Schweinfurter Rutsche

  • Die Etiketten "rückständig" und "progressiv" sind immer eine Frage der Perspektive bzw. des jeweiligen eigenen buchstäblichen Standpunkts.

    Aus Sicht der Linken ist die CDU rechts. Aus Sicht der AfD vermutlich nicht...

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Zumindest für die besseren MigrantInnen. Meinem Sohn wurde schon von einem solchen Mitschüler nahegelegt, er möge doch bitte remigrieren und mich mitnehmen... Drei der Großeltern meiner Kinder sind Urdeutsche. Kannste Dir nicht ausdenken...

    Die Herkunft der Großeltern zu benennen scheint mir einem tragischen Rechtfertigungsdruck zu entspringen.

    "Geh in dein Land zurück", heißt es bei uns derzeit häufiger, sobald einer schwarze Haare hat und jemand sich über ihn geärgert hat. Es geht darum, maximal zu verletzen, gedacht haben sie sich überhaupt nichts dabei. Nur dass man damit aneckt und eine Grenze überschreitet, das merken sie sofort. M.a.W.: für einen blonden Mitschüler suchen sie sich andere Beleidigungen, die ihnen möglichst verletzend erscheinen.

  • Die Herkunft der Großeltern zu benennen scheint mir einem tragischen Rechtfertigungsdruck zu entspringen.

    "Geh in dein Land zurück", heißt es bei uns derzeit häufiger, sobald einer schwarze Haare hat und jemand sich über ihn geärgert hat. Es geht darum, maximal zu verletzen, gedacht haben sie sich überhaupt nichts dabei. Nur dass man damit aneckt und eine Grenze überschreitet, das merken sie sofort. M.a.W.: für einen blonden Mitschüler suchen sie sich andere Beleidigungen, die ihnen möglichst verletzend erscheinen.

    Rassistische Beleidigungen sind natürlich auch Beleidigungen.

    Im Falle des migrantisch aussehenden Menschen ist es rassistisch, weil man ja gerade das migrantische Aussehen anspricht. Im Falle des Blonden mag man anders beleidigen, er würde aber de facto in Deutschland nicht aufgrund seiner Haut- oder Haarfarbe beleidigt werden. (Und jetzt möge bitte keiner mit Blondinenwitzen kommen...)

    Es ist in Deutschland leider immer noch so, dass man Meschen, die nicht den Erwartungen an deutsches Aussehen entsprechen, mittelbar das Deutschsein abspricht. Ich habe das regelmäßig erlebt - mittlerweile ist es aber in der Tat seltener geworden.

    PS: Für jemanden, der sonst gerne die Position der Schwächeren oder der Opfer versteht und verteidigt, bin ich doch etwas befremdet, dass Du hier den Eindruck erweckst, Beleidigungen aufgrund von Haarfarbe (oder Hautfarbe - das korreliert dann ja doch öfter) mit Gedankenlosigkeit zu relativieren.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Rassistische Beleidigungen sind natürlich auch Beleidigungen.

    Im Falle des migrantisch aussehenden Menschen ist es rassistisch, weil man ja gerade das migrantische Aussehen anspricht. Im Falle des Blonden mag man anders beleidigen, er würde aber de facto in Deutschland nicht aufgrund seiner Haut- oder Haarfarbe beleidigt werden. (Und jetzt möge bitte keiner mit Blondinenwitzen kommen...)

    Es ist in Deutschland leider immer noch so, dass man Meschen, die nicht den Erwartungen an deutsches Aussehen entsprechen, mittelbar das Deutschsein abspricht. Ich habe das regelmäßig erlebt - mittlerweile ist es aber in der Tat seltener geworden.

    PS: Für jemanden, der sonst gerne die Position der Schwächeren oder der Opfer versteht und verteidigt, bin ich doch etwas befremdet, dass Du hier den Eindruck erweckst, Beleidigungen aufgrund von Haarfarbe (oder Hautfarbe - das korreliert dann ja doch öfter) mit Gedankenlosigkeit zu relativieren.

    Da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt oder ich verstehe nicht richtig, was du meinst. Natürlich ist die Hautfarbe ausschlaggebend für die rassistische Beleidigung, Haarfarbe habe ich als Synonym für oberflächliche Einteilungskategorien genommen. Deswegen finde ich es traurig, dass du das Bedürfnis hast, von den deutschen Vorfahren zu schreiben, als ob die Genetik eine Rolle spielte, wer der deutschere Deutsche ist.

