Beiträge von Ratatouille

    Ich hab's gesehen.

    Besonders interessant fand ich, dass sich das eine oder andere Ministerium selbst Luftfilter gegönnt hat.


    "Während die Landesregierungen mit Förderprogrammen für Schulen zögern, haben einige Landesbehörden nach Monitor-Recherchen diese Geräte für sich selbst bereits angeschafft. Das Staatsministerium Baden-Württemberg zum Beispiel nutzt sie "vor allem in der hauseigenen Kantine zum Schutz der Beschäftigten oder bei größeren Terminen zum Schutz der Teilnehmenden", heißt es. Auch die Hessische Staatskanzlei hatte sie in der Corona-Pandemie angeschafft, der Landtag NRW hat sich nach einem Testbetrieb auch für die Anschaffung mehrerer Geräte entschieden."


    :daumenrunter:

    Ich verstehe überhaupt nicht, was sie damit sagen will...

    Sie wundert sich darüber, dass der Dienstherr - eigentlich - für die Arbeitsmittel zu sorgen hat. Schließlich müssen Lehrerinnen und Lehrer sich ihren Arbeitsplatz ja auch selbst mieten und einrichten, da könnten sie doch einfach alles bezahlen, was sie an der Arbeit so einsetzen sollen. Stattdessen haben wir in Deutschland so komische Gesetze...


    Na immerhin hat sie was Neues gelernt.:)

    Frau Merkel versteht nicht, warum die Lehrer sich nicht einfach selber einen Rechner kaufen. Wenn sie ein Arbeitszimmer in Anspruch nehmen, haben sie doch steuerliche Vorteile und dürfen davon Gerätschaften anschaffen.

    :cash::dollar:


    Ja, liebe Frau Merkel, dürfen sie und tun sie mangels Alternative auch. Sie dürfen sogar selbst bezahlen. Und auch Arbeitszimmer, Schreibtisch, Stuhl, Stift nehmen sie nicht "in Anspruch", sondern dürfen sich all das ebenfalls selbst anschaffen bzw. selbst unterhalten.


    Kennt sie wirklich nicht den Unterschied zwischen von der Steuer absetzen und Budget? Über Datenschutz muss sie natürlich auch nicht selbst nachdenken.

    :tot:


    ab 13:20

    Gewalt von Schülern gegen Lehrer hab ich selten beobachtet bzw. erlebt. Das waren dann immer psychisch hochbelastete oder kranke Kinder und Jugendliche, ist auch kein neues Phänomen und, wie ich finde, nicht häufiger geworden, im Gegenteil. Unter den Schülern gibt es allerdings viel Gewalt, je nach Schule und Einzugsgebiet direkter oder subtiler, aber allgegenwärtig. Gefühlt habe ich andauernd damit zu tun.

    In den Nuller- und Zehnerjahren gab es medienbedingt eine große Verunsichung unter den Eltern, die immer wieder zu unangemessenen Auftritten vor allem von Vätern gegenüber Kolleginnen und Kollegen geführt hat, was sich in den letzten Jahren meiner Beobachtung nach aber wieder auf das normale Maß eingependelt hat (drei Prozent Verrückte). Seit Corona erlebe ich im Gegenteil plötzlich viel Wertschätzung und viel mehr Verständnis von Elternseite. Wäre ja schön, wenn sie wieder mit uns an einem Strang ziehen statt sich gegen uns aufhetzen lassen würden.

    Mir ist gerade nicht klar, was du hören willst. Du hast doch dieselben Infos wie alle anderen Menschen auch.

    Echt, hat jemand klare Infos, wie Lehrer oder Schüler sich im Erkältungsfall verhalten sollen?


    Marie74 muss unterschreiben, keine Erkältungssymptome zu haben, was sie tun soll, wenn doch, bleibt im Dunkeln. Kinder haben trotz Schnupfen, Husten, Halsweh, erhöhter Temperatur in die Schule zu gehen, dürfen die Einrichtung bei Covidsymptomen aber keinesfalls betreten. Als Lehrerin darf Marie74 sich testen lassen, aber niemand ist verpflichtet, sie zu testen. Der Schulleiter will sie in der Schule nicht sehen, darf sie aber nicht freistellen. Wenn sie nicht wirklich krank ist, wird der Arzt sie nicht arbeitsunfähig schreiben. Sie möchte vielleicht das Asthmakind, das Kind, mit dem schwerbehinderten Bruder oder das mit dem krebskranken Vater in der Klasse schützen. Und sie möchte natürlich auch nicht das Objekt einer Whats-App-Hatz sein, weder als weinerliche, Privilegien fordernde Jammerlehrerin noch als verantwortungslose Superspreaderin. Also was jetzt tun? Ich finde die Frage sehr berechtigt.


    Wie ich es handhaben werde: Wenn ich krank bin, bleibe ich zuhause, wenn ich nur Erkältungssymptome habe, informiere ich die Schulleitung und gehe in den Unterricht. Ich selbst verhalte mich maximal verantwortungsbewusst und bemühe mich, auch die Schüler entsprechend einzunorden, aber ich übernehme nicht die Verantwortung anderer Leute wie Eltern, Schulleiter, Kultusminister, Kommunalpolitiker, Lehrerkollegen, Gesundheitsamt etc. Der Vollständigkeit halber sage ich gelegentlich mal meine Meinung und mache Vorschläge. Nicht dass das irgendeine Rolle spielt, außer für mich selbst. Ansonsten: Selbstschutz, Durchatmen, Abschalten.

