• Ich hatte keine Lust mehr Verantwortung für Dinge außerhalb meines Einflusses zu übernehmen. Mit hat die Durchführung von Schulungen doch ganz gut gefallen. Ich wollte auch einen Job, in dem ich nicht einfach aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt werde bzw. kündigen muss. Ich wollte mehr inhaltliche Freiheit in meiner Tätigkeit. Außerdem wollte nicht mehr in die DRV einzahlen. So ganz grob meine Beweggründe wieso ich in den Schuldienst gewechselt habe.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • okay das klingt plausibel und ist auch mit meinen Gründen in Teilen vergleichbar. Aber bist du nachhaltig froh um die Entscheidung oder möchtest du manchmal gern zurück? Könnte man ja theoretisch…

  • okay das klingt plausibel und ist auch mit meinen Gründen in Teilen vergleichbar. Aber bist du nachhaltig froh um die Entscheidung oder möchtest du manchmal gern zurück? Könnte man ja theoretisch…

    Insgesamt bereue ich meine Entscheidung nicht. Das ist aber, wie eben bei jeder Berufswahl, sehr individuell.

    Man könnte natürlich wieder zurück. Je länger man im Schuldienst ist, desto schwieriger wird es natürlich. Ich bin mittlerweile nach 8 Jahre einigermaßen versaut vom öffentlichen Dienst (glaube ich). Ob mich noch jemand außerhalb haben will weiß ich nicht. Da müsste ich alte Kontakte reaktivieren. Aber ja grundsätzlich würde das gehen.

    Entropy is a bitch, embrace her.

  • Ich bin mit meiner Entscheidung auch bis heute zufrieden. Und das ist schon ziemlich lange her, dass ich quereingestiegen bin. Ich würde es wieder machen. Die Zeit in der Industrie war für mich eine tolle Erfahrung und der Job war wirklich gut, aber ich hatte immer das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Bzw. Ich hatte immer das Bauchgrummeln, dass ich mich irgendwann ärgern werde, wenn ich den Lehrerjob nicht probiere. Zurück kann und will ich aber nicht mehr in die Industrie.

    Im Endeffekt wusste ich schon im Studium, dass ich nicht das machen will, was 97% meiner Mitstudenten wollten: Einen klassischen Ingenieursjob. Ich wollte was mit Menschen machen.

    Die Freiheiten, die der Job bietet, genieße ich. Der Umgang mit Menschen macht mir Spaß. Mit dem Einsatz in der Schule habe ich Glück bzw. eigentlich habe ich mir durch Engagement an den richtigen Stellen und die Bereitschaft, mich immer wieder in Neues rein zu arbeiten, meine Nischen geschaffen. Das trägt deutlich zur Arbeitszufriedenheit bei, hat aber auch öfters zu einiger Arbeit geführt. Mit vielen Klassen im BVJ wäre ich wahrscheinlich weniger zufrieden mit meinem Beruf.

    Reich werde ich nicht und die Karrieremöglichkeiten sind beschränkt. Das ist ok. Arm oder schlecht bezahlt bin ich nicht.

    Die nervigen Seiten des Jobs kann ich ganz gut verkraften. Die Zeit mit den Kindern in den Ferien ist wirklich besonders. Das ist ein Privileg.

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

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