In unseren Lehrplänen wird zwischen Lernraum und Leistungsraum unterschieden. Dass im Leistungsraum KI keine Rolle spielen kann, wird von den SUS mit Ereichterung aufgenommen und überwiegend mitgetragen, schon weil nicht jeder ein Device hat und der Zugang zu KI-Tools und Nachhilfeplattformen sehr unterschiedlich ist. Im Lernraum ist der sinnvolle Umgang mit KI natürlich ein Thema, neben dem KI-freien Einüben der Fachmethoden. Textarbeit läuft in meinem Unterricht z.B. grundsätzlich analog, ggf. unter Bereitstellung von Wörterbüchern oder Worterklärungslisten, die Erstellung von Schreibplänen ebenfalls, darauf beruhen dann die Noten (Foto hochladen). Geschrieben werden kann mit Hilfe der KI und zuhause, aber in jedem Fall mit der Hand auf Papier. Die KI kann man dabei gar nicht, auf sinnvolle Weise oder so nutzen, dass man wenig lernt - eigene Verantwortung. Das wird gelegentlich reflektiert, bewertet nur bedingt (gar kein Ergebnis 0 Punkte). Wer ein digitales Heft führen möchte, fotografiert seine Arbeit. In sehr großen Kursen schieben anfangs manche SUS die Tische ganz nach hinten und setzen sich auf ihre Handys. Wenn sich das nicht ohne große Klimmzüge abstellen lässt, mache ich meine Noten eben anders (Tests, mündliche Abfragen), aber je mehr Kollegen das ähnlich handhaben, umso selbstverständicher wird es akzeptiert. Auch die Eltern möchten tragfähige Lösungen. Für mich sind nur noch die Kursarbeiten problematisch, weil es den SUS, die es drauf anlegen, teilweise sehr leicht gemacht wird, umfangreich mit KI zu betrügen, was unterschwellig für großen Unmut sorgt. Aber das wird sich sicherlich auch nach und nach entschärfen lassen.
Beiträge von Ratatouille
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In der Wirtschaftskrise 1923 / 1932 wurde infolge der Hyperinflation und Wirtschaftskrise die Regelung über die "Personalabbauverordnung" wiederbelebt. Verheiratete Beamtinnen galten als „Doppelverdienerinnen“ und wurden erneut entlassen, um Arbeitsplätze für männliche Familienernährer zu schaffen.
In den 1980ern wurden verheiratete Lehrerinnen wieder als "Doppelverdienerinnen" bezeichnet und nachrangig (also nicht) eingestellt bzw. dazu gedrängt, in Teilzeit zu gehen.
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Um nichts Falsches stehenzuassen: Die Schulleiterin ist nicht zurückgetreten, sondern in den Auslandsschuldienst gewechselt.
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Herzichen Glückwunsch, MariJ!


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Es hat wohl auch an Bedingungen gelegen, für die die Kollegen vor Ort nichts können. Die Schulleitungsstelle sei jahrelang blockiert und kommissarisch besetzt worden (so weit so normal, aber natürlich nicht günstig), es hat wohl in größerem Umfang Unterrichtsausfälle gegeben, die zu Kurszusammenlegungen, Vertretungen und dem Einsatz der digitalen Landesschule geführt haben, zudem häufige Lehrerwechsel, wenn auch angeblich nicht in Deutsch und Mathe in der Oberstufenzeit. Die Schulleiterin, die vor einem Jahr erst das Amt angetreten hat, hat bereits ihren Rücktritt eingereicht. Für soch einen drastischen Schritt wird es Gründe geben, die mit ihrer Person oder mit dem Kollegium zu tun haben können, aber nicht müssen. Auf jeden Fall scheint einiges geboten gewesen zu sein.
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Bildung muss vor politischen Ränkespielen und Machtdenken jeder Art geschützt werden.
This! Und wieder mehr vor dem Einfluss anderer Interessenslagen. Ist aber nicht zu erwarten.
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Wenn ich heute anfangen würde, hätte ich definitiv so gut wie alles digital!
Ich habe in den späten 80er Jahren angefangen zu sammeln.
Obwohl ich privat schon immer eher minimalistisch unterwegs war und obwohl ich jedes Jahr waschkorbweise Zeug entsorgt habe, wurde es bis Corona immer mehr, erst in den letzten Jahren wird es weniger. Bis heute kann ich nichtmal in der Oberstufe ausschießich digital arbeiten, weil nicht alle Schüler ein Gerät nutzen und lange nicht alle Räume mit Smartboards ausgestattet waren. Also hatte ich alles doppelt und dreifach.Bei mir kommt in einem Jahr das ganz große Aufräumen.
