Anti-Burnout, Reduktion der Arbeitsbelastung, Selbstschutz ... und mehr.

  • Liebe Kolleg*innen, 🌻

    ich hoffe, dieser Beitrag ist hier in Ordnung. Im Rahmen meiner Masterarbeit untersuche ich die psychische Gesundheit von nicht-muttersprachlichen Fremdsprachenlehrkräften und würde mich sehr über Unterstützung freuen. Die Teilnahme ist anonym, dauert nur ca. 5 Minuten und jeder ausgefüllte Fragebogen hilft mir sehr weiter.

    Herzlichen Dank für eure Zeit und alles Gute für euch! 💛

    https://www.soscisurvey.de/teacherstudy2026/

  • also nicht muttersprachliche Deutsch-Lehrkräfte sind nicht gemeint, oder?

    Ich wäre an den Ergebnisse (und Forschungsfrage) total interessiert.
    Geht es um hier aufgewachsene mehrsprachigen Menschen, die "zufällig" dann Englisch, Französisch, Spanisch unterrichten?
    Oder (die Menge dürfte echt viel kleiner sein) um die migrierten Franzosen, die Italienisch unterrichten?
    Oder um einen Vergleich?

    Und gibt es dazu Basisliteratur, die annehmen lässt, dass deren psychische Gesundheit gefährdet ist? Meine kleine empirische Studie zeigt, dass migrierte Menschen, die ihre Muttersprache unterrichten, einen Schaden bekommen bzw. unglücklich sind. Mein n ist nicht dreistellig, aber schon größer als 1 und definitiv zweistellig.
    Welche, die eine Fremdsprache unterrichten, die sie selbst als L2 hatten, kenne ich nur eine (und die FS ist Latein :D )

  • Meine kleine empirische Studie zeigt, dass migrierte Menschen, die ihre Muttersprache unterrichten, einen Schaden bekommen bzw. unglücklich sind.

    Warum denkst Du, dass das so ist?
    Für die Schüler wäre es doch ideal...

  • Weil es ziemlich frustrierend ist, sobald man nicht an einer idealen, bildungsbürgerlichen schule ist und die Muttersprache nicht Englisch ist. (Ich kenne tatsächlich keine Englisch-Fälle, fällt mir auf).
    Es sind nicht alles Leute an meiner Schule.

    Jenseits der Niveau-Frage, die frustrierend sein kann, ist auch das Problem der "Fremderwartung", und eben nur diese Rolle zu haben. Es gibt natürlich Leute, die eben genau als das eingestellt wurden: Fachlehrer*in für die Sprache (Muttersprachler-Erlass, gab es in NRW mal), aber es gibt eben diejenigen mit vollständigem Studium, wo das Zweitfach kaum noch eine Rolle spielt, weil "man" DER Spanier ist. DER Franzose. DER Afrikaner (haha). und doch der super perfekte Ansprechspartner für DAS Fach.

  • Hm, weder der Franzose, den ich zu meiner eigenen Schulzeit im Französischunterricht hatte (und der nun schon seit Jahren pensioniert ist - ohne in Frühpension o. ä. gegangen zu sein), noch meine beiden spanischen Spanisch-Kolleginnen und meine aus den USA stammende Englisch- und Politik-Kollegin haben bisher "einen Schaden davongetragen" oder sind (wirken) unglücklich. Letztere ist allerdings Quereinsteigerin; sie hat in den USA Politik studiert und in dem Bereich promoviert, bevor sie nach Deutschland kam.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Ja. Auf diese Kolleginnen trifft deine "kleine empirische Studie" - besser gesagt: die Ergebnisse derselben - also nicht zu.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Also DAS (was aber leider nicht nur auf Fremdsprachenkräfte zutrifft)

    Jenseits der Niveau-Frage, die frustrierend sein kann, ist auch das Problem der "Fremderwartung", und eben nur diese Rolle zu haben. Es gibt natürlich Leute, die eben genau als das eingestellt wurden: Fachlehrer*in für die Sprache (Muttersprachler-Erlass, gab es in NRW mal), aber es gibt eben diejenigen mit vollständigem Studium, wo das Zweitfach kaum noch eine Rolle spielt, weil "man" DER Spanier ist. DER Franzose. DER Afrikaner (haha). und doch der super perfekte Ansprechpartner für DAS Fach.

    ist auf jeder einzelnen Tagung / Fortbildung der verschiedenen Netzwerke von Lehrkräften mit Zuwanderungsgeschichte, auf der ich war (insbesondere NRW aber einmal auch NDS), Thema.
    Deswegen: Schön, dass deine KuK die Ausnahme sind und in einer diskriminierungssensiblen Umgebung leben. Es freut mich ehrlich.

  • Vielleicht liegt es auch daran, dass meine aus den USA stammende Kollegin seit Jahren Teamleiterin unseres "Politik"-Teams ist. Im "Englisch"-Team ist sie quasi "nur eine unter vielen".
    Die beiden Spanisch-Kolleginnen unterrichten tatsächlich ausschließlich Spanisch und wurden nur für dieses Fach eingestellt.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Das macht sicher was aus.

    Ich bin SOOOO froh, dass ich vor ca. 16 Jahren NICHT versucht habe, über den MuttersprachlerErlass reinzukommen (durfte ich nicht, wegen Staatsexamen). Dann wäre ich sogar noch schuld an meiner Misere.
    Ich warte mal ab, wie lange es dauert, bis man mich nicht mehr für Französisch anspricht, unsere Fachschaft hat mittlerweile soviel frisches, junges Blut, dass ich vielleicht aus dem Sichtfeld verschwinden kann.

    Aber wie geschrieben: ein super spannendes Thema und wenn es irgendwie kontrastiv wird, würde ich wirklich mehr wissen (wobei ich nicht glaube, dass eine 5-Minuten-Befragung für eine Masterarbeit belastbare Vergleichsergebnisse gibt, aber vielleicht mal eine Promotion...)

    und sei hier gesagt: Mir als ausgebildeter Französischlehrerin geht es wenigstens deutlich besser als dem türkischstämmigen, hier aufgewachsenen Deutsch/Geschichte-Kollegen, der für Islam-Fragen und "Brückenbauen" herhalten soll. Auch DIE Situationen gibt es leider in vielen Kollegien. Vielleicht jetzt langsam weniger, weil es doch langsam zur Normalität wird.

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