Kompetenzüberschreitung der OGS-Leitung/Erzieherin

  • Bei uns sind es Pädagogische Mitarbeiter:innen (PM), die zur Schule gehören, wir sind ohnehin ein Team. Und in NDS werden diese PM zur Vertretung - im Sinne von Betreuung- eingesetzt.

    Aber ihr habt doch keine OGS-Leitung oder macht ihr bei irgendeinen Schulversuch mit? In Niedersachsen ist die Ganztagsschule doch immer Teil der Schule und untersteht der Schulleitung. Da gibt es doch eigentlich gar keine Trennung zwischen Ganztag und Nachmittag.

    Für NDS ist es ja an sich Betreuung, die geleistet werden soll, es bricht aber immer weiter auf, dass es Förderung ist, weil man von den Pool-Stunden weggegangen ist und (ich glaube) 60% fest einplanen muss. Neben der Mittagsbetreuung kann das im Halbtag die Begleitung von Klassen sein oder eben unterstützende Angebote, im Ganztag hat man mehr Möglichkeiten.

    Bei uns hieß es immer, dass PMs nur Förderung im Auftrag und unter Anleitung der Lehrkräfte durchführen dürfen. Z.B. bereite ich ein separates Aufgabenblatt vor und bitte die PM das mit den Schülern zu machen. Oder ich schicke die PM mit Schüler XY raus mit dem Auftrag das oder das zu machen. Dass PMs eigenständig Unterricht oder Förderungen planen und durchführen ist meines Wissen arbeitsrechtlich verboten. Das liegt vor allem daran, dass sie dann anders bezahlt werden müssen. Dass die PM im Vertretungsunterricht sich selbst was überlegt (was sie eigentlich nicht soll), passiert bei uns natürlich auch.

    Wir haben aber auch gar nicht so viele PM-Stunden, dass die irgendwelche Förderkonzepte fahren könnten. Wenn mal ein Schuljahr wenig Krankheitsfälle sind, bleibt ein bisschen was über. Aber sonst eher nicht.

  • Dass PMs eigenständig Unterricht oder Förderungen planen und durchführen ist meines Wissen arbeitsrechtlich verboten. Das liegt vor allem daran, dass sie dann anders bezahlt werden müssen. Dass die PM im Vertretungsunterricht sich selbst was überlegt (was sie eigentlich nicht soll), passiert bei uns natürlich auch.

    Dann ist das weitestgehend wie bei uns.

    Wir haben aber auch gar nicht so viele PM-Stunden, dass die irgendwelche Förderkonzepte fahren könnten. Wenn mal ein Schuljahr wenig Krankheitsfälle sind, bleibt ein bisschen was über. Aber sonst eher nicht.

    Die PM habe doch feste Verträge mit festen Stunden, die erteilt werden müssen. Wenn ihr nicht absolute Alt-Verträge habt, muss ein Großteil der Stunden fest in den Plan gesetzt sein. Entsprechend sind die PM Klassen oder Förderkursen zugeordnet und arbeiten dann auf Zuruf oder regelmäßig mit bestimmten Kindern. Kommt es zu kurzfristigem Ausfall, übernehmen die PM dann das.

    Und nun das Aber: Kommt es zu längerem Ausfall ohne Ersatz, muss die SL die PM zur Betreuung in irgendwelche Klassen setzen, um die Pflichtstundentafel zu besetzen. DAs ist nicht für längerfristige Lösungen gedacht, die Alternative wäre aber Entfall und Notbetreuung. Transparenter wäre es, jedes Mal 2-3 Klassen mit einer PM auf den Schulhof zu stellen - das ist der Notfall im Notfall.

  • Aber ihr habt doch keine OGS-Leitung

    Habt ihr keine PM, die sich für die OGS verantwortlich zeichnet?

    In Niedersachsen ist die Ganztagsschule doch immer Teil der Schule und untersteht der Schulleitung. Da gibt es doch eigentlich gar keine Trennung zwischen Ganztag und Nachmittag.

    Ja und nein. Es ist Teil der Schule, die Schulleitung ist - wie für alles andere - verantwortlich, macht ja aber die Arbeit nicht allein.

    Es gibt eine Trennung zwischen Ganztag und Nachmittag, da ja am Nachmittag in der OGS kein Unterricht erfolgt. An allen umliegenden Schulen sind nur sehr wenige Lehrkräftestunden im Nachmittag UND in der Liste, was zu streichen ist, wenn es zu Lehrkräftemangel kommt, ist der Ganztag ganz weit oben. Dann gibt es eben nur noch Angebote durch PM und die Lehrkräfte sind am Vormittag eingesetzt.