    Dass Kinder die Hautfarbe als Merkmal rauspicken, um sich eine Beleidigung auszusuchen, zeigt doch gerade, dass sie nur Dünnes nachplappern. Dadurch wird nicht der dahinterstehende Rassismus harmloser, sondern den derart beleidigten Kindern sollte man vermitteln, wie hohl und undurchdacht das Dahergesagte ist.

    Oder anders: Wenn mich einer als Hurensohn beleidigt, erkläre ich ihm nicht entäuscht, dass meine Mutter nicht als Prostituierte gearbeitet hat und ich kein Sohn bin, sondern ich höre den Ärger dahinter. Dass ich das nur kann, weil mich das Schimpfwort null verletzt ist mir klar und ich denke, genau diese Haltung sollten Kinder vermittelt bekommen, die solche ekelhaften Sätze ihrer Mitschüler aus rückständigen Haushalten zu hören bekommen.

    Ich hoffe, das war verständlicher:weissnicht:

  • Da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt oder ich verstehe nicht richtig, was du meinst. Natürlich ist die Hautfarbe ausschlaggebend für die rassistische Beleidigung, Haarfarbe habe ich als Synonym für oberflächliche Einteilungskategorien genommen. Deswegen finde ich es traurig, dass du das Bedürfnis hast, von den deutschen Vorfahren zu schreiben, als ob die Genetik eine Rolle spielte, wer der deutschere Deutsche ist.

    Ich habe nicht zwingend das Bedürfnis. Aber wenn mir jemand mit diesen Kategorien kommt, dann kann ich das auch ohne den Vorwurf des Rassismus entkräften. Ich stelle diese Kategorisierung nicht auf - aber ich werde mitunter danach bewertet.

    Dass Kinder die Hautfarbe als Merkmal rauspicken, um sich eine Beleidigung auszusuchen, zeigt doch gerade, dass sie nur Dünnes nachplappern. Dadurch wird nicht der dahinterstehende Rassismus harmloser, sondern den derart beleidigten Kindern sollte man vermitteln, wie hohl und undurchdacht das Dahergesagte ist.

    Da stimme ich zu. Das funktioniert auch in der Regel, solange der häusliche Einfluss nicht zu stark ist.

    Oder anders: Wenn mich einer als Hurensohn beleidigt, erkläre ich ihm nicht entäuscht, dass meine Mutter nicht als Prostituierte gearbeitet hat und ich kein Sohn bin, sondern ich höre den Ärger dahinter. Dass ich das nur kann, weil mich das Schimpfwort null verletzt ist mir klar und ich denke, genau diese Haltung sollten Kinder vermittelt bekommen, die solche ekelhaften Sätze ihrer Mitschüler aus rückständigen Haushalten zu hören bekommen.

    Ich hoffe, das war verständlicher:weissnicht:

    Wenn die Rückständigkeit als eine Ursache das Kriterium ist, bin ich bei Dir. Danke für die Klarstellung.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Punkt.

    Da waren wir nämlich auch schon öfter, Gewalt und Kriminalität gehen zu 80-95% von Männern aus. Ich möchte deswegen trotzdem nicht an einer Mädchenschule unterrichten und auch in Vietnam wird gemordet.

    Nee, eben nicht Punkt. Es sind eben nicht per se "Männer", die sich über alle Herkunftsgruppen hinweg in gauß'scher Normalverteilung in den Kriminalitätsstatistiken wiederfinden. Es gehört meines Erachtens zu einer ehrlichen Migrationsdebatte, statistisch einwandfrei erfasste Überrrepräsentationen nicht ständig schönzureden oder zu negieren. Und es ist auch egal, ob hier neben Herkunft auch Merkmale wie sozioökonomischer Hintergrund und Bildung mit reinspielen -> unterm Strich haben wir in Folge von Migration Probleme, das sich zunehmend im öffentlichen Raum niederschlagen. Das fängt auch schon weit vor Straftat-Niveau an, siehe z.B. (um mal nur einen einzigen Mikrobereich rauszupicken) was in Krankenhäusern los ist, wenn dort Mitglieder arabischer Großfamilien behandelt werden. Dass der öffentliche Raum sich im letzten Jahrzehnt negativ verändert hat, kann man doch nicht ernsthaft negieren. Und in den Schulen schlägt es sich ebenso nieder, oder was glaubt man, warum man für gewisse Standorte kein Personal findet.


    ...in Sachen Messerdelikte stecken wir Vietnam übrigens sowas von in die Tasche...

  • Ein wenn nicht das Problem war, dass viele junge Männer ohne ihre Familien kamen und hier nicht integriert wurden. [...]