Vieles an der Schule werde ich erstmal sehr vermissen, aber darauf freue ich mich wirklich! Ich musste siebenmal mein Arbeitszimmer mit umziehen, grässich. In letzter Zeit treffe ich öfter ehemalige Kollegen und erschreckenderweise haben die meisten ihr Arbeitszimmer nach zehn oder fünfzehn Jahren immer noch nicht abgebaut, obwohl sie das eigentich möchten. Ein paar wenige haben es geschafft, im letzten Jahr alles weiterzugeben und zu entsorgen. Ich hoffe, ich kann mich zügig trennen. 
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Artikel zur Abiwutrede: gestörte Kommunikation zwischen Schülern, Eltern und Lehrern, "atmosphärische Störungen" bis hin zur Angst, fehlendes Frühwarnsystem bei Leistungsdefiziten, Querelen bei der Besetzung der Schulleitungsstelle
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Dass man auf sich selbst gestellt ist und auf Hilfe nicht zählen kann, ist schlimm. Aber du hast nur ein Leben. Schau auf dich selbst und nach vorne.
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Man made desaster sind schwer zu ertragen. Es ist wichtig, dass anerkannt wird, was geschehen ist. Hier könnte Psychotherapie wirklich helfen, und zum Glück hast du, Nordlicht, ja auch eine Therapeutin gefunden, die sich mit Mobbing auskennt. Ja, es ist Gewalt.
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Das Mühsame an Mobbing ist, dass das Problem permanent individualisiert wird und Betroffene dauernd aufgefordert werden, ihren Anteil zu sehen, an sich zu arbeiten und so ständig unter Rechtfertigungsdruck geraten. Man wird nicht gemobbt, weil man ungünstig kommuniziert oder einen Knacks hat. Viele Leute sind anstrengend oder seltsam und haben vielleicht öfter Konflikte als andere und werden nicht gefragt, ob sie mit essen gehen, aber sie werden nicht gemobbt, und umgekehrt geraten sehr kompetente und angenehme Menschen unversehens in ein Mobbinggeschehen, die vorher in allen sozialen Gruppen gut zurechtgekommen sind. Mobbing kann auftreten, wenn grundsätzlich Spannungen in einem System bestehen, die an den Personen ausagiert werden, die grade am angreifbarsten erscheinen, weil sie neu, jung, alt, gerade krank, alleinerziehend, in Teilzeit, privat belastet etc. sind oder überlastete und frustrierte Kollegen sie als Bedrohung wahrnehmen. Es schadet normalerweise ja nicht, über sich selbst nachzudenken. Bei Mobbing kann das aber in die Irre führen. Weil Psychotherapeuten den von dir, Quittengelee, beschriebenen Ansatz tief in ihrer DNA haben, besteht die Gefahr, dass sie Mobbingbetroffene regelrecht gaslighten. Mobbing ist KEIN individuelles Problem, sondern ein wahrscheinliches Phänomen in überlasteten, hierarchischen Systemen mit unklaren oder widersprüchlichen Rollenerwartungen. Man kann sich natürlich der Gefahr bewusst sein und sich möglichst nicht anbieten, aber letztlich kann es jeden erwischen.
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Liebe Nordlicht, deine Erfahrungen sind leider typisch, du siehst die Dinge richtig. Ich hatte mal Gelegenheit, mich länger mit einem erfahrenen Anwalt darüber zu unterhalten, dessen Kanzlei um die 400 beamtenrechtliche Fälle im Jahr bearbeitet. Er sieht keinen Schutz und keine wirkliche Handhabe. Vielleicht ist das ja eines Tages anders. Bis dahin ist Mobbing ein schicksalhaftes Ereignis wie ein Unfall oder eine schlimme Krankheit, enorm schädlich, sinnlos, ungerecht. Aber nicht zu ändern. Versuche nach vorne zu schauen. Bring dich in Sicherheit und hake es ab. Garantien, dass es einen nicht wieder einholt, gibt es natürlich nicht, aber dass dir das schon mehrfach passiert ist, ist außergewöhnliches Pech. Es ist jetzt wahrscheinlich vorbei. Sorg weiter gut für dich und fang ein neues Kapitel an.
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Das habe ich so nicht gesagt. Ich glaube, dass es Kommunikationsprobleme gibt, die dazu geührt haben, dass die Schüler sich nicht realistisch einschätzen konnten und Fehlentwicklungen zu wenig korrigiert wurden, und es scheint so zu sein, dass das Kollegium aktuell nicht an einem Strang zieht. Das ist aber nur mein Eindruck. Auch wenn das zutrifft, hat sicher niemand den Jahrgang absichtlich auflaufen lassen.
