Zertifikatskurs ?
      Wenn du sowieso ans BK willst, dann wäre es glaub ich klüger gleich BK zu machen als anschließend zu wechseln.
    • Okay :)
      Macht eigentlich Sinn - aber es zu hören/lesen tut manchmal gut.
      Meine Bedenken gehen dahin:
      Wenn ich Deutsch & Pädagogik auf BK mache, bin ich ja für Pädagogik Unterricht an sozialen Bks ehr zweite Wahl.
      (Sozialpädagogik würde bevorzugt)
      Wie stehen da die Chancen ?!
      Dazu kommt, ich müsste die Uni wechseln. In Köln wird das nicht angeboten (nur fürs Gym)

      Wenn ich aber in Köln bleibe, kann ich nur Bk mit einem Förderschwerpunkt als zweites Fach nehmen.
      Das ist für viele noch sehr unbekannt - der Vorteil: Man ist keine zweite Wahl, wenn jemand sucht.

      Ich finde das echt schwer gerade - würde am liebsten alles machen - geht aber nicht.
    • Bei uns würdest Du mit Förderschwerpunkt direkt genommen. Und gleichzeitig wurden einige Kolleginnen "verpflichtet", den Zertifikatskurs Sozialpädagogik zu absolvieren. Das wäre also auch eine Möglichkeit, um an Deine Wunschkombi zu kommen. SozPäd ist derzeit Mangelfach.
    • @sissimaus:
      Kannst du mir ein wenig über die Aufgaben an eurem Bk in Bezug auf den Förderschwerpunkt sagen?
      Ich nehme an man wird dann überwiegend in der Ausbildungsvorbereitung eingesetzt - wäre schön mal etwas aus erster Hand zu erfahren :)
    • Ja, das ist so. Bei uns heißen die AV-Klassen. Und unsere 3 Sonderpädagogen sind alle dort tätig. Ab Sommer bekommen wir auch 3 Schüler mit Förderschwerpunkt "Geistige Entwicklung". Der einzige FöSchwerpunkt, den sie mit dem Eintritt ans BK nicht verlieren. Zusammen arbeiten sie im Multiprofessionellen Team und bieten auch Beratungen etc an.

      Das BK macht nämlich schon immer Inklusion, da alle Schüler, die vorher irgendeinen Förderschwerpunkt hatten, bei uns landen. Nur ist der dann plötzlich nicht mehr da. Deshalb kommen erst jetzt langsam Kollegen dazu, die das können, nachdem Inklusion in aller Munde ist.


      hast Du einen Master? Dann könntest Du auch den Seiteneinstieg versuchen.
    • In der Regel alleine. Die Personaldecke ist gelinde gesagt bescheiden. Wir sind eine Bündelschule mit vielen verschiedenen Fachbereichen. Der Stellenbedarf wird aber über alle Fachbereiche hinweg berechnet. Das heisst also, dass die KollegInnen im Bereich Metall Überstunden machen während der Bereich E-Technik nicht weiß, wie er die Lehrer beschäftigen soll.
    • Wir haben bei uns etliche Lehrer,die bei den Erziehern und Kinderpflegern unterrichten und nicht Sozialpädagogikauf Lehramt studiert haben und kann nur raten: Ab nach Dortmund, BFS studieren. Da geht auch Sonderpädagogik oder auch allgemeinbildene Fächer.
      Viele der besagten Lehrer haben null Ahnung von Sozialpädagogik, keinerlei Praxiserfahrung und kriegen weder Unterricht noch Prüfungsvorschläge auf die Reihe. Am schlimmsten sind die mit dem Kurs - die merken selber, dass sie keine Ahnung haben und möchten gar nicht mehr in Sozialpädagogik eingesetzt werden. BFS in Dortmund dauert 10 Semester (zumindest war das zu meiner Zeit dort so) und das hat seinen Grund. Das Fach ist anspruchsvoll und höchst komplex, das kann man nicht durch etwas anderes ersetzen. In der FSP geht man mit nur Pädagogik unter, das ist viel zu eindimensional. Sozialpädagogik ist facettenreich und hat eine eigene Logik, das ist kein Fach, sondern ein sehr umfangreichens Berufsfeld mit Theorie und Praxis. Das wird im neuen Lehrplan auch noch mal ganz deutlich. Das Studium in Dortmund trägt dem Rechnung. Da wäre das Zweitfach dann auch egal, wir (großes BK im Rheinland) haben seit Jahren schon 2 Stellen Sozialpädagogik plus beliebig ausgeschrieben und nehmen jeden mit Handkuss.
      Sonderpädagogen haben wir auch und die sind auch viel in den Klassen zur Ausbildungsvorbereitung, Berufliches Jahr etc. Das ist aber - zumindest bei uns kein Kriterium, da zu unterrichten, da sind auch Sozialpädagogen eingesetzt, die kommen da auch klar. Man muss es halt mögen. Wenn eine Schule Mangel hat, setzt sie auch fachfremd ein. Wobei bei uns mit den Augen gerollt wird, wenn es wieder nur Bewerber mit Pädagogik und nicht Sozialpädagogik gibt. Die werden dann im beruflichen Gymnasium eingesetzt, in den LKs, die enthalten nicht so viel sozialpädgogisches Fachwissen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Micky ()

    • Das hab ich gesehen und das ist mit SIcherheit auch ein Vorteil - aber das, was das Studium in Dortmund leistet, ist kein Vergleich. Was für ein Lehramtsstudium, vor allem im Bereich der Sek.II ja typisch ist, sind die Inhalte, die zu 90% nichts mit dem zu tun haben, was man hinterher unterrichtet. Was aus der Logik des Fachs als Inhalt für beispielweise das (in der FSP nicht mehr erteilte) Fach Methodik/ Didaktik unterrichtet wird, ist Resultat eines Verstehens und Erfassens von Sozialpädagogik in seiner Gesamtheit. In den anderen Fächern ebenfalls. Daher mein Rat: Berufliche Fachrichtung Sozialpädagogik studieren. Ich bin auch lange von Köln nach Dortmund gependelt. Ging.
    • Ich wohne nicht in Köln :) ich studiere dort habe jetzt schon 1,5 Stunden Fahrtzeit ( 1 Strecke ) nach Dortmund wären es 2.5 ( 1 Strecke )
      Ich bin dazu noch berufstätig und habe 3 Kinder ;)
      Du siehst, ich habe mir da durchaus schon Gedanken gemacht, ob das möglich ist.