Schweinfurter Rutsche

  • Herr Rau hat über die Konstanzer Wanne geschrieben. Ich selbst war mit Mitte 20 linksliberal, heute bin ich eher eine Mischung aus linksliberal, konservativ und umweltpolitisch grün. Was man eben so ist, wenn man ergraute Schläfen, geerbt und eigene Kinder hat.

    Was mich seit einiger Zeit beschäftigt: Ich glaube, heute weniger ausländerfreundlich zu sein als früher, und zwar deutlich messbar und durch die Ausübung meines Berufs als Grundschullehrer in Deutschland in den letzten zwanzig bis dreißig Jahren. Als Bibliothekar, so meine ich, würde ich heute ausländerfreundlicher sein. Falls es dafür, als Lehrer durch die Ausübung des Berufs vorurteilsbehafteter gegenüber Schülern, Schülergruppen oder Schülereltern mit Migrationshintergrund zu werden, noch keinen Begriff gibt, möchte ich dafür den Begriff der Schweinfurter Rutsche vorschlagen. Wenn aus der Rutsche irgendwann noch eine Wanne wird, dann umso besser.

    Bin ich damit alleine, oder glauben noch andere Lehrkräfte, durch die Ausübung des Lehrerberufs weniger ausländerfreundlich geworden zu sein? (Oder sogar ausländerfreundlicher? Hier schlage ich Brüsseler Schanze vor.)

  • Bin ich damit alleine, oder glauben noch andere Lehrkräfte, durch die Ausübung des Lehrerberufs weniger ausländerfreundlich geworden zu sein? (Oder sogar ausländerfreundlicher? Hier schlage ich Brüsseler Schanze vor.)

    Ich wüsste gar nicht, woran man das mehr oder weniger sinnvoll messen sollte. Ich würde aber sagen, dass wir als Lehrkräfte am ehesten sehen dürften, dass es "die Ausländer" als scheinbar homogene Masse mit gleichen Eigenschaften schlicht nicht gibt, sondern auch hier eine enorme Spannweite in der sozioökonomischen Stellung und in der Haltung zu Bildung vorliegt. Und ja, berufsbedingt hat man sicher auch mit einigen Personen zu tun, die so ziemlich jedes (rechtspopulistische) Klischee bedienen. Man mache sich aber bitte auch bewusst, dass es gerade auch viele gibt, die entgegen aller Klischees aufgestellt sind.

  • Ich habe so viel mit ausländischen Schülern und Eltern zu tun, dass ich keinen Unterschied zu deutschen Schülern und Eltern mache. Überall gibt es solche und solche.

    Meine Beiträge werden auf einer winzigen Tastatur eines Smartphones mit Autokorrektur geschrieben. Bitte entschuldigt Tippfehler. :mad:

  • Ich wüsste gar nicht, woran man das mehr oder weniger sinnvoll messen sollte. Ich würde aber sagen, dass wir als Lehrkräfte am ehesten sehen dürften, dass es "die Ausländer" als scheinbar homogene Masse mit gleichen Eigenschaften schlicht nicht gibt, sondern auch hier eine enorme Spannweite in der sozioökonomischen Stellung und in der Haltung zu Bildung vorliegt. Und ja, berufsbedingt hat man sicher auch mit einigen Personen zu tun, die so ziemlich jedes (rechtspopulistische) Klischee bedienen. Man mache sich aber bitte auch bewusst, dass es gerade auch viele gibt, die entgegen aller Klischees aufgestellt sind.

    Mit deutlich messbar meine ich z. B. nach den typischen soziologischen Befragungsmethoden, etwa: Mit welchem Wert zwischen 1 ("Stimme gar nicht zu") und 5 ("Stimme voll und ganz zu") stimmen Sie folgender Aussage zu: "Ich freue mich, mehrere Kinder türkischer (albanischer, rumänischer, syrischer, ...) Herkunft in meiner Klasse zu haben." Da hätte ich früher mit einem höheren Wert geantwortet als heute. Ich würde mich immer noch als eher ausländerfreundlich bezeichnen, aber deutlich weniger als früher.

