Am Gymnasium in NRW schulen wir nach der sechsten Klasse ab und in den höheren Klassenstufen fallen Wiederholer kaum ins Gewicht. Die gehen in der 7 und 8 nach einer Klassenwiederholung und weiterhin ausbleibendem Erfolg an die nächste Schulform. Also, wenn die überhaupt Plätze hat, die staatliche Realschule eröffnet hier nämlich nicht einfach so neue Klassen, nur weil Kinder wechseln möchten. Letzter Ausweg wäre die private Realschule (wenn die noch Plätze hat), aber in der Regel müssen die Kinder dann an die Gesamtschule.
Das Ende der Erprobungsstufe (also Klasse 6) ist hier praktisch der einzige Ausgang, denn wer da nicht versetzt wird kann notfalls amtlich irgendwohin zugeteilt werden (aber auch nicht beliebig viele!), ansonsten ist die Meldung eigentlich immer "kein Platz!", auch wenn interessierte Eltern sich ohne Zwang auf die Suche begeben. Wer in die 7 versetzt wird, bleibt in aller Regel bis zum Ende der Schulpflicht und lernt auf dieser Reise dann mehrere Klassen kennen. Ich habe nur manchmal auch schon von Tauschgeschäften zwischen Schulleitungen gehört, weil beide irgendwen loswerden wollen, das stelle ich mir dann ein wenig vor wie auf der Glienicker Brücke. Der sicherste Weg, die Schule zu wechseln, lautet hier: Umziehen.