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Ich habe mir die Rede und die Zuschauerreaktionen angehört und ein paar Artikel zur Schule gelesen. Ich tippe auf ein Führungsproblem und ein geteiltes Kollegium. KI wird sicher auch eine Rolle gespielt haben (teilweise Ganztagsschule, gelernt wird mit eigenen Tablets und mit Lernplattform). Die junge neue Schulleiterin wird als ausgesprochen sensibel und empathisch beschrieben und entstammt dem Kollegium. Ein Teil der Kollegen habe den Ausgang im Vorfeld vorhergesagt, der andere Teil habe dagegen viel Verständnis für die Schüler gezeigt. Es liegt also vermutlich schon an der Schule. Steht zu hoffen, dass das Kollegium die Kurve kriegt.
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Es mag ungeschickte oder mühsame Leute geben, die unnötig Unmut auf sich ziehen. Das hat aber mit Mobbing nichts zu tun.
Dass Mobbing nicht an den Persönlichkeitseigenschaften der Gemobbten liegt, wird schnell klar, wenn man sich mal überlegt, wer alles nicht gemobbt wird in so einem System - die unmöglichsten Leute. Oft wurden schon lange Leute dort gemobbt, bevor man selbst ausgeguckt wurde.
Da Mobbing einen relativ schnell sehr krank machen kann, kann es sehr sinnvoll sein, entschlossen die Flucht zu ergreifen, solange man noch gesund ist.
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Viel Glück, Nordlicht.
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Ich steh ja nicht so auf den Zwinkersmiley wie Wolfgang Autenrieth, aber vielleicht hätte er hier geholfen? Ich wollte niemanden beschimpfen oder beleidigen und niemanden triggern, sorry. Es sollte ein Hinweis sein, dass "dieses Internetz" 1993 sicherlich für die meisten Neuland war, is aber halt schon bisschen her. Hätte ich mir auch sparen können, aber es ist auch irgendwie interessant, ehrlich gesagt.
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Die Links waren schon hilfreich gemeint und bewusst ausgesucht. Wenn ich mich mit dem Gedanken beschäftigen würde, den Schuldienst zu verlassen, fände ich Isabel Probst interessant, ihr Expertenwissen und ihre eigenen Erfahrungen. Es gibt auch einige Fallbeispiele, die einem ein Gefühl vermitteln können, was realistisch ist. Man muss sich ja nicht gleich von ihr coachen lassen.
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Dieser Link führt zu einer Coaching-Agentur, die Beratung und Begleitung zum Ausstieg anbietet. Die wollen sicher nur dein Bestes
Ohne Honorargebühren, Blink-Blink-Werbung oder Abfrage deiner Mailadresse
Glaube kaum, dass Nordlicht deine Belehrungen nötig hat oder sonst jemand hier. Können wir selbst beurteilen, Opi.
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Hast du hier schon geschaut?
]https://isabellprobst.de/typische-beruf…er-lehrkraefte/Es gibt immer wieder Chancen, auf die man nicht unbedingt kommt. Zum Beispiel konnte ich vor Jahrzehnten als technische Autorin im Sondermaschinenbau arbeiten, nur weil grade das Produkthaftungsgesetz erlassen worden war und dringend Leute gebraucht wurden, die adressatengerecht schreiben konnten. Heute gibt es dafür Studiengänge, das geht also nicht mehr. Aber irgendwas ist ja immer neu und sorgt für Disruptionen, die Chancen eröffnen. Eine Freundin setzt z.B. zur Zeit remote eine Ausgründung ihres Arbeitgebers komplett von Null an auf, während sie die Organisationsstrukturen und KI-Werkzeuge in einem Intensivkurs der Arbeitsagentur gleichzeitig grade erst Stück für Stück kennen lernt. Sie lernt (und arbeitet) natürlich unglaublich viel und kann selbst nicht fassen, dass sie das kann. Wenn sie das durchgezogen hat, wird sich ihr Chef nicht mehr trauen, sie schlecht zu behandeln und ihr zuwenig zu bezahlen wie bisher, sonst ist sie einfach weg und nimmt ihre KI-Agenten mit. Sie hat nicht studiert, ist aber eine Schlaue. Wenn grade was Neues passiert, kann es für einen Moment egal sein, welche Qualifikationen man (nicht) hat. Man muss halt einfach ja sagen und nicht rumzögern.
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