    Das hatten wir schon häufiger: dein Kollegium ist stabil, ihr habt keinen Ausfall und immer alle Stellen besetzt. Guck dich mal auf eis-online um, wie viele Stellen jetzt, zu Beginn der Sommerferien, noch offen sind und wie viele Schulen wohl mit irgendwelchen Konstrukten arbeiten müssen, weil sie im Sommer nicht versorgt sein werden. Gerade sind es noch 510 offene Stellen in ganz NDS, davon etwa die Hälfte an Grundschulen... einschließlich der Stellen, bei denen man bis Sommer 2029 an eine Schule in Ostfriesland abgeordnet wird (von OL und OS aus).

  • Ich denke, das war der Thread, den ich meinte! Findest du den noch irgendwo? Der von Milk&Sugar gefundene Thread war es m. E. nicht, denn in dem gab Januk noch an, er arbeite in NRW (was mich im Übrigen verwirrt, da jetzt "Niedersachsen" im Profil steht... Januk : Bist du zum Halbjahr an eine andere Schule versetzt worden und hast das Bundesland zum Halbjahr gewechselt??)

    Ich bin mit meiner kleinen Familie zum Halbjahr zu meinen Grosseltern nach Niedersachsen gezogen. Also, ja:-)

  • Habt ihr keine PM, die sich für die OGS verantwortlich zeichnet?

    Wir haben PMs, die überwiegend im Ganztag eingesetzt werden. Aber verantwortlich ist die Schulleitung und ein Mitglied der Schulleitung ist auch speziell für die Organisation des Ganztags zuständig. Und diese Person ist auch erster Ansprechpartner für alles was an täglichen Fragen auftaucht. Die PMs machen ihre Angebote und ihre Bereiche aber alles unter Vorgabe der SL. Wenn Sie Ideen oder Wünsche haben, gehen sie zur SL und besprechen das mit ihr.

    An allen umliegenden Schulen sind nur sehr wenige Lehrkräftestunden im Nachmittag UND in der Liste, was zu streichen ist, wenn es zu Lehrkräftemangel kommt, ist der Ganztag ganz weit oben.

    Das ist bei uns auch ein Problem. Aber wir versuchen zu mindestens in der Hausaufgabenzeit eine Lehrkraft pro Jahrgang dabei zu haben. Im Angebot ist dann meistens auch nur noch eine Lehrkraft da. Gehört aber auch zu unserem Konzept. Aber gerade wenn es im Nachmittag Probleme gibt, ist es für die Kinder oft noch was anderes wenn eine Lehrkraft da ist. Dazu klappt die Verzahmung von Nachmittag und Vormittag da auch besser. Wenn es mit den Hausaufgaben klappt, wenn es Streit gibt etc.. Gerade in der Hausaufgabenzeit können die PMs Kinder mit Problemen dann zu einer Fachlehrkraft schicken. Wir sind alle gut vernetzt und ich kann auch außerhalb meines Jahrganges Kindern kompetent helfen. Da meine ich nicht (nur) das fachliche. Auch was sie machen müssen. Wie sie es machen müssen. Was Kinder machen, die fertig sind. Wer einen Förderbedarf hat etc..
    Aber auch wir haben schon mal den Ganztag auf Notbetreuung umstellen müssen als zu viele Lehrkräfte krank waren.

    Das hatten wir schon häufiger: dein Kollegium ist stabil, ihr habt keinen Ausfall und immer alle Stellen besetzt. Guck dich mal auf eis-online um, wie viele Stellen jetzt, zu Beginn der Sommerferien, noch offen sind und wie viele Schulen wohl mit irgendwelchen Konstrukten arbeiten müssen, weil sie im Sommer nicht versorgt sein werden. Gerade sind es noch 510 offene Stellen in ganz NDS, davon etwa die Hälfte an Grundschulen... einschließlich der Stellen, bei denen man bis Sommer 2029 an eine Schule in Ostfriesland abgeordnet wird (von OL und OS aus).

    Ne, andersrum. Du schriebst, dass die PMs bei euch Förderungen übernehmen. Das dürfen sie aus meiner Sicht nur unter Anleitung und wir haben dafür keine Stunden über. Wir haben mal für einen Ausflug oder die Radfahrprüfung, dass wir PMs mitnehmen. Aber wir gar nicht die Stunden, dass die irgendwie als Doppelbesetzungen fördern könnten.

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