    Die Spannweite sozioökonomisch und hinsichtlich Bildungsnähe ist grundsätzlich da, stark abhängig von den Herkunftsländern und zumindest theoretisch: Ich hatte erst ein japanisches Kind, kein skandinavisches, kein kanadisches. Da würde ich oben bei allen eine 5 ankreuzen. Dafür sehr viele vom Balkan, aus der Türkei und aus dem arabischen Raum. Die, die als Beispiel den Unterricht stören, Ausdrücke sagen und andere Kinder beleidigen, waren deutlich häufiger als die, die sozial stark sind, respektvoll im Umgang und den Unterricht tragen. Jungen waren in der Regel auffälliger und respektloser als Mädchen, aber auch, im Durchschnitt, auffälliger und respektloser als Jungen ohne Migrationshintergrund.

    Ich habe so viel mit ausländischen Schülern und Eltern zu tun, dass ich keinen Unterschied zu deutschen Schülern und Eltern mache. Überall gibt es solche und solche.

    Die Unterschiede habe ich quantitativ erlebt.

  • Huch, das sind ja düstere Gedankenrutschen hier. Die genannte Spannweite sozioökonomisch/bildungsnah liegt doch nicht am Herkunftsland, sondern an den Migrationsgründen.

    Darum gibt es ja auch keine Unterschiede zwischen Schülern mit Migrationshintergrund aus Syrien und Vietnam...

  • Mit deutlich messbar meine ich z. B. nach den typischen soziologischen Befragungsmethoden, etwa: Mit welchem Wert zwischen 1 ("Stimme gar nicht zu") und 5 ("Stimme voll und ganz zu") stimmen Sie folgender Aussage zu: "Ich freue mich, mehrere Kinder türkischer (albanischer, rumänischer, syrischer, ...) Herkunft in meiner Klasse zu haben." Da hätte ich früher mit einem höheren Wert geantwortet als heute. Ich würde mich immer noch als eher ausländerfreundlich bezeichnen, aber deutlich weniger als früher.

    Die Spannweite sozioökonomisch und hinsichtlich Bildungsnähe ist grundsätzlich da, stark abhängig von den Herkunftsländern und zumindest theoretisch: Ich hatte erst ein japanisches Kind, kein skandinavisches, kein kanadisches. Da würde ich oben bei allen eine 5 ankreuzen. Dafür sehr viele vom Balkan, aus der Türkei und aus dem arabischen Raum. Die, die als Beispiel den Unterricht stören, Ausdrücke sagen und andere Kinder beleidigen, waren deutlich häufiger als die, die sozial stark sind, respektvoll im Umgang und den Unterricht tragen. Jungen waren in der Regel auffälliger und respektloser als Mädchen, aber auch, im Durchschnitt, auffälliger und respektloser als Jungen ohne Migrationshintergrund.

    Die Unterschiede habe ich quantitativ erlebt.

    Ich unterrichte in Klassen mit teilweise deutlich über 80 % mit Migrationshintergrund, knapp 40 verschiedene Staatsbürgerschaften, in einer Stadt mit dem höchsten Ausländeranteil in Deutschland, die 2015 bereit war überproportional Flüchtlinge aufzunehmen und nein, ich kann quantitativ keinen Unterschied feststellen.

    Besonders große Gruppen haben wir aus Marokko, Russland und jetzt Ukraine (jeweils mehrere Kinder pro Klasse). Aber auch viele andere Nationen sind häufiger vertreten (Iran, Ghana, Rumänien, Türkei, Irak). Kinder von Großeltern aus Italien, Spanien, Portugal zähle ich gar nicht mehr mit, die Familien leben teilweise schon 100 Jahre hier.

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    Einmal editiert, zuletzt von Kris24 (19. Juli 2026 23:01) aus folgendem Grund: Autokorrektur, Migrationshintergrund statt unterricht

  • Wer 20 Jahre Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund unterrichtet hat, muss schon sehr gewollt die Augen verschießen um zu verneinen, dass bestimmte Probleme oder auch Stärken bei manchen Herkunftsgeschichten häufiger als bei anderen vorkommen, hoffentlich hat man aber auch immer welche erlebt, die überhaupt nicht in das Raster bestimmter Vorurteile passen.

