Wofür nutzt ihr die Lehrer-Ipads

  • Na ja, ich fahre jeden Tag 100 km Hin- und Rückweg mit dem Auto. Auch da möchte ich gerne im Falle eines Unfalls oder einer Panne mit dem Handy Hilfe rufen können.

    Das ist ein weiterer Grund. Einmal habe ich den Fehler gemacht und bin "mal eben kurz" zum Geldautomaten ohne Handy und hatte prompt einen Unfall und musste mir dann das Handy des Gegners ausleihen. Sehr unangenehm......

  • Mein Sohn hatte z.B. neulich auf dem Schulweg einen Fahrradunfall und hat uns dann angerufen. So etwas ist wichtig.

    Ja, stimmt. Deshalb bin ich ja auch tot. Früher, ohne tragbaren Sprechkasten, sind wir alle gestorben wie die Fliegen und keiner kam lebend nach Hause.

    Auch die Schule der Kinder muss mich ja erreichen können.

    Wozu?

    Was würdest du denn sagen, wenn ein Schüler von dir dringend abgeholt werden muss und bei den Eltern ist keiner zu Hause und ein Handy haben sie auch nicht mit am Arbeitsplatz und sie arbeiten beide bis 17 Uhr? Nicht so cool, oder???

    Oder die Mutter ist Ärztin und operiert gerade. Oder Busfahrerin. Die fährt dann rechts 'ran und lost aus, wer weiter fährt. Was ist das für eine absurde Vorstellung, dass Eltern ständig erreichbar sein müssen?

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Für diese Pro-Handy-Argumente ist O.Meier leider so gar nicht "empfänglich" ;-) . Das Thema hatten wir hier ja schon mehrmals.

    Na ja, den Fall, dass SuS abgeholt werden mussten, die Erziehungsberechtigten aber nicht erreichbar waren (da sie keine Handys am Arbeitsplatz benutzen dürfen o. ä.), hatten wir auch schon mehrmals. Dann muss halt jemand anderes zum Abholen einspringen oder notfalls - auch den Fall hatten wir schon - wird ein Taxi bestellt.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Laminieren.

    ^^ Ach, nee! Stell' dir vor: Das hatte ich. Aber auch laminierte Karten verknicken und verschmutzen relativ schnell (zumindest, wenn meine SuS sie in die Hände bekommen)

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Für diese Pro-Handy-Argumente ist O.Meier leider so gar nicht "empfänglich"

    Danke, dass du mir mal erklärst, was ich meine und denke. Argumenten bin ich übrigens aufgeschlossen. Ich stehe nur nicht auf diese Angstmacherei, dass das Universum implodieren könnte, wenn man nicht alle sieben Minuten irgendwo anruft.


    Vorsätzliche Namensfalschschreibung ist übrigens auch kein guter Stil.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Danke, dass du mir mal erklärst, was ich meine und denke.

    Gerne, nichts zu danken! Kannst du die Entscheidung zur Handynutzung oder zur Mitnahme eines Handys nicht einfach jedem selbst überlassen?! Ich sehe nicht wirklich, dass du da für Argumente aufgeschlossen bist. Lass' es einfach gut sein; du hast dahingehend eh eine andere Meinung als ich und auch andere User*innen.

    Ich stehe nur nicht auf diese Angstmacherei, dass das Universum implodieren könnte, wenn man nicht alle sieben Minuten irgendwo anruft.

    Na, zu Übertreibungen neigst du ja überhaupt nicht :lach:. Falls es dich interessiert: Ich telefoniere sehr selten mit meinem Handy 8). Habe es aber einfach "zur Sicherheit" gerne dabei. Ob du das nun nachvollziehen kannst oder nicht, tut ja hier wenig zur Sache. Und ich werde meine Wertsachen inkl. Handy auch weiterhin mit in den Unterricht nehmen. Musst du nicht verstehen!


    Und damit beende ich diese fruchtlose Diskussion, bei der wir sowieso nicht auf einen Nenner kommen. Zumal es hier laut Thread-Titel um "Lehrer-Ipads" geht!

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Was spricht eigentlich dagegen, "wichtigen" Leuten/Stellen die Nummer der Schule zu geben? Wenn es wirklich nötig ist, kommt die Nachricht schon in der Klasse an, ein Handy brauchts dazu nicht. Hatte ich schon: "Geburtsankündigung" meines ersten Sohnes, Armbruch des anderen Kindes in der Schule... Hat alles gut funktioniert (ich meine die Nachrichtenübermittlung...). Das hat den Vorteil, dass nicht wegen unwichtiger Dinge das Handy im Unterricht klingelt.

