Wofür nutzt ihr die Lehrer-Ipads

  • Aber wenn das bei 140 Kollegen jedem 3 x im Jahr passiert, sind das auch 520 Male

    Die Statistik kann ich retten, in 15 Jahren Schuldienst habe ich noch keine (in Worten: 0) Nachrichten erhalten, die nicht hätte bis zur Pause warten können.


    Wenn ein Kind verunglückt, finde ich es wichtig, dass sich jemand um dieses kümmert, gegebenenfalls erste Hilfe leistet oder einen Rettungswagen ruft (gerne auch per Handy) oder einfach nur das verbogene Rad richtet, damit‘s nach Hause reicht. Danach kann man gerne die Eltern verständigen. Die haben dann noch genug Zeit zum Herumhelikoptern.

    „Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß.“

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  • Und deswegen liebe Menschen, wird das mit der Digitalisierung auch nichts. Was ist das für ein Denken.

    Genau. Die Festnetztelefonierenden reiten uns ’rein.


    Tatsächlich liefe die Digitalisierung besser, wenn wir wüssten, was wir von ihr wollen. Wenn wir vorher klar hätten, wie wir arbeiten wollen, danach die Geräte aussuchen und die Kolleginnen fortbilden. Statt dessen wird irgendein Klump gekauft, der irgendwo ’rumliegt, und darauf gehofft, dass jetzt alles besser wird, weil’s elektrisch ist.


    Mit jemandem, der ein Smartphone hat, weil es ihm Spaß macht erreichbar zu sein, weil er lieber online dummes Zeug redet als am Stammtisch, weil er im Zug gerne Snood spielt, das Ding aber gar nicht dringend braucht, kann ich besser sachlich über Anwendungsmöglichkeiten sprechen als mit den dauererreichbaren Wichtigtuerinnen.


    Und was das „Denken“ anbetrifft, lieber drüber nachgedacht, als jedem Hype hinterhergehechelt.


    Gerne!

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  • Kannst du die Entscheidung zur Handynutzung oder zur Mitnahme eines Handys nicht einfach jedem selbst überlassen

    Die Unterstellung, dass ich das nicht täte, ist unverschämt.

    Lass' es einfach gut sein; du hast dahingehend eh eine andere Meinung als ich und auch andere User*innen.

    Man muss sich auch gar nicht austauschen. Aber wofür braucht man dann ein Forum?

    Und ich werde meine Wertsachen inkl. Handy auch weiterhin mit in den Unterricht nehmen.

    Ich bin da pragmatisch. Ohne Sprechkasten habe ich eine Sache weniger, auf die ich aufpassen muss.

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  • Was spricht denn dagegen, dass ich mein Handy mithabe? Mich stört es nicht, die Schüler stört es nicht, sonst stört es auch niemanden.....

    Wenn dir „es stört nicht“ reicht. Mich allerdings stört das Mitführen eines solchen Gerätes. Irgendwo muss es hin. Und wenn ich die Kolleginnen beobachte, die gerne mal ihr Handy verlegen und hektisch danach suchen, bin ich froh, dass ich das nicht mehr muss.

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  • Irgendwo muss es hin.

    Es ist wie mein Ipad, mein Geldbeutel, meine Schlüssel, mein Trinken, meinen Blättern in meiner Tasche. Eigentlich ziemlich simpel.



    Die, die mit dem Ipad schreiben - welche Stifte verwendet ihr?

    Unsere Schüler haben zum Teil den Logitech Crayon bekommen, die nächsten müssen sich den Stift selbst anschaffen, wenn sie einen wollen.

    Ich würde zumindest dann einen empfehlen.

  • Die, die mit dem Ipad schreiben - welche Stifte verwendet ihr?

    In einer der letzten c'ts war ein Stift-Test. Mit sowohl von Apple welchen als auch von Drittherstellern.

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  • Die, die mit dem Ipad schreiben - welche Stifte verwendet ihr?

    Original iPad-Stift. Die Druckstufenerkennung brauche ich persönlich gar nicht, ich wähle die Breite des Stifts immer per Menü aus, falls ich überhaupt mal die Breite ändere.