    Entscheidend ist für mich, jedem neuen Schüler unvoreingenommen und positiv gegenüber zu treten.

  • Huch, das sind ja düstere Gedankenrutschen hier. Die genannte Spannweite sozioökonomisch/bildungsnah liegt doch nicht am Herkunftsland, sondern an den Migrationsgründen.

    Die Migrationsgründe hängen aber stark mit dem Herkunftsland zusammen. Wer zum Beispiel aus Norwegen nach Deutschland kommt, tut das meist wegen einer sehr gut bezahlten Arbeitsstelle in einem internationalen Unternehmen, oder weil er mit so jemandem verheiratet ist,, wer aus Syrien oder Afghanistan kommt, kommt wegen Verfolgung, Armut, fehlender Ausbildung oder Perspektivlosigkeit im eigenen Land, oder wegen allem zusammen.

  • Wer 20 Jahre Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund unterrichtet hat, muss schon sehr gewollt die Augen verschießen um zu verneinen, dass bestimmte Probleme oder auch Stärken bei manchen Herkunftsgeschichten häufiger als bei anderen vorkommen, hoffentlich hat man aber auch immer welche erlebt, die überhaupt nicht in das Raster bestimmter Vorurteile passen.

    Entscheidend ist für mich, jedem neuen Schüler unvoreingenommen und positiv gegenüber zu treten.

    Ich formuliere mal deine Behauptung inkl. Beleidigung (blind, wer anderes behauptet und das ist Fakt) um, wer etwas suchen will, um seine Vorurteile bestätigen zu lassen, wird fündig werden.

    Wer glaubt, dass Asiaten z. B. immer fleißig sind, vergisst die, die nicht in dieses Bild passen.

    Oder die einzigen Eltern, die im letzten Jahr unverschämt zu mir waren, waren Deutsche. Ich könnte jetzt also behaupten, Deutsche wissen alles besser, fordern lauthals eine 2 statt einer 3,5 und werden unverschämt, wenn ich dies verweigere. Sie fordern Antworten ein, gehen aber nicht darauf ein, wenn ich sie Ihnen gebe, weil sie ihnen nicht gefällt, sondern stellen immer wieder die gleiche Frage. Sie behaupten, ich handle unpädagogisch, weil ich für den Arbeitseifer der Tochter keine 2 erteilen will. Von Anforderungsbereichen etc. haben sie keine Ahnung, die Strichliste der Tochter reicht ihnen.

    Ich unterrichte jetzt seit 32 Jahren, zuerst an einer Schule mit vielen Russlanddeutschen, dann an einer ländlichen Schule mit wenig Kindern mit Migrationshintergrund und jetzt seit fast 20 Jahren hier. Hier geht es eindeutig am freundlichsten zu, wir hatten vor kurzem hohen Besuch und dieser bestätigte, dass Schulklima sei bei uns besonders. Ein anderer hoher Gast, meinte dazu, sie hätten einige Besuche gemeinsam gemacht, er nannte Namen, dies hätte der erstere sonst nicht gesagt.

    Ich will jetzt nicht behaupten, Deutsche glauben etwas besonderes zu sein, fordern für sich Rechte ohne Pflichten und sind unverschämt. Aber wenn ich an Inländer und Ausländer denke, stimmt diese Meinung für mich mehr. Und der letzte von meinen Schülern, der durch das Abitur fiel, hatte ostasiatischen Hintergrund.

    Nein, es gibt keine Unterschiede aufgrund der Nation, außer sie werden gemacht. Mir fällt dazu Max Frisch, du sollst kein Bildnis machen ein.

    Aber deine Unverschämtheit bleibt mir, weil es nicht das erste Mal ist, trotzdem im Gedächtnis. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Menschen mit Migrationshintergrund bei dir anders reagieren als bei mir.

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  • Die Migrationsgründe hängen aber stark mit dem Herkunftsland zusammen. Wer zum Beispiel aus Norwegen nach Deutschland kommt, tut das meist wegen einer sehr gut bezahlten Arbeitsstelle in einem internationalen Unternehmen, oder weil er mit so jemandem verheiratet ist,, wer aus Syrien oder Afghanistan kommt, kommt wegen Verfolgung, Armut, fehlender Ausbildung oder Perspektivlosigkeit im eigenen Land, oder wegen allem zusammen.