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • Was spricht eigentlich dagegen, "wichtigen" Leuten/Stellen die Nummer der Schule zu geben? Wenn es wirklich nötig ist, kommt die Nachricht schon in der Klasse an, ein Handy brauchts dazu nicht.

    In einem Schulhaus mit mehreren Gebäuden, in dem es nur ein Gebäudeteil mit Sekretariat gibt, ist das nicht mal eben. Da bin ich froh über Handys.

  • Ist auch wieder wahr... aber vielleicht waren die Sekretär*innen früher einfach läuferisch top ausgebildet?

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • Ist auch wieder wahr... aber vielleicht waren die Sekretär*innen früher einfach läuferisch top ausgebildet?

    Vielleicht gab es auch mehr, wir sind mit zwei Sekretärinnen bei 2500 Schülern eigentlich zu gering besetzt. Wenn eine ausfällt ist schon Not am Mann.

  • Was spricht eigentlich dagegen, "wichtigen" Leuten/Stellen die Nummer der Schule zu geben? Wenn es wirklich nötig ist, kommt die Nachricht schon in der Klasse an, ein Handy brauchts dazu nicht. Hatte ich schon: "Geburtsankündigung" meines ersten Sohnes, Armbruch des anderen Kindes in der Schule... Hat alles gut funktioniert (ich meine die Nachrichtenübermittlung...). Das hat den Vorteil, dass nicht wegen unwichtiger Dinge das Handy im Unterricht klingelt.

    Was spricht denn dagegen, dass ich mein Handy mithabe? Mich stört es nicht, die Schüler stört es nicht, sonst stört es auch niemanden.....


    Wenn die Schule mich jedes Mal informieren würde, dann müsste die Sekretärin jedes Mal ihre Arbeit unterbrechen, quer über den Schulhof ins Nebengebäude laufen oder in den 5. Stock etc...... Dann bleibt das Sekretariat geschlossen und die Arbeit liegen.


    Okay, jetzt kommt als Gegenargument, dass das ja nicht so häufig passiert. Stimmt. Aber wenn das bei 140 Kollegen jedem 3 x im Jahr passiert, sind das auch 520 Male. Jedes Mal vielleicht 15 Minuten futsch. Macht 130 Arbeitsstunden im Jahr. Wozu?????


    Und bei mir kommen dann auch oft Nachrichten über WA an, á la: Die Schule hat versucht, dich zu erreichen, K1 hat sich verletzt. Es geht ihm aber verhältnismäßig gut und ich kümmere mich.

    Dann bin ich beruhigt, weiß aber, dass ich nach der letzten Stunde nicht noch lange was erledige oder quatsche, sondern mich beeile, damit der Mann zurück zur Arbeit kann.


    Oder die Sache mit dem Unfall, die will ich dann nicht erst überraschenderweise zu Hause erfahren. Nach mehreren Stunden.

  • Ja, stimmt. Deshalb bin ich ja auch tot. Früher, ohne tragbaren Sprechkasten, sind wir alle gestorben wie die Fliegen und keiner kam lebend nach Hause.

    Wozu?

    Oder die Mutter ist Ärztin und operiert gerade. Oder Busfahrerin. Die fährt dann rechts 'ran und lost aus, wer weiter fährt. Was ist das für eine absurde Vorstellung, dass Eltern ständig erreichbar sein müssen?

    Wie albern.


    Welche Eltern sind denn beide operierende Ärzte? Oder beide Busfahrer??? Und ja, wenn das Kind zum Beispiel Corona positiv getestet wurde, muss auch der Busfahrer oder der Chirurg schnellstmöglich abgelöst werden. Alleine schon aus Quarantänegründen.

  • Ja, stimmt. Deshalb bin ich ja auch tot. Früher, ohne tragbaren Sprechkasten, sind wir alle gestorben wie die Fliegen und keiner kam lebend nach Hause.

    Witzigerweise sind die, die tatsächlich deswegen gestorben sind, heute nicht mehr da um zu sagen, dass man ja gar nicht daran sterben kann. Ist bei vielen Dingen so, die Leute, die früher ohne Sicherheitsgurt fahren durften und heute noch leben, sind auch nicht daran gestorben das sie keinen haben. Die, die gestorben sind, beschweren sich nicht. Ziemlich einfach eigentlich.