    Was man als Land aber machen kann, ist zumindest dafür zu sorgen, dass rechtliche Vorgaben zum Umgang mit personenbezogenen Daten eingehalten werden. Und das wird nur über ein Dienstgerät, dass entsprechen aufgestellt ist und das man privat nicht nutzen darf, zu gewährleisten sein.

    Bin ich die einzige, die in dem Punkt düstere Vorahnungen hat? Ein Dienstherr, der die Bezahlversion einer Internetplattform bereitstellt, auf allerhand Wegen bei Schülern und Lehrern den Eindruck erweckt, sie seien zur Nutzung verpflichtet und auf dem Bildungsserver gleichzeitig die Verantwortung zurück- und dem einzelnen Lehrer zuweist, wenn er die Plattform nutzt (so z.B. in RLP), der wird vermutlich einfach nackige Laptops für 399,- EUR das Stück ausliefern und den einzelnen Lehrer und ggf. die Schulleitung verpflichten, die Geräte DSGVO-konform zu machen, wohl wissend, dass das nicht geht. Ist aber die zweiteinfachste Lösung, nach der, die wir schon haben (Lehrer besorgt auch den Laptop selbst).

    Da habe ich auch 55 jährige deutsche Kollegen, für die das unvorstellbar ist...

    Soso. Bei uns werden die Kollegen dieses Alters auch gerne mal gefragt, ob sie den Ein-Schalter schon gefunden hätten. Besonders wenns Kolleginnen sind. Dabei haben die ihre Seminararbeiten auch schon mit dem Computer geschrieben, die Examens- und Doktorarbeiten sowieso, in ihrer Forschung elektronische Geräte eingesetzt, im Hochschulrechenzentrum oder in Maschinenbaufirmen gearbeitet, zuhause seit Jahrzehnten ihren privaten PC, haben ein Smartphone und Tablets und ihren Internetanschluss schon länger als es google gibt. Klar wissen die, was eine Cloud ist. Lohnt sich nur an vielen Standorten nicht, weil man da seit "Schulen ans Netz" noch immer aufs Netz wartet, zumindest auf etwas, was den Namen verdient.

    Die teilweise noch fehlende technische Ausstattung wäre gerade kein Hindernis für das Wechselsystem, im Gegensatz zum vollen Lockdown. Insbesondere beim tageweisen Wechsel der A- und B-Gruppen könnte man den Unterrichtsfluss problemlos auch mit den herkömmlichen Mitteln sichern. Das wäre in Alterskohorten, die man nicht mehr permanent beaufsichtigen muss, sofort und kostenneutral umsetzbar, bei - so die Erfahrungen zumindest vor den Sommerferien - vermutlich viel besserer Unterrichtsqualität. Dass man darüber noch nicht einmal nachdenken will, kann nur politische Gründe haben.

    Maylin85, ich schäme mich für deinen weltfremden und unprofessionellen Post. Ich finde, man darf von Lehrkräften erwarten, dass sie sich in die Lebensbedingungen der Familien hineindenken, deren Kinder ihnen anvertraut sind und dass sie ihnen wertschätzend begegnen, auch wenn sie für sich anders entschieden haben. Du lebst in einer Mittelschichtsblase und schaust in aggressiver Manier auf andere herab. Nein, du darfst diese Fragen so nicht stellen.

    Mir wäre auch eine Kombination aus halben Klassen und Home Schooling lieber. Aber das lässt sich in Grundschulen und in der Unterstufe nicht umsetzen. Mich ärgert es auch, dass es dann nicht wenigstens da umgesetzt wird, wo es möglich wäre: Berufsschulen und Oberstufen. Aber dann liegt es an uns, über die gängigen Wege (Personalvertretungen; Politik; Presse) dafür zu sorgen, dass die Entscheidungsträger darüber mal nachdenken, wenn sie schon traurigerweise nicht von selbst auf die Idee kommen.

    Sehe ich genauso, die Elternverbände und die Elternschaft meiner Schule ebenfalls. Tageweiser Wechsel, Hausaufgaben, wenn nötig ohne Internet und Endgeräte einfach mit Buch und Heft, kontrolliert von den Lehrern in der Schule. Wer auch mit 13 nicht alleine bleiben oder lernen kann, für den findet sich eine Lösung. Lärm bei offenen Türen, fehlende Masken, volle Schulbusse, unklare Erkältungssymtome etc. alles dann deutlich händelbarer. Und für die Eltern sicherer, denn die Alternative wäre erst recht ein on/off-Betrieb. Hat vor den Sommerferien auch super geklappt, Eltern entspannt, Kinder haben viel gelernt.


    Ich wundere mich echt über das ideologische Schwarz-Weißgerede und die krassen Übertreibungen auf allen Seiten. Da steht gleich die Gesellschaft still, die Wirtschaft bricht zusammen, die Grundrechte und die Menschenwürde sind in Gefahr, den Kindern wird ihr Recht auf Bildung über Jahre verwehrt, verlorene Generation, zweite Welle, Triage etc. Geht's vielleicht auch eine Nummer kleiner, pragmatischer und intelligenter? Wieso sollen erwachsene Berufsschüler komplett antreten, nur weil Grundschüler betreut werden müssen?

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