    Naja eben, sage ich doch?

  • Jeder Mensch hat Vorurteile. Das ist ein ganz normaler biologischer Prozess, zu dem wir programmiert sind um in bestimmten Situationen schnell Entscheidungen treffen zu können. Zum Beispiel projizierst du über 5 Absätze Dinge in meinen vorangegangenen Beitrag, die da nicht nur nicht stehen, sondern völlig im Widerspruch zu dem sind, was ich wirklich geschrieben habe, weil ...

    ..., weil es nicht das erste Mal ist, ...

    ...bis hin dazu, dass du mir Probleme unterstellst, die ich nicht habe, die du mir aber wünschen würdest.

    Seine Vorurteile nicht zu verleugnen ist Grundvoraussetzung um sein Handeln nicht von ihnen bestimmen zu lassen.

  • Ich höre mittlerweile jeden einzelnen Tag so viel homophobe, frauenfeindliche, antisemitische Scheisse und sehe so viele abnormale, gesellschaftsfeindliche Verhaltensweisen - doch, meine Haltung hat sich verändert. Sehr sogar.

    Dass man auch anderes sieht, ist selbsterklärend, aber müsste man quantitativ gewichten, ist die Richtung schon klar.

  • Jeder Mensch hat Vorurteile. Das ist ein ganz normaler biologischer Prozess, zu dem wir programmiert sind um in bestimmten Situationen schnell Entscheidungen treffen zu können. Zum Beispiel projizierst du über 5 Absätze Dinge in meinen vorangegangenen Beitrag, die da nicht nur nicht stehen, sondern völlig im Widerspruch zu dem sind, was ich wirklich geschrieben habe, weil ...

    ...bis hin dazu, dass du mir Probleme unterstellst, die ich nicht habe, die du mir aber wünschen würdest.

    Seine Vorurteile nicht zu verleugnen ist Grundvoraussetzung um sein Handeln nicht von ihnen bestimmen zu lassen.

    Deine Antwort verstehe ich nicht, passt irgendwie nicht zu dem was ich geschrieben habe. 20 Jahre, kein Unterschied erkennbar, blind, war das keine Beleidigung?

    Vorurteile halte ich grundsätzlich nicht für gut und gehe bewusst dagegen an. Wenn dann höchstens konservative Männer, die Trump noch einen Monat nach seinem 2. Amtsantritt harmlos finden... und glauben, dass was sie schreiben Fakt ist und andere mit anderer Meinung schlicht blind sind... (nein, auch da gibt es große Unterschiede, ich mache mir nur ein Bild von der einzelnen Person und du hast schon ein paar Male Sätze herausgehauen als Fakt, obwohl sie nur deine Meinung sind).

    Und ich habe sicher keine Vorurteile aufgrund irgendeiner Herkunft. Ich weiß wie verschieden Deutsche sind und jetzt sollen alle Araber oder Chinesen ähnlich sein? Dazu kenne ich zu viele und weiß wie verschieden sie sind und ich stelle bei manchen dieselbe Charaktereigenschaft wie bei Deutschen fest, die ich mag oder eben ablehne. Vorurteile haben Menschen gegenüber anderen Nationen, die nur wenige näher kennen.

    Es gab ja schon Studien über Vorurteile, in denen z. B. behauptet wurde Menschen mit blauen Augen oder Schuhgröße 37 seien überwiegend dumm, und o Wunder, die Studienteilnehmer übernahmen dies. Viele Menschen machen sich falsche Bilder und versuchen den Gegenüber in dieses Bild zu quetschen. Gut? Muss man so hinnehmen? Nein, sage ich. Für mich ist das ein Zeichen von Gedankenlosigkeit, wir sind der Biologie nicht hilflos ausgeliefert, wir können unsere Gedanken beeinflussen. Vielleicht hast du nie die Macht von negativen Vorurteilen erlebt.