    Vielleicht mal zum ursprünglichen Thema zurück zu kommen:


    Ich nutze das iPad inzwischen durchgehend als Tafelersatz. Ich schreibe mit dem Stift (gestellt vom Schulträger) alles in OneNote, habe es dadurch jederzeit verfügbar, kann auch auf Mitschriften von vor drei Stunden zurückgreifen. Ich schreibe sauberer, habe direkt eine Übersicht, was ich in welcher Klasse schon gemacht habe (wichtig für mich bei Parallelklassen, noch wichtiger bei Parallelklassen und geteilten Gruppen), die SuS können sich das mitschreiben sparen, wenn sie möchten, und stattdessen direkt zuhören, es entstehen weniger Wartepausen, bei denen ich SuS beim Abschreiben zugucke. Das ist auch eins der Killergründe für den Einsatz im Unterricht und mit einem handelsüblichen PC so nicht zu leisten, vor allem nicht in dieser Preisklasse.


    Ich schreibe direkt in PDFs (zumeist Datenblätter), kopiere schnell Skizzen mehrfach (wie oft habe ich zig mal eine identische Schaltung an die Tafel gemalt, um Änderungen zu visualisieren), zeige kurze Videos etc, Das geht natürlich auch am PC, den hab ich aber nicht in der Schule.


    Zu Recht sagt O. Meier, dass der Stift vom Schulträger beschafft werden muss. Der ist für diese Handlungen unbedingt nötig. Es funktioniert auch der billige Stift für ~30€. Vielleicht kann die FK da auch mal eine Anschaffung machen, statt das hundertste Mathebuch für die Bibliothek zu besorgen.

    "Unfähigkeit ist kein Dienstvergehen und kann nicht geahndet werden."

  • Aber wenn das bei 140 Kollegen jedem 3 x im Jahr passiert

    Ich hatte nie mehr als 25 Kolleg*innen an meinen Schulen. Das war also überschaubar. Und in den ersten 20 Jahren meiner Dienstzeit waren Handys einfach nicht vorhanden...

    „Man darf jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es wirklich war.“ – Yvonne Gebauer Fredi Bobic

  • muss auch der Busfahrer oder der Chirurg schnellstmöglich abgelöst werden. Alleine schon aus Quarantänegründen.

    Dann erreicht man sie aber sicher auch über das Festnetztelefon der Arbeit. Hat jahrzehntelang funktioniert. Aber heutzutage geht das nicht mehr.


    Jaja, alles zur Sicherheit und für Notfälle. De facto schnurren die Dinger den ganzen Tag um belanglose Nachrichten zu übermitteln. Viele Leute gaben sich so gut in ihrer Dauererrichbarkeitsparamois eingerichtet, dass sie das alles gar nicht mehr merken.

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“

  • Zu Recht sagt O. Meier, dass der Stift vom Schulträger beschafft werden muss. Der ist für diese Handlungen unbedingt nötig. Es funktioniert auch der billige Stift für ~30€. Vielleicht kann die FK da auch mal eine Anschaffung machen, statt das hundertste Mathebuch für die Bibliothek zu besorgen.

    Vielleicht muss auch erst mal ein Beamer oder Smartboard vom Schulträger beschafft werden, sonst kann ich das ja vergessen.

  • Hat jahrzehntelang funktioniert. Aber heutzutage geht das nicht mehr.

    Und deswegen liebe Menschen, wird das mit der Digitalisierung auch nichts. Was ist das für ein Denken.


    Übrigens ist unser Sekreteriat bis 15:30 Uhr besetzt, Unterricht geht bis 20:15 Uhr ....




    Ich nutze das iPad inzwischen durchgehend als Tafelersatz. Ich schreibe mit dem Stift (gestellt vom Schulträger) alles in OneNote, habe es dadurch jederzeit verfügbar, kann auch auf Mitschriften von vor drei Stunden zurückgreifen.

    Ist auch mein Haupteinsatzzweck. Auch im Zug leicht noch Notizen machen und alles im Blick haben, aber ich habe OneNote auch vorher schon intensiv genutzt.

  • Dann erreicht man sie aber sicher auch über das Festnetztelefon der Arbeit. Hat jahrzehntelang funktioniert. Aber heutzutage geht das nicht mehr.

    Kreidetafeln haben sogar Jahrhunderte funktioniert. Ich habe meine Schulzeit ohne Computer, Internet etc. verbracht. Hat wunderbar funktioniert. Jahrzehntelang, jahrhundertelang.


    Sollen wir deswegen dahin zurück???


    Pferdekutschen haben auch jahrhundertelang funktioniert. Verzichtest du jetzt auf Autos und Busse etc.???

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