    Unsere iPad-Klassen haben sich größenteils iPad-Stifte für ca. 30 € bei Amazon bestellt. Kann ich gar keine Marke nennen. Aber alle, mit denen ich gesprochen habe, waren vollkommen zufrieden damit und hatten keine Probleme. Ich würde hier einfach mal einen bestellen und probieren, ob er genügt. Wenn das Schreibgefühl passt, muss man nicht weitersuchen. Macht man bei Stiften für Papier meistens auch nicht :-)


    Der Crayon ist deutlich teurer, wenn ich mich recht erinnere. Ob er das wert ist, weiß ich nicht. Im direkten Vergleich zwischen 30€ Pen, Crayon und Apple Pencil wird man vermutlich einen Unterschied merken. Wenn man das 120€ Modell von Apple aber nie genutzt hat, wird man offenbar auch mit dem 30€ Model zufrieden.

  • Ich nutze das iPad inzwischen durchgehend als Tafelersatz.

    Hm. Ich brauche keinen Tafelersatz, ich schreibe auf der Tafel. Das mache ich nach wie vor gerne. Meine Schrift ist auf dieser besser als z. B. auf elektronischen Whiteboards. Das habe ich probiert.


    Wir mussten uns den Mund fusselig sabbeln, damit die Projektionsflächen für die Beamer nicht vor sondern neben die Tafeln kommen. So kann man dann beides (auch gleichzeitig) nutzen. In den wenigen Räumen mit elektronischen Whiteboards haben wir mittlerweile auch wieder Kreidetafeln, die auch benutzt werden.


    Schreiben auf dem iPad kann ich mangels Stift nicht probieren. Ich komme mehr und mehr zu der Ansicht, dass uns ohne Stift 'ne Menge Möglichkeiten entgegen. Scho' interessant. Bei der Einführung des iPhones hat St. Jobs sich noch über Stifte lustig gemacht und betont, dass man diese dank Multitouch nun nicht mehr brauche. Aber sie haben wohl ihre Bedeutung.


    Vorteil beim Tablet schreiben, ist, dass man sich nicht mit dem Rücken zur Klasse drehen muss. Das dabei übliche zur Tafel reden ist ja auch nicht höflich. Trotzdem ist mir die Haptik ganz lieb. Wie gesagt, meine Schrift, insbesondere bei Formeln ist da einfach besser. Und mir fällt auch das Skizzieren und Zeichnen mit Kreide leicht.


    Mitschreiben finde ich nach wie vor wichtig. Ich habe den Eindruck, dass man sich doch anders damit auseinandersetzt, als wenn man weiß, dass man das irgendwo laden kann. Ich fordere die jungen Menschen auch auf, sich Notizen zu machen, wenn ich eine Präsentation zeige, zu der es ein Handout gibt. In meiner Lernbiographie waren die eigenen Aufzeichnungen immer wichtig. Elektronische Kopien des Anschriebes können trotzdem eine hilfreiche Redundanz darstellen, insbesondere für Absente zum Nachlernen. Während des Distanzunterricht habe ich viel handschriftlich „Angeschriebenes“ gescannt und veröffentlicht. Das war insbesondere bei Bildempfangsschwierigkeiten hilfreich.


    So hat halt jedes seine Bedeutung. Wenn man nicht darauf beharrt wegen der neuen Medien die alten zu verbannen, hat man einen tollen Mix.

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  • Ich würde zumindest dann einen empfehlen.

    Und wenn der dann nichts taugt? Ich beschränkte mich darauf, die eigenen Erfahrungen als solche weiterzugeben. Empfehlungen sparte ich mir.

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  • Wenn dir „es stört nicht“ reicht. Mich allerdings stört das Mitführen eines solchen Gerätes. Irgendwo muss es hin. Und wenn ich die Kolleginnen beobachte, die gerne mal ihr Handy verlegen und hektisch danach suchen, bin ich froh, dass ich das nicht mehr muss.

    Wenn es dich stört, ist es ja okay, dass du keins hast. Aber lass doch bitte alle Anderen machen, was sie wollen, ohne sie dafür zu kritisieren.

