Das Mühsame an Mobbing ist, dass das Problem permanent individualisiert wird und Betroffene dauernd aufgefordert werden, ihren Anteil zu sehen, an sich zu arbeiten und so ständig unter Rechtfertigungsdruck geraten. Man wird nicht gemobbt, weil man ungünstig kommuniziert oder einen Knacks hat. Viele Leute sind anstrengend oder seltsam und haben vielleicht öfter Konflikte als andere und werden nicht gefragt, ob sie mit essen gehen, aber sie werden nicht gemobbt, und umgekehrt geraten sehr kompetente und angenehme Menschen unversehens in ein Mobbinggeschehen, die vorher in allen sozialen Gruppen gut zurechtgekommen sind. Mobbing kann auftreten, wenn grundsätzlich Spannungen in einem System bestehen, die an den Personen ausagiert werden, die grade am angreifbarsten erscheinen, weil sie neu, jung, alt, gerade krank, alleinerziehend, in Teilzeit, privat belastet etc. sind oder überlastete und frustrierte Kollegen sie als Bedrohung wahrnehmen. Es schadet normalerweise ja nicht, über sich selbst nachzudenken. Bei Mobbing kann das aber in die Irre führen. Weil Psychotherapeuten den von dir, Quittengelee, beschriebenen Ansatz tief in ihrer DNA haben, besteht die Gefahr, dass sie Mobbingbetroffene regelrecht gaslighten. Mobbing ist KEIN individuelles Problem, sondern ein wahrscheinliches Phänomen in überlasteten, hierarchischen Systemen mit unklaren oder widersprüchlichen Rollenerwartungen. Man kann sich natürlich der Gefahr bewusst sein und sich möglichst nicht anbieten, aber letztlich kann es jeden erwischen.
Mobbing
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Da mag ja was dran sein. Trotzdem möchte ich die Verantwortung gerne bei den Leuten lassen, die mobben. Weil es ist sehr entlastend für alle, dem "Opfer" einen Anteil zuzuschieben, anstatt auszuhalten, dass es quasi jeden "Neuen" treffen könnte.
Und natürlich hat das Nachwirkungen. Es ist psychische Gewalt.
Das ändert nichts dsran, dass du nur selbst etwas an der Situation und ihren Nachwirkungen ändern kannst. Für das Mobben ansich trägst du natürlich keine Verantwortung. Dafür, wie du damit umgehst und es mental verarbeitest schon.
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Man made desaster sind schwer zu ertragen. Es ist wichtig, dass anerkannt wird, was geschehen ist. Hier könnte Psychotherapie wirklich helfen, und zum Glück hast du, Nordlicht, ja auch eine Therapeutin gefunden, die sich mit Mobbing auskennt. Ja, es ist Gewalt.
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Dass man auf sich selbst gestellt ist und auf Hilfe nicht zählen kann, ist schlimm. Aber du hast nur ein Leben. Schau auf dich selbst und nach vorne.
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Man made desaster sind schwer zu ertragen. Es ist wichtig, dass anerkannt wird, was geschehen ist. Hier könnte Psychotherapie wirklich helfen, und zum Glück hast du, Nordlicht, ja auch eine Therapeutin gefunden, die sich mit Mobbing auskennt. Ja, es ist Gewalt.
Die kompetente Therapeutin, die übrigens genau die gleiche Auffassung hat wie du, hatte ich privat kennengelernt. Mein Kontingent an Therapie ist nach wiederholtem Mobbing ausgeschöpft. Aber natürlich hab ich mir trotzdem andere Unterstützung geholt. Es braucht einfach Zeit. Eine Bekannte hat "nur" einmal Mobbing erlebt, hatte selbst nach 2 Jahren immer noch damit zu kämpfen. Ich habe das dreimal (!) hintereinander durch. Klar, dass man das nicht innerhalb von ein paar Wochen/ Monaten verarbeitet hat. Ich danke euch aber trotzdem, dass ich hier darüber schreiben kann. Es war mir wichtig mit Kollegen darüber zu reden, da sie den Schulkontext besser verstehen als Außenstehende.
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Mein Kontingent an Therapie ist nach wiederholtem Mobbing ausgeschöpft.
Meinst du von dem her, was du bezahlt bekommst oder dass du denkst, du bekommst keine neuen Impulse mehr?
Wenn Zweiteres gelten sollte: Es gibt Therapeuten mit unterschiedlichen Ansätzen. Du könntest noch jemanden anderen mit einem anderen Ansatz probieren, der dich wieder einen Schritt weiterbringt im Umgang mit Mobbing in dem Sinn, wie es Schmidt erläutert hat.
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Meinst du von dem her, was du bezahlt bekommst oder dass du denkst, du bekommst keine neuen Impulse mehr?
Wenn Zweiteres gelten sollte: Es gibt Therapeuten mit unterschiedlichen Ansätzen. Du könntest noch jemanden anderen mit einem anderen Ansatz probieren, der dich wieder einen Schritt weiterbringt im Umgang mit Mobbing in dem Sinn, wie es Schmidt erläutert hat.
Nee das wird nicht übernommen vorerst, zumindest war das mein letzter Kenntnisstand.
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Ich habe mir jetzt erstmal meine Stärken usw aufgeschrieben, nachdem man mir ja die ganze Zeit eingeredet hat, dass ich nichts kann. Was natürlich nicht stimmt. Ich sag mir inzwischen: Nur weil die das nicht sehen konnten/ wollten, heißt das nicht, dass andere das genauso sehen.
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