OBAS -Erfahrungen

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    • OBAS -Erfahrungen

      Hallo alle miteinander,

      ich bin aktuell auf der Suche nach Erfahrungsberichten zur OBAS-Maßnahme. Wie waren die ersten Tage/Wochen/Monate an der Schule? Wie waren die Seminare? Ab wann habt ihr selbst unterrichtet? und und und... :)

      Vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte :)
    • Madmoisell-Sopa schrieb:

      Hallo alle miteinander,

      ich bin aktuell auf der Suche nach Erfahrungsberichten zur OBAS-Maßnahme. Wie waren die ersten Tage/Wochen/Monate an der Schule? Wie waren die Seminare? Ab wann habt ihr selbst unterrichtet? und und und... :)

      Vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte :)

      Ich hab kein OBAS gemacht, aber auf eine so allgemeine Frage wie die ersten Tage waren fällt mir nicht viel ein, außer kommt wohl auch drauf an wer, an welcher Schule und wie die Unterstützung von dort war.
      Was magst du da hören?

      Im Normalfall unterrichten OBAS von Beginn an. Kommt aber auch drauf an, ab wann deine Schule dich einstellt und somit einplant.
    • Das hängt so stark von der Schule und den verantwortlichen Personen ab, dass man dazu keine allgemeingültig Aussage treffen kann.

      Bei mir: Klassenlehrerrätigkeit vom ersten Tag an. Volles Programm im Bereich Prüfungen (Prüfungsvorschlag, Durchführung, Bewerbung, mündliche Prüfung, Nachprüfung). Teilweise hab ich Aufgaben übernommen, die bei uns ein Oberstudienrat macht. Unterricht natürlich auch völlig alleine ohne Anleitung oder dergleichen. Meist im Überstundenbereich.

      Das ist heute zum Glück nicht mehr so. Ich hab da viel an den betreffenden Stellen angestoßen und bemängelt. Teilweise dürfen die neuen Kollegen erstmal hospitieren, weil sie in der Regel mitten im Halbjahr kommen. Und dann werden sie verschont mit Administration und dergleichen. Wie gesagt: gleiche Schule, andere verantwortliche Personen. Ich hatte Pech und zu Beginn nicht die Kenne, dass es auch anders geht.
    • Hatte am 2. April meinen ersten Tag und durfte die erste Woche hospitieren. Danach war ich mit bis zu 20 Stunden eigenverantwortlichem Unterricht in den Stundenplan eingeplant. Nach den Sommerferien habe ich dann noch zwei Klassenleitungen dazubekommen. Alles in allem kann ich sagen, dass der Seiteneinstieg ins Lehramt genau die richtige Entscheidung war.

      Zum Thema Seminar: Augen zu und durch. Ich habe selten so einen grenzdebilen Unsinn erlebt, wie dort.
    • Unsere Schule setzt bei OBASlern allen Mehraufwand möglichst gering an. Keine eigenen Prüfungsvorschläge, keine Sonderaufgaben, keine Klassenleitungen, dazu ein Mentorensystem. Das entlastet sehr. Die Schule hat aber auch sehr große Erfahrungen mit OBASlern und die entsprechenden Strukturen ausgebildetet, die Sissymaus wohl erst anstoßen musste.

      Hospitation hatte ich quasi keine. Ehrlich gesagt finde ich sie auch eher überflüssig. Man sieht halt, dass die Kolleginnen und Kollegen vorne Lehrer können - aber man versteht nicht, warum. Man sieht nicht die Fehler, da sie die meisten schon nicht mehr machen. Eigener Unterricht ist hier das Beste zum Ausprobieren.

      Ich hatte 19 Stunden ab dem ersten Tag. Die erste Woche war der Horror, die Stunden waren mies (die Schüler aber nett und geduldig, mir war nur zunächst nicht klar, was da schief läuft) und der Vorbereitungsaufwand immens. Die zweite Woche war schon um Welten besser. Hier macht sich bezahlt, dass du viel ausprobieren kannst und in den meisten Fällen niemanden hinten sitzen hast, der dich beobachtet.

      Seminar: Bis zum Beginn der regulären Ausbildung mit den Lehramtstudenten ist das Seminar total überflüssig, danach nur überflüssig. Wenn man Glück hat, bekommt man einen fähigen Fachleiter, wenn man Pech hat einen, der nur keine Lust auf Schüler mehr hatte und seine Zeit am Seminar absitzen will. Augen zu und durch ist da die richtige Devise.
    • Kimetto schrieb:

      Zum Thema Seminar: Augen zu und durch. Ich habe selten so einen grenzdebilen Unsinn erlebt, wie dort.
      Mag vielleicht an eurem spezifischen Seminarunterricht in NRW liegen. Ich habe meistens von den Seminarveranstaltungen profitiert. Auch wenn einiges natürlich Vertiefungen bereits vorhandenen Fachwissens war (weshalb ich dank entsprechender Studiennoten von vielen Veranstaltungen am Seminar befreit war), war die Verknüpfung mit der Unterrichtspraxis für manche meiner Mitanwärter alles andere als ein Selbstläufer. Den "grenzdebilen Unsinn" haben zwar manchmal Anwärter von sich gegeben -die Pädagogik für unnützen Kuschelkram hielten oder Schülern mangels Fachstudium einfach einmal für generell inkompetent erklärten und zu Menschen, die sich "niemals auf Augenhöhe befinden könnten"- glücklicherweise waren da die Lehrbeauftragten ausnahmslos wichtige und unersetzliche Korrektive (im Extremfall dann eben auch, indem Anwärtern die Beendigung ihres Vorbereitungsdienstes nachgelegt wurde.)

      Kalle29 schrieb:

      (...)Hospitation hatte ich quasi keine. Ehrlich gesagt finde ich sie auch eher überflüssig. Man sieht halt, dass die Kolleginnen und Kollegen vorne Lehrer können - aber man versteht nicht, warum. Man sieht nicht die Fehler, da sie die meisten schon nicht mehr machen. Eigener Unterricht ist hier das Beste zum Ausprobieren.
      (...)
      Das Lehramtsstudium vorneweg mit den begleiteten Praktika hilft, um von Hospitationen im Ref tatsächlich profitieren zu können, ein sehr reflektierter Mentor ist dann die Ergänzung um optimal von diesem Lernschritt profitieren zu können. Ich stehe wahnsinnig gerne vor meinen Klassen, freue mich aber immer mal bei einem Kollegen oder einer Kollegin reinsitzen zu können, der/die einen anderen Stil hat als ich, da ich daraus wichtige Impulse für meinen Unterricht ableite, mögliche "blinde Flecken" in meinem pädagogischen Handeln aufdecken kann, etc.