    Ich kann mein Handy übrigens nicht verlegen, weil ich es in der Handtasche habe. Die verlege ich nicht ;)

    Oder auf dem Pult, weil ich Hördateien abgespielt habe, die Stoppuhr benutzt habe etc. Aber da ist es ja deutlich sichtbar und das Pult wird nach jeder Stunde leer geräumt.

  • Meine Schrift ist auf dieser besser als z. B. auf elektronischen Whiteboards. Das habe ich probiert.

    Meine auch. Aber auf dem iPad schreiben ist wie auf einem Blatt Papier schreiben. Und dort ist - auch wegen der feineren Spitze des Stifts - mein Schriftbild ausgezeichnet und besser als an jeder Tafel. Wichtig ist halt auch, wie schnell die Bewegung des Stiftes auf dem Bildschirm sichtbar ist. Die allermeisten "Smartboards" haben da eine merkbare Verzögerung. Das ist insbesondere bei Zeichnungen sehr störend, beim schreiben nicht ganz so. Auf dem iPad erscheint die Schrift direkt beim ziehen des Stiftes.

    Ich komme mehr und mehr zu der Ansicht, dass uns ohne Stift 'ne Menge Möglichkeiten entgegen.

    Zumindest die Dinge, die mit schreiben zusammen hängen :-). Das ist aber eine Nutzungsmöglichkeit ohne große Hemm- und Lernschwelle für die KuK. Man muss sich ja an alles erstmal gewöhnen, und das geht vermutlich am Besten mit so einer einfachen Tätigkeit.


    Vorteil beim Tablet schreiben, ist, dass man sich nicht mit dem Rücken zur Klasse drehen muss.

    Das habe ich gar nicht aufgeführt, ist aber tatsächlich ein sehr angenehmer Aspekt. Je nach Anschriebsmenge sieht man die Klasse längere Zeit nicht. In Mathe eher unproblematisch, im Technik-LK schon nervig. Ich hab vor Einführung der iPads viele Sachen auf ein Blatt Papier unter der Dokumentenkamera geschrieben. Das war quasi die analoge Version von OneNote.


    Ich fordere die jungen Menschen auch auf, sich Notizen zu machen, wenn ich eine Präsentation zeige, zu der es ein Handout gibt.

    Ja, das ist richtig und wichtig, aber eine andere Fähigkeit als das einfache Abschreiben von Texten von der Tafel.


    Mitschreiben finde ich nach wie vor wichtig. Ich habe den Eindruck, dass man sich doch anders damit auseinandersetzt, als wenn man weiß, dass man das irgendwo laden kann.

    Da kann ich dir punktuell zustimmen. Im Studium haben wir eine ganze Zeit lang in den eher langweiligen Übungen Ringmitschriften gemacht - einer war da, alle haben nachher kopiert. Ich habe insbesondere bei den Rechnungen dann für mich festgestellt, dass ich besser nicht kopiere, sondern abschreibe. Dadurch habe ich mir das intensiver angeschaut. Die Möglichkeit haben die SuS aber ja auch immer noch. Zusätzlich war bei mir der Punkt, dass ich nicht in der Übung war und das Zeug noch nie vorher gesehen habe. Die SuS können mir aber beim schreiben zugucken und zuhören. Ich war während meines gesamten Studiums nicht in der Lage, gleichzeitig die Unmengen an Text abzuschreiben und die Erklärungen der Vortragenden zu hören. Man musste sich für eine Sache entscheiden.


    Wenn man nicht darauf beharrt wegen der neuen Medien die alten zu verbannen, hat man einen tollen Mix.

    Das ist doch ein passender Endsatz. Wie so oft wird sich irgendwann eine Variante durchsetzen.