    Ich frage mich, wenn viele junge deutsche Männer aus ihren Familien gerissen würden, in ein fremdes Land gelangen mit dem Wissen, dass ihre Familie nicht nach kommen darf, ob sie alle fleißig wären und nie kriminell?

    Die Einschätzung teile ich auch.

    Wie sich junge deutsche Männer ohne soziale Kontrolle verhalten, kann man ansatzweise am Ballermann beobachten. ;) Und da sind sie nur im Urlaub...

    Die wären als Gesamtgruppe in einer Migrationssituation sehr wahrscheinlich ebenfalls problematisch...

  • Worüber genau reden wir hier? Ich kann nachvollziehen, dass viele Migranten sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Ich kann aber ganz sicher kein "Verständnis" dafür aufbringen, wenn sich das in (verbaler oder physischer) Gewalt, religiösem Extremismus oder sonstigen nicht akzeptablen Verhaltensweisen niederschlägt.

    Ich weiß nicht, in welcher Realität ihr alle so lebt, aber in meiner ist das nunnal ein Thema. Ich hatte letztes Jahr 2 Schülerinnen, die massiv von ihren Ehemännern bedroht, eingesperrt, geschlagen wurden, dieses Jahr eine bedrohte Kollegin, durch Syrer bedrohte und attackierte türkische Schüler, vor ein paar Wochen einen Schüler, der nach dem Besuch der lokalen Kirmes mit 3 Messerstichen in der Seite im Krankenhaus gelandet ist. Letzteres ist schon gar keine Nachricht mehr wert, weil ja schon quasi an der Tagesordnung. Die Nachbarn lassen ihre Töchter nicht mehr ins Freibad, nachdem es zuletzt gehäuft Meldungen über sexuelle Belästigung junger Mädels gab. Phänomene wie Scharia-Polizei an Schulen lassen sich auch nicht mehr unter den Teppich kehren - in der gemäßigteren Variante muss man wohl damit leben, dass Schüler sich offen dazu bekennen, ihre Religion über unsere Gesetze stellen und sich offen feindlich gegenüber Gruppierungen äußern, die nicht ihrem Weltbild entsprechen.

    Nein, ich habe kein Verständnis.

    Und wäre es möglich, ganz ohne Verständnis bei Straftaten Anzeige zu erstatten? Wieso kriegen die Typen im Schwimmbad kein Hausverbot?

    Und anzukreiden, "sich offen feindlich über Gruppierungen zu äußern" ist halt schon ein bisschen bigott aus deinem Mund. Du trennst ja gerade nicht Kriminalität von Religion und Herkunft.

  • Und wäre es möglich, ganz ohne Verständnis bei Straftaten Anzeige zu erstatten? Wieso kriegen die Typen im Schwimmbad kein Hausverbot?

    Und anzukreiden, "sich offen feindlich über Gruppierungen zu äußern" ist halt schon ein bisschen bigott aus deinem Mund. Du trennst ja gerade nicht Kriminalität von Religion und Herkunft.

    Die Korrelation ist ja nunmal auch gegeben. Ist man direkt ausländerfeindlich, wenn man diese Tatsache offen ausspricht? Ich habe überhaupt gar nichts gegen Leute, die sich hier normal verhalten und einfach ihr Leben leben. Glücklicherweise ist das ja auch immer noch die große Mehrheit. Der Anteil derer, die es nicht tun, ist inzwischen aber ausreichend hoch, dass die Missstände tagtäglich unmittelbar erlebbar sind und bei mir insofern ein politisches Umdenken auslösen, als dass ich eine deutlich restriktivere Migrationspolitik und eine Antwort auf die Frage nach Möglichkeiten der zügigen Ausweisung von Straftätern, Sozialbetrügern und abgelehnten Aslbewerbern erwarte.

    Zur Schwimmbadfrage: passiert ja, verhindert aber nicht, dass es ständig passiert. Weil es eben keine Einzelfälle sind.

  • Zur Schwimmbadfrage: passiert ja, verhindert aber nicht, dass es ständig passiert. Weil es eben keine Einzelfälle sind.

    Wessen Fehler ist das? Wenn diese Leute Konsequenzen z.B. in Form von Polizei, die sie aus dem Schwimmbad schmeißt erfahren, hat sich das Problem schnell erledigt.

    Merkwürdigerweise kann man als Frau sogar in Offenbach und Kassel problemlos ins Freibad gehen. Das muss bei euch in der Ecke ein besonderes Problem sein.

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