Online-Schülerbewertungen von Projektarbeit

  • Ich suche (mal wieder) nach einer digitalen Lösung, die mir das Leben erleichtert.


    Bei Projektarbeiten lasse ich gerne die Schüler sich gegenseitig bewerten.
    Schüler 1 der Gruppe A bewertet die Projekte aller Gruppen, außer der eigenen, also die Projekte der Gruppen B, C, D, E...
    Jedem Projekt gibt er eine bestimmte Punktzahl, manchmal mache ich hier noch einschränkende Vorgaben ("Jede Punktzahl darf nur einmal vergeben werden").


    Bisher habe ich den Schülern Blätter mit einer Tabelle in die Hand gedrückt, die ich hinterher einsammeln und bei Excel reinhacken durfte.


    Aber für sowas gibt's doch sicher irgendeine Online-Lösung, bei der man sich im Idealfall nicht anmelden muss, sondern den Schülern z.B. einen Link zur Verfügung stellt.
    Oder?

  • Vielleicht kannst du Padlet dafür nutzen? Musst du mal googeln und dir angucken.

    Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

  • Ich halte Bewertungen von Schülern durch Schüler für hoch problematisch.
    Bei Präsentationen ist das Standard-Feedback "ich fand die Präsentation ganz gut". Erst wenn man nachhakt, kommt ggf. ein wenig Kritik. Die Schüler wollen sich in der Regel nicht gegenseitig in die Pfanne hauen. Trauen sie sich dennoch mal aus der Deckung ist deren Feedback aber oft sehr akkurat und deckt sich mit meinen Einschätzungen.


    Es kommt sehr stark auf die Reife der Lerngruppe an, ob so etwas klappt.

  • Ich halte Bewertungen von Schülern durch Schüler für hoch problematisch.
    Bei Präsentationen ist das Standard-Feedback "ich fand die Präsentation ganz gut". Erst wenn man nachhakt, kommt ggf. ein wenig Kritik. Die Schüler wollen sich in der Regel nicht gegenseitig in die Pfanne hauen. Trauen sie sich dennoch mal aus der Deckung ist deren Feedback aber oft sehr akkurat und deckt sich mit meinen Einschätzungen.


    Es kommt sehr stark auf die Reife der Lerngruppe an, ob so etwas klappt.

    Ich mache regelmäßig gegenseitige Evaluationen mit meinen Schülern (Grundschule) und es kommt ganz darauf an, wie man das macht. Einfach zu fragen, wie die Präsentation, Arbeit etc. war, funktioniert natürlich nicht. Schüler müssen lernen, konstruktiv Feedback zu geben und die Leistungen von sich und anderen realistisch einzuschätzen. Um das tun zu können, müssen sie natürlich erstmal wissen, was von ihnen erwartet wird, also welche Kompetenzen sie in der jeweiligen Arbeit zeigen sollten. Meine Schüler bekommen daher für eine schriftliche Evaluation ein Raster, in dem in kindgemäßer Sprache steht, was sie können sollen. Das wird dann jeweils in vier Niveaus bewertet, entweder mit Smileys oder mit ++, +, o, - oder mit Worten "immer, überwiegend, teilweise, nicht/nie".
    In mündlichen Feedbacksituationen verfahre ich genauso. Den Schülern sind die Kriterien vorher bekannt und werden in der Klasse visualisiert. Nach Beendigung der Arbeit gehen wir dann die Kriterien durch und die Schüler können gezielt zu jedem Punkt ihre Bewertung abgeben. Dabei steht im Vordergrund, dass zunächst genannt wird, was gut war (spezifisch, nicht einfach "das war gut") und dann, was der Schüler beim nächsten Mal besser machen kann.
    Aber das war eigentlich nicht die Frage des TE. Wenn du die Bewertungen der Schüler digital erfassen möchtest, würde ich Google Forms oder Microsoft Forms nutzen. Diese können deine Schüler auch ohne Login ausfüllen, mit der Einschränkung, dass du dann nicht weißt, wer welchen Fragebogen beantwortet hat und bei Google Forms auch nicht nur eine Antwort pro Schüler und Frage zulassen kannst.
    Ansonsten kannst du verschiedenste Antwortmöglichkeiten einstellen und diese hinterher direkt als Excel-Tabelle speichern.

  • Danke für die bisherigen Antworten.


    Das von Bolzbold gesehene Problem kenne ich, ich mache so etwas auch tatsächlich nicht bei jeder Klasse.
    Und ich mache es auch nur bei Projekten, die möglichst objektiv bewertbar sind, es also keine "Ästhetik-Wertung" gibt. Wenn man harte Kriterien hat, kommen Schüler auf ähnliche Bewertungen wie ich - oft etwas verschoben; strenger oder milder als ich, aber die grundsätzliche Reihenfolge von bestem Projekt zu schlechtestem Projekt bleibt meist gleich.


    @Nordseekrabbe Bei Google/Microsoft Forms sehen aber die Nutzen die vorherigen Eingaben, oder?

  • Ich halte Bewertungen von Schülern durch Schüler für hoch problematisch.
    Bei Präsentationen ist das Standard-Feedback "ich fand die Präsentation ganz gut". Erst wenn man nachhakt, kommt ggf. ein wenig Kritik. Die Schüler wollen sich in der Regel nicht gegenseitig in die Pfanne hauen. Trauen sie sich dennoch mal aus der Deckung ist deren Feedback aber oft sehr akkurat und deckt sich mit meinen Einschätzungen.


    Es kommt sehr stark auf die Reife der Lerngruppe an, ob so etwas klappt.

    Das kann ich nur unterstreichen. Hinzu kommt noch meine Erfahrung, dass beliebtere SchülerInnen immer besser von ihren Mitschülern bewertet werden.

    “Prejudice is a great time saver. You can form opinions without having to get the facts.”E.B. White

  • Das kann ich nur unterstreichen. Hinzu kommt noch meine Erfahrung, dass beliebtere SchülerInnen immer besser von ihren Mitschülern bewertet werden.

    Sowas nehme ich dann gerne als Gesprächsanlass und lasse mir begründen, wieso ein (meiner Meinung nach) deutlich schlechteres Projekt von jemandem besser bewertet wurde als ein besseres.

  • Das mache ich ja auch ;) Natürlich übernehme ich das nicht einfach so.
    Es ist mir halt aufgefallen.

    “Prejudice is a great time saver. You can form opinions without having to get the facts.”E.B. White

  • Moin,
    wenn Du "immer wieder" nach digitalen Lösungen suchst, dann wäre es evtl. Zeit für eine "richtige" Lösung, also ein echtes E-Learning System (das dann natürlich schulweit etabliert werden sollte, sonst lohnt es sich nicht).


    Bei Moodle wäre das Modul für Deine Anforderung dieses hier:


    https://docs.moodle.org/37/de/Gegenseitige_Beurteilung


    Alleine dafür lohnt es natürlich nicht, aber wenn Du öfter was in Richtung E-Learning machst, vielleicht schon.

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