  • Nur mal am Rande, weil die Frage irgendwo aufkam:

    Die neue Verordnung zur Datenverarbeitung in NRW ist noch nicht verabschiedet - sonst wäre sie in der BASS zu finden. Vermutlich wird diese Verordnung eine Vielzahl von Lehrkräften zu einem vorsätzlichen Dienstvergehen verleiten - nämlich der fortgesetzten Verarbeitung von SchülerInnendaten auf den privaten Endgeräten .
    Falls die VO so durchgeht wie geplant, wird es keinen gesonderten Widerruf der Genehmigung zur Verarbeitung dieser Daten auf privaten Endgeräten geben - die Verordnung verbietet es schlicht.

  • Wenn es dich stört, ist es ja okay, dass du keins hast. Aber lass doch bitte alle Anderen machen, was sie wollen, ohne sie dafür zu kritisieren.

    Ey macht doch. Ich glaube nur diese ganze Notfallnummer nicht. Natürlich kann man Sprechkästen sinnvoll einsetzen, zu 97% aber werden darüber Belanglosigkeiten ausgetauscht und Zeit verplempert und sich von realen Gesprächen abgelenkt. Das kann man übrigens gerne machen. Auch das gestehe ich jeder zu.


    Ein kleines Bisschen habe ich das Gefühl, hier fühlen sich welche ertappt und reagieren deshalb etwas biestig. Aber das ist nur so ein Gefühl.

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  • Verarbeitung dieser Daten auf privaten Endgeräten geben - die Verordnung verbietet es schlicht.

    Bedeutet dann z. B. keine dienstlichen E-Mails mehr auf privaten Rechnern. Umso besser. Dann bin ich über E-Mail nur noch in der Schule zu erreichen.


    Auf die mündlichen Abitur-Aufgaben kommen dann keine Namen mehr, sondern nur eine Linie, um diesen von Hand einzufügen.


    Ich bin sehr dafür, keine personenbezogenen Daten auf privaten Geräten zu verarbeiten. Das war schon immer ein absurdes Konstrukt. Die Datenschutz-Integrität der privaten Geräte konnte nie sicher gestellt werden.


    Dass wir aber Arbeitsgeräte brauchen, wird mal wieder übersehen. Warum muss denn Digitalisierung an Schulen ein Rückschritt sein?

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  • Falls die VO so durchgeht wie geplant, wird es keinen gesonderten Widerruf der Genehmigung zur Verarbeitung dieser Daten auf privaten Endgeräten geben - die Verordnung verbietet es schlicht.

    Hast du dafür eine Quelle. Das Land verbietet die Verarbeitung von personenbezogenen Daten auf privaten Geräten? Erscheint mir tatsächlich ambitioniert - aber gut, wenn die das möchten, mache ich das gerne.

  • Bedeutet dann z. B. keine dienstlichen E-Mails mehr auf privaten Rechnern. Umso besser. Dann bin ich über E-Mail nur noch in der Schule zu erreichen.

    Kann sich die Schulträgerin nicht darauf berufen, dass sie Dir ein - wenn auch nur eingeschränkt taugliches - Gerät bereitstellt?

  • Kann sich die Schulträgerin nicht darauf berufen, dass sie Dir ein - wenn auch nur eingeschränkt taugliches - Gerät bereitstellt?

    Ich wäre bei solchen Vorschriften immer arschig. Der Schulträger stellt mir nämlich keinen Internetanschluss, das Land auch nicht. Damit gestaltet es sich schwierig, E-Mails abzurufen. In mein privates Netzwerk möchte ich vielleicht ein dienstliches Gerät nicht einbinden - wer weiß, was dieses Gerät innerhalb des Netzwerkes macht und außerdem bin ich zu blöd, das Gerät einzubinden. Vielleicht kommt dann ja der IT-Mensch der Stadt und macht das für mich :-)

  • Hast du dafür eine Quelle. Das Land verbietet die Verarbeitung von personenbezogenen Daten auf privaten Geräten? Erscheint mir tatsächlich ambitioniert - aber gut, wenn die das möchten, mache ich das gerne.

    Natürlich habe ich dafür eine Quelle.
    Es empfiehlt sich, neben dem Verordnungsentwurf auch einen Blick auf die Begründung zu § 2 zu werfen - besonders auf den zweiten Absatz auf Seite 17.

    MMV17-4376.pdf (nrw.de)

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