    Mir ist als Kind von Fremden immer gesagt worden, ich würde mich nicht wie ein Mädchen verhalten, nur weil ich Mathe und Physik mag, besonders problematisch war mein Physiklehrer mit der Folge, dass ich Chemie studiert habe. Vielleicht empfinde ich deshalb Beschränkungen durch Vorurteile so übergriffig.

    Und was mir schon wieder auffällt, du behauptest einfach, jeder hat Vorurteile, warum? (Mir kam gerade auch ein Vorurteil in Sinn, Männer, die allgemein behaupten, wissen das es falsch ist, wollen sich aber nicht ändern. Nur weiß ich, dass dies ein Vorurteil ist und auf dich nicht zutreffen muss, es geht um die einzelne Person nicht um Männer.)

    Ich besinne mich übrigens bewusst auf Ähnlichkeiten und Äußerlichkeiten sind für mich völlig unwichtig. Ich habe vor über 40 Jahren Frisch Bildnis gelesen, es hat mich geprägt.

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  • Ich unterrichte jetzt seit 32 Jahren, zuerst an einer Schule mit vielen Russlanddeutschen, dann an einer ländlichen Schule mit wenig Kindern mit Migrationshintergrund und jetzt seit fast 20 Jahren hier. Hier geht es eindeutig am freundlichsten zu

    Am Gymnasium. Solange ich am Gymnasium und auch am WBK war , war meine Perspektive auch eine andere, aber dort bekommst du eben auch eine vorselektierte Klientel. Was ich im letzten Jahr erlebt habe, hat meine Wahrnehmung schon sehr verändert. Wir hatten alles, bis hin zur Kollegin, die (wiederholt und auch auf Nachfrage nochmal bekräftigt) mit dem Tod beroht wurde. Mir fällt leider kein Grund mehr ein, warum wir uns mit sowas belasten und warum solche Leute nicht sofort ins nächste Flugzeug gesetzt werden.

  • Ich höre mittlerweile jeden einzelnen Tag so viel homophobe, frauenfeindliche, antisemitische Scheisse und sehe so viele abnormale, gesellschaftsfeindliche Verhaltensweisen - doch, meine Haltung hat sich verändert. Sehr sogar.

    Dass man auch anderes sieht, ist selbsterklärend, aber müsste man quantitativ gewichten, ist die Richtung schon klar.

    Ich höre dies am häufigsten von AFD-Wählern oft Russlanddeutsche, die sich für die besseren Deutschen halten.

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  • Am Gymnasium. Solange ich am Gymnasium und auch am WBK war , war meine Perspektive auch eine andere, aber dort bekommst du eben auch eine vorselektierte Klientel. Was ich im letzten Jahr erlebt habe, hat meine Wahrnehmung schon sehr verändert. Wir hatten alles, bis hin zur Kollegin, die (wiederholt und auch auf Nachfrage nochmal bekräftigt) mit dem Tod beroht wurde. Mir fällt leider kein Grund mehr ein, warum wie uns mit sowas belasten und warum solche Leute nicht sofort ins nächste Flugzeug gesetzt werden.

    Meine erste Schule war eine integrative Gesamtschule in NRW.

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  • Jeder Mensch hat Vorurteile.

    Vorurteile sind zum Überleben in der Regel nicht mehr notwendig. Glücklicherweise befähigt das Gehirn aber zur Reflexionsfähigkeit.

    Darum gibt es ja auch keine Unterschiede zwischen Schülern mit Migrationshintergrund aus Syrien und Vietnam...

    Richtig, es gibt keine Unterschiede qua Nationalität. Meistens kommen Menschen aus Vietnam aber aus anderen Gründen nach Deutschland, als Menschen aus Syrien und haben andere sozio-ökonomische Voraussetzungen.

  • Der Vietnamese und der Orientale fasst es im Grunde pointiert zusammen. Mehr muss man eigentlich nicht sagen, weil jede/r weiß, was gemeint ist.

    Ob man dieser Gegenüberstellung nun zustimmt oder nicht, ob man das per se moralisch ablehnt oder nicht, oder ob man nach Ursachen für die Unterschiede sucht, das muss jede/r für sich entscheiden.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

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